Frankreich

Einkaufsmanagerindizes in der EWU: Rückgang im November war zu erwarten

Es kommt, wie es kommen musste. Angesichts der zweiten Pandemie-Welle in Europa und der damit verbundenen Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager im Euro-Raum spürbar eingetrübt. Gerade die Dienstleister berichten in der Umfrage von IHS Markit von schwierigen bis unmöglichen Geschäftsbedingungen im November. Aber auch das verarbeitende Gewerbe kann sich der Lockdown-Stimmung nicht entziehen. Einziger Lichtblick: Die Geschäftsperspektiven der Einkaufsmanager für die kommenden 12 Monate haben sich aufgehellt. Dies wird an den Meldungen über die Fortschritte bei der Entwicklung der Impfstoffe liegen. Das reicht aber nicht, um die düstere Lageeinschätzung auszugleichen. Insgesamt geht der umfassende Composite-Einkaufsmanager im November erneut deutlich von 50 auf 45,1 Punkte zurück. Und die Botschaft ist eindeutig. Die Wirtschaftsleistung der Währungsunion dürfte im Schlussquartal 2020 erneut sinken, im Einklang mit unserer Prognose. Auch in Deutschland gab der Composite-Index nach. Nach 55,0 Punkten im Oktober notiert er im November vorläufig aber bei immer noch…

EWU-Einkaufsmanager: Zweite Welle drückt auf die Stimmung der Dienstleister – Industrie zeigt sich robust

Bei den europäischen Dienstleistern steigt angesichts zunehmender Infektionszahlen im Oktober die Unsicherheit. Die Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen lässt den Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungsbereich deutlich sinken. In einigen Ländern sind die Gastronomie und der Beherbergungsbereich spürbar eingeschränkt. Zudem gibt es teilweise nächtliche Ausgangsperren. Mit Irland und den Niederlanden befinden sich zwei Länder sogar schon wieder in einer Art Lockdown. Dies hinterlässt Spuren und drückt die bei den Dienstleistern auf das Sentiment. In der Industrie können die Stimmungsmesszahlen dagegen sogar noch zulegen und für die Gesamtbetrachtung Schlimmeres verhindern. Der umfassende Composite-Index aus beiden Bereichen geht im Oktober gemäß IHS Markit von 50,4 auf 49,4 Punkte zurück. Zu Beginn des vierten Quartals verschlechtern sich damit die Wachstumsaussichten des Euro-Raums. Da bei den steigenden Infektionszahlen derzeit noch kein Ende in Sicht ist, sind weitere Verschärfungen bei der Virus-Bekämpfung nicht auszuschließen. Die Stimmungslage der deutschen Einkaufsmanager ist im Oktober zweigeteilt. Die Messzahl für die Industrie kann…

Einkaufsmanagerindizes im Euro-Raum: Die Angst vor der zweiten Welle unter den Dienstleistern

Unter den europäischen Dienstleistern scheint mehr und mehr die Sorge vor einer zweiten Infektionswelle im Herbst Oberhand zu gewinnen. Weite Teile des Dienstleistungssektors leiden ohnehin noch immer unter den teilweise geschäftseinschränkenden Sicherheitsmaßnahmen der Pandemie-Bekämpfung wie Abstandsregeln und Maskenpflicht. Ein weiterer Lockdown wäre eine wirtschaftliche Katastrophe. Kein Wunder, dass sich die Stimmung unter den Dienstleistern gemäß der Umfrage von IHS Markit im September deutlich eingetrübt hat. Trotz einer besseren Stimmung in der Industrie ging daher der umfassende Composite Index von 51,9 auf 50,1 Punkte zurück. Corona und seine Folgen sind noch lange nicht ausgestanden. Auch die Stimmung der deutschen Einkaufmanager war im September zweigeteilt. Während die Messzahl im lange Zeit kriselnden verarbeitenden Gewerbe deutlich zulegte, sank das Stimmungsbarometer der Dienstleister unter die Expansionsmarke von 50 Indexpunkten. In der Summe ging der Composite-Index von 54,4 auf 53,7 Punkte leicht zurück. Das merkliche Stimmungsplus in der Industrie ist gemäß IHS Markit auf ein…

Erneute Infektionswelle ist eine Gefahr für die wirtschaftliche Erholung in Frankreich

