China

Der Chinesische Yuan auf Abwegen?

Der Chinesische Yuan hat sich in der letzten Woche in eine Richtung bewegt, die nicht nur untypisch für die chinesische Währung ist, sondern eigentlich gar nicht vorkommen sollte. Der Yuan hat sich nämlich abgeschwächt. Und hier liegt kein Fehler bei den Datenlieferanten vor, die chinesische Währung hat sich tatsächlich mit einem, für diese Devise, ungewöhnlichen Ruck in Richtung Süden verabschiedet. Nachdem die chinesische Notenbank eine Schwankungsbreite auf +/-1% zugelassen hatte, unternahm der Yuan zwar ein paar Anläufe, seine Stärke zu präsentieren, die jetzt zu beobachtende Richtung war bis dato noch nie zu sehen. Das wirklich Bemerkenswerte stellt das Nichteingreifen der chinesischen Notenbank dar, denn sie lässt dadurch erstmals Volatilität im Markt zu. Folgt nun nach einer langen Phase leerer Versprechungen tatsächlich der Wandel hin zu einem freien Wechselkurs? Wahrscheinlich ist diese Aussage übertrieben. So ganz schnell wird dies wohl nicht geschehen. Eine weitere Ausweitung der Schwankungsbreite noch in diesem Jahr…

Vom Greenback zum Redback

Zweifel an der Rolle des US-Dollars als Weltleitwährung gehörten in den letzten Jahren, um nicht zu sagen Jahrzehnten, an den Finanzmärkten zum guten Ton. Mit dem Aufstieg Chinas zur ökonomischen Weltmacht sieht sich der US-Dollar einem weiteren potentiellen Herausforderer gegenüber, die Internationalisierung des Renminbi schreitet im Eiltempo voran. Beim Übergang von einer durch Kapitalverkehrskontrollen von der Außenwelt isolierten Währung hin zu einer global akzeptierten Leitwährung hat der Renminbi bereits wichtige Hürden übersprungen. Doch trotz dieser Fortschritte ist sein Anteil im Zahlungsverkehr (1,1%) oder am Devisenmarkt (2,2%) verglichen mit Chinas Anteil am Welthandel (11,6%) noch immer unterentwickelt. Im Zuge der Reformagenda 2020 hat China seine Bestrebungen zur Finanzmarktliberalisierung erneut bestätigt. Der Abbau der noch bestehenden diversen Investitionshürden dürfte in Rekordtempo weitergehen, vor allem die Öffnung der Kapitalbilanz ist ein großes Thema für 2014 und 2015. Die völlige Konvertibilität des Renminbi auf Sicht von drei Jahren ist keine Utopie mehr. Die Chancen…

China-Wachstum 2013: Regierungsziel erfüllt – Vorjahresniveau gehalten

Die chinesische Konjunktur hat sich im Jahresschlussquartal 2013 in ruhigen Bahnen bewegt: Das jährliche Wachstum der Wirtschaftsleistung verlangsamte sich im vierten Quartal nur geringfügig auf 7,7 Prozent nach 7,8 Prozent im Vorquartal und lag damit leicht über den Erwartungen. In der Quartalsrate wird eine etwas stärkere Abschwächung der Wachstumsdynamik sichtbar: Sie verringerte sich von 2,2 Prozent im dritten Quartal auf zuletzt 1,8 Prozent. Der Schwung des „Mini-Konjunkturpaketes“, mit dem Peking das Wachstum während der Sommermonate angeschoben hatte, hat nun wieder erkennbar nachgelassen. Dies wird vor allem in der Entwicklung der staatlichen Investitionstätigkeit deutlich, die im zurückliegenden Quartal mit der niedrigsten Rate seit über einem Jahr gewachsen ist und damit gegenüber dem Wachstumshoch vom August wieder deutlich an Schwung verloren hat. Die Rechnung Pekings ist damit aber aufgegangen. Für das Gesamtjahr 2013 kann die chinesische Regierung nun ein Wachstum von 7,7 Prozent melden – danach wurde das Wachstumsziel von 7,5 Prozent…

