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EZB-Accounts: Forward Guidance ist für den Leitzins das Maß der Dinge

Aus den EZB-Accounts zur Dezember-Ratssitzung geht hervor, dass die Währungshüter ausführlicher über die möglichen Risiken für den Konjunkturausblick gesprochen haben. Die Notenbank-Oberen stimmen darin überein, dass die Unsicherheitsfaktoren zugenommen haben. Damit sei auch das Risiko für eine konjunkturelle Abschwächung gestiegen. Diese Einschätzung spiegele sich in der Abwärtsrevision der Konjunkturprojektionen für 2019 und 2020 wider. Eine darüber hinausgehende Anpassung der „Balance of Risk“ haben die EZB-Vertreter für nicht angemessen erachtet. Ausgehend von dem nach unten revidierten Prognosebild, seien die Risiken für den Wachstumsausblick als weitestgehend ausgeglichen zu betrachten. Hinsichtlich der Teuerungsentwicklung zeigen sich die Währungshüter zuversichtlich, dass der grundlegende Preisdruck in der europäischen Wirtschaft allmählich zunehmen werde. Die Notenbank stützt ihre Einschätzung unter anderem auf den Umstand, dass der Lohndruck in der Eurozone in den zurückliegenden Quartalen zugenommen habe. Zugleich räumt sie aber auch ein, dass es noch dauern könne, bis hieraus eine höhere Gesamtinflationsrate resultiere. Vor diesem Hintergrund sei weiterhin…

EZB: Weiter so wie bisher und keine Panik

Wie allgemein erwartet hat der EZB Rat beschlossen, das Nettoanleihekaufprogramm gegen Ende des Jahres zu beenden. Weitergehende Informationen gab es zu den Reinvestitionen. So hat die EZB ihre Forward Guidance dahingehend verändert, dass die Notenbank ihre Reinvestitionspolitik auch dann noch weiterverfolgen wird, wenn die Zinswende schon eingeleitet wurde. Letzten Endes war dies jedoch keine Neuigkeit. Denn kein Marktteilnehmer hatte bislang erwartet, dass die EZB vor der ersten Leitzinserhöhung eine Reduktion der Bilanz in Angriff nehmen wird. Konsens diesbezüglich ist, dass dieses Thema frühestens im Jahr 2021 oder erst 2022 auf die Tagesordnung kommt. Interessanter war dann schon eher, dass die Währungshüter den Passus von unveränderten Leitzinsen bis über den Sommer 2019 aufrechterhalten haben. Ein Großteil der Marktteilnehmer rechnet damit, dass die EZB frühestens im Jahr 2020 die geldpolitischen Zügel straffen wird. Hätte sie jedoch die Wortwahl bezüglich der Zinswende geändert, so wäre dies als sehr pessimistisches Zeichen von den Märkten…

EZB bleibt optimistisch

Die EZB sieht trotz schwächerer Wirtschaftsdaten die Konjunktur auf einem breit angelegten Expansionspfad. Zwar gaben die Notenbank-Oberen zu Protokoll, dass Unsicherheit und Fragilität die wirtschaftliche Entwicklung beeinflusse. Insgesamt seien die Wachstumsrisiken jedoch ausgeglichen. Trotz dieses Ausblicks wurde im Rahmen der September-Ratssitzung insbesondere auf die Gefahr von Protektionismus, auf die Schwäche von einigen Schwellen-ländern und die Volatilität an den Finanzmärkten hingewiesen. Die italienischen Turbulenzen standen hingegen nicht im Fokus. Zwar seien die Renditen für ein großes EWU-Land gestiegen. Die Staatsanleihen von anderen Ländern wurden hiervon jedoch nicht in Mitleidenschaft gezogen. Mit neuen Stabsprojektionen im Dezember wird die EZB ihre konjunkturelle Einschätzung nochmals auf den Prüf-stand stellen. Die Notenbank gab sich weiterhin zuversichtlich, dass sich die Inflationsrate in Richtung des Zielwertes der Notenbank entwickele. Die enttäuschende Entwicklung bei der Kernrate sei hauptsächlich auf die Dienstleistungspreise zurückzuführen. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass das Lohnwachstum zugenommen habe, wenngleich die Notenbank nun einen nicht mehr…

