Inflation ist nicht zurück

Es gibt insgesamt wenig Zweifel darüber, dass die großen Notenbanken die etablierte expansive Notenbankpolitik in den kommenden Jahren kaum ändern werden. Die niedrigen Zinsen und Renditen dürften uns also erhalten bleiben. Ein Grundpfeiler für diese Annahme ist der sehr moderater Inflationsausblick in eigentlich allen relevanten Industrieländern.

Dieser Ausblick dürfte durch den aktuellen Anstieg der Inflation nicht verändert werden. Der Anstieg der Konsumentenpreise ging in den letzten Monaten auf einige Sonderfaktoren zurück, die nicht zu einem anhaltenden Anstieg der Inflationsdynamik führen sollten. So waren fehlende oder weniger als üblich ausgeprägte Sommerschlussverkäufe ein wichtiger Faktor. Außerdem wurde höhere Kosten, die auf die Corona-Pandemie zurückgehen, verstärkt weitergegeben. Angesicht der schwachen Nachfrage dürften die Preiserhöhungsspielräume aber begrenzt sein. Daher ist damit zu rechnen, dass die Inflationsdynamik in den kommenden Monaten wieder abflacht. Nur in Deutschland kann man im kommenden Jahr, in Folge der Normalisierung der Mehrwertsteuer, mit einer höheren Teuerungsrate rechnen.

Bei einer weiter schwachen Inflation werden die Notenbanken aber die Zinsen auch nicht noch weiter senken, da die negativen Folgen die positiven Effekte überwiegen würden. Es spricht also vieles dafür, dass wir in den kommenden Jahren kaum wahrnehmbaren geldpolitischen Zyklen gegenüberstehen. Die Bewertung von Aktien aber auch der Goldpreis könnten hiervon weiterhin profitieren.

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