DAX

Deutsche Small- und Midcap-Aktien: Erfolg in der Nische dank ungebremster Innovationskraft

Ende 1987 notierten DAX, MDAX und SDAX bei 1.000 Punkten. Während heute DAX und SDAX mit rund 12.500 Punkten annähernd gleichauf liegen, steht der MDAX mit über 26.000 Punkten mehr als doppelt so hoch. Obwohl der DAX der bekannteste der Indizes ist, konnten die kleinen Indizes (auch der TecDAX) in den letzten 15 Jahren den DAX hinsichtlich der Kursentwicklung übertreffen. Der Erfolg liegt an der Zusammensetzung der kleineren Indizes. Viele der sogenannten Hidden Champions, also der Weltmarktführer aus der zweiten Reihe, sind vertreten. Diese können durch Innovationen sowie die Fokussierung auf die Nische häufig schneller wachsen als die großen DAX-Konzerne. So entwickeln sich die kleineren Unternehmen in Aufschwungphasen besser, mussten während der Finanzkrise 2008/09 aber auch größere Rückschläge hinnehmen. Unsere Analysten sehen derzeit bei den kleinen und mittelgroßen Unternehmen Chancen aufgrund von Aktivitäten in Trendthemen wie Digitalisierung, E-Mobilität und Internetdienstleistungen. Dank neuer Technologietrends (z.B. Cloud-Computing, Industrie 4.0, künstliche Intelligenz, autonomen…

Aktienmarkt: Die deutschen Marathon-AGs

Am Aktienmarkt auf das, wie der Amerikaner sagt, „disaster du jour“ zu setzen, ist bei Anlegern beliebt. Im Erfolgsfall winken hohe Erträge. Ohne spezielle spezifische Unternehmens- und Branchenkenntnisse bleiben solche Investitionen (z.B. Turnaround bei GE) oberflächliche Wetten, die aufgehen können oder auch nicht. Auch ziehen häufig mehr Jahre als geplant ins Land, bevor der „Investment Case“ aufgeht – falls überhaupt. Beispiele der letzten Jahre sind in den USA z.B. bei Mall- und Kaufhausaktien zu beobachten (u.a. Sears) oder hierzulande bei Turnaroundspekulationen auf deutsche Bankentitel. Anleger, die sich in solche Sonderthemen „verlieben“ und ihre Investitionen mit entsprechender finanzieller Feuerkraft unterlegen, verlieren kostbare Zeit. Während dieser steigen die Märkte immer weiter an (die historische Basisrate im DAX liegt bei rund acht Prozent), so dass sich die Opportunitätskosten in Form entgangener Gewinne munter aufzinsen. Nicht nur Anleger, die Rendite „machen müssen“ (z.B. Pensionskassen, Fonds mit Benchmark) können sich dies nicht erlauben. Langfristig orientierte…

DAX im Griff der Politik – nicht der Wirtschaft

Unsere erstmalig veröffentlichten Prognosen für DAX und Euro Stoxx 50 per Jahresmitte 2019 lauten auf 14.200 Punkte und 3.900 Punkte. Diese Annahme basiert auf unserem volkswirtschaftlichen und politischen Basisszenario „Italien löst keine EWU-Schuldenkrise 2.0 aus“. Unternehmensseitig sollten steigende Gewinne, ein solides Dividendenwachstum und eine hohe Kapitalrentabilität den seit 2009 laufenden Bullenmarkt weiter antreiben. Auf der Makroseite helfen die synchron laufende Weltwirtschaft sowie der Mix aus niedriger Inflation und Zinsen. Die größten Risiken sind unverändert politischer Natur – bisher erwarten wir jedoch keine signifikanten Bremsspuren für Konjunktur und Aktienmärkte. Anleger sollten daher investiert bleiben und/oder die aktuelle Kursschwäche zum Kauf nutzen. Bis zur Jahresmitte 2019 erwarten wir einen Anstieg des DAX auf 14.200 Punkte (Euro Stoxx 50: 3.900 Punkte), also um rund elf und 13 Prozent. Der Haupttreiber für diese Entwicklung sind die deutlich wachsenden Unternehmensgewinne. Zwar verschlechtern sich die Rahmenbedingungen (steigende politische Unsicherheit drückt Investitionsklima, EZB unternimmt die erste Leitzinsanhebung…

