China

Rohstoffe: Ausblick 2013

Die zyklischen Rohstoffe gehörten 2012 zu den Rohstoffverlierern. Das wird sich 2013 ändern. Vor allem das Konjunktur-Comeback in China wird sich als wesentlicher Preistreiber erweisen. Das chinesische Wachstum wird – getragen von multimilliardenschweren Konjunkturmaßnahmen – wieder auf 8,5% zulegen, was sich besonders positiv auf die „China zentrischen“ Basismetalle auswirkt. Der Ölmarkt befindet sich in einem labilen Kräftegleichgewicht von „Preisbremsen“ (Weltkonjunkturschwäche, Lagerbestandsanstieg) und „Preistreibern“ (geopolitische Brandherde, Angebotsstörungen), die den Ölpreis in der Handelsspanne von 100-120 US-Dollar festhalten. Das Konjunktur-Comeback in China wird diese Patt-Situation im zweiten Halbjahr 2013 auflösen und den Ölpreis auf 120 US-Dollar treiben. Angesichts der ultralockeren Geldpolitiken von Federal Reserve, EZB und Bank of Japan werden vornehmlich die Edelmetalle bei den zunehmend sachwertorientierten Investoren gefragt bleiben. Anleger werden 2013 insbesondere Gold als Geld- und Währungsalternative zu schätzen wissen. Bei den Agrarrohstoffen gehen wir im Laufe des Jahres von einer zunehmenden Verbesserung der Versorgungslage und demzufolge sinkenden Preisen aus. Da wir…

China: Konjunkturerholung zeichnet sich immer deutlicher ab

Die Konjunkturerholung in China gewinnt immer deutlicher an Kontur – die meisten der für November vorliegenden monatlichen Wachstumsindikatoren weisen auf eine zunehmende konjunkturelle Dynamik bereits im laufenden Schlussquartal dieses Jahres hin. So hat sich das Wachstum in der Industrie, die immer noch rund die Hälfte zur Wirtschaftsleistung Chinas beiträgt, in den vergangenen drei Monaten zunehmend beschleunigt und ist zuletzt sogar um gut 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies hatten zuvor auch schon die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe angedeutet, die im November erstmals seit über einem Jahr wieder beide über der sog. „Wachstumsschwelle“ lagen. (Anders als in den entwickelten Industriestaaten ist diese Expansionsgrenze im Schwellenland China nicht mit einer Stagnation, sondern mit einem Wachstum von – unserer Schätzung nach – rund 10 Prozent der Industrieproduktion kompatibel.) Besonders zuversichtlich stimmte dabei, dass fast alle Komponenten die Stimmungsverbesserung in der Industrie getragen haben und vor allem die weiter vorausschauende Auftragslage recht…

China legt in Sachen Schiefergas einen Gang zu

Angesichts der Allgegenwart der Schlagzeilen-Magneten „Eurokrise“ und „US-Fiskalklippe“ ist die Gefahr aktuell recht hoch, dass Nachrichten unter dem Marktradar hindurchfliegen, die langfristig bedeutsam sein könnten. Eine dieser interessanten „Perspektivmeldungen“ ist die, dass Chinas Finanzministerium vor wenigen Tagen einen Fonds zur Subventionierung der Schiefergasexploration aufgelegt und den Lokalregierungen zudem erlaubt hat, zusätzliche eigene Subventionierungsmaßnahmen zu ergreifen. Die Zentralregierung in Peking sieht offenbar die Zeit gekommen, die als suboptimal angesehene Schiefergasdynamik deutlich zu beschleunigen. Woher kommt diese zunehmende Ungeduld?

Konjunktur in China: Talsohle nun endlich erreicht

Die Konjunktur in China hat über die Sommermonate weiter an Schwung verloren, das Wirtschaftswachstum hat sich gegenüber dem Frühjahr aber nur noch geringfügig verlangsamt. Wie das chinesische Statistikamt heute Morgen gemeldet hat, ist die chinesische Wirtschaft im abgelaufenen dritten Quartal um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Das ist zwar der niedrigste Wert seit über drei Jahren. Im vorangegangenen zweiten Quartal hatte das Wirtschaftswachstum aber nur leicht darüber, bei 7,6 Prozent, gelegen, während noch vor etwa einem Jahr Wachstumsraten von rund 9 Prozent und vor zwei Jahren von knapp 10 Prozent erzielt werden konnten. Nach über zwei Jahren Wachstumsdrosselung dürfte die chinesische Wirtschaft nun endlich die Talsohle im aktuellen Konjunkturzyklus erreicht haben.

China: Konjunkturwende verzögert sich weiter – Revision unserer Wachstumsprognose

In China lässt ein Ende des aktuellen Konjunkturabschwungs weiter auf sich warten: Die bislang vorliegenden Konjunkturindikatoren für das ausklingende dritte Quartal deuten vielmehr darauf hin, dass sich das Wirtschaftswachstum auch in den Sommermonaten nochmals etwas verlangsamt hat, nachdem es bereits im zweiten Quartal auf 7,6 Prozent und damit auf den niedrigsten Wert seit Anfang 2009 zurückgefallen war. Das zuletzt veröffentlichte vorläufige Umfrageergebnis bei den Einkaufsmanagern in der Industrie bestätigt diese Einschätzung: Der Stimmungsindikator konnte zwar minimal um 0,2 Punkte zulegen, blieb mit 47,8 Indexzählern aber weiterhin deutlich unterhalb der Expansionsschwelle. In der Quartalsbetrachtung ist der Index ebenfalls weiter rückläufig. Positiv ist allerdings, dass die weiter vorausschauenden Umfragewerte zur Einschätzung der Auftragslage aus dem In- wie aus dem Ausland erstmals wieder deutlich angestiegen sind. Die bisherigen wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die Peking dem Konjunkturabschwung entgegengestellt hat – Mindestreservesatz- und Leitzinssenkungen seit fast einem Jahr, die „de-facto“-Aussetzung der Yuan-Aufwertung oder die Aufstockung einiger Infrastrukturinvestitionen…

China: Enttäuschende Konjunkturdaten zum Auftakt des dritten Quartals

In China lassen die Zeichen einer konjunkturellen Kehrtwende weiter auf sich warten: Der Datenkranz wichtiger Wirtschaftsindikatoren für den Monat Juli hat größtenteils enttäuscht. Vor allem im Industriesektor, der knapp die Hälfte zur chinesischen Wirtschaftsleistung beiträgt, blieb die Entwicklung deutlich hinter den Erwartungen zurück. Dort verlangsamte sich das Expansionstempo weiter und verharrte mit 9,2 Prozent zum vierten Mal in Folge im einstelligen Bereich. Ein Wachstum der Industrieproduktion über 10 Prozent ist unserer Schätzung nach aber notwendig, damit die Zuwachsrate der gesamten Wirtschaftsleistung wieder über die 8 Prozent-Grenze steigt. Zieht die Industriekonjunktur in den nächsten Wochen nicht wieder an, wird dieses Ziel in diesem Jahr nur noch schwer zu erreichen sein. Doch es gibt auch Zeichen, die zuversichtlich stimmen: So deutet die Stimmungsaufhellung im verarbeitenden Gewerbe durchaus auf eine Belebung hin. Auch ist es überraschend, dass sich die im Frühjahr angestoßenen staatlichen Infrastrukturinvestitionen nicht schon stärker im industriellen Output bemerkbar machen. Dies…

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