China

China: Konjunkturwende verzögert sich weiter – Revision unserer Wachstumsprognose

In China lässt ein Ende des aktuellen Konjunkturabschwungs weiter auf sich warten: Die bislang vorliegenden Konjunkturindikatoren für das ausklingende dritte Quartal deuten vielmehr darauf hin, dass sich das Wirtschaftswachstum auch in den Sommermonaten nochmals etwas verlangsamt hat, nachdem es bereits im zweiten Quartal auf 7,6 Prozent und damit auf den niedrigsten Wert seit Anfang 2009 zurückgefallen war. Das zuletzt veröffentlichte vorläufige Umfrageergebnis bei den Einkaufsmanagern in der Industrie bestätigt diese Einschätzung: Der Stimmungsindikator konnte zwar minimal um 0,2 Punkte zulegen, blieb mit 47,8 Indexzählern aber weiterhin deutlich unterhalb der Expansionsschwelle. In der Quartalsbetrachtung ist der Index ebenfalls weiter rückläufig. Positiv ist allerdings, dass die weiter vorausschauenden Umfragewerte zur Einschätzung der Auftragslage aus dem In- wie aus dem Ausland erstmals wieder deutlich angestiegen sind. Die bisherigen wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die Peking dem Konjunkturabschwung entgegengestellt hat – Mindestreservesatz- und Leitzinssenkungen seit fast einem Jahr, die „de-facto“-Aussetzung der Yuan-Aufwertung oder die Aufstockung einiger Infrastrukturinvestitionen…

China: Enttäuschende Konjunkturdaten zum Auftakt des dritten Quartals

In China lassen die Zeichen einer konjunkturellen Kehrtwende weiter auf sich warten: Der Datenkranz wichtiger Wirtschaftsindikatoren für den Monat Juli hat größtenteils enttäuscht. Vor allem im Industriesektor, der knapp die Hälfte zur chinesischen Wirtschaftsleistung beiträgt, blieb die Entwicklung deutlich hinter den Erwartungen zurück. Dort verlangsamte sich das Expansionstempo weiter und verharrte mit 9,2 Prozent zum vierten Mal in Folge im einstelligen Bereich. Ein Wachstum der Industrieproduktion über 10 Prozent ist unserer Schätzung nach aber notwendig, damit die Zuwachsrate der gesamten Wirtschaftsleistung wieder über die 8 Prozent-Grenze steigt. Zieht die Industriekonjunktur in den nächsten Wochen nicht wieder an, wird dieses Ziel in diesem Jahr nur noch schwer zu erreichen sein. Doch es gibt auch Zeichen, die zuversichtlich stimmen: So deutet die Stimmungsaufhellung im verarbeitenden Gewerbe durchaus auf eine Belebung hin. Auch ist es überraschend, dass sich die im Frühjahr angestoßenen staatlichen Infrastrukturinvestitionen nicht schon stärker im industriellen Output bemerkbar machen. Dies…

Stimmung im Sommerloch

In der deutschen Industrie hat sich das Geschäftsklima im Juli weiter verschlechtert. Gemäß vorläufiger Daten ist der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im laufenden Monat mit nur noch 43,3 Punkten sogar auf ein 3-Jahres-Tief gefallen. Im Juni stand der Index noch bei 45 Punkten, der neutrale Wert liegt indes bei 50. Damit hat sich die Stimmungseintrübung im Industriebereich in den vergangenen Wochen ungebremst fortgesetzt, die Messzahl für Deutschland liegt nun sogar unterhalb des Durchschnittswerts für das verarbeitende Gewerbe im Euro-Raum. Offenbar spüren immer mehr deutsche Industriebetriebe die negativen Auswirkungen der Krise in der Eurozone, der Optimismus, der noch in den ersten Monaten des Jahres vorherrschte, ist verflogen. Immerhin hält sich das Umfrageergebnis für den Dienstleistungssektor in Deutschland mit 49,7 Punkten noch im neutralen Bereich, und in der Bauwirtschaft laufen die Geschäfte weiterhin gut. Dennoch wächst das Risiko, dass die deutsche Konjunktur mehr und mehr unter der Krise in Südeuropa und…

China: Wachstum wird im zweiten Halbjahr wieder etwas anziehen

In China setzt sich die allmähliche Abkühlung der Konjunktur erst einmal weiter fort: Die Einkaufsmanagerindizes für die Industrie haben im Juni nochmals leicht nachgegeben. Für das gesamte zweite Quartal liegen die Werte nun unter den ohnehin schon niedrigen Niveaus vom Jahresauftakt. Auch die „harten“ Konjunkturdaten bestätigen diesen Trend. Die Wahrscheinlichkeit ist damit recht hoch, dass sich das Wirtschaftswachstum im abgelaufenen zweiten Quartal nochmals verlangsamt hat. Es könnte sogar erstmals seit der Wirtschaftskrise wieder unter die 8-Prozent-Grenze gefallen sein. Entgegen früherer Erwartungen läge das zyklische Tief im Konjunkturabschwung Chinas dann wohl doch noch nicht hinter uns. Für die Weltkonjunktur sind dies sicherlich keine guten Nachrichten. Chinas Wirtschaft wird in diesem Jahr wohl um kaum mehr als 8 Prozent wachsen und damit so langsam wie seit über 10 Jahren nicht mehr – davon sind wir seit geraumer Zeit überzeugt. Die Sorge aber, dass sich die Konjunkturschwäche in China noch vertiefen könnte, teilen…

Schwaches Wachstum in China kein Alarmsignal

Die Konjunktur in China hat sich zum Auftakt dieses Jahres nochmals verlangsamt: Die Wachstumsrate von 8,1 Prozent, die Peking heute Morgen für den Anstieg der Wirtschaftsleistung im ersten Quartal veröffentlicht hat, ist der niedrigste Wert seit fast drei Jahren. Die bereits recht skeptischen Erwartungen der im Vorfeld befragten Experten wurden zwar nur geringfügig unterschritten. Allerdings wurden die förmlich in letzter Minute aufgekeimten Hoffnungen auf eine Stabilisierung des Wachstumstempos (im Schlussquartal 2011 lag die Rate noch bei 8,9 Prozent), getreu dem Motto, dass China immer für eine positive Überraschung gut ist, herb enttäuscht. Dabei hatte die Weltbank gerade erst eine Absenkung ihrer diesjährigen Wachstumsprognose für China auf 8,2 Prozent bekannt gegeben. Auch wir vertreten seit geraumer Zeit die Ansicht, dass die chinesische Wirtschaft in diesem Jahr wohl nur noch das geringste Wachstum seit über 10 Jahren erreichen wird. Die nun gemeldeten Zahlen liegen daher ganz im Rahmen unserer Erwartungen.

Der Wandel in China und die Folgen für uns

China will in Zukunft mehr Wert auf Qualität denn auf Quantität beim Wirtschaftswachstum legen: Die chinesische Führung hat die Umorientierung jüngst im Rahmen der jährlichen Sitzung des Nationalen Volkskongresses, dem Quasi-Parlament Chinas, bekräftigt. Wohl um die Zielsetzung zu unterstreichen wurde zudem das Wachstumsziel für das laufende Jahr von 8 auf 7,5 Prozent gesenkt, was international für Aufmerksamkeit und einige Beunruhigung gesorgt hat.

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