Aktienmärkte

Auch Gold ist nicht immun

Globale Rezession, die Aktienmärkte fallen kräftig und die Notenbanken lockern weltweit das geldpolitische Umfeld massiv. Der Goldpreis steigt aber nicht – wie man hätte erwarten können -, sondern er ist seit seinem Jahreshoch in den letzten Tagen um rund 10 Prozent gefallen. Der Kapitalmarkt ist aktuell im risk-off Modus unterwegs. In solchen Phasen fahren spekulative Großanleger auf Sicht und setzen verstärkt auf die Devise „cash is king“! Es kommt also zu einem breiten Abverkauf von risikobehafteten Aktiva. Davor kann sich auch Gold nicht entziehen. Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass sich am Goldmarkt viele spekulative Anleger tummeln. Daher ist im aktuellen Umfeld zumindest kurzfristig mit weiteren Preisrücksetzern zu rechnen. Das ist aber nicht ungewöhnlich. Eine ähnliche Situation gab es während der Finanzkrise. Bevor der Goldpreis 2008 nach der Lehman-Pleite zu seinem Höhenflug ansetzte, ist er zunächst um 16 Prozent gefallen. In den darauffolgenden beiden Jahren konnte der Preis des Edelmetalls…

Auf die Staaten kommt es nun an

Die Dynamik der Pandemie bleibt hoch. Dies war jedoch auch noch nicht anders zu erwarten. Wenn man die übliche Inkubationszeit berücksichtigt, dann kann man eigentlich frühestens Ende nächster Woche mit einer Abflachung der Ansteckungsrate rechnen. Dabei ist die Höhe der Dunkelziffer nur schwer einzuschätzen. Die faktische Zahl der Infizierten dürfte vermutlich um ein vielfaches höher sein als die offiziellen Angaben. Dies ist eigentlich keine schlechte Nachricht. Wenn eine Infektion eine gewisse Immunität mit sich bringt, dann sinkt mit einer steigenden Zahl an Infizierten, die nicht schwer erkranken, die Anfälligkeit der Gesamtbevölkerung. Damit hält sich auch die potenzielle Belastung des Gesundheitssystems in Grenzen, was zurzeit die größte Sorge darstellt. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie werden langsam sichtbar. Heute ist der ZEW Index kräftig gefallen und hat ein Niveau von -46 Punkten erreicht. Ein Level, dass man zuletzt während der Finanzmarktkrise erreicht hatte. Jedoch ist es auch keine große Überraschung, dass die…

Weltwirtschaft durch Pandemie unter erheblichem Druck

Der Ausblick für die Weltkonjunktur ist durch die rasante Ausbreitung des Corona-Virus zunehmend unter Druck geraten. In China und im angrenzenden asiatischen Raum sind die Betriebsabläufe immer noch gestört, dadurch stehen die globalen Lieferketten unter Druck. Auch für die europäische Wirtschaft und die Vereinigten Staaten hat sich die Perspektive deutlich eingetrübt. Dabei drohen nicht nur den exportabhängigen Ländern Belastungen. Immer mehr Länder schränken das öffentliche Leben zunehmend ein, was auf der Binnenkonjunktur lastet. Wir haben unsere Wachstumsprognosen deshalb deutlich gesenkt. Das Wachstum der Weltwirtschaft dürfte rund einen Prozentpunkt niedriger ausfallen und im Jahr 2020 nur noch bei knapp zwei Prozent liegen. In China dürfte die Wirtschaft im ersten Quartal 2020 gegenüber dem Vorquartal geschrumpft sein – ein Novum in den letzten 30 Jahren. Die Infektionszahlen gehen inzwischen zwar deutlich zurück und viele der rigorosen Vorsichtsmaßnahmen konnten gelockert werden. Von Normalität ist das Land aber noch weit entfernt. Negative Rückwirkungen drohen…

