Deutschland

Euro-Raum weiter in der Rezession – deutsche Wirtschaft erleidet merklichen Rückgang

Die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum ist im vierten Quartal mit einem Minus von 0,6 Prozent erneut rückläufig gewesen. Mit dem dritten Rückgang in Folge gegenüber dem Vorquartal befindet sich die Gemeinschaft der Euroländer damit weiterhin in der Rezession. Selbst die deutsche Wirtschaft, die im abgelaufenen Jahr 2012 der Rezession im Euro-Raum noch widerstehen konnte, musste einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von 0,6 Prozent verzeichnen. Nach vorliegenden Daten ist in fast allen EWU-Mitgliedsländern das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gesunken. In Portugal und Spanien beschleunigte sich der Rückgang des BIP abermals, in Italien wurde sogar der stärkste Einbruch seit dem ersten Quartal 2009 verzeichnet. Portugal durchläuft eine lang anhaltende und schwere Rezession mit neun rückläufigen Quartalen in Folge , mit einem abermals ausgeprägten Minus von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Dies war der größte Rückgang auf Quartalsbasis unter allen Mitgliedsländern. Auch in Griechenland zeichnet sich noch keine Besserung ab. Gegenüber dem Vorjahresquartal (saisonbereinigte Quartalszahlen werden hier…

Politisches Störfeuer voraussichtlich nur temporär

Nachdem die Stimmung an den Rentenmärkten zu Jahresbeginn sehr positiv war, trübt sie sich nun leicht ein. Dabei wird deutlich, dass die ökonomischen Probleme der Peripheriestaaten weiterhin nicht gelöst sind. Gegenwärtig ist es aber vor allem die politische Diskussion, die Unsicherheiten ausgelöst hat. So kämpft der spanische Ministerpräsident mit einer Korruptionsaffäre, und in Italien verbessern sich die Meinungsumfragen für das Lager um Silvio Berlusconi. Sollte die Regierung Rajoy in Madrid an der Affäre zerbrechen oder sollte die Bildung einer neuen Regierung in Italien nur unter Berlusconis Beteiligung möglich sein, wären dies erhebliche Rückschritte bei der Bewältigung der europäischen Schuldenkrise. So weit ist es aber bisher nicht. Wir gehen davon aus, dass die Regierung Rajoy weiter fest im Sattel sitzt und dass die neue Regierung in Italien ohne Berlusconi gebildet wird. Bis zu den Wahlen am 24. und 25. Februar könnten die Märkte dennoch nervös tendieren.

Deutsche Exporte erreichen 2012 neuen Rekordwert

Die deutsche Wirtschaft hat 2012 trotz der europäischen Krise einen neuen Ausfuhrrekord erzielt. Insgesamt wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamts im letzten Jahr Waren im Wert von knapp 1,1 Billionen Euro exportiert, gut 3% mehr als im Vorjahr. Da die Einfuhren nur um 0,7% zulegten, ist auch der Exportüberschuss weiter angestiegen. Er erreichte mit 188 Mrd. Euro den zweithöchsten je erzielten Wert seit 1950.

Einkaufsmanager-Indizes im Euro-Raum: Licht und Schatten zum Jahresbeginn

Die Wirtschaft im Euro-Raum steckt zwar immer noch in der Rezession, zum Jahresanfang haben sich die Einschätzungen der Einkaufsmanager im Euro-Raum jedoch weiter verbessert. Im Januar ist der Composite-Index für den Euro-Raum gegenüber dem Vormonat nach vorläufigen Daten um 1,0 Punkte auf 48,2 Punkte gestiegen und befindet sich damit auf dem höchsten Stand seit 10 Monaten. Zwar bewegt sich der Indikator noch immer im rezessiven Bereich unterhalb von 50 Indexpunkten, die Abschwungdynamik der wirtschaftlichen Aktivität nimmt jedoch weiter ab.

Deutsche Konjunktur im Jahr 2012 mit nachlassendem Schwung

Die deutsche Wirtschaft hat 2012 der europäischen Krise getrotzt und im Jahresdurchschnitt um 0,7% zugelegt. Das geht aus ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hervor. Damit dürfte Deutschland im abgelaufenen Jahr immerhin das mit Abstand beste Ergebnis aller großen EWU-Länder erreicht haben. Allerdings hat der konjunkturelle Schwung im Jahresverlauf auch hierzulande deutlich nachgelassen. Während im ersten Halbjahr vor allem vom Außenhandel noch eine recht kräftige Dynamik ausging, war die zweite Hälfte des letzten Jahres von einem schwächeren internationalen Umfeld und einer nachlassenden Investitionsneigung bei den Unternehmen gekennzeichnet.

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