Frankreich

Inflationsrate im Euro-Raum steigt auf 2,1 Prozent

Die Inflationsrate im Euro-Raum lag im September gemäß der Eurostat- Schnellschätzung bei 2,1 Prozent, nach 2,0 Prozent im August. Damit bleibt sie nun schon den vierten Monat in Folge über dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank von „nahe, aber unter zwei Prozent“. Dabei zeigt sich einmal mehr, dass der binnenwirtschaftliche Preisdruck weiterhin schwach ist. Die Kernrate, also die Messzahl ohne die Preise für unverarbeitete Nahrungsmittel und Energiegüter, ging im September sogar wieder leicht zurück. Für den Anstieg der Gesamtinflation sorgten dagegen die üblichen Verdächtigen, also die Preise für Energiegüter sowie die Nahrungsmittelpreise. Auf Länderebene verhielt sich die nach europäischen Maßgaben ermittelte Inflationsrate HVPI (Harmonisierter Verbraucherpreisindex) unterschiedlich. Gemäß den vorliegenden nationalen Schnellschätzungen zog die Jahresrate der Verbraucherpreise in Deutschland von 1,9 auf 2,2 Prozent an. In Italien blieb sie mit 1,6 Prozent unverändert. In Frankreich und Spanien ging sie hingegen jeweils leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 2,5 bzw. 2,2 Prozent zurück. Dass…

Frankreichs Haushalt 2019: Keine Konsolidierung zu erkennen

Anfang des Monats wurde bekannt, dass Frankreich das Defizitziel in diesem Jahr wegen der schwächeren wirtschaftlichen Entwicklung nicht einhalten kann. Gründe dafür liegen in der bislang sehr schwachen Konjunkturentwicklung sowie auch an der Übernahme der Schulden der Staatsbahn SNCF, die per Reform im Frühjahr von einem Staatsbetrieb in eine Privatbahn umgewandelt worden ist. Das Wirtschaftswachstum dürfte mit 1,7 Prozent 0,2 Prozentpunkte geringer ausfallen als bisher angenommen. Die Neuverschuldung wird daher 2018 nicht auf 2,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sinken, wie es die Regierung anvisiert hatte, sondern vermutlich bei rund 2,6 Prozent liegen und damit ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres. Für das kommende Jahr schreibt die Regierung das schwächere Wachstum und damit auch die schlechteren Haushaltszahlen fort. Das Wirtschaftswachstum wird für 2019 nun mit einer Zuwachsrate von 1,7 Prozent anstatt der bislang angenommenen 1,9 Prozent beziffert. Damit will die Regierung auch von dem Pfad der Defizitreduktion abweichen. Nach 2,7 und…

Einkaufsmanagerindizes im Euro-Raum: Stimmung in der Industrie dämpft die Wachstumsaussichten

Während im September die Dienstleister im Euro-Raum in vergleichsweise guter Stimmung sind, verdunkelt sich die Lage in der Industrie. Schwache Produktionszahlen und so gut wie keine Zuwächse der Exportbestellungen mehr, das sind keine guten Vorgaben. Im Durchschnitt des dritten Quartals liegen die Umfragewerte so niedrig wie seit Ende 2016 nicht mehr. Auf Basis der Einkaufsmanagerbefragung dürfte das Wirtschaftswachstum im Euro-Raum kaum das Ergebnis des zweiten Quartals erreichen. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt man auch bei der Betrachtung der Befragung der EU-Kommission zum Wirtschaftsvertrauen. Der zusammengefasste Composite-Index für den Euro-Raum ging im September gemäß den vorläufigen Zahlen von 54,5 auf 54,2 Indexpunkte zurück. Dahinter steht eine leicht verbesserte Einschätzung bei den Dienstleistern, während das Sentiment in der Industrie kräftig zurückging. Nach Angaben der befragten Einkaufsmanager trugen ein kaum mehr steigender Auftragseingang, und dabei vor allem eine Stagnation der Exportbestellungen dazu bei. Auch die Bestände an nicht-bearbeiteten Aufträgen gaben zum ersten Mal…

Verbraucherpreise im Euroraum: Ölpreis und Nahrungsmittel halten Inflation bei 2,0 Prozent

