DAX

Börsenjahr 2019: Bester Auftakt seit knapp 30 Jahren

Vielen Anlegern steckt das enttäuschende Börsenjahr 2018 noch in den Knochen. In der getrübten Stimmung wird schnell übersehen, dass die Märkte aktuell den besten Jahresauftakt seit fast drei Jahrzehnten hinlegen. 2019 hat an den internationalen Aktienmärkten eine Erholung eingesetzt. Der S&P 500 hat seit Jahresbeginn 8% gewonnen – der beste Börsenstart seit 1991. Auch der DAX hat 7% zugelegt. Der deutsche Leitindex wäre noch viel besser gestartet, hätten ihn die Vorwürfe rund um Wirecard sowie enttäuschende Ausblicke bei Henkel und thyssenkrupp nicht belastet. Insgesamt haben Anleger im Jahresverlauf recht beherzt bei den Verlierern des Vorjahres zugegriffen. Die wichtigen Autotitel im DAX haben hingegen eine „marktneutrale“ Entwicklung gezeigt, sie waren also nur genauso gut wie der Index. Für uns ist der aktuelle Kursaufschwung vor allem eine unmittelbare Reaktion auf den sehr starken Kurseinbruch im vergangenen Jahr, der im Dezember nahezu ungebremst verlief. So ein deutliches Kursminus wie 2018 (DAX: minus 18%,…

Bester Jahresstart seit 30 Jahren

2018 war zweifelsfrei eines der schlechtesten Börsenjahre seit Langem. Die pessimistische Stimmung und Enttäuschung über die Märkte hält bei vielen Investoren immer noch an. In dieser Lethargie haben viele verpasst, dass wir an den Märkten den besten Jahresauftakt seit 30 Jahren erleben. Der S&P 500 hat seit dem 1. Januar 6,9% gewonnen – bester Start seit 1989. Zum Vergleich: Im Durchschnitt beträgt das Monatsplus im Januar nur 0,9%. Auch der DAX hat einen sehr starken Januar gezeigt und ebenfalls 6,9% zugelegt. Diese Performance wurde innerhalb der letzten 30 Jahre lediglich von der Erholungsbewegung im Jahr 2012 und vom Kursfeuerwerk rund um den Beginn des EZB-Anleihekaufprogramms 2015 übertroffen. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, das schwache Jahr 2018 hinter sich zu lassen und objektiv in die Zukunft zu blicken. Unser DZ BANK-Börsenbarometer zeigt, dass sich der extreme Pessimismus vom Jahresende löst. Die Berichtssaison zum Schlussquartal liefert ein solides Zahlenwerk und…

ifo-Umfrage: Deutsche Unternehmen verlieren Zuversicht

Über alle Branchen hat sich zu Jahresbeginn die Stimmung in der deutschen Wirtschaft merklich verschlechtert. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Januar auf den tiefsten Stand seit fast drei Jahren gesunken. Besonders gebeutelt hat es die Geschäftserwartungen der Unternehmen, die regelrecht abgestürzt sind. Zuletzt äußerten sich die befragten Manager im Jahr 2012 ähnlich skeptisch in Bezug auf den weiteren Ausblick. Die Unternehmen verlieren offenbar allmählich das Vertrauen, dass sich die politischen Probleme, die zunehmend auf der Konjunktur lasten, in absehbarer Zeit lösen lassen. Besonders betroffen zeigt sich abermals die Industrie, die zunehmend unter den Folgen des Handelskonflikts zwischen den USA und China leidet. Die Gefahr eines harten Brexit ist zuletzt ebenfalls erheblich gestiegen. Aber auch in den mehr binnenwirtschaftlich orientierten Branchen mehren sich nun die Anzeichen für einen Abschwung. Nach diesen enttäuschenden Zahlen wird eine durchgreifende Erholung der Konjunktur im ersten Quartal, wie sie in vielen Prognosen unterstellt ist, zunehmend unwahrscheinlich. Der…