Nach einem kräftigen Minus im ersten Quartal ist Frankreichs Wirtschaft im zweiten Vierteljahr um 13,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal regelrecht abgestürzt. Ein so starker Rückgang wurde bislang noch nicht gemessen. Grund dafür waren die strengen und andauernden Corona-Schutzmaßnahmen. Nach Berechnungen der Banque de France wurde das wirtschaftliche Aktivitätsniveau durch den Lockdown im März um rund 30 Prozent und im April um 27 Prozent im Vergleich zu einer „normalen“ Woche gedrückt. Inzwischen hat die Volkswirtschaft aber schon wieder mehr als 90 Prozent des Normalniveaus erreicht. Das zunächst schnelle Anspringen des Wirtschaftsmotors zeigte sich an den gängigen Konjunkturindikatoren. Die Industrie hat schon wieder ein gutes Stück des Produktionsrückgangs aufarbeiten können. Auch die Auftragseingänge haben schon zugelegt. Zudem ist die Ausgabenfreude der Konsumenten zurückgekehrt. Insgesamt erholt sich die französische Wirtschaft, aber die Dynamik scheint aktuell etwas an Schwung zu verlieren. Was Kopfzerbrechen bereitet, ist das inzwischen deutlich beschleunigte Infektions-geschehen in Frankreich. Angesichts der…

Beflügelte Einkaufsmanagerindizes im Juli – Ist die Krise bereits ausgestanden?

Die europäischen Einkaufsmanager haben sich gemäß der Umfrage von IHS Markit im Juli deutlich zuversichtlicher gezeigt. Der Composite-Einkaufsmanagerindex als umfassendes Stimmungsbarometer zur Lage bei den Dienstleistern und im verarbeitenden Gewerbe stieg 6,3 Zähler auf 54,8 Punkte im Juli. Das ist der höchste Wert seit Mitte 2018. Dahinter stand eine deutliche Stimmungsverbesserung in beiden Bereichen der Privatwirtschaft. Beim ersten Blick auf die Zahlen möchte man fast meinen, dass die Corona-Krise nach einem kurzen, aber tiefen Einschnitt ausgestanden ist. Doch bei der genaueren Betrachtung der Messzahl, beispielsweise für den Dienstleistungsbereich, die das größte Plus in der Monatsbefragung erzielte, darf man nicht vergessen, wie diese erhoben wird. Sie beruht allein auf einer Schlüsselfrage, nämlich: „Ist das Niveau der Geschäftstätigkeit in Ihrem Unternehmen höher, gleich oder niedriger als vor einem Monat?“. Angesichts der fortgeschrittenen Lockerungen und des zunehmenden (touristischen) Reiseverkehrs ist es kein Wunder, dass Dienstleister von einer besseren Geschäftstätigkeit berichten. Zuletzt haben aber…

Einkaufsmanagerindizes in der EWU: Abschwung verlangsamt, mehr auch nicht

Die Volkswirtschaft des Euro-Raums befindet sich im Mai noch immer in der Rezession, da die Beschränkungen zur Eindämmung der Ausbreitung der globalen Coronavirus-Pandemie die Wirtschaft weiterhin belasteten. Zwar verbesserte sich die Stimmungslage unter den Einkaufsmanagern in Folge der schrittweisen Lockerungen etwas, eine Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität ist nicht in Sicht. Denn der umfassende Composite-Einkaufsmanagerindex zur Stimmungslage in der Industrie und bei den Dienstleistern liegt mit 30,5 nach 13,6 Punkten im Vormonat noch immer weit unter der neutralen Marke von 50 Indexpunkten. Beide Teilbereiche – Industrie und Dienstleistungen – trugen gemäß IHS Markit zu dem Anstieg bei. Bei den von den Ausgangsbeschränkungen besonders betroffenen Dienstleistern fiel die Verbesserung im Mai etwas stärker aus. Dies zeigt sich auch in den Umfrageergebnissen unter den deutschen und französischen Einkaufsmanagern. Insgesamt ist die Verbesserung auf äußerst niedrigem Niveau ein erster Lichtblick. Trotzdem wird die Volkswirtschaft des Euro-Raums im zweiten Quartal nochmal schrumpfen, und zwar stärker…

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