Asset Allocation

Legt die FED den Grundstein für die nächste Blase?

Auf der letzten Sitzung der US-amerikanischen Notenbank hat FED-Chef Bernanke nicht nur die Beibehaltung des aktuell niedrigen Niedrigzinsniveaus in Aussicht gestellt, sondern bereits über ein Jahr vor Ablaufen der „Niedrigzinsgarantie“ eine Verlängerung derselben in Aussicht gestellt. Bis weit ins Jahr 2014 hinein soll die Geldpolitik nun deutlich unterstützend wirken. Damit dürften auch die langfristigen Renditen vorerst insgesamt niedrig bleiben, zumal Bernanke auch ein QE3 notfalls nicht ausgeschlossen hat.

Investmentstrategie: Dieses Mal ist alles anders!? – Teil 2

Über Jahre hinweg wurde Anlegern empfohlen, ihre Investments über verschiedene Assetklassen hinweg zu diversifizieren. Nach den negativen Erfahrungen in Folge der hohen Kursverluste am Aktienmarkt nach dem Platzen der Blase 2000 fokussierten sich viele Anleger insbesondere auf Staatsanleihen, um weg vom riskanten Anlageinstrument Aktie zu kommen. Infolge der bis heute immer weiter gesunkenen Renditen führte diese Strategie zum Erfolg. Inzwischen sind die Renditen für Staatsanleihen jedoch auf extrem tiefen Niveaus angelangt und Argumente für langfristig bessere Zeiten am Rentenmarkt sind rar.

Investmentstrategie: Defensivere Aufstellung für die kommenden Monate

Der Konjunkturaufschwung verliert weltweit an Fahrt. Auch die Wirtschaft in der EWU sollte 2012 nur noch um 0,8% wachsen, weil die Schuldenkrise erhebliche Nebenwirkungen entfaltet. Insbesondere die Verunsicherung bei Unternehmen und Konsumenten ist hoch. In verschiedenen Ländern müssen zudem relativ kurzfristig die Sparmaßnahmen ausgeweitet werden, wodurch die Konjunkturentwicklung im Euroraum im kommenden Jahr an den Rand der Rezession gerät.

Investment Strategie – Stabileres Umfeld für Investitionen geeignet

Im Vormonat hatten wir davor gewarnt, den zu diesem Zeitpunkt an allen Asset-Märkten vorherrschenden Kurs- und Stimmungseinbruch (mit Ausnahme des hochklassigen Staatsanleihensegments) hinweg für unbestimmte Zeit fortzuschreiben. Der Rückblick auf frühere Krisen zeigt, dass die jüngsten negativen Erfahrungen nicht unendlich wirken. Leider verzerren Mediengewitter und angefallene Kursverluste oft genug den Blick und sorgen dafür, dass die emotionale Befangenheit in solchen Phasen immer wieder über die in der Kapitalanlage notwendige Objektivität zu siegen droht. Inzwischen haben sich die Märkte wieder etwas von ihren Tiefs erholt und nähern sich unseren – in der Mehrzahl konservativen – Rendite- und Kursprognosen.

Investmentstrategie: Gut behauptet durch die Krise

Es mehren sich die Sorgen, dass sich die momentane Unsicherheit auch direkt im realwirtschaftlichen Ausgabeverhalten niederschlägt. Wir haben unsere BIP-Prognosen für die USA erneut revidiert. Auch für den Euroraum und China erwarten wir nun ein geringeres Wachstum. Entsprechend haben wir auch die Welt-BIP-Prognose für 2012 auf 3,8% reduziert. Wir schätzen die BIP-Entwicklung in den wichtigsten Industrieländern weiterhin durchweg negativer ein als der Konsens.

Investmentstrategie: Wir kaufen Nachranganleihen und Industriemetalle

Die globale Wachstumsverlangsamung ist kein Vorbote für ein Ende des Konjunkturaufschwungs. Bremseffekte entstehen aber durch hohe Rohstoffpreise, das Ende der ultra-expansiven Geldpolitik und den akuten Sparzwang in einigen europäischen Staaten. Auch der Kompromiss zur US-Schuldengrenze ist mit Konsolidierungsvorgaben verknüpft. Wir sind mit unseren Prognosen für die USA, EU, Deutschland, Großbritannien, Japan und China negativer gestimmt als der Konsens. Die Risiken liegen im ungleich verlaufenden Aufschwung und dem begrenzten Aktionsfeld für Politiker und Notenbanker.

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