DAX

Wer schlägt den DAX?

Die Vorzugsaktien der Sartorius AG konnten seit 2009 zehnmal hintereinander die Kursentwicklung des Leitindex DAX übertreffen. Sartorius ist ein Pharma- und Laborzulieferer mit Sitz in Göttingen und einer Börsenkapitalisierung von 8,3 Mrd. Euro. Vor zehn Jahren lag die Marktkapitalisierung des 1870 gegründeten Unternehmens noch bei 258 Mio. Euro. Weitere 18 Aktien konnten den DAX immerhin in neun von zehn Jahren schlagen. Dazu gehörten mit Adidas und Henkel zwei DAX-Konzerne, der Rest des Feldes rekrutiert sich aus dem Bereich der mittelgroßen Unternehmen. Die kleinsten Gesellschaften in der aktuellen Rangliste waren Orbis (46 Mio. Euro), USU Software (179 Mio. Euro) und Atoss Software (314 Mio. Euro). Die von Bloomberg ausgewiesenen Dividendenzahlungen wurden in unserer Auswertung berücksichtigt.  

Dem DAX droht ein Jahresminus – wann gab es das zuletzt?

Bis Silvester sind es noch 69 Tage. Davon werden an 46 Tagen Aktien an der Börse gehandelt. Schafft es der DAX bis dahin, die bis dato aufgelaufenen Kursverluste von elf Prozent zu egalisieren? Oder droht erstmalig seit vielen Jahren wieder ein Minus? Wenngleich die Beantwortung diese Frage unerheblich ist für Anleger, die sich langfristig am Aktienmarkt engagieren, so lohnt doch ein Blick in die Vergangenheit. Denn auszuschließen ist ein negativer Jahresabschluss nicht. Seit Auflage des Index im Jahr 1988 legte der DAX (inklusive Dividenden) 8,2% pro Jahr zu. Dabei schloss der deutsche Leitindex in lediglich acht Jahren mit einer negativen Kursentwicklung ab. In den übrigen 22 Jahren stand zum Jahresende ein Kursplus zu Buche. Die beiden Jahresabschlüsse, die für den deutschen Leitindex in der jüngeren Vergangenheit negativ ausfielen, waren die Jahre 2008 und 2011. Zuvor waren es die Jahre 2000, 2001 und 2002, in denen die Kurse teils heftig rappelten….

Warum sich der DAX 2019 wieder erholen wird

Weil die Gewinnentwicklung 2018 vielfach von Sondereffekten bei den DAX-Unternehmen geprägt war, gehen wir davon aus, dass sich die Gewinnlage 2019 wieder verbessert. Die aktuellen Analystenschätzungen, die für 2019 im DAX einen Gewinnanstieg von (wiederholt) zehn Prozent fortschreiben, dürften jedoch erneut zu optimistisch geschätzt sein. Eine Größenordnung um fünf Prozent Gewinnanstieg im DAX erscheint realistischer, auch für den Euro Stoxx 50. Zwar gehen wir davon aus, dass es nicht zu einer Eskalation bei den Verhandlungen rund um den Brexit und Italien kommen wird, jedoch dürfte das teils unstete konjunkturelle und politische Umfeld, welches schon 2018 prägend war (u.a. Wachstumsabschwächung in Europa und Störungen im Welthandel) uns auch noch zu Beginn des Jahres 2019 erhalten bleiben. Für die Aktienmärkte bleiben wir mit Blick auf 2019 positiv gestimmt, zum einen weil wichtige Eckvariablen wie eine gut laufende Konjunktur (u.a. Rückenwind aus den USA) und eine günstige Aktienmarktbewertung weiterhin wirken und zum anderen,…

Warum läuft der DAX 2018 so schlecht?

