Bitcoin

Kryptowährungen im Sturzflug – Suche nach einem Boden

Was vor rund zwölf Monaten vielerorts als Zukunft des Geldes auserkoren wurde, droht dieser Tage in der Belanglosigkeit zu verschwinden. Die Rede ist von Kryptowährungen. Im Januar dieses Jahres betrug die Marktkapitalisierung aller vorhandenen Vertreter solcher Währungen rund 835 Mrd. US-Dollar, aktuell sind hiervon gerade einmal noch gut 120 Mrd. übriggeblieben – ein Minus von rund 85%. Der Branchenprimus Bitcoin kam der Schwelle von 3.500 US-Dollar Anfang der Woche bedrohlich nahe. Ausgehend von dem historischen Höchstkurs um 20.000 US-Dollar im Dezember 2017, büßte der Vorreiter der Kryptowährungen damit etwa 80% ein. Das hinter der jeweiligen Kryptowährung steckende Geschäftsmodell scheint bei den Kurseinbrüchen keine nennenswerte Rolle zu spielen. Ripple, die Währung für das „Zahlungsnetzwerk der Banken“ und Nummer zwei des Segments, gab um 87% nach – verglichen mit den zum vergangenen Jahreswechsel erreichten Höchstkursen. Der Bitcoin-Ableger „Bitcoin Cash“ verlor sogar 93% an Wert. Einen Einbruch in ähnlicher Größenordnung erlitt die Kryptowährung…

Bitcoin in „stabiler Seitenlage“, aber noch lange nicht tot

Ende Oktober 2008 erlebte Bitcoin offiziell seine Geburtsstunde, und trotz der seither zweifelsfrei geschriebenen Erfolgsschichte dürfte sich das Urgestein der Kryptowährungen seinen zehnten Geburtstag sicherlich etwas anders vorgestellt haben – gerade vor dem Hintergrund der Euphorie, die in der zweiten Hälfte letzten Jahres aufgekommen war. Ausgehend von knapp 20.000 USD Mitte Dezember 2017 erreichte der Bitcoin-Kurs Ende Juni sein bisheriges Jahrestief knapp unter 5.800 USD. Nicht nur für Bitcoin, sondern für das gesamte Segment war das Jahr 2018 bislang eher eine Enttäuschung. Ursachen für den Einbruch der Kurse von Bitcoin & Co. gibt es einige. Zunächst dürfte die vorübergehend aufgekeimte Erwartung eines zeitnah bevorstehenden Siegeszuges von Kryptowährungen gegenüber traditionellem Geld übertrieben gewesen sein. Selbiges gilt für die Hoffnung, dass etablierte Investoren und Finanzhäuser in großem Stil in das Segment einsteigen würden. Das derzeitige, von diversen globalen Unruhequellen und einer restriktiver werdenden US-Geldpolitik geprägte Finanzmarktumfeld macht es den Kryptowährungen darüber hinaus…

Kryptowährungen & Regulierung: Vertrauen ist schlecht, Kontrolle ist besser

Kryptowährungen sind nach wie vor in jedermanns Munde. Idealisten sehen darin eine Alternative zum traditionellen Geldsystem, Kritiker hingegen den Inbegriff einer Blase. Vertreter von Regierungen, Notenbanken und Aufsichtsbehörden zufolge sind Bitcoin & Co. hoch spekulativ, anfällig für Kriminalität und beinhalten Risiken für das gesamte Finanzsystem. Folglich herrscht Einigkeit dahingehend, dass eine Regulierung erforderlich ist. Auf nationaler Ebene ist bereits eine Vielzahl regulatorischer Entschlüsse gefasst worden. Diese reichen von Warnungen bis hin zu Verboten. Zwar sind auch länderübergreifend Fortschritte zu erkennen. Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine internationale Koordination angesichts der von Landesgrenzen unabhängigen „Virtual Currencies“ unerlässlich für eine funktionierende Regulierung ist. Die Europäische Union zeigt sich dabei als Pionier der Kryptowährungs-Regulierung über Ländergrenzen hinweg. Mit dem Inkrafttreten der 5. EU-Geldwäscherichtlinie in diesem Jahr wird ein einheitlicher Umgang mit Kryptowährungen in den (noch) 28 Mitgliedsstaaten einhergehen. Nicht nur werden Virtual Currencies eindeutig definiert, zudem fallen auch Kryptowährungs-Börsen und Treuhand-Wallets…

Rückschläge für Bitcoin & Co.

