Eurozone

Globale Devisenreserven: Euro-Anteil bleibt trotz Krise stabil

Noch vor wenigen Jahren hatten die europäischen Politiker große Ambitionen, den Euro als führende Welt-Reservewährung zu etablieren und den US-Dollar von dessen Thron zu stoßen. Angesichts des gegenwärtigen Teufelskreises aus Sparprogrammen und Rezession, des fehlenden politischen Konsens in der Eurozone und der immer wieder auflodernden Systemzweifel ist von diesen Ambitionen nicht mehr viel übrig. Und doch fällt auf, dass Investoren der Eurozone die Treue halten. Die Aufstockung der offiziellen Devisenreserven auf Euro-Basis ist zwar zum Stocken gekommen, von einem breit angelegten Abbau kann aber auch weiterhin nicht die Rede sein, wie die jüngsten Daten des IWF unterstreichen. Der weltweite Bestand an Devisenreserven lag Ende 2012 bei 10,936 Bio. US-Dollar und damit nur wenig höher als Ende des dritten Quartals (10,783 Bio. US-Dollar). Davon entfallen auf die Industrieländer 3,691 Bio. US-Dollar, auf die Entwicklungsländer 7,245 Bio. US-Dollar. Den einzigen nennenswerten Reserveanstieg gab es in den Entwicklungsländern (+112 Mrd. US-Dollar), die ihre FX-Allokation…

Zinsausblick der norwegischen Zentralbank

Auf der jüngsten Notenbanksitzung der Norges Bank präsentierten sich die Währungshüter deutlich „dovischer“ als von uns erwartet wurde. Zwar haben auch wir damit gerechnet, dass die norwegische Zentralbank signalisieren würde, dass mit einer Zinserhöhung in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen ist. Dass das geldpolitische Entscheidungsgremium um Notenbank-Chef Olsen sich allerdings deutlich offener als zuvor für eine Senkung der Leitzinsen im Laufe dieses Jahres zeigen würde, kam aus unserer Sicht unerwartet.

Einkaufsmanager-Indizes im Euro-Raum: Erholung lässt auf sich warten

Der konjunkturelle Erholungsprozess im Euro-Raum verläuft doch langsamer als es die Stimmungsaufhellung zum Jahresanfang 2013 noch erwarten ließ. Die Einschätzungen der EWU-Einkaufsmanager haben sich im März nach vorläufigen Daten wieder abgeschwächt. Der Composite-Index für den Euro-Raum ist gegenüber dem Vormonat nach vorläufigen Daten um 1,4 Punkte auf 46,5 Punkte zum zweiten Mal in Folge gesunken. Die Märzdaten markieren zudem den stärksten Rückgang seit vier Monaten. Damit bewegt sich der Indikator weiter im rezessiven Bereich unterhalb von 50 Indexpunkten, die Abschwungdynamik der wirtschaftlichen Aktivität in der privaten gewerblichen Wirtschaft hat wieder zugenommen.

And the Oscar goes to … US-Dollar

Auch wenn das Jahr 2013 so erfreulich für den Euro begonnen hat, lassen wir uns nicht von den Fortschritten in der Bewältigung der Eurokrise berauschen. Vielmehr wollen wir das freundliche Prognoseumfeld für die USA angemessen würdigen und leiten daraus eine neue, weitaus bullishere USD-Prognose als bisher ab. Dank der EZB sind die Systemzweifel gegenüber der Eurozone verschwunden. Die Eurozone dürfte zwar das Schlimmste hinter sich haben, aber der künftige Weg ist nicht frei von Hürden, sei es ökonomischer, sei es politischer Natur. Die schwierige Regierungsbildung in Italien ist hier nur einer von vielen Punkten, die das Sentiment eintrüben. Aber selbst bei fortgesetzter Krisenberuhigung sprechen Investorenverhalten und Kapitalumschichtungen innerhalb der Eurozone gegen eine stärkere Euro-Aufwertung – analog zu der Beobachtung, dass der Euro während seiner größten Existenzkrise auch nur relativ wenig abgewertet hat. In der zweiten Jahreshälfte sollte sich das Marktinteresse dann klar Richtung USA drehen und wir in eine Phase…

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