EZB – neuer Kapitalschlüssel hat kaum Auswirkungen

Am 1. Januar 2019 wird der Schlüssel für die Kapitalzeichnung der EZB geändert. Die EZB passt die Kapitalanteile der Nationalen Zentralbanken (NZB) mindestens alle fünf Jahre und immer dann an, wenn ein neues Land der Europäischen Union (EU) beitritt. Das letzte Mal wurde der EZB-Kapitalschlüssel am 1. Januar 2014 angepasst. Die Anteile der NZB am Kapital der EZB werden dabei zu gleichen Teilen nach den Anteilen der jeweiligen Mitgliedstaaten an der Gesamtbevölkerung und am Bruttoinlandsprodukt der EU gewichtet. Auf Basis der aktuellsten Eurostat-Daten aus dem Jahr 2017 ergeben sich die größten Veränderungen für Italien und Deutschland. Während der Kapitalanteil Deutschlands um rund 0,7 Prozentpunkte ansteigen sollte, dürfte der Anteil Italiens um rund 0,9 Prozentpunkte fallen. Das würde bedeuten, dass die EZB-Nachfrage nach italienischen Staatsanleihen im Rahmen des APP ab 2019 abnehmen würde. Im Rahmen des Anleiheankaufprogramms für öffentliche Titel (PSPP) müssen sowohl die Neukäufe der Staatsanleihen als auch die Reinvestitionen…

EZB – Warten auf’s Christkind

Erwartungsgemäß haben die EWU-Währungshüter im Rahmen ihres heutigen Zusammentreffens keine Änderungen am eingeschlagenen geldpolitischen Kurs vorgenommen. Notenbankchef Draghi räumte zwar ein, dass die konjunkturelle Dynamik in der Eurozone zuletzt schwächer ausgefallen sei als ursprünglich angenommen, doch hat dies die grundsätzliche Zuversicht der Notenbank-Oberen nicht erschüttert – ein Abschwung sei das nicht. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass die Währungshüter trotz der zahlreichen Spannungsfelder (Brexit, Budgetstreit Italien, US-Handelskonflikt) die Risiken für den Konjunkturausblick nach wie vor als ausgeglichen betrachten. Eine Anpassung dieser Formulierung hätte allerdings auch nachhaltige Zweifel am EZB-Kurs genährt. Gegenwärtig sieht es danach aus, dass die Notenbank zum Ende des Jahres die Anleihekäufe (netto neu) beenden wird. Trotz der EZB Forward Guidance zeigen sich die Marktakteure aber nicht ganz überzeugt, dass die EZB im Herbst des kommenden Jahres tatsächlich erstmals an der Zinsschraube drehen wird. Die EONIA Forward Notierungen haben im Nachgang zur Ratssitzung niedriger tendiert. Der gegenwärtige Streit…

EZB-Protokolle: Handelsstreit bereitet Währungshütern Sorge

Aus den EZB-Accounts zur September-Ratssitzung geht hervor, dass die Währungshüter unter anderem über die möglichen Auswirkungen des zunehmenden Protektionismus im Welthandel diskutiert haben. Einzelne Notenbank-Vertreter haben ihre Sorge zum Ausdruck gebracht, wonach ein eskalierender Handelsstreit die Wachstumsaussichten für die Eurozone nachhaltiger eintrüben könnte. Demgegenüber wurde aber angemerkt, dass die Widerstandsfähigkeit der europäischen Binnenwirtschaft zugenommen habe. Letztlich sind die EZB-Vertreter darin übereingekommen, an ihrer Einschätzung, wonach die Risiken für den Konjunkturausblick weitestgehend ausgeglichen sind, festzuhalten. Wir gehen davon aus, dass die Währungshüter diesen Punkt zur Oktober-Ratssitzung erneut kontrovers diskutieren werden. So hat jüngst der IWF seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft gesenkt. Hinsichtlich der Inflation zeigt sich die EZB zuversichtlich, dass sich die Teuerungsrate in die gewünschte Richtung entwickeln werde. Nach Einschätzung der Währungshüter habe die Unsicherheit über die zukünftige Preisentwicklung abgenommen. Die Notenbank-Oberen verweisen in diesem Zusammenhang unter anderem auf die höhere Kapazitätsauslastung der europäischen Wirtschaft. Darüber hinaus sind angesichts der…

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