China: Konjunktur zum Jahresende robust

Die chinesische Wirtschaft zeigt sich im Jahresschlussquartal auf stabilem Wachstumskurs. Darauf deuten die aktuellen Konjunkturzahlen hin, die nun für die Monate Oktober und November vorliegen. Die Industrieproduktion – sie steuert rund die Hälfte zur Wertschöpfung der Gesamtwirtschaft bei – ist im November mit 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr zwar wieder etwas schwächer gestiegen als noch im Oktober. Insgesamt liegt das Produktionswachstum im laufenden Quartal bislang aber leicht höher als im vorangegangenen dritten Quartal. Auch die Umfragen zur Stimmung im verarbeitenden Gewerbe fallen im aktuellen Vierteljahr im Schnitt optimistischer aus als im Vorquartal. Damit zeichnet sich ab, dass die chinesische Wirtschaft den etwas kräftigeren konjunkturellen Schwung vom Sommer auch zum Jahresschluss beibehalten hat. Das Wachstumsziel von 7,5 Prozent für dieses Jahr, das zwischenzeitlich durchaus gefährdet schien, wird Peking damit wohl nicht nur einhalten, sondern leicht überschreiten können. Als wachstumsstützend hat sich zuletzt vor allem der Außenhandel erwiesen: Das Volumen der Warenausfuhren…

China: Staatliche Investitionen schieben das Wachstum nur vorübergehend an

Die chinesische Wirtschaft hat während der zurückliegenden Sommermonate wieder etwas an Tempo gewonnen: Wie die Statistikbehörde heute Morgen bekannt gegeben hat, hat sich das Wachstum der Wirtschaftsleistung im dritten Quartal dieses Jahres leicht auf 7,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr beschleunigt – im zweiten Quartal konnten dagegen nur 7,5 Prozent erzielt werden, zum Jahresauftakt 7,7 Prozent. Überraschend kommt dieser leichte Aufschwung nicht: Bereits vor wenigen Tagen hatte Ministerpräsident Li Keqiang angedeutet, Chinas Wirtschaft sei in den vergangenen Monaten stärker in Schwung gekommen und das Wachstumsziel von aktuell 7,5 Prozent sei wohl übertroffen worden. Die gemeldete Wachstumsrate entsprach nun genau den Erwartungen der Finanzmarktteilnehmer. An der Nachhaltigkeit der aktuellen Wachstumsbeschleunigung sind allerdings Zweifel angebracht. Die Industrieproduktion ist in den vergangenen Monaten zwar erstmals in diesem Jahr wieder zweistellig gewachsen – die Dynamik hat im September aber bereits wieder nachgelassen. Auch die deutliche Stimmungsaufhellung in der Industrie hat in den vergangenen Wochen…

China: „Mini-Stimulus“ hat Konjunkturentwicklung stabilisiert

Monatelang schwächelte die chinesische Wirtschaft – die jüngsten Konjunkturdaten für den Monat August zeigen nun aber, dass sich die Wachstumsentwicklung in den vergangenen Wochen stabilisiert hat: Die Industrieproduktion ist erstmals in diesem Jahr wieder um mehr als 10 Prozent (ggü. Vorjahr) gestiegen und folgt damit der deutlichen Stimmungsaufhellung, die die Einkaufsmanagerindizes zuletzt angezeigt haben. Für das laufende Quartal liegt das Wachstum in der chinesischen Industrie nun wieder sichtbar höher als noch im Vorquartal. Damit deutet sich auch eine leichte Wachstumsbeschleunigung der Gesamtwirtschaft im dritten Quartal an. Der konjunkturelle Umschwung kam recht plötzlich. Umfragen zu den Auftragseingängen, insbesondere aus dem Ausland, hatten sich bis in den Frühsommer hinein noch äußerst schwach gezeigt. Die chinesischen Exporte konnten sich in den vergangenen zwei Monaten zwar wieder etwas beleben, sicherlich nicht zuletzt dank der etwas besseren Entwicklung hier im Euroraum. In der Quartalssicht jedoch bleibt die Wachstumsdynamik der chinesischen Exportkonjunktur in diesem Sommer weiterhin…

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