Asset Allocation

DZ BANK Musterportfolio: 16,3 Prozent Zuwachs in 2019

In unserem virtuell geführten Musterportfolio haben wir im Oktober keine Veränderungen vorgenommen. Mit über 16 Prozent rechnerischem Kursplus haben wir Ende Oktober bereits mehr als das Dreifache des geplanten Jahresertrags (vier bis fünf Prozent) im Musterportfolio erzielt. Neuinvestments drängen sich in Anbetracht der anhaltenden Unsicherheiten sowie der starken Entwicklung der Märkte nicht auf. Unsere Strategie lautet unverändert „aktives Warten“ auf gute Anlagemöglichkeiten. Zwar konnten mit dem Brexit und dem US-chinesischen Handelsstreit zwei der wichtigsten politischen Belastungsthemen in den letzten Tagen einer Lösung nähergekommen sein. Doch noch herrscht keine Klarheit. Sowohl im Euro-Raum als auch in den Vereinigten Staaten dürfte sich das Wirtschaftswachstum im abgelaufenen dritten Quartal nochmals abgeschwächt haben. Vor allem die Investitionen leiden unter der fortgesetzten Unsicherheit. Die einzige Konstante dürften bis auf weiteres die Notenbanken sein. Nach ihrer Kehrtwende sind EZB und Fed wieder auf einen expansiveren Pfad eingeschwenkt. Daran dürfte sich in den kommenden Monaten wenig ändern….

Aktuelle Thesen zu Politik, Konjunktur und Kapitalmärkte

Quartalsweise veröffentlichen wir die Publikation „Thesen zu Politik, Konjunktur und Kapitalmärkten“, die unsere aktuelle Einschätzung in knapper Form auf den Punkt bringt. Die aktuelle Version können Sie dem angefügtem Link entnehmen: https://bielmeiersblog.dzbank.de/wp-content/uploads/2019/09/2019-09-05-Kapitalmarktthesen-Q3.pdf        

Auf Kurs mit 16 Prozent Zuwachs in 2019

In unserem virtuell geführten Musterportfolio haben wir im August keine Veränderungen vorgenommen. Unsere Strategie lautet unverändert „aktives Warten“ auf gute Anlagemöglichkeiten. Mit rund 16 Prozent rechnerischem Kursplus haben wir Ende August bereits mehr als das Dreifache des geplanten Jahresertrags (vier bis fünf Prozent) im Musterportfolio erzielt. Neuinvestments drängen sich in Anbetracht der unruhigen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen nicht auf. Die Konjunktur in Deutschland ist vom Wachstumskurs abgekommen, die europäische Wirtschaft hat sich abgebremst. Ausschlaggebend waren die internationalen Belastungen, die vor allem der Industrie zu schaffen machen. Die US-Wirtschaft zeigte hingegen solides Wachstum. Insgesamt haben aber die Sorgen um die Robustheit der Weltkonjunktur zugenommen. Vor Mitte Oktober werden die börsennotierten Unternehmen kaum relevante Nachrichten zur Geschäftsentwicklung bekanntgeben. Bis dahin ist alles, was am Aktienmarkt geschieht, im weitesten Sinn „weißes Rauschen“, also im Wesentlichen bestimmt von Nachrichten zur Konjunktur und Politik. Insgesamt bleiben Aktien beliebt, weil sie höhere Gewinn- (und damit Dividendenrenditen)…

Versorgeraktien dürften alle Risiken eingepreist haben

Die Aktienkurse europäischer Versorger sind dem Gesamtmarktindex Stoxx 600 in den vergangenen zehn Jahren deutlich hinterher gelaufen. Während der Stoxx 600 seine erheblichen Kursverluste, die er während der Finanzmarktkrise und dem Crash 2009 erleiden musste, im Wesentlichen wieder ausgeglichen hat und zwischenzeitlich auch oberhalb des Niveaus aus 2006 notierte, liegen Versorgeraktien in diesem Vergleichszeitraum noch deutlich im Minus. Auf der Suche nach Ursachen für die schwache Kursentwicklung trifft man unweigerlich auf die Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima, welche sich im März 2011 ereignete. In der Folge wurde die Zukunft nuklearer Stromerzeugung weltweit verstärkt diskutiert und die Kosten eines Ausstiegs aus dieser, für die Versorger höchst ertragsstarken Stromerzeugung, neu kalkuliert. Der fortschreitende und in der Folge der Reaktorkatastrophe intensivierte Ausbau der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien lastet ebenfalls auf den Gewinnperspektiven der etablierten Stromerzeuger. Die Strompreise und –futures haben sich zuletzt positiv entwickelt. Damit liegen sie zwar noch immer deutlich unterhalb früherer und…

Emerging Markets Aktien aussichtsreich

Angesichts der im bisherigen Jahresverlauf gezeigten Outperformance stellt sich die Frage, ob in Aktien von in Schwellenländern beheimateten Unternehmen weiteres Kurspotenzial schlummert oder ob es bereits zu spät ist, das Vermögen auch über die Grenzen der entwickelten Welt hinaus anzulegen. Ein Blick auf die Kursentwicklung der beiden Segmente seit 1988 zeigt, dass die aktuell bereits beobachtete Outperformance im historischen Kontext keineswegs außergewöhnlich stark war. Die Underperformance zwischen 2011 und 2015 spiegelt die schwierige wirtschaftliche und häufig auch politische Situation, in welcher sich viele große Schwellenländer aktuell befinden. Die „Trendwende der Globalisierung“ setzt den Schwellenländern überdurchschnittlich zu. Diese waren a) Ziel eines Großteils der nun ausgebliebenen ausländischen Direktinvestitionen und verfügen b) in aller Regel über keinen hinreichend starken privaten Konsum, dessen Wachstum die Investitionsschwäche ausgleichen könnte, wie es in den Industrieländern aktuell der Fall ist. Zwar glauben wir nicht, dass dieser Trend unmittelbar bricht, jedoch gibt es nach unserer Einschätzung Anzeichen…

Wenn die Falle zuschnappt

Am Freitag letzter Woche ist der S&P 500 um 2,5% gefallen, der stärkste Rückgang seit der überraschenden Brexit Entscheidung in Großbritannien. Der Grund für den starken Rückgang liegt in zunehmenden Zinssorgen der Investoren. So gab es einige Kommentare der Mitglieder der Fed, die darauf hindeuten, dass die US amerikanische Notenbank sich ernsthaft Gedanken macht, ob man noch in diesem Jahr die Zinsen um 25 Basispunkte anheben soll. Auch die europäischen Aktienmärkte haben sich negativ entwickelt, nachdem die EZB am Donnerstag nicht wie erwartet eine Aufstockung des Anleihekaufprogramms angekündigt hat. Die Reaktion der Aktienmärkte zeigt deutlich, in welche große Liquiditätsfalle sich die Notenbanken hineinmanövriert haben. Die Aktien- und Anleihemärkte sind in den letzten Jahren aufgrund der Notenbankpolitik kräftig gestiegen, ohne das es hierfür eine fundamentale Untermauerung gibt. Entsprechend nervös reagieren die Finanzmärkte, wenn sich in der generellen Notenbankpolitik eine Änderung abzeichnet, oder sich nur der Verdacht für eine solche Änderung erhärtet….

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