China

Konjunktur in China: Aufschwung mit Hindernissen

Während in Peking dieser Tage die Machtübergabe an die neue Führungsriege zelebriert wird, präsentiert sich die konjunkturelle Kulisse enttäuschend verhalten: Die jüngsten Wachstumszahlen für die ersten Wochen dieses Jahres haben zuletzt ein eher gemischtes Bild des aktuellen Konjunkturaufschwungs gezeichnet – zahlreiche Indikatoren wiesen überraschende Rückschläge auf. Mit einem deutlichen Rückgang von 52,3 auf 50,5 Punkte beispielsweise deutet der Einkaufsmanagerindex zuletzt auf eine merklich gestiegene Skepsis in der Industrie hin. Das Wachstum der Industrieproduktion hat sich ebenfalls wieder etwas verlangsamt. Seit ihrem Tiefpunkt im August letzten Jahres hingegen, hatten sich Frühindikator wie auch Wachstum der Industrie kontinuierlich verbessert, was sich dann letztlich auch in einem höheren BIP-Wachstum niedergeschlagen hat. Auch der Einzelhandel enttäuschte zuletzt.

Wirtschaftswachstum in China zieht wieder an

Die chinesische Wirtschaft hat ihr Wachstumstief vom Sommer hinter sich gelassen und das vergangene Jahr  wieder mit stärkerem konjunkturellen Schwung beendet. Wie das chinesische Statistikamt heute Morgen berichtet, hat sich das Wirtschaftswachstum im Schlussquartal 2012 auf 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr beschleunigt – im dritten Quartal war es mit 7,4 Prozent noch auf den niedrigsten Stand seit über drei Jahren gefallen. Die nun gemeldete Wachstumsrate hat die Markterwartungen und unsere eigenen Schätzung sogar noch leicht übertroffen. Im Gesamtjahr 2012 lag das Wachstum bei 7,8 Prozent und damit so tief, wie seit 1999 nicht mehr.

Rohstoffe: Ausblick 2013

Die zyklischen Rohstoffe gehörten 2012 zu den Rohstoffverlierern. Das wird sich 2013 ändern. Vor allem das Konjunktur-Comeback in China wird sich als wesentlicher Preistreiber erweisen. Das chinesische Wachstum wird – getragen von multimilliardenschweren Konjunkturmaßnahmen – wieder auf 8,5% zulegen, was sich besonders positiv auf die „China zentrischen“ Basismetalle auswirkt. Der Ölmarkt befindet sich in einem labilen Kräftegleichgewicht von „Preisbremsen“ (Weltkonjunkturschwäche, Lagerbestandsanstieg) und „Preistreibern“ (geopolitische Brandherde, Angebotsstörungen), die den Ölpreis in der Handelsspanne von 100-120 US-Dollar festhalten. Das Konjunktur-Comeback in China wird diese Patt-Situation im zweiten Halbjahr 2013 auflösen und den Ölpreis auf 120 US-Dollar treiben. Angesichts der ultralockeren Geldpolitiken von Federal Reserve, EZB und Bank of Japan werden vornehmlich die Edelmetalle bei den zunehmend sachwertorientierten Investoren gefragt bleiben. Anleger werden 2013 insbesondere Gold als Geld- und Währungsalternative zu schätzen wissen. Bei den Agrarrohstoffen gehen wir im Laufe des Jahres von einer zunehmenden Verbesserung der Versorgungslage und demzufolge sinkenden Preisen aus. Da wir…

China: Konjunkturerholung zeichnet sich immer deutlicher ab

Die Konjunkturerholung in China gewinnt immer deutlicher an Kontur – die meisten der für November vorliegenden monatlichen Wachstumsindikatoren weisen auf eine zunehmende konjunkturelle Dynamik bereits im laufenden Schlussquartal dieses Jahres hin. So hat sich das Wachstum in der Industrie, die immer noch rund die Hälfte zur Wirtschaftsleistung Chinas beiträgt, in den vergangenen drei Monaten zunehmend beschleunigt und ist zuletzt sogar um gut 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies hatten zuvor auch schon die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe angedeutet, die im November erstmals seit über einem Jahr wieder beide über der sog. „Wachstumsschwelle“ lagen. (Anders als in den entwickelten Industriestaaten ist diese Expansionsgrenze im Schwellenland China nicht mit einer Stagnation, sondern mit einem Wachstum von – unserer Schätzung nach – rund 10 Prozent der Industrieproduktion kompatibel.) Besonders zuversichtlich stimmte dabei, dass fast alle Komponenten die Stimmungsverbesserung in der Industrie getragen haben und vor allem die weiter vorausschauende Auftragslage recht…

China legt in Sachen Schiefergas einen Gang zu

Angesichts der Allgegenwart der Schlagzeilen-Magneten „Eurokrise“ und „US-Fiskalklippe“ ist die Gefahr aktuell recht hoch, dass Nachrichten unter dem Marktradar hindurchfliegen, die langfristig bedeutsam sein könnten. Eine dieser interessanten „Perspektivmeldungen“ ist die, dass Chinas Finanzministerium vor wenigen Tagen einen Fonds zur Subventionierung der Schiefergasexploration aufgelegt und den Lokalregierungen zudem erlaubt hat, zusätzliche eigene Subventionierungsmaßnahmen zu ergreifen. Die Zentralregierung in Peking sieht offenbar die Zeit gekommen, die als suboptimal angesehene Schiefergasdynamik deutlich zu beschleunigen. Woher kommt diese zunehmende Ungeduld?

Konjunktur in China: Talsohle nun endlich erreicht

Die Konjunktur in China hat über die Sommermonate weiter an Schwung verloren, das Wirtschaftswachstum hat sich gegenüber dem Frühjahr aber nur noch geringfügig verlangsamt. Wie das chinesische Statistikamt heute Morgen gemeldet hat, ist die chinesische Wirtschaft im abgelaufenen dritten Quartal um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Das ist zwar der niedrigste Wert seit über drei Jahren. Im vorangegangenen zweiten Quartal hatte das Wirtschaftswachstum aber nur leicht darüber, bei 7,6 Prozent, gelegen, während noch vor etwa einem Jahr Wachstumsraten von rund 9 Prozent und vor zwei Jahren von knapp 10 Prozent erzielt werden konnten. Nach über zwei Jahren Wachstumsdrosselung dürfte die chinesische Wirtschaft nun endlich die Talsohle im aktuellen Konjunkturzyklus erreicht haben.

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