Deutschland

Deutsche Wirtschaft trotzt der Schuldenkrise

Die deutsche Wirtschaft hat nach dem Minus im Vorquartal zu Jahresbeginn 2012 den negativen Auswirkungen der europäischen Schuldenkrise getrotzt und kräftig zugelegt. Sie ist also nicht – wie von vielen Beobachtern befürchtet – in die Rezession gestürzt. Die heute für das erste Vierteljahr gemeldete Wachstumsrate von 0,5% im Vergleich zum Vorquartal liegt sogar noch höher als in unserer (ohnehin recht optimistischen) Prognose erwartet. Vor allem das gute Exportgeschäft und die kauffreudigen Verbraucher haben die deutsche Konjunktur zu Jahresbeginn angetrieben. Die Daten aus der Industrie zeigen, dass der Rückgang der Ausfuhren in die kriselnden Euro-Länder durch kräftige Zuwächse bei den Exporten in außer-europäische Märkte mehr als ausgeglichen worden sind. Der Fokus der Unternehmen auf asiatische, aber auch amerikanische Kunden hat sich also ausgezahlt. Beim deutschen Konsum macht sich die günstige Beschäftigungslage ebenso positiv bemerkbar wie die guten Einkommensperspektiven und die gestiegene Anschaffungsbereitschaft der Verbraucher. Für den weiteren Jahresverlauf erwarten wir eine…

Gute Laune im Mittelstand

Trotz der europäischen Schuldenkrise und der eher verhaltenen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland in den vergangenen Monaten bewerten die mittelständischen Unternehmen ihre aktuelle Lage so gut wie noch nie in den letzten 16 Jahren. Dies zeigt die Frühjahrs-Mittelstandsumfrage der DZ BANK unter 1.500 mittelständischen Unternehmen in Deutschland. In dieser bewerteten rund 87 Prozent der Befragten ihre aktuelle Geschäftslage gut oder sehr gut. Zudem schätzt der deutsche Mittelstand auch seine Aussichten deutlich besser ein als bei der vorangegangen Umfrage im Herbst vergangenen Jahres.

Lohn-Preis-Spirale in Deutschland?

Die deutsche Wirtschaft schneidet derzeit im internationalen Vergleich – und besonders innerhalb des Euro-Raums – konjunkturell sehr gut ab. Deutschland führt die Rangliste beim Wirtschaftswachstum an, die Arbeitslosigkeit gehört im EWU-Vergleich zu den niedrigsten. Daraus ergibt sich tendenziell auch ein relativ hoher Preisdruck, denn es gilt: Je stärker die Produktionskapazitäten ausgelastet sind, desto stärker ist in der Regel auch der durch Lohn- und andere Kostensteigerungen ausgelöste Inflationsdruck. Die Daten im Euro-Raum zeigen es derzeit auch: Die Länder mit den höchsten Arbeitslosenquoten weisen aktuell auch die niedrigsten Teuerungsraten auf. Dagegen ist die Inflationsrate in Ländern mit noch recht positiver Arbeitsmarktlage relativ hoch. Das Auseinanderklaffen der wirtschaftlichen Entwicklung in den einzelnen EWU-Ländern mit einer noch recht guten Konjunktur in Ländern wie Deutschland und den Ländern der südlichen Peripherie stellt die Geldpolitik der EZB aber vor immense Probleme. Die EZB wird in den kommenden Jahren auf die deutschen Bedürfnisse und die sich hierzulande…

Deutschland: der größte Gläubiger im Verrechnungssystem des europäischen Zentralbankenverbundes

Das Target2-System (Trans-European Automated Real-time Gross settlement Express Transfer System) dient zur Abwicklung von Zahlungsströmen, die innerhalb der Europäischen Währungsunion auftreten. Teilnehmer an diesem System sind sowohl Geschäfts- als auch Notenbanken. Die Target2-Salden bergen für Deutschland mittlerweile das Risiko von Lasten in dreistelliger Milliarden-Euro-Höhe.

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