Deutschland

Ifo Geschäftsklima erneut schwächer

Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft in Deutschland hat sich im April zum zweiten Mal in Folge verschlechtert. Die Diskussionen angesichts der Ereignisse in Zypern und der schwierigen Regierungsbildung in Italien dürften auf die Stimmung der deutschen Unternehmen gedrückt haben. Der ifo Geschäftsklimaindex fiel von 106,7 Punkten auf 104,4 Zähler. Dabei bewerteten die Unternehmen sowohl ihre aktuelle Lage als auch ihre Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate merklich schwächer als noch im März. Die Geschäftserwartungen gingen um zwei Punkte auf 101,6 Zähler zurück. Die Einschätzung der aktuellen Lage fiel sogar um mehr als zwei Punkte auf 107,2 Zähler.

Einkaufsmanager-Indizes im Euro-Raum: Deutschland drückt die Stimmung

Die Hoffnung auf die konjunkturelle Erholung im Euro-Raum hat im April einen Dämpfer erhalten. Die Einschätzungen der Einkaufsmanager im Euro-Raum haben sich im April nach vorläufigen Daten kaum verbessert. Der Composite-Index verharrt für die gesamte EWU mit 46,5 Punkte auf dem Niveau des Vormonats. Damit bewegt sich der Indikator weiter im rezessiven Bereich unterhalb von 50 Indexpunkten. Die Schwächephase in der privaten gewerblichen Wirtschaft dürfte sich also weiter fortsetzen und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Euro-Raum im ersten Quartal abermals gesunken sein. Auch für das zweite Quartal ist aus heutiger Sicht kaum mit einer Zunahme der gesamtwirtschaftlichen Produktion zu rechnen. Zu schleppend sind die Entwicklungen der Auftragslage und der Beschäftigungsaussichten nach der aktuellen Umfrage.

Deutsche Konjunktur ohne Schwung, aber kein Absturz

Nachdem Stimmungsindikatoren wie der ifo-Geschäftsklimaindex oder die Einkaufsmanagerbefragung zuletzt wieder etwas nachgegeben haben, fielen auch die „harten“ Konjunkturdaten für den Monat Februar eher etwas enttäuschend aus. Zwar sind die Auftragseingänge in der Industrie im Vergleich zum Januar saisonbereinigt um mehr als 2% gestiegen, doch war der Vormonat auch besonders schwach. Erfreulich ist, dass sich die Auftragslage im Inland deutlich verbessert darstellt. Besonders das Investitionsgütergewerbe erhielt wieder mehr Aufträge von heimischen Unternehmen, das lässt auf ein Anspringen der Investitionskonjunktur im weiteren Jahresverlauf hoffen. Dagegen sind die Bestellungen aus dem Ausland zuletzt etwas schwächer ausgefallen. Positiv immerhin, dass sich die Nachfrage aus dem krisengeschüttelten Euro-Raum allmählich zu stabilisieren scheint.

Einkaufsmanager-Indizes im Euro-Raum: Erholung lässt auf sich warten

Der konjunkturelle Erholungsprozess im Euro-Raum verläuft doch langsamer als es die Stimmungsaufhellung zum Jahresanfang 2013 noch erwarten ließ. Die Einschätzungen der EWU-Einkaufsmanager haben sich im März nach vorläufigen Daten wieder abgeschwächt. Der Composite-Index für den Euro-Raum ist gegenüber dem Vormonat nach vorläufigen Daten um 1,4 Punkte auf 46,5 Punkte zum zweiten Mal in Folge gesunken. Die Märzdaten markieren zudem den stärksten Rückgang seit vier Monaten. Damit bewegt sich der Indikator weiter im rezessiven Bereich unterhalb von 50 Indexpunkten, die Abschwungdynamik der wirtschaftlichen Aktivität in der privaten gewerblichen Wirtschaft hat wieder zugenommen.

Deutsche Konjunktur: Positiv, aber kein Überflieger

Nach den guten bis sehr guten Vorgaben durch Sentimentindikatoren wie den ifo-Geschäftssklimaindex oder auch die Einkaufsmanagerbefragung im verarbeitenden Gewerbe fielen die ersten „harten“ Daten aus dem Industriebereich für das Jahr 2013 etwas enttäuschend aus. So sind die Auftragseingänge in der Industrie im Januar saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 1,9% zurückgegangen. Im Monat zuvor hatten sie sich noch um 1,1% erhöht. Dabei sind die Bestellungen aus dem Inland zuletzt lediglich um 0,6, die aus dem Ausland jedoch um 3,0% gesunken. Einmal mehr spielte die schwache Nachfrage aus dem krisengeschüttelten Euro-Raum (-4,1% gg. Vormonat) die wichtigste Rolle.

Deutsche Unternehmen glauben an die Erholung

Der Optimismus im deutschen Unternehmenssektor hat im Februar weiter zugenommen. Das ergibt sich aus der aktuellen Umfrage des ifo-Instituts bei rund 7.000 Firmen aus der gewerblichen Wirtschaft. Demnach hat sich das Geschäftsklima im abgelaufenen Monat weiter verbessert, der Index ist von 104,3 auf 107,4  Punkte geklettert. Das viel beachtete Konjunkturbarometer ist damit zum vierten Mal in Folge angestiegen und steht nun wieder auf dem höchsten Wert seit April letzten Jahres.

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