Asset Allocation

DZ BANK Portfolio: Fünf Jahre erfolgreich unterwegs

Vor knapp fünf Jahren haben wir das „DZ BANK Portfolio“ ins Leben gerufen. In diesem legt das Research der DZ BANK kontinuierlich eine Multi-Asset-Musterallokation basierend auf den quantitativen und qualitativen Einschätzungen der eigenen Analysten fest. Im Portfolio wird flexibel in unterschiedliche Vermögensgegenstände investiert, mit dem Ziel, durch mittelfristig orientierte Handelsaktivitäten eine Wertsteigerung von 4-5% im Jahr zu erzielen. Der Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre zeigt, dass sich das Portfolio sogar deutlich besser entwickelt hat als ursprünglich geplant. Statt der angestrebten 4-5% Rendite pro Jahr steht per heute ein durchschnittlicher Wertzuwachs von 8,1% pro Jahr zu Buche. Seit Auflage vor fünf Jahren ergibt sich damit ein kumulierter Gesamtzuwachs von knapp 48%. Der Vergleich zeigt, dass unser Portfolio insbesondere bei der risikoadjustierten Rendite – also unter Einbezug der Schwankungsbreite – ein sehr gutes Ergebnis erzielt hat. Viele der Gefahren, die in den vergangenen Jahren vom politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Parkett negativ…

Value vs. Growth: Endet die Ära der Wachstumstitel?

Fast so alt wie die Börse selbst ist der Streit zwischen „Value“- und „Growth“-Anhängern, wenngleich dies per se keine konträren Anlagestile sind. Der Wert (=Value) eines Unternehmens wird durch Wachstum (=Growth) geschaffen. Value-Titel gelten als langweilige Dickschiffe mit wenig Wachstum und niedriger Bewertung, Growth-Titel als Schnellboote, die ein hohes Gewinnwachstum ausweisen. Seit dem Ende der Finanzkrise 2008/09 haben sich Value-Titel deutlich schlechter als Wachstumswerte entwickelt. Jedoch hat sich zwischenzeitlich das weltwirtschaftliche Wachstum abgeschwächt, ehemalige Antreiber wie China und die Emerging Marktes verlieren an Kraft. Auf Unternehmensseite haben viele globale Trends die Marktsättigung zunehmend erreicht, so dass es in bestehenden Industrien an Wachstumschancen mangelt. Vielfach halten Growth-Unternehmen die Aktionäre nur noch mit Aktienrückkäufen zu Lasten der eigenen Bilanz bei Laune, können es sich im Gegensatz zu vielen Value-Werten nicht immer leisten. Dies ist ein Trend, der im Falle eines Zinsanstiegs noch negativ überraschen kann. Bedingt durch die schlechte Kursentwicklung sind viele…

Rücksetzer am Aktienmarkt erwartet

Was im Dezember noch klar schien, wird von den Kapitalmärkten aktuell zunehmend hinterfragt. Als die FED am 17.12.2015 erstmalig seit neun Jahren die Leitzinsen anhob und damit den Einstieg in den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik markierte und Mario Draghi nur vierzehn Tage zuvor die Verlängerung des laufenden Anleihekaufprogramms angekündigt hatte, schien eine deutliche Divergenz des geldpolitischen Handelns auf den beiden Seiten des Atlantiks sicher. Umschichtungen von Euro- in Dollaranlagen wurden aussichtsreich, denn nach der Theorie der Zinsdifferenzen, die sich im Jahresverlauf 2016 bei divergentem Handeln der Notenbanken zügig eingestellt hätten, galt eine weitere USD-Aufwertung als wahrscheinlich. Nur ein Quartal später stellt sich die Lage deutlich anders dar. Die FED agiert sehr viel zögerlicher als zunächst gedacht und es gibt nicht wenige, die eine deutlich verminderte Anzahl an Leitzinserhöhungen erwarten als noch vor drei Monaten – wenn es denn überhaupt noch dazu kommt. Zuletzt steigende Aktienkurse und gesunkene Renditen sind…

