Deutschland

Robuste Konjunktur steigert die Kreditnachfrage

Neben der wieder gestärkten wirtschaftlichen Entwicklung sorgen die Kreditmärkte für einen guten Ausblick in das weitere Jahr. Angetrieben von den Wohnungsbauinvestitionen wachsen die Kredite der privaten Haushalte so stark wie seit 2003 nicht mehr. Auch die Unternehmenskreditbestände sind im ersten Quartal im Vorjahres- und im Vorquartalsvergleich leicht gestiegen. Darüber hinaus rechnen die Banken mit einer weiter steigenden Nachfrage nach Unternehmenskrediten. Gleichzeitig beabsichtigen sie eine leichte Lockerung der Kreditvergaberichtlinien.

Deutsche Unternehmen spüren die Belastungen

Die Schuldenkrise und die zunehmende Unsicherheit über die weitere Entwicklung schlagen auch bei den deutschen Unternehmen zunehmend auf die Stimmung. Die heute veröffentlichten neuen Daten zum ifo-Geschäftsklimaindex sowie die Umfragen unter den Einkaufsmanagern in Deutschland zeigen, dass die aktuelle Geschäftslage nicht mehr ganz so positiv eingeschätzt wird wie noch vor einigen Monaten und dass auch die Erwartungen für die kommenden Monate wieder etwas ungünstiger ausfallen als zuletzt. Gleichwohl zeigen vor allem die Ergebnisse der ifo-Umfrage, dass das Geschäftsklima in Deutschland immer noch überwiegend positiv ist; die Umfrageergebnisse bewegen sich weiterhin deutlich oberhalb ihres langfristigen Durchschnittswertes. Angesichts der Belastungen, die vor allem für die Exportindustrie mit der Schuldenkrise und der Rezession in Südeuropa verbunden sind, kommt die Stimmungseintrübung nicht wirklich überraschend. Gleichzeitig können sich die Unternehmen aber auch auf eine stabile Binnennachfrage in Deutschland stützen. Das macht auch die Umfrage unter den Einkaufsmanagern deutlich, die im Dienstleistungsbereich, der wesentlich stärker auf…

Deutsche Wirtschaft trotzt der Schuldenkrise

Die deutsche Wirtschaft hat nach dem Minus im Vorquartal zu Jahresbeginn 2012 den negativen Auswirkungen der europäischen Schuldenkrise getrotzt und kräftig zugelegt. Sie ist also nicht – wie von vielen Beobachtern befürchtet – in die Rezession gestürzt. Die heute für das erste Vierteljahr gemeldete Wachstumsrate von 0,5% im Vergleich zum Vorquartal liegt sogar noch höher als in unserer (ohnehin recht optimistischen) Prognose erwartet. Vor allem das gute Exportgeschäft und die kauffreudigen Verbraucher haben die deutsche Konjunktur zu Jahresbeginn angetrieben. Die Daten aus der Industrie zeigen, dass der Rückgang der Ausfuhren in die kriselnden Euro-Länder durch kräftige Zuwächse bei den Exporten in außer-europäische Märkte mehr als ausgeglichen worden sind. Der Fokus der Unternehmen auf asiatische, aber auch amerikanische Kunden hat sich also ausgezahlt. Beim deutschen Konsum macht sich die günstige Beschäftigungslage ebenso positiv bemerkbar wie die guten Einkommensperspektiven und die gestiegene Anschaffungsbereitschaft der Verbraucher. Für den weiteren Jahresverlauf erwarten wir eine…

Gute Laune im Mittelstand

Trotz der europäischen Schuldenkrise und der eher verhaltenen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland in den vergangenen Monaten bewerten die mittelständischen Unternehmen ihre aktuelle Lage so gut wie noch nie in den letzten 16 Jahren. Dies zeigt die Frühjahrs-Mittelstandsumfrage der DZ BANK unter 1.500 mittelständischen Unternehmen in Deutschland. In dieser bewerteten rund 87 Prozent der Befragten ihre aktuelle Geschäftslage gut oder sehr gut. Zudem schätzt der deutsche Mittelstand auch seine Aussichten deutlich besser ein als bei der vorangegangen Umfrage im Herbst vergangenen Jahres.

Lohn-Preis-Spirale in Deutschland?

Die deutsche Wirtschaft schneidet derzeit im internationalen Vergleich – und besonders innerhalb des Euro-Raums – konjunkturell sehr gut ab. Deutschland führt die Rangliste beim Wirtschaftswachstum an, die Arbeitslosigkeit gehört im EWU-Vergleich zu den niedrigsten. Daraus ergibt sich tendenziell auch ein relativ hoher Preisdruck, denn es gilt: Je stärker die Produktionskapazitäten ausgelastet sind, desto stärker ist in der Regel auch der durch Lohn- und andere Kostensteigerungen ausgelöste Inflationsdruck. Die Daten im Euro-Raum zeigen es derzeit auch: Die Länder mit den höchsten Arbeitslosenquoten weisen aktuell auch die niedrigsten Teuerungsraten auf. Dagegen ist die Inflationsrate in Ländern mit noch recht positiver Arbeitsmarktlage relativ hoch. Das Auseinanderklaffen der wirtschaftlichen Entwicklung in den einzelnen EWU-Ländern mit einer noch recht guten Konjunktur in Ländern wie Deutschland und den Ländern der südlichen Peripherie stellt die Geldpolitik der EZB aber vor immense Probleme. Die EZB wird in den kommenden Jahren auf die deutschen Bedürfnisse und die sich hierzulande…

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