Eurozone

Einkaufsmanager im Euro-Raum werden zuversichtlicher

Die Hoffnungen auf ein baldiges Auslaufen der Rezession im Euro-Raum haben durch die aktuelle Umfrage unter den Einkaufsmanagern neue Nahrung erhalten. Demnach liegt der ermittelte Indexwert im Juni sowohl im Industriebereich als auch bei den Dienstleistungen zwar noch im negativen Bereich, dennoch sind die Stimmungsindikatoren auf das höchste Niveau seit mehr als einem Jahr angestiegen. Interessant ist dabei insbesondere, dass die jüngste Verbesserung nicht auf die beiden Schwergewichte Deutschland und Frankreich zurückgeht, sondern – wie das Umfrageinstitut Markit betont – auf die übrigen Euro-Länder. Hier wurde das beste Geschäftsklima seit etwa zwei Jahren registriert. Die wirtschaftliche Aktivität ist zwar immer noch rückläufig, aber sie sinkt nur noch ganz leicht. Insgesamt können die neuen Umfrageergebnisse als Bestätigung für einen Trend zur konjunkturellen Stabilisierung im Euro-Raum gewertet werden. Zwar dürfte auch das zweite Quartal 2013 noch von der andauernden Rezession gekennzeichnet sein, doch kann die Talsohle in der zweiten Jahreshälfte endlich erreicht…

EZB: Geldpolitik im Grenzbereich

Die europäischen Währungshüter haben bei ihrem heutigen Zusammentreffen den Leitzins unangetastet bei 0,50% belassen. Trotzdem war diese Zinssitzung kein Non-Event, sind doch im Zuge der zugehörigen Pressekonferenz neue Projektionen zur Konjunktur- und Inflationsentwicklung vorgestellt worden. Die EZB-Stabsmitarbeiter haben allerdings nur in geringem Umfang Anpassungen vorgenommen. Für das laufende Jahr rechnet die Notenbank mit einer um 0,6% schrumpfenden Wirtschaftsleistung. Für 2014 ist nach Einschätzung der EZB von einem BIP-Plus im Bereich von 1,1% auszugehen.

Internationale Portfolioflows – Wohin mit dem Geld?

Nach und nach treffen die Portfolioflow-Daten aus den großen Währungsräumen für März ein. Erhofft haben wir uns davon ein klareres Bild von der Stimmung internationaler Anleger. Sind riskante Anlagen wieder im Kommen? Sind die Sicheren Häfen (Bonds, US-Dollar) passé? Trotz der verbesserten Lage hat es im ersten Quartal kaum Nettozuflüsse in die Eurozone gegeben. Ein ähnlich enttäuschendes Bild war auch für die US-Daten zu beobachten. Aus Japan gibt es wiederum Schlagzeilen, die die erhöhten japanischen Investitionen im Ausland hervorheben. Also wohin fließt das Geld? Zum einen werden die Kapitalzuflüsse ausländischer Investoren dadurch neutralisiert, dass inländische Anleger vermehrt das Risiko im Ausland suchen. Aber auch die Umschichtungen innerhalb der großen Währungsräume (Bonds vs. Aktien,…) haben eine Rolle gespielt, sodass trotz des Sentimentwandels netto keine größeren Kapitalbewegungen zu erkennen waren. Diese Situation spiegelt sich auch in der Entwicklung von Euro-Dollar wider. So bewegt sich das Währungspaar seit Mitte Februar weitestgehend in einer…

Einkaufsmanager-Indizes im Euro-Raum: Leichte Stimmungsaufhellung

Die Aussicht auf eine konjunkturelle Erholung im Euro-Raum hat im Mai leichten Auftrieb erhalten. Die Einschätzungen der Einkaufsmanager im Euro-Raum haben sich gegenüber April nach vorläufigen Angaben leicht verbessert. Der zusammenfassende „Composite-Index“ für den Euro-Raum stieg um 0,9 auf 47,7 Punkte, bewegt sich damit aber weiter im rezessiven Bereich unterhalb von 50 Indexpunkten. Die Schärfe des Rückgangs hat also in der privaten gewerblichen Wirtschaft etwas abgenommen. Die Stimmung in der Industrie und im Dienstleistungsbereich stieg gegenüber dem Vormonat leicht an. Beide Teilindizes verbleiben aber weiter unter der neutralen Marke von 50 Punkten.

Geldmengenwachstum und Kreditvergabe im Euro-Raum weiter schwach

Das Geldmengenwachstum im Euroraum hat sich auf Jahresbasis im März deutlicher als erwartet abgeschwächt, Nach Mitteilung der EZB stieg die breite Geldmenge M3 nur noch mit einer Jahresrate von 2,6 Prozent, nachdem die Rate im Vormonat noch bei 3,1 Prozent gelegen hatte. Das Geldmengenwachstum ist damit seit Oktober 2012 rückläufig, was auch in einen nachlassenden mittelfristigen Inflationsdruck im Euroraum zum Ausdruck kommt. Auch im aussagekräftigeren Dreimonatszeitraum (Januar bis März) schwächte sich das Geldmengenwachstum ab. In dieser Rechnung legte das breite Geldmengenaggregat M3 um 3,0 Prozent – nach 3,4 Prozent im vorherigen Zeitraum (Dezember bis Februar). Der Zuwachs der liquidesten Form der Geldmenge M1 – Bargeld und Sichteinlagen – betrug auf Jahresbasis im März 7,1 Prozent nach 7,0 Prozent im Februar. Vielfach wird in dieser Komponente ein Vorlaufindikator für die konjunkturelle Entwicklung gesehen.

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