Finanzmarkt ist in Sorge

Die Corona-Pandemie schlägt uns in ihren Bann. Obwohl es bislang, außer in Bezug auf China, keine handfesten Hinweise auf die realwirtschaftlichen Auswirkungen der Grippewelle gibt, haben sich Angst und Verunsicherung durch die Kapitalmärkte gepflügt. Die Aktienmärkte haben in den letzten Tagen gut 10 Prozent verloren. Die US Notenbank hat überraschend die Zinsen um 50 Basispunkte gesenkt und die Renditen sind nahe am Allzeittief. Die Finanzmärkte haben eine deutliche wirtschaftliche Abschwächung eingepreist, wenn nicht mehr. Die zunehmenden Sorgen über einen Zusammenbruch der Weltwirtschaft oder zumindest eine deutliche Verlangsamung der weltweiten wirtschaftlichen Aktivität spiegeln sich auch in spürbaren Prognosesenkungen wider. Während sich diese Entwicklung in den harten wirtschaftlichen Daten aus Europa oder den USA bislang noch nicht abzeichnet, gibt zumindest die hohe Zahl an abgesagten Großveranstaltungen hier einen ersten Eindruck, dass es zu einer wirtschaftlichen Abschwächung kommen dürfte. Das Corona-Virus ließ sich bisher nicht aufhalten, aber der durchschnittliche Krankheitsverlauf scheint bislang doch…

Corona – von der Epidemie zur Pandemie

Das Corona-Virus und die zuletzt schnelle Verbreitung über den Globus bringen viel Leid für die betroffenen Menschen. Nach jetzigem Stand kann man bei rund 20% der Betroffenen mit einem schweren Krankheitsverlauf rechnen, und 5% davon sterben durchschnittlich. Die Finanzmärkte reagierten auf ihre Weise darauf. Die Aktienmärkte sind im Laufe der Woche kräftig gefallen. Die Konjunktur- und Gewinnerwartungen der Investoren kommen durch die rasan-te Ausbreitung zunehmend unter Druck. Wenn sich die Krankheit zu einer ernstzunehmenden Pandemie und damit verbundenen starken Belastungen der Lieferketten ausweiten sollte, dürfte das Weltwachstum nahe an die Stagnation kommen. Exportorientierte Länder wären dabei stärker negativ betroffen als binnenwirtschaftlich orientierte Wirtschaftsmodelle. Soweit sind wir zwar noch nicht, aber die Welt ist diesem Szenario im Laufe der dieser Woche einige Schritte nähergekommen. Bereits jetzt dürften die realwirtschaftlichen Daten deutlich negativ beeinflusst werden. Für Deutschland kann man in Q1 bestenfalls mit einer Stagnation rechnen. Diese schwache Entwicklung sollte sich schon…

Corona Fall-out

Die Dynamik der Ansteckungen durch das Coronavirus hat zeitweise etwas nachgelassen, was zu einer Entspannung an den Finanzmärkten beigetragen hat. Jedoch sind die wirtschaftlichen Auswirkungen der Grippe-Welle in China noch nicht abschätzbar. Da überrascht es nicht, dass die Zentralbanken sich und die Märkte auf eine wirtschaftliche Abkühlung in Q1 2020 vorbereiten. Die wirtschaftliche Entwicklung in Q1 dürfte schwach verlaufen. Sowohl die Frühindikatoren, als auch die realwirtschaftlichen Daten in den Industrieländern sollten von den ausgedehnten Neujahrsferien in China negativ beeinflusst sein. Nach bisherigem Stand sollten die globalen Lieferketten zwar in Mitleidenschaft gezogen worden sein, jedoch sind keine langfristigen Auswirkungen zu befürchten. Damit ist eine wirtschaftliche Erholung ab Q2 2020 weiterhin wahrscheinlich. Je länger die Grippe-Welle China aber im Griff hat, umso größer das Risiko, dass die ungünstigen wirtschaftlichen Folgen sich weit in das Jahr 2020 ziehen. Entsprechend vorsichtig werden die Zentralbanken in den kommenden Wochen agieren. Die Finanzmärkte werden zumindest latent…

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