Eher mühsam hatte sich der Kurs der Kryptowährung Bitcoin Ende August in einem Marktumfeld globaler Krisen- und Unsicherheitsfaktoren wieder über die Marke von 7.000 USD zurückgekämpft. Besonders lange konnte sich das Urgestein der Kryptowährungen in diesen Gefilden jedoch nicht halten. Lag der Kurs gestern Morgen noch um 7.400 USD, sind es aktuell lediglich noch rund 6.400 USD – ein Verlust von mehr als 13% binnen weniger Stunden. Die Kurseinbußen blieben nicht auf Bitcoin begrenzt, vielmehr verzeichnete das gesamte Segment Verluste. Ein vonseiten der Nachrichtenagentur Bloomberg ermittelter Index gab in der Spitze sogar über 20% nach. Entsprechend fiel die weltweite Marktkapitalisierung aller fast 2.000 Kryptowährungen von 240 Mrd. USD auf gut 200 Mrd. USD. Hintergrund der jüngsten Bewegung sind Meldungen, die Zweifel an einer weiteren Verbreitung von Kryptowährungen aufkommen ließen. So soll eine namhafte US-Investmentbank die Pläne zum Aufbau einer Handelsabteilung für das Segment auf Eis gelegt haben. Das Vorhaben galt…

VDAX springt über 40 Punkte – Unsicherheit so groß wie nach Brexit-Entscheid 2016

Bis vor zwei Wochen schien die Volatilität an den Finanzmärkten ein Relikt der Vergangenheit geworden zu sein, es herrschte Grabesruhe an den Aktienmärkten. Dies hat sich innerhalb weniger Tage geändert. Der VDAX, der, abgeleitet aus den an der Eurex gehandelten DAX-Optionen, die erwartete Schwankungsbreite für den DAX für die kommenden 30 Tage misst, ist auf über 40 Punkte geschossen. Interpretiert man die erwartete Volatilität als Stressindikator, ist die Unsicherheit am deutschen Aktienmarkt derzeit so hoch wie nach dem Brexit-Entscheid im Juni 2016 oder nach dem Crash des chinesischen Aktienmarktes im August 2015. Investoren, die nun damit rechnen, dass die Volatilität am Aktienmarkt bald wieder in Richtung des Durchschnitts sinkt (19 Punkte in den USA / 20 in Deutschland), könnten zunächst enttäuscht werden. Die Volatilität weist empirisch eine geringe Tendenz zu einer langsamen Rückkehr zum Mittelwert („mean reversion“) auf. Zunächst erwarten wir noch ein erhöhtes Volatilitätsplateau. Volaspitzen waren in der Vergangenheit…

Kryptowährungen: Zu früh für den Abgesang

So schnell kann‘s gehen – dieser Gedanke muss einem unweigerlich kommen, wenn man auf die Kursentwicklung bedeutender Kryptowährungen in den vergangenen Wochen blickt. Seit Jahresbeginn haben Bitcoin, Ripple und Litecoin, drei der bedeutendsten Vertreter ihrer Zunft, rund 50% an Wert eingebüßt. Im Falle von Ripple liegt das Minus verglichen mit den Höchstkursen von Anfang Januar sogar bei fast 75%. Die Marktkapitalisierung der rund 1.500 vorhandenen Kryptowährungen ist im Januar erheblich zurückgegangen. Lag diese vor wenigen Wochen noch über 800 Mrd. USD, fiel der Gesamtwert zuletzt unter die Marke von 400 Mrd. USD. Angesichts solcher Zahlen verwundert es nicht, dass viele Beobachter eine geplatzte Finanzblase identifizieren und das Ende der Kryptowährungen bereits gekommen sehen. Die Liste der Gründe, die für den zu beobachtenden Stimmungswandel verantwortlich gemacht werden, ist lang und geht weit über die einfache Feststellung einer „vorangehenden Übertreibung“ hinaus. So geraten Kryptowährungen zunehmend in den Fokus der Regulierung. Insbesondere im…

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