Aktienmärkte

US-Renditen sind stark gestiegen – Potential für einen weiteren Anstieg aber begrenzt

Die zuletzt zunehmenden Sorgen über eine höhere Inflationsdynamik und stärker steigende Notenbankzinsen haben einen spürbaren Renditeanstieg am US-Staatsanleihemarkt ausgelöst. Schon lange wurde befürchtet, dass die zehnjährigen US-Renditen vor dem Hintergrund einer restriktiveren Geldpolitik, die sowohl mit Leitzinsanhebungen als auch mit einer Reduktion der US-Notenbankbilanz einhergeht, eigentlich hätten steigen müssen. Die jüngste Bewegung könnte nun die Sorge bestätigen, dass sich ein neuer Trend hin zu deutlich höheren Zehnjahresrenditen herausbilden wird. Dabei gab es in der Vergangenheit zahlreiche Argumente, die für den lediglich moderaten Anstieg der Kapitalmarktrenditen trotz Leitzinserhöhungen der US-Notenbank angeführt wurden. Insbesondere die Markterwartung, dass die US-Notenbank die Fed Funds Target Rate nicht schnell und mit Verve erhöhen wird, wurde als Grund für die maßvollen Kursverluste in den zurückliegenden Jahren genannt. Außerdem dürfte die anhaltend hohe Nachfrage nach US-Staatsanleihen sowohl von inländischen als auch von ausländischen Investoren einen potenziellen Anstieg der US-Kapitalmarktrenditen begrenzt haben. Nicht zuletzt hält die US-Notenbank weiterhin…

Deutsche Unternehmen überweisen 47 Mrd. Euro Dividende an Aktionäre

– In Deutschland beginnt die Dividendensaison, Aktionäre bekommen Rekordsumme von 47 Mrd. Euro (+9% gegenüber Vorjahr) überwiesen – Die Ausschüttungen sind durch die operative Entwicklung der Unternehmen finanziert und somit sehr solide – „Dividendenaristokraten“ bleiben für uns Trumpf Der Blick auf den Kontoauszug lässt viele Aktionäre dieser Tage wieder erfreuen, denn mit Siemens hat der erste große DAX-Konzern den Ausschüttungsregen 2018 eröffnet. Rund um den Globus befindet sich die Konjunktur im Aufwind, daher verwundert es nicht, dass Investoren in diesem Jahr eine Rekorddividende erwarten können. Die großen deutschen Konzerne werden knapp 47 Mrd. Euro und damit über 9% mehr als im Vorjahr an die Aktionäre ausschütten. Die Korrektur an den Aktienmärkten hat dazu geführt, dass die Dividendenrenditen wieder etwas gestiegen sind. Der DAX bietet eine Dividendenrendite von 3,2%, was dem Durchschnitt der vergangenen 15 Jahre entspricht und in einem Umfeld steigender Gewinne und Dividenden attraktiv erscheint. Auch relativ zu Anleihen…

Deutscher Wohnungsmarkt: Steht eine umfassende Zäsur bevor?

Die Stimmung in der deutschen Immobilienwirtschaft ist bestens, Betongold verkauft sich hierzulande „wie geschnitten Brot“. Und das gilt nicht nur für Wohnungen und Häuser. Mindestens genauso groß ist die Nachfrage nach Büroobjekten, Einkaufs- und Fachmarktzentren, Logistikhallen oder auch Hotels und Mikroapartments. Das sorgt für durchweg hohe und steigende Kaufpreise, während die Mietrenditen auf nicht gekannte Tiefstände gesunken sind. Wenn ein solcher Boom von anfänglichen Übertreibungen zur ausgewachsenen Immobilienblase übergeht, droht Gefahr für die Volkswirtschaft und das Finanzsystem. Soweit ist es aber noch nicht gekommen. Das sagen sowohl die Bundesbank als auch der Rat der Immobilienweisen im Rahmen ihrer jüngst veröffentlichten Analyseergebnisse; erstere im Monatsbericht des Instituts, letztere im jährlichen Frühjahrsgutachten Immobilienwirtschaft. Mahnende Worte, die das Bewusstsein für die Risiken der schon bestehenden Übertreibungen am Immobilienmarkt schärfen, können dennoch nicht schaden. Für Aufmerksamkeit und eine breite Presseresonanz hat vor allem das Frühjahrsgutachten gesorgt. Dort werden nicht nur die schon bekannten Preisübertreibungen…

