DAX

S&P 500: Gewinnsprung so stark wie zuletzt 2011 – und es wird noch viel besser

Mit dem Zahlenwerk von Großkonzernen wie JP Morgan und Wells Fargo hat die Berichtssaison der amerikanischen Unternehmen zu den Ergebnissen des 4. Quartals 2017 ihren Anfang genommen. In den kommenden Wochen wird sich der Ergebnisreigen zunächst in den USA fortsetzen, bevor dann auch die europäischen Konzerne berichten werden. Bereits ohne die jüngste Steuerform, die „Corporate America“ schon bald einen deutlichen Ergebnissprung liefern wird (vergleiche früheren Blogeintrag), ging es der Mehrzahl der US-Firmen im Abschlussquartal ohnehin schon sehr gut. Wir rechnen mit einem Gewinnanstieg der S&P 500 Unternehmen um fast 14% (Umsatzwachstum +10%). Zuletzt hatte es im 4. Quartal 2011 ein ähnlich hohes Gewinnwachstum gegeben. Treibende Kräfte für diese Entwicklung sind die deutlich anziehende Gewinne in den Branchen Energie/Erdöl (+134%), Grundstoffe (+29%), Technologie (+16%) und Versorger (+12%). In Anbetracht des 2018 deutlich angezogenen Ölpreis, vor allem aber auch dank der Steuerreform, rechnen wir damit, dass das Gewinnwachstum beim S&P 500 2018…

Euro im Höhenrausch – zu viel, zu früh!

Halb zog sie ihn, halb sank er hin“, so hieß es schon bei Goethe. Das lässt sich vortrefflich auch zur aktuellen EUR-USD-Bewegung sagen, die eine Mischung aus EZB-inspirierter Euro-Stärke und einer sich aus mehreren Quellen nährenden USD-Schwäche ist. Auffälligstes Symptom der gegenwärtigen Stimmungslage ist der Kursanstieg im EUR-USD-Kassakurs, der uns jüngst ein Drei-Jahreshoch beschert hat. Doch auch andere Kennziffern sprechen Bände: Die spekulative Marktpositionierung zeigt einen Anstieg des EUR-Long-Überhangs auf ein neues Rekordhoch. Auch die Risk Reversals am Optionsmarkt signalisieren, dass der Markt mehrheitlich auf eine weitere (leichte) Euro-Aufwertung setzt. Ganz ohne Frage: wir gönnen dem Euro seinen Erfolg und trauen ihm bis Ende 2018 auch noch Einiges zu. Dennoch halten wir die aktuelle Bewegung für „zu viel, zu früh“. Mindestens zwei Ereignisrisiken könnten dem Euro schon in Kürze einen bösen Kater Rausch bescheren: ein nicht gänzlich auszuschließender Rückschlag bei den deutschen Regierungsverhandlungen (z.B. ein GroKo-Nein beim SPD-Parteitag) oder ein…

Investmentstrategie – Warum Anleger lieber auf „Dogs of the DAX“ statt den Affen setzen sollten

Alle Jahre wieder, spätestens im Januar, stellt sich die Frage, wie das Depot für das kommende Jahr aufstellt werden soll. Wer nicht die Zeit hat, die Geschäftsmodelle und Bilanzen von hunderten von Einzelunternehmen zu durchforsten und zu analysieren, kann mit einfachen Screenings eine Vorwahl treffen. Aber: Sollte man nun auf die günstigsten Aktien oder auf die teuersten setzen – oder sind Momentum-Ansätze, basierend auf historischen Kursveränderungen, besser als kennzahlenbasierte Modelle? Auch bei Screenings lässt die Vielzahl an Investmentansätzen den normalen Investor schnell den Überblick verlieren. Zudem erscheinen verschiedene Modelle auf den ersten Blick interessant und erfolgsversprechend, jedoch sind häufig keine aussagekräftigen Ergebnisse zum historischen Erfolg verfügbar. Oder ist alles gar nur Zufall und man könnte mit der „Monkey-Strategie“, also dem Affen, der zufällig zehn Aktien auswählt, genauso viel verdienen? Wir haben verschiedene Investmentansätze auf ihren Erfolg in den vergangenen 15 Jahren getestet und präsentieren die aktuelle Auswahl für 2018. Dafür…

Dividendenrekord: Aktionären deutscher Unternehmen winken 46 Mrd. Euro

Die deutschen Unternehmen werden in diesem Jahr dank der guten Konjunktur Rekorddividenden an die Aktionäre ausschütten. Nach unseren ersten Hochrechnungen dürften Aktionären der HDAX-Unternehmen (dieser Index setzt sich zusammen aus den Unternehmen des DAX, MDAX und TecDAX) knapp 46 Mrd. Euro zufließen. Dies ist eine Steigerung von acht Prozent oder knapp vier Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr. Verglichen mit dem Krisenjahr 2009 haben die deutschen Unternehmen damit ihre Dividendenzahlungen mehr als verdoppelt. Die Dividendenrendite, also die Relation zwischen Dividendenausschüttung und Kurs, ist generell unverändert attraktiv (DAX 2,4%). Zudem erwarten wir noch höhere Dividendenausschüttungen in den Folgejahren. Der Großteil der Dividendenausschüttungen an die Aktionäre erfolgt zwischen April und Juni, so dass Anleger sich dem Thema durchaus noch nähern können. Anleger sollten jedoch keinesfalls blind auf „Dividendenstars“ setzen. Dieser Ansatz greift zu kurz und mündet nicht selten in unschöne Entwicklungen – aktuell bietet beispielsweise das unter Betrugsverdacht stehende Unternehmen Steinhoff die höchste…

Dividendenrenditen am Aktienmarkt nach Kursrutsch umso attraktiver

  Die EZB hatte Ende Oktober das Anleihekaufprogramm um neun Monate verlängert und das Volumen um 270 Mrd. Euro ausgeweitet. Das Ende der ultraexpansiven Phase hat sich damit weiter nach hinten verlagert, die Zeiten niedriger Zinsen und eines anhaltendenden Anlagenotstands werden andauern. Dass die Investorenwelt händeringend Rendite sucht, ist nicht nur an den Bewertungen am Aktienmarkt abzulesen, die immer weiter ansteigen. Auch bei Hochzinsanleihen fallen die Renditen immer weiter, und im Kehrwert steigt die Bewertung höher und höher. Die Alternativen zu Aktien, besonders unter Berücksichtigung des Chancen/Risiko-Verhältnisses fallen damit immer geringer aus. Da die Aktienkurse zuletzt etwas korrigiert haben, sind die erwarteten Dividendenrenditen gestiegen. Auf Sicht der nächsten 12 Monate erwarten wir im DAX eine Dividendenrendite von 3,1%, was leicht unter dem Durchschnitt seit 2002 liegt. Beim Euro Stoxx 50 sind jedoch noch 3,5% zu erwarten. Relativ zu Anleihen, die nur knapp über 0% rentieren, bleiben Dividendentitel somit attraktiv. Unsere…

1 4 5 6