China

Konjunkturdaten aus China enttäuschen

Nachdem die Daten für das BIP-Wachstum in China im ersten Quartal vor einigen Wochen herb enttäuscht haben, sind nun auch die Zahlen für den Monat April kaum besser ausgefallen: Das Wachstum der Industrieproduktion hat sich zwar gegenüber dem März wieder etwas beschleunigt, blieb mit 9,3 % aber hinter den Markterwartungen zurück und weiterhin auch sichtbar unter der Schwelle von 10 %, die unseren Schätzungen zufolge einem BIP-Wachstum von etwa 8 % entspricht. Auch die Frühindikatoren für die Industrie hatten zum Monatsauftakt nachgegeben, wobei vor allem die Auftragslage schwach ausgefallen war. Die Investitionstätigkeit hat sich zuletzt nur minimal verbessert. Lediglich der Immobilienmarkt zeigt einen kräftigeren Schwung: Dort liegen die Verkaufszahlen seit Jahresauftakt etwa eineinhalb Mal so hoch wie im Vorjahr, was sich auch in einer immer stärker anziehenden Preisdynamik widerspiegelt. In einigen Großstädten, wie Peking oder Schanghai, steigen die Wohnungspreise schon wieder bedenklich.

Wachstum in China überraschend schwach

Für eine herbe Enttäuschung haben die neuesten Konjunkturdaten aus China gesorgt: Wider Erwarten hat sich das Wachstum der Gesamtwirtschaft verlangsamt – von 7,9% (ggü. Vorjahr) zum Jahresschluss 2012 auf 7,7% zum Jahresauftakt 2013. Im vierten Quartal 2012 hatte sich das BIP-Wachstum– zum ersten Mal in zwei Jahren – noch von 7,4 auf 7,9 % beschleunigt und bestätigte damit die deutliche Stimmungsaufhellung in der Industrie. Auch in den ersten Monaten dieses Jahres hat sich das Wirtschaftsklima weiter, wenngleich unter Schwankungen, verbessert. Wir hatten daher für das erste Vierteljahr 2013 mit einer Beschleunigung des Wachstums auf 8,3% gerechnet – auch an den Finanzmärkten war ein Wert von mindesten 8% erwartet worden. Gerade vor dem Hintergrund der positiven Signale durch die Frühindikatoren ist der aktuelle Rückschlag beim BIP-Wachstum umso überraschender.

Konjunktur in China: Aufschwung mit Hindernissen

Während in Peking dieser Tage die Machtübergabe an die neue Führungsriege zelebriert wird, präsentiert sich die konjunkturelle Kulisse enttäuschend verhalten: Die jüngsten Wachstumszahlen für die ersten Wochen dieses Jahres haben zuletzt ein eher gemischtes Bild des aktuellen Konjunkturaufschwungs gezeichnet – zahlreiche Indikatoren wiesen überraschende Rückschläge auf. Mit einem deutlichen Rückgang von 52,3 auf 50,5 Punkte beispielsweise deutet der Einkaufsmanagerindex zuletzt auf eine merklich gestiegene Skepsis in der Industrie hin. Das Wachstum der Industrieproduktion hat sich ebenfalls wieder etwas verlangsamt. Seit ihrem Tiefpunkt im August letzten Jahres hingegen, hatten sich Frühindikator wie auch Wachstum der Industrie kontinuierlich verbessert, was sich dann letztlich auch in einem höheren BIP-Wachstum niedergeschlagen hat. Auch der Einzelhandel enttäuschte zuletzt.

Wirtschaftswachstum in China zieht wieder an

Die chinesische Wirtschaft hat ihr Wachstumstief vom Sommer hinter sich gelassen und das vergangene Jahr  wieder mit stärkerem konjunkturellen Schwung beendet. Wie das chinesische Statistikamt heute Morgen berichtet, hat sich das Wirtschaftswachstum im Schlussquartal 2012 auf 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr beschleunigt – im dritten Quartal war es mit 7,4 Prozent noch auf den niedrigsten Stand seit über drei Jahren gefallen. Die nun gemeldete Wachstumsrate hat die Markterwartungen und unsere eigenen Schätzung sogar noch leicht übertroffen. Im Gesamtjahr 2012 lag das Wachstum bei 7,8 Prozent und damit so tief, wie seit 1999 nicht mehr.

Rohstoffe: Ausblick 2013

Die zyklischen Rohstoffe gehörten 2012 zu den Rohstoffverlierern. Das wird sich 2013 ändern. Vor allem das Konjunktur-Comeback in China wird sich als wesentlicher Preistreiber erweisen. Das chinesische Wachstum wird – getragen von multimilliardenschweren Konjunkturmaßnahmen – wieder auf 8,5% zulegen, was sich besonders positiv auf die „China zentrischen“ Basismetalle auswirkt. Der Ölmarkt befindet sich in einem labilen Kräftegleichgewicht von „Preisbremsen“ (Weltkonjunkturschwäche, Lagerbestandsanstieg) und „Preistreibern“ (geopolitische Brandherde, Angebotsstörungen), die den Ölpreis in der Handelsspanne von 100-120 US-Dollar festhalten. Das Konjunktur-Comeback in China wird diese Patt-Situation im zweiten Halbjahr 2013 auflösen und den Ölpreis auf 120 US-Dollar treiben. Angesichts der ultralockeren Geldpolitiken von Federal Reserve, EZB und Bank of Japan werden vornehmlich die Edelmetalle bei den zunehmend sachwertorientierten Investoren gefragt bleiben. Anleger werden 2013 insbesondere Gold als Geld- und Währungsalternative zu schätzen wissen. Bei den Agrarrohstoffen gehen wir im Laufe des Jahres von einer zunehmenden Verbesserung der Versorgungslage und demzufolge sinkenden Preisen aus. Da wir…

China: Konjunkturerholung zeichnet sich immer deutlicher ab

Die Konjunkturerholung in China gewinnt immer deutlicher an Kontur – die meisten der für November vorliegenden monatlichen Wachstumsindikatoren weisen auf eine zunehmende konjunkturelle Dynamik bereits im laufenden Schlussquartal dieses Jahres hin. So hat sich das Wachstum in der Industrie, die immer noch rund die Hälfte zur Wirtschaftsleistung Chinas beiträgt, in den vergangenen drei Monaten zunehmend beschleunigt und ist zuletzt sogar um gut 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies hatten zuvor auch schon die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe angedeutet, die im November erstmals seit über einem Jahr wieder beide über der sog. „Wachstumsschwelle“ lagen. (Anders als in den entwickelten Industriestaaten ist diese Expansionsgrenze im Schwellenland China nicht mit einer Stagnation, sondern mit einem Wachstum von – unserer Schätzung nach – rund 10 Prozent der Industrieproduktion kompatibel.) Besonders zuversichtlich stimmte dabei, dass fast alle Komponenten die Stimmungsverbesserung in der Industrie getragen haben und vor allem die weiter vorausschauende Auftragslage recht…

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