China

China: Wachstum stabilisiert sich dank staatlicher Maßnahmen

Chinas Konjunktur hat sich in den zurückliegenden Monaten stabilisiert, dies zeigen die neuesten Wirtschaftszahlen. Danach ist das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal dieses Jahres um 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen – geringfügig stärker als zum Jahresauftakt, als das Wachstum auf 7,4 Prozent und somit den geringsten Wert seit 18 Monaten zurückgefallen war. Der nun gemeldete Wert hat auch die Markterwartungen leicht übertroffen. Die eigentlich positive Nachricht: Gegenüber dem ersten Quartal 2014 hat sich das BIP-Wachstum zuletzt recht deutlich auf 2 Prozent beschleunigt, das ist der kräftigste Anstieg seit 9 Monaten. Zu Jahresbeginn hatte die entsprechende Rate noch bei rund 1 ½ Prozent gelegen. Die leichte Konjunkturerholung stützt sich allerdings überwiegend auf eine Vielzahl kleinerer staatlicher Stimulierungsmaßnahmen, die die chinesische Führung in den vergangenen Monaten gezielt auf den Weg gebracht hat. Hierzu zählen insbesondere vorgezogene Investitionen in Infrastruktur und sozialen Wohnungsbau. Der Anstieg der staatlichen Investitionstätigkeit hat die in den letzten…

China: Exporte und staatliche Investitionen stabilisieren das Wachstum

Chinas Konjunktur stabilisiert sich – nach wie vor sind aber auch erhebliche konjunkturelle Belastungen unübersehbar. Der Datenkranz der Konjunkturindikatoren zeichnet für den Mai erneut ein eher gemischtes Bild. Äußerst positiv ist sicherlich die deutliche Aufhellung des Industrieklimas zu werten, das darauf hindeutet, dass sich die Wachstumsschwäche vom Jahresanfang aktuell wohl nicht weiter fortgesetzt hat. Zuversichtlich stimmt auch die Entwicklung der Exportkonjunktur. Im Vormonatsvergleich sind die chinesischen Ausfuhren bereits zum dritten Mal in Folge überdurchschnittlich gewachsen und konnten dabei vor allem von einer kräftigeren Nachfrage aus den Industrieländern profitieren. Ebenfalls wieder beschleunigt hat sich die Produktion im verarbeitenden Gewerbe. Auch dort zeigen die weniger beachteten saisonbereinigten Monatsraten seit drei Monaten ein leichtes Anziehen der Wachstumsdynamik. Belastungen gehen dagegen vor allem vom Bausektor aus. Die Wohnungsbautätigkeit hat sich im Mai auf ein 5-Jahres-Tief verlangsamt, die Baubeginne sind zum Jahresbeginn förmlich eingebrochen und liegen nun rund 20 Prozent unter ihrem Vorjahresniveau. Dies spiegelt…

China: Konjunktur zuletzt schwächer – leichte Wachstumsbeschleunigung aber absehbar

Dass die chinesische Konjunktur zum Jahresauftakt weiter an Schwung verloren hat, haben die verhaltenen Stimmungsindikatoren und schwache Daten aus Industrie, Einzel- und Außenhandel in den vergangenen Wochen bereits erahnen lassen. Die aktuellen BIP-Zahlen des chinesischen Statistikamts bestätigen nun die langsamere Gangart im ersten Quartal dieses Jahres: Mit 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist Chinas Wirtschaftsleistung sogar so schwach gewachsen wie seit 18 Monaten nicht mehr. Angesichts niedriger Erwartungen wurden die Zahlen an den Finanzmärkten dennoch mit Erleichterung quittiert. Die Sorgen, dass der Abschwung in China anhält, dürften sich aber so schnell nicht zerstreuen. Gegenüber dem Vorquartal hat sich das BIP-Wachstum seit dem letzten Sommer deutlich verlangsamt. Aufs Jahr hochgerechnet entspricht der jüngste Wert einem Wachstum von rund 5 Prozent. Soll das Regierungsziel von 7,5 Prozent für dieses Jahr annähernd eingehalten werden, muss das Wachstum im weiteren Jahresverlauf wieder anziehen. Der aktuelle Datenkranz enthält aber auch einige positive Entwicklungen, die auf…

China: Negative Handelsbilanz – Anlass zur Sorge?

