Megatrends treiben Metallnachfrage

Industriemetalle haben den Corona-Schock weitestgehend verdaut und die flaue wirtschaftliche Entwicklung scheint keinen nachhaltigen negativen Einfluss zu haben. Drei Megatreiber sorgen für eine stabile Nachfrage und sollten auch in den kommenden Jahren sich positiv auswirken; die Digitalisierung, die E-Mobilität und die Energiewende.

Weltweit wird das Leben immer digitaler. Diese Entwicklung wurde durch die Corona-Krise zwar nicht ausgelöst, aber erheblich beschleunigt. Auch die Art zu arbeiten, ist durch Homeoffice und Online-Konferenzen oder Meetings eine andere geworden. Die voranschreitende Digitalisierung lässt die zu verarbeitenden Datenmengen exponentiell steigen. Neue Rechenzentren müssen auch für den Trend zum Cloud-Computing errichtet werden. Hierfür sind Metalle, die beispielsweise für Kühlungsanlagen, Verkabelungen und der Produktion von Halbleitern benötigt werden, unabdingbar. Auch die E-Mobilität kommt gerade, wenn es um die Batterieproduktion geht, an Kobalt, Lithium, Nickel nicht vorbei. In einem Elektroauto sind durchschnittlich 84 Kilogramm Kupfer verbaut. Sowohl das Betreiben von neuen Rechenzentren als auch die zunehmende Elektrifizierung der globalen Fahrzeugflotte erhöhen den zukünftigen Strombedarf. Damit sind wir bei der Energiewende. Alternative Energieträger werden in den nächsten Jahren immer bedeutender. Besonders die Solar- und Windenergie wird im Mittelpunkt stehen. Für die Herstellung von Solarpanels und Windanlagen kommen wieder viele Metalle, wie Kupfer, Aluminium und Seltene Erden zum Einsatz.

Die laufenden Megatrends übersetzen sich in eine zügig steigende Metallnachfrage. Dies kommt einer Niveauverschiebung nach oben gleich. Da das Angebot nicht vollumfänglich mit diesem Tempo Schritt halten kann, wird es knapp und Nachfrage-überhänge drohen. Wenn die Nachfrage strukturelle höher ist als das Angebot sollten die Preise entsprechend reagieren und steigen.

 

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