Deutschland

Wohnungsbau bleibt Stütze der Kreditnachfrage in Deutschland

Wie aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht, wurde im ersten Quartal des laufenden Jahres der Bau von 63.894 neuen Wohnungen in Deutschland genehmigt. Das sind beachtliche 15,3 Prozent mehr als in den ersten drei Monaten des letzten Jahres. Sicherlich war der milde Winter ein Anreiz für viele Bauherren, möglichst früh eine Baugenehmigung fürs neue Jahr zu erhalten. Trotzdem signalisiert der starke Anstieg, dass die Wohnungsbautätigkeit 2014 insgesamt weiter wachsen dürfte. In den zurückliegenden Monaten war der Wohnungsbau eine Stütze der Kreditnachfrage in Deutschland. Das Wachstum der Kredite an Unternehmen und private Haushalte wurde vor allem vom Wohnungsbau getragen. So stiegen die Kreditbestände von Ende März 2013 bis Ende März 2014 insgesamt um 0,3 Prozent. Dabei stand einem deutlichen Anstieg der Wohnungsbaukredite (+2,1 Prozent) ein rückläufiges Firmenkundenkreditgeschäft gegenüber. Die hohe Zahl an Baugenehmigungen deutet darauf hin, dass das Neugeschäft der Banken mit Wohnungsbaukrediten auch im weiteren Jahresverlauf solide wachsen dürfte….

Immobilienmarkt Deutschland – Wohnungspreise steigen im ersten Quartal kräftig

Die Preise für selbstgenutzte Häuser und Wohnungen sind im ersten Quartal wieder gestiegen. Der leichte Preisrückgang im Schlussquartal des Vorjahres ist damit mehr als ausgeglichen. Die in dieser Woche vom Verband deutscher Pfandbriefbanken vdp veröffentlichten Immobilienmarktdaten zeigen aber auch, dass die Preisdynamik für Wohneigentum insgesamt nachgelassen hat. Mit 2,4 Prozent fällt der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresquartal angesichts der durchweg guten Rahmenbedingungen eher schwach aus. Doch was ist die Ursache für das gedrosselte Tempo, das nicht so recht zu Minizinsen und den Warnungen vor Preisblasen passen mag? Als Bremse für den Markt erweisen sich vor allem Einfamilienhäuser, deren Preise gegenüber dem Vorjahresquartal um nicht einmal zwei Prozent zulegen konnten. Hier liegt der Preisindex sogar noch unter dem Wert des dritten Quartals 2013. Bei Eigentumswohnungen ist das Preisplus mit über vier Prozent dagegen mehr als doppelt so hoch ausgefallen. Noch kräftiger ziehen nach den Daten von BulwienGesa die Wohnungspreise in den Metropolen…

Was passiert, wenn die Ukraine-Krise weiter eskaliert?

Die Hoffnungen auf eine friedliche Lösung des Konfliktes in der Ukraine haben sich bislang leider nicht erfüllt. Im Gegenteil: Die Situation spitzt sich immer noch weiter zu und es gibt ständig neue Unruheherde. Die Vereinbarung von Genf hat keine Lösung gebracht. Nach wie vor besteht die Gefahr einer Eskalation. In einem solchen Fall würden wir hierzulande deutlich die Auswirkungen zu spüren bekommen. Mit welchen Einbrüchen müssten wir dann rechnen? Eine weitere Verschärfung der Lage und ein Eingreifen russischer Truppen ist ein durchaus realistisches Risikoszenario. Eine solche Entwicklung hätte dann erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen zur Folge – auch auf Deutschland und die EU-Länder. Denn in diesem Fall würden die westlichen Länder wichtige Wirtschaftssanktionen beschließen. Wir gehen davon aus, das dann die Exporte von Deutschland und den anderen EWU-Länder nach Russland im laufenden Jahr um rund 25% und im Jahr 2015 um rund 50% zurückgehen würden. Die russischen Gasexporte über das ukrainische Pipeline-Netz…