Chinas Außenhandelszahlen für den Monat Februar haben am Wochenende für eine deutlich negative Überraschung gesorgt: Die Exporte sind im Vergleich zum Februar 2013 um 18 Prozent gesunken – am Markt war dagegen mit einem sichtbaren Plus von fast 7 Prozent gerechnet worden. Die Importe hingegen sind gegenüber dem Vorjahr um rund 10 Prozent und damit etwas stärker als vom Markt erwartet gewachsen. Die Folge: Die chinesische Handelsbilanz ist im abgelaufenen Monat deutlich ins Minus gerutscht. Nach einem Überschuss von knapp 32 Mrd. US-Dollar im Januar, weist sie für den zurückliegenden Monat nun einen Fehlbetrag von fast 23 Mrd. Dollar auf. Muss man sich angesichts dieser schwachen Daten ernstliche Sorgen um die chinesische Wirtschaft machen? Schließlich haben auch die Indikatoren zur Stimmung in Chinas Industrie in den vergangenen Wochen sichtbar nachgegeben und damit eine schwächere Konjunkturentwicklung im Reich der Mitte angedeutet. Zunächst eine Entwarnung: Chinas Handelsbilanz weist in der Regel im…

Der Chinesische Yuan auf Abwegen?

Der Chinesische Yuan hat sich in der letzten Woche in eine Richtung bewegt, die nicht nur untypisch für die chinesische Währung ist, sondern eigentlich gar nicht vorkommen sollte. Der Yuan hat sich nämlich abgeschwächt. Und hier liegt kein Fehler bei den Datenlieferanten vor, die chinesische Währung hat sich tatsächlich mit einem, für diese Devise, ungewöhnlichen Ruck in Richtung Süden verabschiedet. Nachdem die chinesische Notenbank eine Schwankungsbreite auf +/-1% zugelassen hatte, unternahm der Yuan zwar ein paar Anläufe, seine Stärke zu präsentieren, die jetzt zu beobachtende Richtung war bis dato noch nie zu sehen. Das wirklich Bemerkenswerte stellt das Nichteingreifen der chinesischen Notenbank dar, denn sie lässt dadurch erstmals Volatilität im Markt zu. Folgt nun nach einer langen Phase leerer Versprechungen tatsächlich der Wandel hin zu einem freien Wechselkurs? Wahrscheinlich ist diese Aussage übertrieben. So ganz schnell wird dies wohl nicht geschehen. Eine weitere Ausweitung der Schwankungsbreite noch in diesem Jahr…

Vom Greenback zum Redback

Zweifel an der Rolle des US-Dollars als Weltleitwährung gehörten in den letzten Jahren, um nicht zu sagen Jahrzehnten, an den Finanzmärkten zum guten Ton. Mit dem Aufstieg Chinas zur ökonomischen Weltmacht sieht sich der US-Dollar einem weiteren potentiellen Herausforderer gegenüber, die Internationalisierung des Renminbi schreitet im Eiltempo voran. Beim Übergang von einer durch Kapitalverkehrskontrollen von der Außenwelt isolierten Währung hin zu einer global akzeptierten Leitwährung hat der Renminbi bereits wichtige Hürden übersprungen. Doch trotz dieser Fortschritte ist sein Anteil im Zahlungsverkehr (1,1%) oder am Devisenmarkt (2,2%) verglichen mit Chinas Anteil am Welthandel (11,6%) noch immer unterentwickelt. Im Zuge der Reformagenda 2020 hat China seine Bestrebungen zur Finanzmarktliberalisierung erneut bestätigt. Der Abbau der noch bestehenden diversen Investitionshürden dürfte in Rekordtempo weitergehen, vor allem die Öffnung der Kapitalbilanz ist ein großes Thema für 2014 und 2015. Die völlige Konvertibilität des Renminbi auf Sicht von drei Jahren ist keine Utopie mehr. Die Chancen…

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