Euro Stoxx 50: 4.000 Punkte bis Jahresende erreichbar

Zusammenfassung: » Unternehmensgewinne sollten 2018 und 2019 jeweils um 10% wachsen » Indexbewertung günstig – KGV-2019 liegt bei 12,6, Dividendenrendite gehört zu den höchsten unter den etablierten Indizes weltweit » Euro Stoxx 50 bis Jahresende bei 4.000 Punkten erwartet Die Kursentwicklung des Euro Stoxx 50 konnte in den vergangenen Jahren weder mit der Entwicklung der großen amerikanischen Indizes noch mit der des DAX mithalten. In Europa hemmten in der Vergangenheit Krisen die Entwicklung, während z.B. in den USA die zahlreichen Technologie- und Finanzaktien den Kursaufschwung für eine Sonderkonjunktur sorgten. Die Perspektiven für den europäischen Leitindex haben sich zwischenzeitlich deutlich verbessert. Die Konjunktur im Euroraum befindet sich heute wieder in einer guten Verfassung, selbst die notorisch schwach wachsenden Volkswirtschaften Italiens und Griechenlands expandieren. Auch die politische Lage innerhalb Europas hat sich im Zuge der – aus Marktsicht – positiven Wahlausgänge 2017 (u.a. Niederlande, Frankreich) deutlich stabilisiert. Die anstehende Wahl in Italien…

Einkaufsmanagerindizes im Euro-Raum: Verschnaufpause im Februar

Gemäß den vorläufigen Ergebnissen der Einkaufsmanagerbefragung im Euro-Raum gaben die Stimmungsbarometer auf weiterhin hohem Niveau gegenüber dem Vormonat leicht nach. Der kleine Rückgang ist nicht verwunderlich. Nach der Stimmungsverbesserung im vergangenen Jahr ist eine Korrektur durchaus zu erwarten gewesen. Es mag auch sein, dass gerade im Exportgeschäft der inzwischen gestiegene Außenwert des Euro zum US-Dollar die Nachfrage etwas gedämpft hat. Trotzdem bleibt der Aufschwung intakt. Der zusammengefasste Composite-Index für den Euro-Raum gab im Februar gemäß den vorläufigen Zahlen leicht von 58,8 auf 57,5 Indexpunkte nach. Dahinter stehen jeweils leichte Rückgänge bei der Industrie und bei den Dienstleistern, die beide von einem ordentlichen, aber geringeren Plus bei den Auftragseingängen berichten. Dieses Bild zeigt sich nicht nur in Frankreich und in Deutschland, sondern auch in den anderen von der Umfrage erfassten Volkswirtschaften. Deren Ergebnisse werden aber erst zu Beginn des kommenden Monats veröffentlicht In Deutschland ging es leicht nach unten. Die beiden…

Aussichten für den Dax weiterhin günstig

Zusammenfassung » Der DAX ist mit einem KGV-2019e von 11,8 und einer Dividendenrendite von 3,5% günstig bewertet. » Die starke Weltkonjunktur (+3,9% in 2018) bringt den DAX-Unternehmen 2018/19 einen deutlichen Gewinnsprung. Gleichzeitig bieten die niedrigen Kapitalmarktrenditen Anlegern keine echte Alternative. » Dieses Setup überzeugt uns: Wir erwarten, dass der DAX bis zum Jahresende um gut 13% auf 14.000 Punkte steigen wird. Die Auftragsbücher der deutschen Industrie sind dank wachsender Weltkonjunktur prall gefüllt, die Stimmung in der Wirtschaft ist so gut wie nie zuvor. Dies spiegelt sich bei den Erwartungen für die Umsatz- und Gewinnentwicklung der DAX-Unternehmen wider. Analysten rechnen damit, dass in diesem und im nächsten Jahr die DAX-Gewinne um je 10% steigen sollten. Aktienanalysten tendieren häufig dazu, Gewinnerwartungen zunächst zu positiv zu formulieren, meist ist die erste Schätzung dann zu optimistisch und muss revidiert werden. Berücksichtigt man jedoch das gesamte (volks-)wirtschaftliche globale Umfeld, welches durch eine gut laufende Konjunktur,…

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