Verkehrte Welt – Fallende Ölpreise führen zu fallenden Aktienkursen

Aktienmärkte und der Ölpreis haben einen fürchterlichen Jahresstart hinter sich gebracht. Aktien verloren, gemessen an der Kursentwicklung des MSCI World, knapp acht Prozent. Der Ölpreis notiert seit Jahresbeginn nur knapp zwei Prozent im Minus, jedoch war der bisherige Handelsverlauf geprägt von großer Volatilität, inklusive starker Umschwünge im Intraday-Handel. Die Korrelation zwischen Ölpreis- und Aktienmarktentwicklung fiel dabei sehr hoch aus, was historisch gesehen sehr ungewöhnlich ist. Am Aktienmarkt wird der fallende Rohölpreis als Vorbote einer schwächeren weltwirtschaftlichen Entwicklung interpretiert, die sich negativ auf die Unternehmensgewinne auswirken soll. Zunächst beschränkte sich diese Annahme auf die Unternehmen der Energiebranche (als direkte Folge des Ölpreissturzes), zwischenzeitlich hat sie aber mit annähernd epidemischen Zügen die Kursentwicklung anderer Sektoren erfasst. Im Kontrast zur vorherrschenden Meinung am Aktienmarkt steht die Einschätzung der Rohölanalysten (auch die der DZ BANK). Diese führen den gefallenen Rohölpreis weniger auf eine Nachfrageschwäche zurück, sondern vielmehr auf einen Angebotsüberschuss infolge anziehender Fördermengen. Die…

Rückschlag beim DAX übertrieben

Dass Aktienmärkte von Zeit zu Zeit manisch-depressiv Charakterzüge aufweisen können, hat sich in den vergangenen sechs Wochen eindrucksvoll bestätigt. So wurden Ende November die Aussichten für die Aktienmärkte in 2016 noch mehrheitlich positiv beurteilt, heute dominieren hingegen Besorgnis und Frustration das Geschehen. Die fundamentale Ausgangslage für die Aktienanlage stellt sich dabei heute nicht wesentlich anders dar als noch vor wenigen Wochen. Die Ereignisse in China und am Rohölmarkt zu Jahresbeginn erscheinen uns, wie in verschiedenen Publikationen ausführlich dargelegt, als langfristige „Bedrohung“ für die Aktienmärkte nicht bedeutsam genug. Im Gegenteil: Ein niedriger Rohölpreis dürfte mittelfristig positive Effekte für die meisten Volkswirtschaften entfalten, weil er wie eine Konsumsteuersenkung wirkt. Ein langfristig gedrücktes Börsenniveau wäre damit – auch in Anbetracht der niedrigen Kapitalmarktzinsen – ungerechtfertigt. Unverändert gilt, dass Aktien aussichtsreicher als Anleihen erscheinen, denn das niedrige Zinsniveau dürfte unverändert Bestand haben und das Sortiment an Anlagealternativen somit begrenzt bleiben. Gleichzeitig entwickeln sich die…

Aktienmärkte 2016 – Hohe Volatilität, aber (kleines) Happy-End in Europa und Japan

Mit einem tiefroten Minus sind die Aktienmärkte in das neue Jahr gestartet. So verzeichnete der Euro Stoxx 50 den bis heute zweitschlechtesten Jahresauftakt seit Auflage des Index. Enttäuschende Konjunkturdaten aus China hatten an den globalen Aktienmärkten zu deutlichen Rückschlägen geführt. Was die Entwicklung der Frühindikatoren betrifft, steht China nun in einer Reihe mit den Schwellenländern sowie den USA und Kanada, wo die Industrie-Einkaufsmanagerindizes unterhalb der Wachstumsschwelle notieren. Großen Anlass zu Sorge sehen wir in Bezug auf die Konjunktur in China jedoch unverändert nicht, vielmehr ist es so, dass sich Chinas Wirtschaft derzeit in einem fundamentalen Umbruch befindet, der auch zukünftig immer wieder auf Stimmung und Wachstum drücken wird, langfristig aber als positiv einzustufen ist. Trotz einer schwächeren wirtschaftlichen Entwicklung in den Überseemärkten dürften die Unternehmen in Europa auch 2016 ein solides, wenn auch im Vergleich zu den Vorjahren schwächeres, Umsatz- und Gewinnwachstum ausweisen. Die Schwäche des Euro dürfte auch 2016…

1 2 3 4 15