Allmählicher Abbau des „Geldanlagestaus“ in Sicht

Wie aus den aktuell von der Bundesbank veröffentlichten Zahlen hervorgeht, ist das Geldvermögen der Bundesbürger im Jahr 2013 um vier Prozent auf 5,2 Billionen Euro gestiegen. Damit liegt das Wachstum zwar über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Allerdings ist der Vermögensanstieg vor allem auf die anhaltend hohe Spartätigkeit zurückzuführen. An den kräftigen Kursgewinnen der Aktienmärkte partizipieren die Privatanleger kaum noch. Dabei setzten sich die Trends des vorletzten Jahres fort: Erneut flossen die Ersparnisse fast ausschließlich in Sichteinlagen und Versicherungen. Dagegen wurden Rentenpapiere weiter abgebaut und Aktienkurssteigerungen für Gewinnmitnahmen genutzt. Die Struktur des gesamten privaten Geldvermögens ist inzwischen stark von den Nachwirkungen der Finanzmarkt- und der Staatsschuldenkrise sowie der anhaltenden Niedrigzinsphase geprägt: Fast ein Viertel des Vermögens ist in täglich fälligen Geldern zwischengeparkt. Sicherheitsorientierte Anlageformen wie Einlagen und Versicherungen machen inzwischen über drei Viertel des Vermögens aus. Dagegen ist der Anteil von Aktien und Investmentfonds von ursprünglich knapp 25 Prozent…

Ifo-Umfrage: Deutsche Unternehmen vertrauen auf den Aufschwung

Das Geschäftsklima in Deutschland hat im April seinen Aufwärtstrend wieder aufgenommen und den Dämpfer vom Vormonat wettgemacht. Das zeigt die aktuelle ifo-Umfrage. Vor dem Hintergrund der andauernden Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklungen in der Ukraine war an den Finanzmärkten eigentlich mit einer leichten Verschlechterung des Klimaindikators gerechnet worden. Stattdessen vertrauen die Unternehmenslenker auf eine Fortsetzung des Konjunkturaufschwungs in Deutschland. Sie gehen aktuell offensichtlich nicht von nennenswerten negativen Auswirkungen der Ukraine-Krise auf ihre Geschäftstätigkeit aus. Die ifo-Umfrage bestätigt damit, dass sich die Konjunkturerholung in Deutschland auch nach dem sehr starken ersten Quartal fortsetzen wird und nicht mit einem Einknicken im weiteren Jahresverlauf 2014 gerechnet werden muss. Die gut gefüllten Auftragsbücher sorgen für Optimismus, vor allem auch im Exportgeschäft. Besonders im Verarbeitenden Gewerbe und im Großhandel sind die Unternehmen nochmals deutlich optimistischer gestimmt. Auch das Investitionsklima hat sich weiter verbessert. Risiken für die weitere Geschäftsentwicklung besonders bei den exportorientierten Unternehmen bestehen jedoch…

Einkaufsmanager im Euroraum: Optimismus in Deutschland, zögerliche Franzosen

Die vorläufigen Umfrageergebnisse unter den Einkaufsmanagern im Euroraum (PMI) sorgen für Überraschungen sowohl in positiver wie auch negativer Hinsicht. Die Einschätzungen für den konjunkturellen Ausblick in den beiden größten Volkswirtschaften für den Start in das zweite Quartal 2014 laufen im April wieder stärker auseinander. Während der zusammengefasste PMI für die Industrieproduktion und der Geschäftstätigkeit im Dienstleistungssektor – der sogenannte Composite Index Produktion – in Deutschland überraschend deutlich zulegte, sank Frankreichs PMI stärker als erwartet. Bedenken in Bezug auf die Turbulenzen rund um die Ukraine oder die Sorge vor einem anhaltend verhaltenen Wachstum in China zeigen sich damit für Deutschland bisher nicht. Das hat der wirtschaftlichen Aktivität im gesamten Euro-Raum zumindest kein weiteres Hindernis in den Weg gelegt. Der Composite PMI für die Eurozone konnte, trotz der entgegengesetzten Signale aus Deutschland und Frankreich, aktuell noch etwas zulegen. Im April stieg der Index auf 54,0 Punkte, nach 53,1 im März und signalisiert damit…

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