Aktienmärkte

Anlagestrategie 2013 (Teil 2): Chancen in China und den USA nutzen, EWU-Staatsanleihen als Liquiditätsersatz

Auf der Aktienseite sind aktuell Investitionen im markbreiten Stoxx 600 attraktiv, im weiteren Jahresverlauf 2013 sollte auch der DAX als Profiteur unseres Konjunkturszenarios 2013/14 auf 7.800 Punkte ansteigen. Investitionen in diesen Märkten betrachten wir als Kerninvestments für das kommende Jahr. Weil wir davon ausgehen, dass sich die Weltkonjunktur 2014 wegen der besseren Konjunktur in China und den USA weiter erholen wird, sehen wir auf der Aktienseite zusätzlich weitere vielversprechende Anlagemöglichkeiten. Hier zu nennen sind speziell zwei Ideen:

Anlagestrategie 2013 (Teil 1): Stoxx 600 kurzfristig attraktiv, DAX ist „Place to Be“ auf Sicht von 12 Monaten

In unserem Research-Ausblick für 2013/14 gehen wir davon aus, dass die Weltkonjunktur zunächst noch verhalten in das neue Jahr starten wird. Allerdings dürfte sich das Wachstum im weiteren Jahresverlauf beschleunigen, ausgehend von einer Erholung der Konjunktur in China und den USA. In China greifen die expansiven wirtschaftspolitischen Maßnahmen, in den Vereinigten Staaten wird die Konjunkturentwicklung positiv durch eine weitere Erholung am Immobilienmarkt „getriggert“. 2014 sollte die Weltwirtschaft bereits wieder um 3,9% wachsen. Deutschland dürfte aufgrund der Exportstärke der heimischen Unternehmen von dieser Entwicklung überdurchschnittlich profitieren. Wir erwarten, dass sich das deutsche BIP-2014 auf 2,2% beschleunigen wird. Dies wären sehr positive Nachrichten für die deutschen Unternehmen. Der DAX ist daher auf Jahressicht „the Place to be“, weil die Unternehmen im Index einen Großteil ihrer Umsätze in Nordamerika und Asien erzielen und der Aktienmarkt im Vorgriff auf die bessere Weltkonjunktur steigen sollte. Wir erwarten einen DAX-Anstieg auf 7.800 Punkte zum Jahresende 2013….

US-Bankaktien mit Potenzial

Wir betrachten die Bewertung des US-Aktienmarktes nach dem Kursanstieg des Jahres 2012 von annähernd 14% nicht mehr als günstig. Das von uns ermittelte KGV-2013 von 12,8 ist im internationalen Vergleich teuer. Auch die Bewertung anhand des Kurs-Buchwert-Verhältnisses (2,2) ist aus unserer Sicht anspruchsvoll. Positiv gestimmt sind wir hingegen für US-amerikanische Banken, die wir mit einem Portfoliogewicht von 7,5% in das DZ BANK Portfolio aufnehmen. Im Gegensatz zu ihren europäischen Pendants zeichnen sich US-Banken durch ein deutlich geringeres Engagement in der europäischen Peripherie aus. Das durchschnittliche Kurs-Buchwert-Verhältnis des Sektors liegt bei 0,9, bei einigen großen Unternehmen wie Citigroup, Bank of America, JPMorgan und Morgan Stanley sogar nur rund halb so hoch, während die jüngsten kleineren M&A-Transaktionen zu einem Buchwert-Vielfachen von rund 3 stattfanden. Der langfristige Bewertungsdurchschnitt des KBW-Banken-Index, der die Aktien von 24 größeren US-Kreditinstituten umfasst, liegt bei 1,8. Zusätzlich zur günstigen Bewertung verbessern sich die Fundamentaldaten im Sektor weiter, wie sich…

Die Eurokrise legt eine Pause ein

Zuletzt wichen die guten Nachrichten zur Eurokrise der Erkenntnis, dass die Berichtssaison zum dritten Quartal aufgrund der geringeren wirtschaftlichen Dynamik enttäuschen könnte, so dass die Kursentwicklung stagnierte. Wir gehen davon aus, dass Griechenland die nächste Tranche aus dem vereinbarten Hilfspaket bekommen wird, und rechnen im Falle Spaniens in Kürze mit einem Hilfsantrag an den ESM. Beides wird nach unserer Einschätzung am Kapitalmarkt bereits erwartet und dürfte kaum überraschen. Angesichts der bisher schon erreichten Jahresentwicklung sind wir unverändert der Ansicht, dass Konsolidierungsbedarf besteht. Dass die Marke von 6.600 Punkten im DAX angesichts der zur Verfügung gestellten Liquidität erreicht wird, ist jedoch zunehmend unrealistisch. Wir erwarten das Erreichen eines Kursniveaus unterhalb von 7.000 Punkten im DAX (EuroStoxx 50: 2.400 Punkte) bis Mitte Dezember. Anfang 2013 ist aufgrund der sich verbessernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit weiter anziehenden Kursen zu rechnen, bevor im Frühjahr die Zitterpartie im Hinblick auf die Wahl in Italien beginnt. Eine…

Aktienstrategie: Das Risiko einer Konsolidierung ist gestiegen

Die Staatsschuldenkrise wird die Aktienmärkte noch eine Weile belasten, denn die aktuelle Entwicklung spricht dafür, dass das konjunkturelle Wachstum vor allem in den südeuropäischen Staaten weiterhin enttäuschend ausfallen wird. Dem wird sich auch Deutschland nicht entziehen können. Das Gewinnwachstum der deutschen Unternehmen wird folglich weiterhin schwach ausfallen, und der Markt dürfte deshalb zunächst in einer recht breiten Spanne seitwärts tendieren.

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