Neues Regelwerk für DAX Indizes – TecDAX vor Bedeutungsgewinn

Die Deutsche Börse wird künftig die Trennung nach den Segmenten „Tech“ und „Classic“ aufgeheben. Somit können auch Unternehmen des Technologie-Segments in den MDAX oder SDAX aufgenommen werden. Zum anderen können DAX-Unternehmen, die den Technologie-Sektoren zugeordnet sind (z.B. Infineon, SAP, Deutsche Telekom), auch in den TecDAX-Index aufgenommen werden. Weiterhin werden die Indizes MDAX und SDAX vergrößert: Die Zahl der Werte im MDAX steigt von 50 auf 60 und im SDAX von 50 auf 70. Der TecDAX wird weiterhin aus 30 Titeln bestehen. Die neue Methodik wird erstmalig zur September-Verkettung angewandt und somit ab dem 24. September in der Indexberechnung reflektiert. Bereits ab dem 18. Juni werden Schattenindizes veröffentlicht. Die Änderungen sind das Ergebnis einer Befragung von Marktteilnehmern. Zukünftig können Unternehmen somit im TecDAX und zusätzlich im DAX beziehungsweise MDAX / SDAX gelistet sein. Dies ist vergleichbar mit den USA, wo Unternehmen beispielsweise im Nasdaq und im S&P 500 gelistet sind. Die…

Wachstumserwartung dämpfen Aktienmarktausblick

» Das DZ BANK Research hat die Prognosen für das weltwirtschaftliche Wachstum 2018 und 2019 jüngst von 3,9% auf 3,6% gesenkt. » Der Euro Stoxx und der DAX sollten infolge der geringeren Wachstumsaussichten weniger stark ansteigen. Die neuen Prognosen per Jahresende lauten: Euro Stoxx 50 3.600 (vorher 4.000) Punkte, DAX 13.300 (vorher 14.000) Punkte. » Die Bewertung der beiden Indizes bleibt attraktiv, das Potenzial ordentlich. Es gibt unverändert gute Kaufmöglichkeiten. Die geopolitischen Risiken sind 2018 gestiegen, wenngleich sich die Lage in den vergangenen Tagen etwas beruhigt hat. Zahlreiche Gefahrenstellen (Handelskrieg USA/China, Syrienkonflikt, Iran/Saudi-Arabien) sind belebt worden, nicht zuletzt wegen US-Präsident Trump, der sich stärker denn je der Einflussnahme seiner Berater zu entziehen scheint. Die drohenden Gefahren machen zukünftig eine Zurückhaltung bei der Investitionstätigkeit von Unternehmen und Staaten wahrscheinlich, auch der Welthandel sollte schwächer wachsen. Deshalb haben wir jüngst unsere BIP-Prognosen 2018/19 für nahezu alle wichtigen Staaten zurückgenommen. Diese Reduktion hat…

Hohe Diskrepanz zwischen Marktstimmung (schlecht) und Bewertung (attraktiv): DAX bleibt aussichtsreich

Spannung verspricht der Aktienmarkt. Im Zuge der Diskussion verschiedener Makrosorgen (steigende Zinsen/Inflation, US-Zölle etc.) hängt dieser seit Anfang Februar in einem Loch. So hatte der DAX gegenüber seinem Höchststand im Tief bis zu 13% verloren, der Euro Stoxx 50 immerhin elf Prozent – auf Titelebene fielen die Verluste zum Teil noch deutlicher aus. Allerdings gab es zuletzt wenig schlechte Nachrichten seitens Konjunktur oder Unternehmen, es scheint eher „unspezifisch“ verkauft worden zu sein. Eine Vielzahl von Unternehmen dürfte überhaupt nicht nennenswert unter den diskutierten Einflussfaktoren leiden. Auch ist das befürchtete Szenario eines intensivierten Handelskrieges zwischen den USA und China noch nicht Realität geworden. Es gibt noch Zuversicht, dass sich beide Parteien in den anstehenden Verhandlungsrunden annähern können. Schließlich konnten wir in der Vergangenheit oft genug beobachten, dass Präsident Trump gerne zunächst extreme Verhandlungspositionen einnimmt, letztlich aber auf einen „Deal“ aus ist. Außerdem ist bekannt, dass er seine Popularität gerne an steigenden…

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