Aktienmärkte

Weltspartag 2018: schwieriges Umfeld für die private Geldanlage

Der sich jährlich wiederholende Weltspartag wurde vor über 90 Jahren ins Leben gerufen, um den Spargedanken zu fördern. Angesprochen sind nicht nur Erwachsene, sondern vor allem auch Kinder und Jugendliche. Tatsächlich dürfte die Sparquote der privaten Haushalte in Deutschland nach unserer Einschätzung in diesem Jahr weiter steigen – auf gut zehn Prozent des verfügbaren Einkommens. Das wäre der fünfte Anstieg in Folge. Allerdings sind die Rahmenbedingungen der Geldanlage alles andere als gut: So droht 2018 das schwierigste Anlagejahr seit langem zu werden. Das liegt nicht nur an den kaum noch messbaren Zinsen, die viele Privatanleger seit mehreren Jahren zähneknirschend hinnehmen und die nicht einmal mehr ausreichen, um den Wertverlust durch Inflation auszugleichen. Erschwerend kommen in diesem Jahr die Wertentwicklungen bei Aktien und Aktienfonds hinzu, die seit Jahresbeginn häufig negativ sind. Mit dem anhaltenden Niedrigzinsniveau und der unbefriedigenden Aktienkursentwicklung fallen in diesem Jahr voraussichtlich zwei von drei möglichen Antriebskräften des Geldvermögensaufbaus…

Dem DAX droht ein Jahresminus – wann gab es das zuletzt?

Bis Silvester sind es noch 69 Tage. Davon werden an 46 Tagen Aktien an der Börse gehandelt. Schafft es der DAX bis dahin, die bis dato aufgelaufenen Kursverluste von elf Prozent zu egalisieren? Oder droht erstmalig seit vielen Jahren wieder ein Minus? Wenngleich die Beantwortung diese Frage unerheblich ist für Anleger, die sich langfristig am Aktienmarkt engagieren, so lohnt doch ein Blick in die Vergangenheit. Denn auszuschließen ist ein negativer Jahresabschluss nicht. Seit Auflage des Index im Jahr 1988 legte der DAX (inklusive Dividenden) 8,2% pro Jahr zu. Dabei schloss der deutsche Leitindex in lediglich acht Jahren mit einer negativen Kursentwicklung ab. In den übrigen 22 Jahren stand zum Jahresende ein Kursplus zu Buche. Die beiden Jahresabschlüsse, die für den deutschen Leitindex in der jüngeren Vergangenheit negativ ausfielen, waren die Jahre 2008 und 2011. Zuvor waren es die Jahre 2000, 2001 und 2002, in denen die Kurse teils heftig rappelten….

Warum sich der DAX 2019 wieder erholen wird

Weil die Gewinnentwicklung 2018 vielfach von Sondereffekten bei den DAX-Unternehmen geprägt war, gehen wir davon aus, dass sich die Gewinnlage 2019 wieder verbessert. Die aktuellen Analystenschätzungen, die für 2019 im DAX einen Gewinnanstieg von (wiederholt) zehn Prozent fortschreiben, dürften jedoch erneut zu optimistisch geschätzt sein. Eine Größenordnung um fünf Prozent Gewinnanstieg im DAX erscheint realistischer, auch für den Euro Stoxx 50. Zwar gehen wir davon aus, dass es nicht zu einer Eskalation bei den Verhandlungen rund um den Brexit und Italien kommen wird, jedoch dürfte das teils unstete konjunkturelle und politische Umfeld, welches schon 2018 prägend war (u.a. Wachstumsabschwächung in Europa und Störungen im Welthandel) uns auch noch zu Beginn des Jahres 2019 erhalten bleiben. Für die Aktienmärkte bleiben wir mit Blick auf 2019 positiv gestimmt, zum einen weil wichtige Eckvariablen wie eine gut laufende Konjunktur (u.a. Rückenwind aus den USA) und eine günstige Aktienmarktbewertung weiterhin wirken und zum anderen,…

Warum läuft der DAX 2018 so schlecht?

