Deutschland

Abschwung im Euro-Raum dauert an

Die Wirtschaft im Euro-Raum steckt zwar weiterhin in der Rezession, zum Jahresende haben sich die Einschätzungen der Einkaufsmanager im Euro-Raum jedoch etwas verbessert. Im Dezember ist der Composite-Index für den Euro-Raum gegenüber dem Vormonat um 0,8 Punkte auf 47,3 Punkte gestiegen und befindet sich damit auf dem höchsten Stand seit neun Monaten. Zwar bewegt sich der Indikator noch immer im rezessiven Bereich unterhalb von 50 Indexpunkten, nähert sich dieser Grenze aber wieder an.

Deutschland 2012 wohl ohne Neuverschuldung

Obwohl die deutsche Wirtschaft sich seit der Jahresmitte merklich abschwächt wird der deutsche Staatshaushalt im Jahr 2012 wohl erstmals seit 2007 ohne neue Kredite auskommen. Das meldet das Bundesfinanzministerium in einer aktuellen Vorlage. Als überraschende Erfolgsnachricht kann der ausgeglichene Gesamthaushalt allerdings kaum gewertet werden. Zum einen war bereits seit einiger Zeit klar, dass die kräftigen Zuwächse bei den Steuereinnahmen im laufenden Jahr zu einem maßgeblichen Rückgang beim Staatsdefizit führen würden. Und zum anderen ist angesichts der konjunkturellen Abkühlung absehbar, dass sich die positive Einnahmeentwicklung nicht einfach ins kommende Jahr fortschreiben lässt. Zwischen Januar und Oktober sind die Einnahmen des deutschen Fiskus insgesamt um mehr als fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Da die staatlichen Ausgaben im laufenden Jahr wohl „nur“ um etwas mehr als ein Prozent ansteigen, verschwindet das Defizit des Staates, das im Jahr 2011 noch bei knapp 20 Mrd. Euro gelegen hat. Allerdings zeigen die aktuellen Daten…

Deutsche Konjunktur unter Druck

Die Wirtschaft in Deutschland durchlebt momentan die kritischste Phase seit dem Ende der globalen Finanzkrise im Jahr 2009. Die Belastungen, die von der Euro-Schuldenkrise ausgehen, werden im Winterhalbjahr 2012/2013 das Wirtschaftswachstum in Deutschland wohl gänzlich zum Erliegen bringen. Der positive Schwung vom Außenhandel, der im laufenden Jahr die Konjunktur noch maßgeblich beeinflusst hat, wird sich in den kommenden Quartalen sogar zu einem Bremseffekt umkehren. Und die Verunsicherung bei den Unternehmen, die sich auch in den negativen Stimmungsindikatoren ausdrückt, lässt diese bei ihren Investitionen in Maschinen und Ausrüstungen bis auf Weiteres sehr zurückhaltend sein.

Rezession im Euro-Raum dauert an – Einkaufsmanager pessimistisch

Die Wirtschaft im Euro-Raum verbleibt weiterhin in der Rezession. Die Umfragen unter den EWU-Einkaufsmanagern geben im Moment keinen Hinweis auf eine baldige konjunkturelle Verbesserung. Im November ist das Stimmungsbarometer für den Durchschnitt des Euro-Raums gegenüber dem Vormonat zwar um 0,1 Punkte auf 45,8 Punkte gestiegen, dennoch befindet sich dieser wichtige Indikator seit nunmehr fünfzehn Monaten – mit der Ausnahme des Januars 2012 – unter der „neutralen“ Schwelle von 50 Punkten. Während sich im verarbeitenden Gewerbe die Stimmung immerhin leicht besserte und sich mit 46,2 Indexpunkten auf einem 8-Monatshoch befindet, war bei den Dienstleistungsunternehmen das Geschäftsklima mit 45,7 Indexpunkten im November so schlecht wie seit 40 Monaten nicht mehr. Nach offiziellen Angaben sank das BIP im Euro-Raum im dritten Quartal um 0,1 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2012. Mit der Veröffentlichung der heutigen Umfragedaten zeigt sich, dass sich die Talfahrt der Wirtschaftsleistung im Euro-Raum weiter fortsetzen dürfte.

Schwaches Wachstum in Deutschland, Euro-Raum in der Rezession

Die Konjunktur in Deutschland hat sich im Sommer weiter abgeschwächt. Die deutsche Wirtschaft bleibt zwar – anders als in den meisten europäischen Nachbarländern – auch im dritten Quartal auf Wachstumskurs. Nach vorläufiger Berechnung wurde aber lediglich eine Wachstumsrate von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gemeldet (Q2: +0,3 Prozent). Dabei haben – wie schon im Frühjahr – vor allem die Kauffreude der Verbraucher und der immer noch gute Außenhandel zum per saldo leicht positiven Ergebnis im abgelaufenen Vierteljahr beigetragen. Die Exporte der deutschen Unternehmen stiegen auch im abgelaufenen Quartal stärker als die Importe. Mit Blick auf das Winterhalbjahr gehen wir jedoch von einer noch schwächeren Wirtschaftsdynamik in Deutschland aus.

Konjunktur in Deutschland vor schwachem Winterhalbjahr

Die in den letzten Tagen veröffentlichten Wirtschaftsdaten sprechen eine deutliche Sprache: Die deutsche Konjunktur wird zunehmend belastet durch die Krise in den anderen europäischen Ländern, vor allem die Industrie leidet unter der wegbrechenden Nachfrage. Zwar laufen die Geschäfte mit den außereuropäischen Kunden weiterhin sehr gut, doch kann das die Ausfälle im EWU-internen Handel nicht ganz kompensieren.

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