DAX

ifo-Umfrage: Deutsche Unternehmen verlieren Zuversicht

Über alle Branchen hat sich zu Jahresbeginn die Stimmung in der deutschen Wirtschaft merklich verschlechtert. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Januar auf den tiefsten Stand seit fast drei Jahren gesunken. Besonders gebeutelt hat es die Geschäftserwartungen der Unternehmen, die regelrecht abgestürzt sind. Zuletzt äußerten sich die befragten Manager im Jahr 2012 ähnlich skeptisch in Bezug auf den weiteren Ausblick. Die Unternehmen verlieren offenbar allmählich das Vertrauen, dass sich die politischen Probleme, die zunehmend auf der Konjunktur lasten, in absehbarer Zeit lösen lassen. Besonders betroffen zeigt sich abermals die Industrie, die zunehmend unter den Folgen des Handelskonflikts zwischen den USA und China leidet. Die Gefahr eines harten Brexit ist zuletzt ebenfalls erheblich gestiegen. Aber auch in den mehr binnenwirtschaftlich orientierten Branchen mehren sich nun die Anzeichen für einen Abschwung. Nach diesen enttäuschenden Zahlen wird eine durchgreifende Erholung der Konjunktur im ersten Quartal, wie sie in vielen Prognosen unterstellt ist, zunehmend unwahrscheinlich. Der…

Dividendenrenditen so attraktiv wie selten zuvor

Die Aktienkurse verzeichneten in den letzten Monaten weitaus stärkere Rückgänge als die erwarteten Dividendenzahlungen. Folglich sind die Dividendenrenditen erheblich angestiegen. DAX und Euro Stoxx 50 versprechen 3,7% beziehungsweise 4,3%, was deutlich über den historischen Werten liegt. Gleichzeitig sind die Renditen am Anleihemarkt in den letzten Monaten stark gefallen. Der Renditeaufschlag der DAX-Dividenden gegenüber zehnjährigen deutschen Staatsanleihen hat dadurch einen neuen Rekordwert erreicht und beträgt satte 3,1 Prozentpunkte. Dividenden sind also attraktiv – sowohl absolut als auch relativ. Insgesamt sind die Aktienmärkte versöhnlich in das neue Jahr gestartet und liegen deutlich im Plus. An der Gemengelage hat sich allerdings nichts geändert: Die politischen Unsicherheiten sind weiterhin in Vielzahl und Größe vorhanden. Lediglich wagt der Markt – nachdem sich unser Börsenbarometer zum Jahresende tief in den negativen Bereich gebohrt hatte – nun auch wieder einen Blick auf positive Nachrichten. Wem die hohe Volatilität an den Märkten ungeheuerlich ist, wer nicht jeden Tag…

Längere Rezession könnte DAX unter 8.000 Punkte drücken

Seit 1973 gab es in Deutschland fünf volkswirtschaftliche Rezessionen: 1974/75, 1981/82, 1992/93, 2002/03 und 2008/09. Wir haben uns angeschaut, wie stark die Unternehmensgewinne der DAX-Gesellschaften während dieser Rezessionsphasen fielen und wie stark die Kurse unter Druck kamen. Daraus kann grob geschlossen werden, inwieweit heute eine Rezession am Aktienmarkt nach einem Kursverlust des DAX von in der Spitze 25% zwischen Januar und Dezember 2018 eingepreist ist. Grob deshalb, weil sich die Struktur der deutschen Volkswirtschaft seit den Siebzigerjahren kontinuierlich geändert hat. Auch die Zusammensetzung des DAX hat sich stetig gewandelt. Heute ist das Exportgeschäft der DAX-Gesellschaften deutlich wichtiger als noch vor Jahrzehnten. Knapp 70% der Umsatzerlöse der 30 größten deutschen Unternehmen werden im Exportgeschäft erzielt – wesentlich mehr als noch vor zehn oder 20 Jahren. Gleichzeitig wird deutlich mehr importiert, das heißt, der Offenheitsgrad der DAX-Gesellschaften ist größer geworden, so dass die Konjunkturentwicklung allein in Deutschland eine untergeordnete Rolle spielt. Insgesamt…

Wer schlägt den DAX?