Der DAX hat in diesem Jahr elf Prozent eingebüßt, der S&P 500 hingegen fünf Prozent zugelegt. Eine ähnlich hohe Kursdiskrepanz zwischen den Aktienleitindizes in Deutschland und den USA war zuletzt in den Jahren 2002 und 2011 zu beobachten. Die schlechtere Kursentwicklung in diesem Jahr ist allerdings nicht nur beim DAX zu beobachten, sondern auch allen anderen großen europäischen Aktienindizes. Die Spannweite der Kursverluste reicht von minus fünf Prozent (Frankreich) bis minus zwölf Prozent (Italien). Auch in China und den Emerging Marktes haben die Kurse in diesem Jahr deutlich an Boden verloren. Andersherum formuliert: Nur die US-Aktienindizes notieren 2018 im grünen Bereich. Die Begründung für die gute Entwicklung an den US-Märkten haben wir an dieser Stelle mehrfach vorgestellt. Diese lautet (in Kurzform): Eine gute Branchenkonjunktur in den US-Schlüsselsektoren Technologie, Banken und Erdöl treibt die Gewinne. Zusätzlich wurde der breite US-Markt in diesem Jahr durch die Steuersenkungen der Trump-Administration angeschoben, was den…

US Aktienmärkte: Anhaltend positive Entwicklung bei den Unternehmensgewinnen

Die US-Berichtssaison zum 3. Quartal 2018 wird in dieser Woche an Fahrt aufnehmen. Unsere Indikatoren deuten auf eine sehr positive Entwicklung bei den Unternehmen hin. Für das nun abgelaufene dritte Quartal geht der Markt von einem Gewinnwachstum von 19,3% aus. Die Konzerne des S&P 500 konnten bereits im ersten und zweiten Quartal 2018 ein Gewinnwachstum von über 20% zeigen. Im dritten Quartal dürften in allen elf Sektoren des S&P 500 ein Gewinnwachstum erfolgt sein, bei sieben davon sogar ein zweistelliges. Der Markt erwartet einen Umsatzzuwachs von 6,9%, das bis auf den Finanzsektor von allen Sektoren mit positiven Beiträgen gespeist wird. Für die Robustheit der US-Gewinne steht zudem, dass im Vorfeld der Veröffentlichungen die Analystenschätzungen geringer als im historischen Vergleich reduziert wurden. Auf Sektor-Ebene wird das stärkste Wachstum bei den Energie-Unternehmen (+90%) erwartet. Der Ölpreis ist im Laufe des letzten Jahres immer höher geklettert und liegt im Durchschnitt 44% über dem…

Aktien nach Kursrutsch attraktiv

Der US-Aktienmarkt hatte sich im bisherigen Jahresverlauf erheblich vom „Rest der Welt“ abgekoppelt. Während verschiedene größere Aktienmärkte wie Deutschland, Südkorea und China seitwärts oder sogar deutlich negativ tendierten, profitierten US-Aktien von mehrheitlich auf die USA begrenzten Impulsen. Die Gewinner können innerhalb der USA sogar noch stärker auf einige wenige Technologieaktien eingegrenzt werden. Die nun beobachtbare Korrektur geht folgerichtig auch in erster Linie von diesen Technologieaktien aus, macht aber weder vor Aktien anderer Branchen noch anderer Länder halt. Grundsätzlich war diese Korrektur erwartet worden und höhere Volatilität an den Märkten ist nach unserem Dafürhalten für die letzte Phase eines Aktienmarktzyklus auch nichts Ungewöhnliches. Zusätzlich ist die Zahl der Krisen in den letzten Monaten gestiegen. Insbesondere der wachsende Protektionismus hat das Potenzial, den Wachstumszyklus nachhaltig zu schwächen. Die laufende Korrekturbewegung hat den DAX binnen einer Woche um rund sieben Prozent nachgeben lassen, Technologieaktien in den USA (Nasdaq 100) verloren sogar rund zehn…

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