Eurozone

Einkaufsmanager-Indizes im Euro-Raum: Erholung lässt auf sich warten

Der konjunkturelle Erholungsprozess im Euro-Raum verläuft doch langsamer als es die Stimmungsaufhellung zum Jahresanfang 2013 noch erwarten ließ. Die Einschätzungen der EWU-Einkaufsmanager haben sich im März nach vorläufigen Daten wieder abgeschwächt. Der Composite-Index für den Euro-Raum ist gegenüber dem Vormonat nach vorläufigen Daten um 1,4 Punkte auf 46,5 Punkte zum zweiten Mal in Folge gesunken. Die Märzdaten markieren zudem den stärksten Rückgang seit vier Monaten. Damit bewegt sich der Indikator weiter im rezessiven Bereich unterhalb von 50 Indexpunkten, die Abschwungdynamik der wirtschaftlichen Aktivität in der privaten gewerblichen Wirtschaft hat wieder zugenommen.

And the Oscar goes to … US-Dollar

Auch wenn das Jahr 2013 so erfreulich für den Euro begonnen hat, lassen wir uns nicht von den Fortschritten in der Bewältigung der Eurokrise berauschen. Vielmehr wollen wir das freundliche Prognoseumfeld für die USA angemessen würdigen und leiten daraus eine neue, weitaus bullishere USD-Prognose als bisher ab. Dank der EZB sind die Systemzweifel gegenüber der Eurozone verschwunden. Die Eurozone dürfte zwar das Schlimmste hinter sich haben, aber der künftige Weg ist nicht frei von Hürden, sei es ökonomischer, sei es politischer Natur. Die schwierige Regierungsbildung in Italien ist hier nur einer von vielen Punkten, die das Sentiment eintrüben. Aber selbst bei fortgesetzter Krisenberuhigung sprechen Investorenverhalten und Kapitalumschichtungen innerhalb der Eurozone gegen eine stärkere Euro-Aufwertung – analog zu der Beobachtung, dass der Euro während seiner größten Existenzkrise auch nur relativ wenig abgewertet hat. In der zweiten Jahreshälfte sollte sich das Marktinteresse dann klar Richtung USA drehen und wir in eine Phase…

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