Aktienmärkte

Dividendenrendite auch in 2018 interessant

Ein überaus erfolgreiches Aktienjahr neigt sich dem Ende zu. Der DAX konnte 2017 ein neues Allzeithoch markieren und in der Spitze über 17% zulegen. Auch die internationalen Dividendentitel, besonders in Asien und Europa, haben deutlich zugelegt. Dank eines Mix aus starken Konjunkturdaten, positiver Gewinndynamik und anhaltend expansiver Geldpolitik bleiben die Rahmenbedingungen für die Aktienmärkte auch im kommenden Jahr gut. Bis Jahresende 2018 erwarten wir daher einen Anstieg des DAX auf 14.000 Punkte. Im Umfeld erhöhter Bewertungsniveaus sollte ein größerer Teil der erwarteten Rendite auf die Dividenden entfallen. Dabei erscheint der Ausblick auf das Dividendenjahr 2018 vielversprechend. Die Unternehmen verdienen gut und die Zinsen bleiben niedrig, so dass die Aktionäre weiterhin großzügig an den Gewinnen beteiligt werden sollten. Mit Blick auf die nächsten 12 Monate erwarten wir für den DAX eine Dividendenrendite von 3% und den Euro Stoxx 50 sogar von 3,5%. Die Dividendenrenditen liegen damit zwar rund 10% unter dem…

Aktienmärkte und Dividendentitel sind weiterhin interessant

Die globalen Aktienmärkte sind in den letzten Tagen unter Druck gekommen. Hauptgründe dürften Gewinnmitnahmen und eine etwas vorsichtigere Einschätzung der politischen Risiken sein. Das fundamentale Umfeld und das Zinsumfeld hat sich für Aktien jedoch nicht verschlechtert. So ist die Wachstumsdynamik weiterhin sehr hoch und die Unternehmensgewinne dürften sich auch in 2018 günstig entwickeln. Somit sind die Aussichten für die Aktienmärkte aus meiner Sicht weiterhin positiv. Der jüngste Kursrückgang hat einige Aktien wieder sehr interessant gemacht. In der Tabelle finden Sie die aktuellen Daten für dividendenstarke deutsche Aktien.

Sorgen vor einer neuen Dotcom-Blase sind übertrieben

Nächste Stufe der digitalen Revolution bringt Wachablösung am Aktienmarkt Während der industriellen Revolution führte die Erfindung mechanischer Maschinen zu einer zunehmenden Verdrängung menschlicher Arbeitskraft. Mit der Erfindung der Massenproduktion Anfang der 1920er Jahre beschleunigte sich diese Entwicklung. Produktivitätsverbesserungen erzeugten wirtschaftliches Wachstum, verbunden mit einer deutlichen Verbesserung des Lebensstandards. Mit der Erfindung der Halbleiter und Computer wurde dann die „digitale“ Revolution eingeleitet. Diese dauert heute noch an und dürfte sich auch noch viele Jahre fortsetzen. Im deutschsprachigen Raum wird in diesem Zusammengang gerne der Begriff „Industrie 4.0“ verwendet, bereits in den kommenden Jahren werden Maschinen mit Bewusstsein erwartet. Die laufende Zwischenstufe der digitalen Revolution, gekennzeichnet durch eine massenhafte Sammlung, Speicherung und Übertragung/Teilung digitaler Daten, wurde durch Unternehmen aus den Bereichen der Informations- und Kommunikationstechnologien ausgelöst. Deren Soft- und Hardwareprodukte nutzen die bereits vorhandene Infrastruktur (das Internet) und bauen auf diesen Absatzmärkten auf, die innerhalb kurzer Zeit hunderte von Millionen (z.B. Suchmaschinen,…

ETFs – Chance für aktives Management

Investoren haben sich in den vergangenen Jahren immer stärker passiven Investmentansätzen zugewandt. Im Aktienbereich werden in den USA bereits 42% der Fonds passiv verwaltet. Die Vorteile von ETFs liegen auf der Hand: Die Verwaltungskosten fallen im Vergleich zu aktiven Fonds deutlich geringer aus, außerdem kann ein hoher Diversifikationsgrad im Portfolio mit verhältnismäßig geringem Aufwand erzielt werden. Mit zunehmendem Erfolg der ETFs wird aber auch die Kritik an passiven Produkten immer lauter. Demnach besteht die Gefahr, dass die verstärkte Hinwendung von der aktiven zur passiven Vermögensverwaltung längerfristig größere negative Auswirkungen auf die Effizienz der Kapitalmärkte sowie auf die Finanzmarktstabilität mit sich bringen kann. Diese Kritikpunkte sind nicht von der Hand zu weisen. Wie stark der ETF-Markt noch wachsen muss, um zu einer Gefahr für die Märkte zu werden, kann derzeit nicht abgeschätzt werden. Die Entwicklung am US-amerikanischen ETF-Markt ist deutlich weiter fortgeschritten als in Europa, jedoch dürfte dieser laut Marktprognosen, u.a….

Comeback der europäischen Aktien

Die europäischen Aktienmärkte waren in den vergangenen Jahren bei Investoren nicht sehr beliebt – abgesehen von Deutschland. Dies lag am unsicheren politischen Umfeld, diversen Krisen und der mangelnden Gewinndynamik vieler europäischer Unternehmen. Der Euro Stoxx 50 entwickelte sich daher über Jahre schlechter als der DAX und die großen US-Aktienindizes. Das könnte sich jetzt ändern. Die Konjunktur im Euroland befindet sich endlich wieder in einer guten Verfassung. So gut wie aktuell lief es seit vielen Jahren nicht mehr. Das Momentum hat dabei jüngst zugenommen und sollte 2018 weiter an Breite gewinnen. Gleichzeitig stehen die Zeichen für das weltwirtschaftliche Wachstum auf Grün, so dass die Unternehmen in Europa auch im kommenden Jahr wieder deutlich besser verdienen sollten. Weil auch die befürchteten neuen Krisen in Europa 2017 weitgehend ausgeblieben sind, steht der Kontinent heute trotz der unklaren Regierungsbildungsaussichten in Deutschland – wirtschaftlich und politisch deutlich stabiler da als in den vergangenen Jahren, in…

Türkei: Positive Wahrnehmung derzeit Mangelware

Unter den größeren Schwellenländern ist kaum eines so stark auf eine wohlwollende Risikowahrnehmung durch die Märkte angewiesen wie die Türkei. Das Land hat einen hohen externen Finanzierungsbedarf, welcher aus dem chronischen Minus in der Leistungsbilanz und einem erhöhten Anteil kurzfristiger Auslandsverbindlichkeiten resultiert. Dazu kommt eine nicht besonders üppige Ausstattung mit Devisenreserven. Die Alternative zu einer günstigen Risikobeurteilung ist – wenn man so möchte – ein Anstieg der Refinanzierungskosten. In den letzten Wochen hat die Türkei diverse Dämpfer im Hinblick auf die Risikowahrnehmung bekommen. Eingeleitet wurde diese Tendenz durch diplomatische Belastungsproben wie die neuerlich formulierten Unabhängigkeitsbestrebungen der (irakischen) Kurden sowie den Streit um die wechselseitige Einstellung von Visa-Erteilungen zwischen Washington und Ankara. Wenig hilfreich waren auch Anmerkungen der Ratingagentur S&P. Diese hatte einen Kommentar verfasst, in welchem sie die neuen „Fragilen Fünf“ identifiziert, also Staaten, die in einem Umfeld knapper werdender globaler Liquidität besonders anfällig sein dürften. Die Türkei ist prominent…

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