China

China: Wachstumsprognose 2020 auf Null gesenkt

  Als Ursprungsland der Pandemie ist China als erste Volkswirtschaft in die Corona-Krise gestürzt. Die chinesische Wirtschaft erlebte einen beispiellosen Einbruch, das haben die Februar-Zahlen aus Industrie und Einzelhandel gezeigt, die zweistellig im Minus lagen. Seit Anfang März lockern die chinesischen Behörden die rigorosen Beschränkungen des öffentlichen Lebens zwar wieder und die Wirtschaft beginnt sich langsam zu erholen. Tagesaktuelle Daten zur wirtschaftlichen Aktivität zeigen aber, dass der Weg zurück zur Normalität sehr holprig ist und noch lange dauern dürfte. Stolpersteine sind nicht nur die hohen Sicherheitsauflagen, die eine neue Ansteckungswelle vermeiden sollen. Der wochenlange Lockdown hat die Konsumenten zutiefst verunsichert. Geschäfte und Restaurants werden weiter gemieden. Darüber hinaus zeichnet sich für die Weltwirtschaft eine immer tiefere Rezession ab. Weite Teile der chinesischen Exportwirtschaft sehen sich einem dramatischen Nachfragerückgang gegenüber. Auch von der Fiskalpolitik kommt bislang wenig. Anders als in früheren Krisen, anders auch als in zahlreichen anderen Volkswirtschaften weltweit, hält…

Öl: Angebotsseite kommt in Bewegung und China geht auf Schnäppchenjagd!

Der epische Ölpreisverfall führt dazu, dass die drei größten Ölproduzenten Saudi-Arabien, Russland und die USA wieder miteinander reden. Der US-Präsident twittert derweil und verkündet eine im Raum stehende Förderkürzung der Opec+ in Höhe von 10 Millionen Barrel pro Tag. Der Ölpreis ist daraufhin kräftig gestiegen. Seit Mittwoch kletterte der Brent-Rohölpreis um über 25 Prozent. Allerdings hat weder Russland noch Saudi-Arabien irgendeine Einigung bestätigt. Für Montag wurde lediglich eine virtuelle Sondersitzung vereinbart – mehr aber bis dato nicht. Einfach wird es aber nicht werden und die US-amerikanische Ölindustrie wird ihren Beitrag leisten müssen. Wenn es hier kein Signal gibt, werden sich auch die restlichen OPEC+ Länder zurückhalten. Die Erhöhung der amerikanischen Ölreserven könnte zumindest im Ansatz ein solches Signal sein. Besser wäre jedoch, wenn sich die US-Fracker branchenübergreifend auf ein reduziertes Produktionsziel einigen könnten. Eine gemeinschaftliche Kürzung der großen Drei („Opec+Texas-Allianz“) wäre dann wahrscheinlicher. Ohne Zweifel sind die tiefen Energiepreise gerade…

Hoffnungswerte aus China? – Nicht überinterpretieren!

Als Ursprungsland der Pandemie ist China als erste Volkswirtschaft in die Corona-Krise gestürzt. Der Shutdown im Februar führte zu einem beispiellosen Einbruch der wirtschaftlichen Aktivität. Nun kann das Land erste Wachstumserfolge melden. Die (staatlichen) Einkaufsmanagerindizes haben sich im März deutlich von ihren Allzeittiefs des Vormonats erholt, sie konnten sogar wider Erwarten die Wachstumsschwelle von 50 Punkten überwinden. In der Industrie stieg der Umfragewert von zuvor 35,7 auf 52 Punkte, im Dienstleistungssektor von 29,6 auf 52,3 Zähler. Grundsätzlich deckt sich die Verbesserung der Stimmungsindikatoren mit zahlreichen Berichten aus China, wonach sich das Wirtschaftsleben des Landes in den vergangenen Wochen allmählich von der vorangegangenen Schockstarre erholt. Dabei ist allerdings viel Propaganda. Dass die nun veröffentlichten Indikatoren politisch aufgebessert wurden, um das „Narrativ“ der erfolgreichen Krisenüberwindung zu untermauern, kann sicherlich nicht ausgeschlossen werden. Der privat erhobene Umfragewert von IHS Markit, der morgen erscheint, könnte das Bild hier bereits relativieren. Auf keinen Fall sollten…