Die heutige Schnellschätzung für die Entwicklung der Verbraucherpreise im August wies eine Inflationsrate von 2,0 Prozent für den Euro-Raum aus. Sie fiel damit -0,1 Zähler niedriger aus als im Vormonat. Die Preise für Energie im Warenkorb der Verbraucher zogen erneut kräftig an, wenn auch nicht mehr ganz so stark wie noch im Juli. Auch der Preisauftrieb im Bereich der Nahrungsmittel fiel auf hohem Niveau etwas gemäßigter aus.  Schwächer zeigte sich der Preisauftrieb bei den industriellen Gütern und Dienstleistungen. Die Inflationsrate liegt nun seit vier Monaten dicht am Inflationsziels der EZB von „nahe aber, aber unter zwei Prozent“. Ist damit das Ziel erreicht? Eher nein! Der binnenwirtschaftliche Inflationsdruck bleibt in der EWU trotz der stabilen Konjunkturlage weiter verhalten. Dies zeigt nicht zuletzt die Kernrate, die die volatileren Preiskomponenten der unverarbeiteten Nahrungsmittel und Energiegüter ausklammert. Sie ging im August von 1,3 Prozent auf 1,2 Prozent zurück. Zum Erreichen des Inflationsziels müsste die…

Einkaufsmanagerindizes im Euro-Raum: Industrie zeigt sich etwas zuversichtlicher, ansonsten weiterhin gedämpfte Wachstumsaussichten

Gemäß den vorläufigen Ergebnissen der Einkaufsmanagerbefragung im Euro-Raum gaben die Stimmungsbarometer im Juli gegenüber dem Vormonat nur leicht nach. Der zusammengefasste Composite-Index für den Euro-Raum ging nach einem Anstieg im Vormonat wieder leicht zurück. Von den hohen Niveaus des Vorjahres bleibt er auch ein gutes Stück entfernt. Trotzdem, in Anbetracht des schwelenden Handelskonflikts eine vergleichsweise robuste Entwicklung. Das Signal, welches von der Umfrage ausgeht, ist aber weiterhin ein erneut gedämpftes Wachstum zu Beginn des dritten Quartals 2018. Dies deckt sich mit unserem Prognosebild. Der zusammengefasste Composite-Index für den Euro-Raum ging im Juli gemäß den vorläufigen Zahlen von 54,9 auf 54,3 Indexpunkte zurück. Dahinter steht eine leicht verbesserte Einschätzung der Industrie, während das Sentiment bei den Dienstleistern wieder etwas zurückging. Das Wachstumstempo fiel im Juli relativ etwas schwächer aus. Nach Angaben der befragten Einkaufsmanager trugen der schwächere Auftragseingang und die geringeren Geschäftserwartungen für zukünftige Aktivitäten dazu bei. Auf nationaler Ebene fiel…

Einkaufsmanagerindizes: Dienstleister sorgen für kleine Verschnaufpause, aber schwache Quartalsbilanz

Der Rückgang der Einkaufsmanagerindizes im Euro-Raum setzte sich gemäß den vorläufigen Ergebnissen im Juni fort, allerdings nur im verarbeitenden Gewerbe. Das entsprechende Stimmungsbarometer sank das sechste Mal in Folge. Themen wie der befürchtete Handelskrieg mit den USA und politische Unsicherheit scheinen hier immer weitere Kreise zu ziehen. Die Dienstleister zeigten sich dagegen wieder optimistischer. Nach Angaben von Markit könnte dies aber daran gelegen haben, dass sich die Geschäfte im Juni nach dem Mai mit ungewöhnlich vielen Feiertagen wieder etwas normalisiert haben. Eine wirkliche Trendwende wäre dies demnach also noch nicht. Der zusammengefasste Composite-Index für den Euroraum stieg von 54,1 auf 54,8 Indexpunkte. Die Einkaufsmanagerindizes blieben auch im Juni über der Wachstumsschwelle von 50 Indexpunkten. Demnach dürfte auch im zweiten Quartal die Wirtschaft des Euro-Raums gewachsen sein, aber erneut in einem moderateren Tempo. Denn in der Summe haben die Stimmungsbarometer gegenüber dem ersten Quartal nachgegeben. Der Quartalsdurchschnitt ist sogar der niedrigste…

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