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Kryptowährungen & Regulierung: Vertrauen ist schlecht, Kontrolle ist besser

Kryptowährungen sind nach wie vor in jedermanns Munde. Idealisten sehen darin eine Alternative zum traditionellen Geldsystem, Kritiker hingegen den Inbegriff einer Blase. Vertreter von Regierungen, Notenbanken und Aufsichtsbehörden zufolge sind Bitcoin & Co. hoch spekulativ, anfällig für Kriminalität und beinhalten Risiken für das gesamte Finanzsystem. Folglich herrscht Einigkeit dahingehend, dass eine Regulierung erforderlich ist. Auf nationaler Ebene ist bereits eine Vielzahl regulatorischer Entschlüsse gefasst worden. Diese reichen von Warnungen bis hin zu Verboten. Zwar sind auch länderübergreifend Fortschritte zu erkennen. Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine internationale Koordination angesichts der von Landesgrenzen unabhängigen „Virtual Currencies“ unerlässlich für eine funktionierende Regulierung ist. Die Europäische Union zeigt sich dabei als Pionier der Kryptowährungs-Regulierung über Ländergrenzen hinweg. Mit dem Inkrafttreten der 5. EU-Geldwäscherichtlinie in diesem Jahr wird ein einheitlicher Umgang mit Kryptowährungen in den (noch) 28 Mitgliedsstaaten einhergehen. Nicht nur werden Virtual Currencies eindeutig definiert, zudem fallen auch Kryptowährungs-Börsen und Treuhand-Wallets…

Rückschläge für Bitcoin & Co.

Eher mühsam hatte sich der Kurs der Kryptowährung Bitcoin Ende August in einem Marktumfeld globaler Krisen- und Unsicherheitsfaktoren wieder über die Marke von 7.000 USD zurückgekämpft. Besonders lange konnte sich das Urgestein der Kryptowährungen in diesen Gefilden jedoch nicht halten. Lag der Kurs gestern Morgen noch um 7.400 USD, sind es aktuell lediglich noch rund 6.400 USD – ein Verlust von mehr als 13% binnen weniger Stunden. Die Kurseinbußen blieben nicht auf Bitcoin begrenzt, vielmehr verzeichnete das gesamte Segment Verluste. Ein vonseiten der Nachrichtenagentur Bloomberg ermittelter Index gab in der Spitze sogar über 20% nach. Entsprechend fiel die weltweite Marktkapitalisierung aller fast 2.000 Kryptowährungen von 240 Mrd. USD auf gut 200 Mrd. USD. Hintergrund der jüngsten Bewegung sind Meldungen, die Zweifel an einer weiteren Verbreitung von Kryptowährungen aufkommen ließen. So soll eine namhafte US-Investmentbank die Pläne zum Aufbau einer Handelsabteilung für das Segment auf Eis gelegt haben. Das Vorhaben galt…

VDAX springt über 40 Punkte – Unsicherheit so groß wie nach Brexit-Entscheid 2016

Bis vor zwei Wochen schien die Volatilität an den Finanzmärkten ein Relikt der Vergangenheit geworden zu sein, es herrschte Grabesruhe an den Aktienmärkten. Dies hat sich innerhalb weniger Tage geändert. Der VDAX, der, abgeleitet aus den an der Eurex gehandelten DAX-Optionen, die erwartete Schwankungsbreite für den DAX für die kommenden 30 Tage misst, ist auf über 40 Punkte geschossen. Interpretiert man die erwartete Volatilität als Stressindikator, ist die Unsicherheit am deutschen Aktienmarkt derzeit so hoch wie nach dem Brexit-Entscheid im Juni 2016 oder nach dem Crash des chinesischen Aktienmarktes im August 2015. Investoren, die nun damit rechnen, dass die Volatilität am Aktienmarkt bald wieder in Richtung des Durchschnitts sinkt (19 Punkte in den USA / 20 in Deutschland), könnten zunächst enttäuscht werden. Die Volatilität weist empirisch eine geringe Tendenz zu einer langsamen Rückkehr zum Mittelwert („mean reversion“) auf. Zunächst erwarten wir noch ein erhöhtes Volatilitätsplateau. Volaspitzen waren in der Vergangenheit…