Der DAX hat in diesem Jahr elf Prozent eingebüßt, der S&P 500 hingegen fünf Prozent zugelegt. Eine ähnlich hohe Kursdiskrepanz zwischen den Aktienleitindizes in Deutschland und den USA war zuletzt in den Jahren 2002 und 2011 zu beobachten. Die schlechtere Kursentwicklung in diesem Jahr ist allerdings nicht nur beim DAX zu beobachten, sondern auch allen anderen großen europäischen Aktienindizes. Die Spannweite der Kursverluste reicht von minus fünf Prozent (Frankreich) bis minus zwölf Prozent (Italien). Auch in China und den Emerging Marktes haben die Kurse in diesem Jahr deutlich an Boden verloren. Andersherum formuliert: Nur die US-Aktienindizes notieren 2018 im grünen Bereich. Die Begründung für die gute Entwicklung an den US-Märkten haben wir an dieser Stelle mehrfach vorgestellt. Diese lautet (in Kurzform): Eine gute Branchenkonjunktur in den US-Schlüsselsektoren Technologie, Banken und Erdöl treibt die Gewinne. Zusätzlich wurde der breite US-Markt in diesem Jahr durch die Steuersenkungen der Trump-Administration angeschoben, was den…

Aktien nach Kursrutsch attraktiv

Der US-Aktienmarkt hatte sich im bisherigen Jahresverlauf erheblich vom „Rest der Welt“ abgekoppelt. Während verschiedene größere Aktienmärkte wie Deutschland, Südkorea und China seitwärts oder sogar deutlich negativ tendierten, profitierten US-Aktien von mehrheitlich auf die USA begrenzten Impulsen. Die Gewinner können innerhalb der USA sogar noch stärker auf einige wenige Technologieaktien eingegrenzt werden. Die nun beobachtbare Korrektur geht folgerichtig auch in erster Linie von diesen Technologieaktien aus, macht aber weder vor Aktien anderer Branchen noch anderer Länder halt. Grundsätzlich war diese Korrektur erwartet worden und höhere Volatilität an den Märkten ist nach unserem Dafürhalten für die letzte Phase eines Aktienmarktzyklus auch nichts Ungewöhnliches. Zusätzlich ist die Zahl der Krisen in den letzten Monaten gestiegen. Insbesondere der wachsende Protektionismus hat das Potenzial, den Wachstumszyklus nachhaltig zu schwächen. Die laufende Korrekturbewegung hat den DAX binnen einer Woche um rund sieben Prozent nachgeben lassen, Technologieaktien in den USA (Nasdaq 100) verloren sogar rund zehn…

Vom Aschenputtel zum Highflyer – TecDAX mit höchstem Stand seit 2000

„Pleiten, Pech und Pannen“ – anders kann man die ersten Jahre des 1997 aufgelegten Aktienindex „Nemax 50″ kaum bezeichnen. Dabei hatte die Deutsche Börse in der Hochphase des Neuen Marktes mit der Umstellung der Indexwelt, weg vom damals angestaubten Ruf des DAX, eigentlich ambitionierte Ziele. Als Blaupause für die „Nemax“-Welt diente der Börse das amerikanische „Nasdaq“-Segment, eine äußerst erfolgreiche Sammelstelle für Zukunftswerte aus den Bereichen Technologie, Telekommunikation und Biotechnologie. Von den zahlreichen Anlaufschwierigkeiten, zu denen neben einiger harmloser Scharmützel auch Kursmanipulationen, Betrügereien und Pleiten gehörten, hat sich der 2003 zum „TecDAX“ umfirmierte Index weitestgehend erholt. Wenngleich viele Marktteilnehmer, die schon länger an der Börse dabei sind, immer noch ein negativ angehauchtes Bild vom TecDAX haben (erinnert sei an dieser Stelle an die Bezeichnung „Solar-DAX“, als direkte Folge der umfangreichen Photovoltaik-Subventionen in Deutschland), ist es nicht länger fair, dem Technologieindex ein negatives Image zu geben. Kaum eine der im TecDAX gelisteten…

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