China

Wachstum in China auf 5-Jahres-Tief

Die chinesische Wirtschaft ist im Sommer so langsam gewachsen wie seit Anfang 2009 nicht mehr: Das BIP-Wachstum verringerte sich amtlichen Angaben zufolge im zurückliegenden dritten Quartal leicht auf 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Frühjahrsquartal hatte es noch bei 7,5 Prozent gelegen. Der am Markt erwartete Wert von 7,2 Prozent wurde damit aber geringfügig übertroffen. Positiv ist, dass die Wachstumsentwicklung im Quartalsverlauf weitgehend stabil geblieben ist. Die saisonbereinigte Quartalsrate blieb mit 1,9 Prozent nur knapp unter dem Wert vom zweiten Quartal (2,0 Prozent). Positiv ist auch, dass sich das Wachstum der Industrieproduktion, das im August deutlich von 9 auf 6,9 Prozent eingeknickt war, im September wieder sichtbar erholt hat. Die entscheidende Botschaft der nun gemeldeten Zahlen ist aber, dass das offizielle Wachstumsziel Pekings von 7,5 Prozent in diesem Jahr vermutlich nicht erreicht, sondern leicht unterschritten wird. Wir erwarten ein Wachstum von 7,3 Prozent im Gesamtjahr 2014 – das wäre der…

Chinas Industrie schwächelt – Neue Konjunkturmaßnahmen wahrscheinlich

Der Rückgang der Einkaufsmanagerindizes für Chinas Verarbeitendes Gewerbe hatte es bereits angedeutet: Die Zuversicht in der chinesischen Industrie hat im August deutlich gelitten, die Auftragslage war schlechter, die Produktionsentwicklung schwächer als im Vormonat. Dass das Wachstum der Industrieproduktion im August aber auf den niedrigsten Wert seit der Wirtschaftskrise zurückgefallen ist, war nun doch reichlich überraschend. Muss angesichts dieser schwachen Zahlen mit einer stärkeren Abkühlung der Konjunktur, gar mit einem „hard landing“ in China gerechnet werden? Hintergrund der aktuellen Entwicklung dürfte vor allem die nachlassende Schubkraft des staatlichen Konjunkturpaketes sein, das Peking im Frühjahr auf den Weg gebracht hat. Dadurch hatten sich Industrieproduktion und staatliche Ausgabentätigkeit in den Frühjahrsmonaten beschleunigt, das Wachstum der Gesamtwirtschaft konnte stabilisiert werden. Dieser „Einmal-Effekt“ hat nun zu entsprechend gegenläufigen Entwicklungen geführt. Gleichzeitig leidet die gesamte Binnenkonjunktur des Landes schon seit Monaten unter dem Abschwung von Immobilienmarkt und Bausektor, wofür hauptsächlich bremsende Maßnahmen aus Peking verantwortlich sind,…

China: Wachstum stabilisiert sich dank staatlicher Maßnahmen

Chinas Konjunktur hat sich in den zurückliegenden Monaten stabilisiert, dies zeigen die neuesten Wirtschaftszahlen. Danach ist das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal dieses Jahres um 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen – geringfügig stärker als zum Jahresauftakt, als das Wachstum auf 7,4 Prozent und somit den geringsten Wert seit 18 Monaten zurückgefallen war. Der nun gemeldete Wert hat auch die Markterwartungen leicht übertroffen. Die eigentlich positive Nachricht: Gegenüber dem ersten Quartal 2014 hat sich das BIP-Wachstum zuletzt recht deutlich auf 2 Prozent beschleunigt, das ist der kräftigste Anstieg seit 9 Monaten. Zu Jahresbeginn hatte die entsprechende Rate noch bei rund 1 ½ Prozent gelegen. Die leichte Konjunkturerholung stützt sich allerdings überwiegend auf eine Vielzahl kleinerer staatlicher Stimulierungsmaßnahmen, die die chinesische Führung in den vergangenen Monaten gezielt auf den Weg gebracht hat. Hierzu zählen insbesondere vorgezogene Investitionen in Infrastruktur und sozialen Wohnungsbau. Der Anstieg der staatlichen Investitionstätigkeit hat die in den letzten…