Kryptowährungen: Zu früh für den Abgesang

So schnell kann‘s gehen – dieser Gedanke muss einem unweigerlich kommen, wenn man auf die Kursentwicklung bedeutender Kryptowährungen in den vergangenen Wochen blickt. Seit Jahresbeginn haben Bitcoin, Ripple und Litecoin, drei der bedeutendsten Vertreter ihrer Zunft, rund 50% an Wert eingebüßt. Im Falle von Ripple liegt das Minus verglichen mit den Höchstkursen von Anfang Januar sogar bei fast 75%. Die Marktkapitalisierung der rund 1.500 vorhandenen Kryptowährungen ist im Januar erheblich zurückgegangen. Lag diese vor wenigen Wochen noch über 800 Mrd. USD, fiel der Gesamtwert zuletzt unter die Marke von 400 Mrd. USD. Angesichts solcher Zahlen verwundert es nicht, dass viele Beobachter eine geplatzte Finanzblase identifizieren und das Ende der Kryptowährungen bereits gekommen sehen. Die Liste der Gründe, die für den zu beobachtenden Stimmungswandel verantwortlich gemacht werden, ist lang und geht weit über die einfache Feststellung einer „vorangehenden Übertreibung“ hinaus. So geraten Kryptowährungen zunehmend in den Fokus der Regulierung. Insbesondere im…

Kryptowährungen: Blühende Zukunft oder doch nur eine Tulpenzwiebel?

Bitcoin, Ether, Ripple – dies sind nur drei von weit über 1.000 existierenden Kryptowährungen. Spätestens seit den Kurssteigerungen in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres und der Einführung von Bitcoin-Futures vergeht kein Tag ohne Meldungen über das „neue Geld“. Während der Status-quo für viele Anhänger von Kryptowährungen nur der Anfang von etwas noch viel Größerem ist, gibt es wohl mindestens ebenso viele Stimmen, die Bitcoin & Co. mit der Dotcom-Blase zur Jahrtausendwende oder niederländischen Tulpenzwiebeln aus dem 17. Jahrhundert vergleichen. Dabei ist Kryptowährung nicht gleich Kryptowährung. Zwar basieren alle weitgehend auf der Blockchain-Technologie. Dennoch gibt es wesentliche Unterschiede. Dies gilt beispielsweise für die Art der Geldschöpfung oder die Existenz einer Obergrenze für die Geldmenge einer Kryptowährung. Darüber hinaus variiert die Zielsetzung von einer Ergänzung des bestehenden Zahlungssystems bis hin zu einem angestrebten Ersatz der traditionellen Finanzwelt mit Zentralbanken und Finanzinstituten. Unter Vernachlässigung aller Nebenschauplätze und ideologischer Differenzen lässt sich festhalten,…

Bitcoins – noch kein neuer sicherer Hafen

Nicht nur die Wirtschaftspresse, sondern auch einige große Finanzinstitute unterstützen derzeit die These, dass Bitcoins sich schon in Bälde als neuer sicherer Hafen etablieren werden bzw. dies bereits getan haben. Anlass für diesbezügliche Spekulationen waren die Ereignisse in Zimbabwe und Venezuela, die dazu geführt haben, dass lokale Investoren und sogar Sparer in die Kryptowährung geflüchtet sind. Doch wenngleich dies unbestreitbar der Fall war, sind Bitcoins deswegen noch lange nicht als sicherer Hafen zu bezeichnen. Ein sicherer Hafen, auch als Hartwährung beschrieben, ist laut Definition „eine Währung, deren Wechselkurs gegenüber anderen mittel- und langfristig stabil oder steigend ist, Hartwährungen zeichnen sich typischerweise auch durch geringe Inflation, sowie volle Konvertibilität und Fungibilität (leichte Vergleichs- und Austauschbarkeit) aus“. Kaum etwas davon trifft auf Bitcoins zu: ihr Wechselkurs ist weder lang- noch mittelfristig stabil, geschweige denn stabil steigend. Inflation ist zwar tatsächlich kein Problem (bislang), selbiges kann man über Konvertibilität und Fungibilität jedoch kaum…

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