Devisenmärkte

Griechenland dominiert erneut die Nachrichtenlage – Euro leidet

Unter dem Eindruck der Nachricht, dass die Ratingagentur S&P den Ausblick für die italienische Bonitätsnote von „stabil“ auf „negativ“ gesenkt hat, ist die europäische Einheitswährung zum Wochenauftakt kurzzeitig unter die Schwelle von 1,40 USD gerutscht. Zwischenzeitlich hat sich der Euro wieder etwas oberhalb dieser Marke stabilisieren können. Ein Dauerbrenner ist auch in dieser Woche das leidige Thema Griechenland. Wie ein Ausweg aus der griechischen Schuldenmisere letztendlich aussehen könnte, dürfte sich frühestens Mitte Juni auf dem geplanten EU-Finanzministertreffen in Brüssel zeigen. Bis dahin bleibt die ausgeprägte Unsicherheit an den Finanzmärkten wohl bestehen.

Franken-Stärke ungebrochen

Der Euro hat in den zurückliegenden Handelstagen gegenüber dem Franken erhebliche Kursverluste erlitten und sich im Tief bei etwa 1,2270 CHF gezeigt. Damit wurde das bisherige Rekordtief vom 30. Dezember 2010 (1,2400 CHF) unterschritten und ein neues Allzeittief markiert.

Währungen – Beruhigung der EWU-Schuldenkrise wohl nur temporär

Nachdem der Euro angesichts der wieder in den Fokus gerückten europäischen Schuldenkrise auch in der zurückliegenden Woche weiter gegenüber dem US-Dollar unter Abgabedruck gestanden hat, haben die jüngsten europäischen Beschlüsse, Portugal finanziell unter die Arme zu greifen, zu Wochenbeginn zu einer zumindest temporären Beruhigung der Schuldenkrise geführt. Dem Euro sind damit in den letzten Tagen weitere Kursverluste erspart geblieben.

Euro – Böses Erwachen

Nachdem sich der Eurokurs in den letzten Monaten praktisch nur um die EZB gedreht hatte, kam das böse Erwachen in dieser Woche umso heftiger. Nicht nur zum Dollar, sondern auch gegenüber Franken und Yen ist der Euro jäh eingebrochen.

Tritt Griechenland aus der Währungsunion aus?

In den zurückliegenden Tagen hat Griechenland erneut für Schlagzeilen gesorgt. Eine Voraussetzung für die Gewährung der Hilfsgelder durch die internationale Staatengemeinschaft war, dass Griechenland die Schuldenlast in den Griff bekommt. Sollte der IWF das bei seiner turnusmäßigen Überprüfung der griechischen Staatsverschuldung im Juni in Zweifel ziehen, dürfte eine Umschuldung schon vor dem Auslaufen des Hilfspaketes Mitte 2013 wahrscheinlich werden.

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