China: Exporte und staatliche Investitionen stabilisieren das Wachstum

Chinas Konjunktur stabilisiert sich – nach wie vor sind aber auch erhebliche konjunkturelle Belastungen unübersehbar. Der Datenkranz der Konjunkturindikatoren zeichnet für den Mai erneut ein eher gemischtes Bild. Äußerst positiv ist sicherlich die deutliche Aufhellung des Industrieklimas zu werten, das darauf hindeutet, dass sich die Wachstumsschwäche vom Jahresanfang aktuell wohl nicht weiter fortgesetzt hat. Zuversichtlich stimmt auch die Entwicklung der Exportkonjunktur. Im Vormonatsvergleich sind die chinesischen Ausfuhren bereits zum dritten Mal in Folge überdurchschnittlich gewachsen und konnten dabei vor allem von einer kräftigeren Nachfrage aus den Industrieländern profitieren. Ebenfalls wieder beschleunigt hat sich die Produktion im verarbeitenden Gewerbe. Auch dort zeigen die weniger beachteten saisonbereinigten Monatsraten seit drei Monaten ein leichtes Anziehen der Wachstumsdynamik. Belastungen gehen dagegen vor allem vom Bausektor aus. Die Wohnungsbautätigkeit hat sich im Mai auf ein 5-Jahres-Tief verlangsamt, die Baubeginne sind zum Jahresbeginn förmlich eingebrochen und liegen nun rund 20 Prozent unter ihrem Vorjahresniveau. Dies spiegelt…

China: Konjunktur zuletzt schwächer – leichte Wachstumsbeschleunigung aber absehbar

Dass die chinesische Konjunktur zum Jahresauftakt weiter an Schwung verloren hat, haben die verhaltenen Stimmungsindikatoren und schwache Daten aus Industrie, Einzel- und Außenhandel in den vergangenen Wochen bereits erahnen lassen. Die aktuellen BIP-Zahlen des chinesischen Statistikamts bestätigen nun die langsamere Gangart im ersten Quartal dieses Jahres: Mit 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist Chinas Wirtschaftsleistung sogar so schwach gewachsen wie seit 18 Monaten nicht mehr. Angesichts niedriger Erwartungen wurden die Zahlen an den Finanzmärkten dennoch mit Erleichterung quittiert. Die Sorgen, dass der Abschwung in China anhält, dürften sich aber so schnell nicht zerstreuen. Gegenüber dem Vorquartal hat sich das BIP-Wachstum seit dem letzten Sommer deutlich verlangsamt. Aufs Jahr hochgerechnet entspricht der jüngste Wert einem Wachstum von rund 5 Prozent. Soll das Regierungsziel von 7,5 Prozent für dieses Jahr annähernd eingehalten werden, muss das Wachstum im weiteren Jahresverlauf wieder anziehen. Der aktuelle Datenkranz enthält aber auch einige positive Entwicklungen, die auf…

China: Negative Handelsbilanz – Anlass zur Sorge?

Chinas Außenhandelszahlen für den Monat Februar haben am Wochenende für eine deutlich negative Überraschung gesorgt: Die Exporte sind im Vergleich zum Februar 2013 um 18 Prozent gesunken – am Markt war dagegen mit einem sichtbaren Plus von fast 7 Prozent gerechnet worden. Die Importe hingegen sind gegenüber dem Vorjahr um rund 10 Prozent und damit etwas stärker als vom Markt erwartet gewachsen. Die Folge: Die chinesische Handelsbilanz ist im abgelaufenen Monat deutlich ins Minus gerutscht. Nach einem Überschuss von knapp 32 Mrd. US-Dollar im Januar, weist sie für den zurückliegenden Monat nun einen Fehlbetrag von fast 23 Mrd. Dollar auf. Muss man sich angesichts dieser schwachen Daten ernstliche Sorgen um die chinesische Wirtschaft machen? Schließlich haben auch die Indikatoren zur Stimmung in Chinas Industrie in den vergangenen Wochen sichtbar nachgegeben und damit eine schwächere Konjunkturentwicklung im Reich der Mitte angedeutet. Zunächst eine Entwarnung: Chinas Handelsbilanz weist in der Regel im…

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