Asset Allocation

Investment Strategie – Stabileres Umfeld für Investitionen geeignet

Im Vormonat hatten wir davor gewarnt, den zu diesem Zeitpunkt an allen Asset-Märkten vorherrschenden Kurs- und Stimmungseinbruch (mit Ausnahme des hochklassigen Staatsanleihensegments) hinweg für unbestimmte Zeit fortzuschreiben. Der Rückblick auf frühere Krisen zeigt, dass die jüngsten negativen Erfahrungen nicht unendlich wirken. Leider verzerren Mediengewitter und angefallene Kursverluste oft genug den Blick und sorgen dafür, dass die emotionale Befangenheit in solchen Phasen immer wieder über die in der Kapitalanlage notwendige Objektivität zu siegen droht. Inzwischen haben sich die Märkte wieder etwas von ihren Tiefs erholt und nähern sich unseren – in der Mehrzahl konservativen – Rendite- und Kursprognosen.

Investmentstrategie: Gut behauptet durch die Krise

Es mehren sich die Sorgen, dass sich die momentane Unsicherheit auch direkt im realwirtschaftlichen Ausgabeverhalten niederschlägt. Wir haben unsere BIP-Prognosen für die USA erneut revidiert. Auch für den Euroraum und China erwarten wir nun ein geringeres Wachstum. Entsprechend haben wir auch die Welt-BIP-Prognose für 2012 auf 3,8% reduziert. Wir schätzen die BIP-Entwicklung in den wichtigsten Industrieländern weiterhin durchweg negativer ein als der Konsens.

Investmentstrategie: Wir kaufen Nachranganleihen und Industriemetalle

Die globale Wachstumsverlangsamung ist kein Vorbote für ein Ende des Konjunkturaufschwungs. Bremseffekte entstehen aber durch hohe Rohstoffpreise, das Ende der ultra-expansiven Geldpolitik und den akuten Sparzwang in einigen europäischen Staaten. Auch der Kompromiss zur US-Schuldengrenze ist mit Konsolidierungsvorgaben verknüpft. Wir sind mit unseren Prognosen für die USA, EU, Deutschland, Großbritannien, Japan und China negativer gestimmt als der Konsens. Die Risiken liegen im ungleich verlaufenden Aufschwung und dem begrenzten Aktionsfeld für Politiker und Notenbanker.

Investmentstrategie: Mix aus schlechter Anlegerstimmung und günstiger Bewertung verschafft positiven Ausblick

Am Aktienmarkt ist vom gemäßigten Wirtschaftswachstum noch nicht viel angekommen; lediglich Unternehmen mit Lieferketten via Japan haben bisher ihre Ausblicke für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Das Ausmaß der positiven Gewinnrevisionen dürfte sich bald stärker abschwächen, da dieses üblicherweise eng mit den Frühindikatoren wie dem DZ BANK Euro-Indikator oder dem ifo-Index korreliert.

Investmentstrategie: Anleihen hoch bewertet, Aktien könnten im Herbst aus Trading-Markt ausbrechen

Auch wenn wir nicht glauben, dass zukünftig tatsächlich hinter jeder Tür „schwarze Schwäne“ – also extrem seltene und unvorstellbare Ereignisse – lauern, so zeigt sich doch: In der Folge der starken Schwankungen und schnellen Trendwechsel an den Kapitalmärkten haben sich die Bedürfnisse vieler Investoren und Anleger geändert. Eine Benchmark zu schlagen genügt nicht mehr: Für Investoren steht der reale Vermögenserhalt im Mittelpunkt. Um dies zu gewährleisten, sind ein ausgeprägtes Risikomanagement und vor allem eine flexible Allokation unterschiedlicher Vermögensgegenstände gefragt. In unserem neuen DZ BANK-Portfolio greifen wir diesen Grundgedanken auf.

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