Deutschland

Einkaufsmanager-Indizes im Euro-Raum: Leichte Stimmungsaufhellung

Die Aussicht auf eine konjunkturelle Erholung im Euro-Raum hat im Mai leichten Auftrieb erhalten. Die Einschätzungen der Einkaufsmanager im Euro-Raum haben sich gegenüber April nach vorläufigen Angaben leicht verbessert. Der zusammenfassende „Composite-Index“ für den Euro-Raum stieg um 0,9 auf 47,7 Punkte, bewegt sich damit aber weiter im rezessiven Bereich unterhalb von 50 Indexpunkten. Die Schärfe des Rückgangs hat also in der privaten gewerblichen Wirtschaft etwas abgenommen. Die Stimmung in der Industrie und im Dienstleistungsbereich stieg gegenüber dem Vormonat leicht an. Beide Teilindizes verbleiben aber weiter unter der neutralen Marke von 50 Punkten.

Deutsche Konjunktur: März-Daten verbessert

Nachdem Umfragen zuletzt von einer Stimmungseintrübung berichtet haben, vermitteln die in dieser Woche veröffentlichten „harten“ Daten für den Monat März wieder ein etwas positiveres Bild. Die deutsche Industrie hat im März wieder deutlich mehr Aufträge verzeichnet als in den ersten beiden Monaten des Monaten des Jahres, und auch die Produktion hat im Vergleich zum Jahresanfang merklich zulegen können. Die heute gemeldeten Außenhandelsdaten lassen ebenfalls auf eine wirtschaftliche Belebung schließen.

Deutscher Mittelstand blickt optimistisch in die Zukunft

Die mittelständischen Unternehmen in Deutschland starten optimistisch in das Jahr 2013, obwohl sich die Euro-Schuldenkrise zuletzt aufgrund der Entwicklungen in Zypern wieder etwas verschärft hat. Die aktuellen Ergebnisse unserer DZ BANK Mittelstandsumfrage signalisieren für das Frühjahr 2013 im Vergleich zum letzten Herbst sowohl eine leicht bessere Bewertung der aktuellen Lage als auch deutlich gestiegene Geschäftserwartungen der Unternehmen für die nächsten sechs Monate. Zudem planen die Mittelständler in den nächsten sechs Monaten wieder mehr zu investieren und ihr Personal leicht aufzubauen. Der DZ BANK Mittelstandsindikator steigt deutlich von 21,3 Punkten im Herbst auf aktuell 30,2 Punkte.

Ifo Geschäftsklima erneut schwächer

Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft in Deutschland hat sich im April zum zweiten Mal in Folge verschlechtert. Die Diskussionen angesichts der Ereignisse in Zypern und der schwierigen Regierungsbildung in Italien dürften auf die Stimmung der deutschen Unternehmen gedrückt haben. Der ifo Geschäftsklimaindex fiel von 106,7 Punkten auf 104,4 Zähler. Dabei bewerteten die Unternehmen sowohl ihre aktuelle Lage als auch ihre Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate merklich schwächer als noch im März. Die Geschäftserwartungen gingen um zwei Punkte auf 101,6 Zähler zurück. Die Einschätzung der aktuellen Lage fiel sogar um mehr als zwei Punkte auf 107,2 Zähler.

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