Dividendenrenditen so attraktiv wie selten zuvor

Die Aktienkurse verzeichneten in den letzten Monaten weitaus stärkere Rückgänge als die erwarteten Dividendenzahlungen. Folglich sind die Dividendenrenditen erheblich angestiegen. DAX und Euro Stoxx 50 versprechen 3,7% beziehungsweise 4,3%, was deutlich über den historischen Werten liegt. Gleichzeitig sind die Renditen am Anleihemarkt in den letzten Monaten stark gefallen. Der Renditeaufschlag der DAX-Dividenden gegenüber zehnjährigen deutschen Staatsanleihen hat dadurch einen neuen Rekordwert erreicht und beträgt satte 3,1 Prozentpunkte. Dividenden sind also attraktiv – sowohl absolut als auch relativ. Insgesamt sind die Aktienmärkte versöhnlich in das neue Jahr gestartet und liegen deutlich im Plus. An der Gemengelage hat sich allerdings nichts geändert: Die politischen Unsicherheiten sind weiterhin in Vielzahl und Größe vorhanden. Lediglich wagt der Markt – nachdem sich unser Börsenbarometer zum Jahresende tief in den negativen Bereich gebohrt hatte – nun auch wieder einen Blick auf positive Nachrichten. Wem die hohe Volatilität an den Märkten ungeheuerlich ist, wer nicht jeden Tag…

Längere Rezession könnte DAX unter 8.000 Punkte drücken

Seit 1973 gab es in Deutschland fünf volkswirtschaftliche Rezessionen: 1974/75, 1981/82, 1992/93, 2002/03 und 2008/09. Wir haben uns angeschaut, wie stark die Unternehmensgewinne der DAX-Gesellschaften während dieser Rezessionsphasen fielen und wie stark die Kurse unter Druck kamen. Daraus kann grob geschlossen werden, inwieweit heute eine Rezession am Aktienmarkt nach einem Kursverlust des DAX von in der Spitze 25% zwischen Januar und Dezember 2018 eingepreist ist. Grob deshalb, weil sich die Struktur der deutschen Volkswirtschaft seit den Siebzigerjahren kontinuierlich geändert hat. Auch die Zusammensetzung des DAX hat sich stetig gewandelt. Heute ist das Exportgeschäft der DAX-Gesellschaften deutlich wichtiger als noch vor Jahrzehnten. Knapp 70% der Umsatzerlöse der 30 größten deutschen Unternehmen werden im Exportgeschäft erzielt – wesentlich mehr als noch vor zehn oder 20 Jahren. Gleichzeitig wird deutlich mehr importiert, das heißt, der Offenheitsgrad der DAX-Gesellschaften ist größer geworden, so dass die Konjunkturentwicklung allein in Deutschland eine untergeordnete Rolle spielt. Insgesamt…

Wer schlägt den DAX?

Die Vorzugsaktien der Sartorius AG konnten seit 2009 zehnmal hintereinander die Kursentwicklung des Leitindex DAX übertreffen. Sartorius ist ein Pharma- und Laborzulieferer mit Sitz in Göttingen und einer Börsenkapitalisierung von 8,3 Mrd. Euro. Vor zehn Jahren lag die Marktkapitalisierung des 1870 gegründeten Unternehmens noch bei 258 Mio. Euro. Weitere 18 Aktien konnten den DAX immerhin in neun von zehn Jahren schlagen. Dazu gehörten mit Adidas und Henkel zwei DAX-Konzerne, der Rest des Feldes rekrutiert sich aus dem Bereich der mittelgroßen Unternehmen. Die kleinsten Gesellschaften in der aktuellen Rangliste waren Orbis (46 Mio. Euro), USU Software (179 Mio. Euro) und Atoss Software (314 Mio. Euro). Die von Bloomberg ausgewiesenen Dividendenzahlungen wurden in unserer Auswertung berücksichtigt.  

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