Die Vorzugsaktien der Sartorius AG konnten seit 2009 zehnmal hintereinander die Kursentwicklung des Leitindex DAX übertreffen. Sartorius ist ein Pharma- und Laborzulieferer mit Sitz in Göttingen und einer Börsenkapitalisierung von 8,3 Mrd. Euro. Vor zehn Jahren lag die Marktkapitalisierung des 1870 gegründeten Unternehmens noch bei 258 Mio. Euro. Weitere 18 Aktien konnten den DAX immerhin in neun von zehn Jahren schlagen. Dazu gehörten mit Adidas und Henkel zwei DAX-Konzerne, der Rest des Feldes rekrutiert sich aus dem Bereich der mittelgroßen Unternehmen. Die kleinsten Gesellschaften in der aktuellen Rangliste waren Orbis (46 Mio. Euro), USU Software (179 Mio. Euro) und Atoss Software (314 Mio. Euro). Die von Bloomberg ausgewiesenen Dividendenzahlungen wurden in unserer Auswertung berücksichtigt.  

Dem DAX droht ein Jahresminus – wann gab es das zuletzt?

Bis Silvester sind es noch 69 Tage. Davon werden an 46 Tagen Aktien an der Börse gehandelt. Schafft es der DAX bis dahin, die bis dato aufgelaufenen Kursverluste von elf Prozent zu egalisieren? Oder droht erstmalig seit vielen Jahren wieder ein Minus? Wenngleich die Beantwortung diese Frage unerheblich ist für Anleger, die sich langfristig am Aktienmarkt engagieren, so lohnt doch ein Blick in die Vergangenheit. Denn auszuschließen ist ein negativer Jahresabschluss nicht. Seit Auflage des Index im Jahr 1988 legte der DAX (inklusive Dividenden) 8,2% pro Jahr zu. Dabei schloss der deutsche Leitindex in lediglich acht Jahren mit einer negativen Kursentwicklung ab. In den übrigen 22 Jahren stand zum Jahresende ein Kursplus zu Buche. Die beiden Jahresabschlüsse, die für den deutschen Leitindex in der jüngeren Vergangenheit negativ ausfielen, waren die Jahre 2008 und 2011. Zuvor waren es die Jahre 2000, 2001 und 2002, in denen die Kurse teils heftig rappelten….

Warum sich der DAX 2019 wieder erholen wird

Weil die Gewinnentwicklung 2018 vielfach von Sondereffekten bei den DAX-Unternehmen geprägt war, gehen wir davon aus, dass sich die Gewinnlage 2019 wieder verbessert. Die aktuellen Analystenschätzungen, die für 2019 im DAX einen Gewinnanstieg von (wiederholt) zehn Prozent fortschreiben, dürften jedoch erneut zu optimistisch geschätzt sein. Eine Größenordnung um fünf Prozent Gewinnanstieg im DAX erscheint realistischer, auch für den Euro Stoxx 50. Zwar gehen wir davon aus, dass es nicht zu einer Eskalation bei den Verhandlungen rund um den Brexit und Italien kommen wird, jedoch dürfte das teils unstete konjunkturelle und politische Umfeld, welches schon 2018 prägend war (u.a. Wachstumsabschwächung in Europa und Störungen im Welthandel) uns auch noch zu Beginn des Jahres 2019 erhalten bleiben. Für die Aktienmärkte bleiben wir mit Blick auf 2019 positiv gestimmt, zum einen weil wichtige Eckvariablen wie eine gut laufende Konjunktur (u.a. Rückenwind aus den USA) und eine günstige Aktienmarktbewertung weiterhin wirken und zum anderen,…

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