Aktienmärkte

Nordkorea-Konflikt bringt Unruhe an die Aktienmärkte

Die Eskalationsspirale im Nordkorea-Konflikt dreht sich immer weiter. Jüngst hat US-Präsident Trump mit einem militärischen Konflikt gedroht, falls Nordkorea nicht einlenkt. Eine entsprechende verbale Antwort aus Nordkorea hat nicht lange auf sich warten lassen. Gleichzeitig startet China ein großes Manöver vor der Küste von Nordkorea. Dies alles kommt nach einer geschlossenen Reaktion der UN auf die Aktionen von Nordkorea, die Hoffnung gaben, dass die Staatengemeinschaft nun mit einer einheitlichen Linie gegen das kleine Land agieren würde. Eine weitere Eskalation des Konfliktes ließe sich vermutlich nur schwer eindämmen und dürfte weitreichende Konsequenzen haben. Insbesondere – aber nicht nur – der asiatische Raum dürfte hiervon betroffen sein. Die Finanzmärkte und insbesondere die Aktienmärkte haben auf die jüngsten politischen Entwicklungen reagiert. So kam es heute erstmals seit längerer Zeit wieder zu nennenswerten Kursrückgängen an den Weltbörsen. Bis dato war das Anlagejahr 2017 ausgesprochen ruhig verlaufen. Dies spiegelte sich sowohl an der anhaltend niedrigen…

EZB kauft seit einem Jahr Unternehmensanleihen

Das Ankaufprogramm für Unternehmensanleihen (CSPP) hat seinen ersten Geburtstag. Mit diesem Programm ist die Europäische Zentralbank (EZB) seit nunmehr gut einem Jahr der größte Nachfrager am Markt für Unternehmensanleihen im Euroraum geworden. So hält die EZB mittlerweile gut 11% der Unternehmensanleihen, die die EZB Kaufen darf. Die EZB hat mit diesem Kaufprogramm einen spürbaren Einfluss auf die Marktentwicklung. So sind die bonitätsbedingten Risikoaufschläge (Spreads) von fünfjährigen Unternehmensanleihen mit einem BBB-Rating seit Ankündigung des CSPP von knapp über 80 Basispunkten (0,80%) auf aktuell knapp unter 30 Basispunkte gesunken. Zwar überlagern sich einige Effekte, wie die gute konjunkturelle Entwicklung und die sehr expansive Geldpolitik der EZB, aber ein guter Teil der Verbesserung dürfte direkt auf das CSPP  zurückgehen. Insgesamt sind damit die Finanzierungskosten der Unternehmen deutlich gesunken. Dies ist für die Unternehmen, die den entsprechend Marktzugang haben natürlich ein großer Vorteil. Große Unternehmensübernahmen sind hiermit deutlich einfacher geworden, was sich auch bereits…

Japan – schwacher Konsum bremst die Konjunktur

Japans Wachstumszahlen aus dem ersten Quartal stellen sich nach der Abwärtsrevision vom Juni bei weitem nicht mehr so eindrucksvoll positiv dar wie zuvor. Das Wachstumstempo wurde glatt halbiert auf gerade noch +0,3 Prozent (Q/Q). Dies hat den Konjunkturoptimismus vom Frühjahr etwas zurechtgestutzt. Wichtige Stimmungsindikatoren geben ein gemischtes Bild darüber ab, ob Japans Wirtschaft im weiteren Jahresverlauf „Kurs“ halten und vielleicht in höherem Tempo als zu Jahresbeginn weiter wachsen wird. Gewisse positive Zeichen hat hier der jüngste Tankan-Index der Notenbank gesetzt, der die Stimmung im Unternehmenssektor erfasst. Er hat sich zumindest für die Großindustrie zur Jahresmitte über Erwarten verbessert. Demgegenüber zeigt das Konsumklima seit Jahresbeginn nur einen Seitwärtstrend. Der exportgetriebenen Industriekonjunktur, die von der verbesserten Nachfrage im Ausland und der Yen-Abwertung seit Jahresbeginn gestützt wird, steht eine eher mäßige Binnennachfrage gegenüber. Die Konsumenten agieren weiter eher vorsichtig und risikoscheu. Ob und wann ein neues Fiskalpaket kommt, das die japanische Konjunktur auch…

Deutscher Arbeitsmarkt: Allmählich wird es knapp

Die Juni-Zahlen für den deutschen Arbeitsmarkt zeichnen ein überwiegend sonniges Bild, geben aber auch Hinweise auf aufziehende Bewölkung. Zunächst: Mit der aktuellen Beschäftigungslage kann man mehr als zufrieden sein. Die Zahl der Erwerbstätigen liegt im Vergleich zum Vorjahr um rund 650.000 höher, das entspricht einem Beschäftigungswachstum von rund eineinhalb Prozent. Sogar noch stärker gewachsen ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, nämlich um knapp 730.000 oder etwa 2,3 Prozent. Das zeigt, dass die gute Arbeitsnachfrage derzeit auch vielen Menschen den Übergang z.B. von einem Mini-Job in ein Normalarbeitsverhältnis gestattet. Gleichzeitig ist die Arbeitslosenzahl auf einen neuen Tiefstand gesunken, sie liegt mit rund 2,47 Millionen um rund 140.000 niedriger als im Vorjahr. Dass sie im Juni in saisonbereinigter Betrachtung gegenüber dem Vormonat leicht angestiegen ist, ist wohl eher als technische Reaktion auf die sehr starken Rückgänge im Frühjahr zu verstehen und nicht als erstes Anzeichen einer Verschlechterung. Dennoch zeigen die aktuellen Zahlen…

1 2 44