Sommerloch

Wir sind mitten im Sommerloch. Wirtschaftlich wie politisch gibt es kaum Neuigkeiten. Zumal in den letzten Monaten auf alle eine Vielzahl von Beschlüssen eingeprasselt ist, die jetzt nach und nach auch erst noch verdaut werden muss.

Es rückt immer stärker in das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit, dass wir lernen müssen, mit Corona zu leben. Das Virus ist auch in den Sommermonaten hoch aktiv und sobald man in der Bevölkerung die notwendige Disziplin schleifen lässt, steigt die Zahl der Neuinfektionen. Zwischenzeitlich gibt es zumindest einige Behandlungsmöglichkeiten, was die theoretischen Kapazitäten der Gesundheitssysteme erhöht. Die Sorge vor einer massiven zweiten Welle ist zwar da, zeigt sich aber nicht in den Stimmungsindikatoren. Hier überwiegt weiterhin die Hoffnung auf eine Normalisierung. Zumal sich einen weiteren nationalen Lockdown aus meiner Sicht eigentlich kein Land mehr erlauben kann, da die wirtschaftlichen Folgekosten zu hoch wären. Was bleibt, ist der Appell an die Menschen achtsam zu sein, sowie regionale Beschränkungen.

Die schleichende Eskalation des Konfliktes zwischen USA und China geht bislang auch relativ spurlos an uns vorbei. Wobei man sich mit der kommenden US-Wahl auf noch schrillere Töne einstellen kann. Dies wird uns sicherlich im Herbst noch beschäftigen. Bis dahin erfreuen sich die meisten aber an dem schönen Sommerwetter.

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