Tiefrote Konjunkturzahlen aus China

Dass der Corona-Shut-down in China massive ökonomische Verluste mit sich bringen würde, war mehr als absehbar. Schwer einzuschätzen war dagegen, wie groß die Einbußen ausfallen würden und noch schwerer, ob die chinesische Führung das volle Ausmaß des Einbruchs überhaupt preisgeben würde. Bereits die Bekanntgabe der rekordschlechten Einkaufsmanagerindizes vor zwei Wochen stellten da eine gewisse Überraschung dar. Die nun veröffentlichten Wachstumszahlen aus Industrie, Einzelhandel und Bauwirtschaft spiegeln die verheerenden Stimmungsumfragen vom Februar wider: Die wirtschaftliche Aktivität ist im zweistelligen Prozentbereich eingeknickt. Die Industrieproduktion ist im Februar um ein Viertel gegenüber dem bereits schwachen Vormonat geschrumpft. Der Output lag im Januar und Februar zusammengenommen mehr als 13 Prozent unter dem Niveau desselben Zeitraums von 2019. Die Einzelhandelsumsätze sind zeitgleich sogar um mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingebrochen. Berücksichtigt man die aktuell hohe Inflation, dürften sie in realer Rechnung sogar um rund ein Viertel eingeknickt sein. Auch die Bautätigkeit verbucht Verluste…

Immer tiefer in die Krise

Die Zahl der Corona-Infizierten steigt weiter an, aber noch nicht schneller als man das erwarten kann. Die privaten und wirtschaftlichen Einschränkungen werden in Europa immer größer. Zudem gibt es nun ein Einreiseverbot von EU-Bürgern in die USA. Somit wird die Rezession in Q1 eigentlich immer tiefer. Solange die Einschränkungen aber jeden Tag zunehmen, ist es müßig die Prognosen täglich nach unten anzupassen. Da man von politischer Seite nun davon ausgeht, dass sich 60 – 70% der Bevölkerung am Ende infiziert haben werden, dürfte diese Phase noch einige Wochen anhalten. Zudem stellt sich langsam auch die Frage, wann ein guter Zeitpunkt ist, infiziert zu werden. Heute gibt die EZB ihre geldpolitischen Beschlüsse bekannt. Der Handlungsspielraum ist sehr eingeschränkt. Für die kurzfristigen Maßnahmen könnte die Bank of England ein Beispiel sein. Die BoE hat in einem für sie ungewöhnlichen Schritt auf einer außerordentlichen Sitzung umfangreiche Notfallmaßnahmen beschlossen. Der Leitzins wurde von 0,75%…

Die Corona Rezession wird kommen, Frage ist wie tief wird sie sein?

Die Entwicklung der Infektionsfälle an Corona entwickeln sich weiterhin sehr ähnlich zu dem Verlauf in China (s.u.). Man kann also auch für die nächsten Tage einen kräftigen Anstieg der Neuerkrankungen erwarten. Die aktuelle Politik der Bundesregierung zielt darauf ab, dass man den schnellen Anstieg der Neuinfektionen verzögert und damit die Stabilität der Gesundheitswesen erhält. Anbetracht der aktuellen Entwicklungen zurzeit sicherlich die richtige Strategie. Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise lassen sich weiterhin nur schwer abschätzen. Es ist aber relativ sicher, dass die meisten Industrieländer in H1 in eine mehr oder weniger tiefe Rezession fallen werden. Für Italien muss man mit einer tiefen wirtschaftlichen und strukturellen Krise rechnen. Vor diesem Hintergrund sind die zuletzt beschlossenen fiskalischen Hilfspakete richtig. Auch wenn diese im Laufe der Zeit noch nachjustiert werden müssen. Die hektisch wirkenden Aktionen der Zentralbanken sind dagegen aus meiner Sicht eher Aktionismus, werden aber von den Marktteilnehmern erwartet und teils vehement eingefordert….

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