Frankreich

Inflationsrate im Euroraum bei 2,0% – binnenwirtschaftlicher Preisdruck bleibt gering

Die Schnellschätzung für die Entwicklung der Verbraucherpreise im November wies für den Euroraum eine Inflationsrate von 2,0% aus. Sie fiel damit 0,1 Zähler niedriger aus als im Vormonat. Die Preise für Energie im Warenkorb der Verbraucher zogen mit 9,1% erneut kräftig an, wenngleich nicht mehr ganz so stark wie noch im Oktober, als sie um 10,7% zulegten. Auch der Preisauftrieb im Bereich der Nahrungsmittel fiel auf hohem Niveau etwas gemäßigter aus. Schwächer zeigte sich indes die Erhöhung bei den Dienstleistungen. Somit liegt die Inflationsrate nun seit sechs Monaten über dem Inflationsziel der EZB von „nahe, aber unter 2%“. Der binnenwirtschaftliche Inflationsdruck bleibt in der EWU jedoch verhalten. Dies verdeutlicht der Blick auf die Kernrate, die die volatileren Preiskomponenten der unverarbeiteten Nahrungsmittel und Energiegüter ausklammert: Sie ging im November von 1,2% auf 1,1% zurück. Für einen stärkeren Inflationsdruck müsste die Kernrate deutlich kräftiger und dauerhaft zulegen. Davon ist aber nach wie…

Einkaufsmanagerindizes: Abschwächung setzt sich fort, vor allem in der Industrie

Der Rückgang der Einkaufsmanagerindizes im Euro-Raum setzte sich gemäß den vorläufigen Ergebnissen im November fort. Der zusammengefasste Composite-Index für den Euroraum sank von 53,1 auf 52,4 Indexpunkte. Im verarbeitenden Gewerbe schwächte sich gemäß der Umfrage das Wachstum der Produktion weiter ab. Der entsprechende Teilindex sank auf den niedrigsten Wert seit 30 Monaten. Das geringere Wachstum wird auf eine langsamere weltweite Konjunkturdynamik sowie auf steigende politische und wirtschaftliche Unsicherheiten zurückgeführt. Auch schwache Verkaufszahlen im Automobilbereich bereiten den Industrie-Einkaufsmanagern Sorgen. Der Dienstleistungsbereich zeigt sich aufgrund einer soliden Konsumnachfrage robuster, aber hier mehren sich nach Angaben von Markit die Zeichen einer Abschwächung. Die deutschen Einkaufsmanager zeigten sich im November skeptischer. Sowohl die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe als auch das Sentiment bei den Dienstleistern trübte sich ein. Der umfassende Einkaufsmanager-Composite-Index sank daher von 53,4 auf 52,2 Indexpunkte. Dies ist der niedrigste Wert seit 47 Monaten. Die Einkaufsmanager der Serviceunternehmen und aus der Industrie berichteten…

Inflationsrate im Euroraum: Erneut über 2 Prozent

Die Schnellschätzung für die Entwicklung der Verbraucherpreise im Oktober wies eine Inflationsrate von 2,2 Prozent aus. Sie fiel damit 0,1 Zähler höher aus als im Vormonat. Die Inflationsrate liegt nun schon den fünften Monat in Folge über der Zielmarke der Europäischen Zentralbank von nahe aber kleiner 2 Prozent. An der Ausrichtung ihres geldpolitischen Kurses dürfte dies aber kaum etwas ändern. Schließlich beruht ein Großteil des Preisschubs auf externen Faktoren, die die EZB kaum beeinflussen kann. Denn den Löwenanteil an dem vergleichsweise hohen Inflationsniveau hat nach wie vor die Preisentwicklung im Bereich der Energie. Der Preisauftrieb fiel hier erneut sehr kräftig aus. Kein Wunder, denn der Preis für Rohöl lag im Oktober – trotz der jüngsten Rückgänge zum Monatsende – im Mittel noch immer bei rund 80 US-Dollar und damit fast 40 Prozent über dem Vorjahresniveau. Aber auch industrielle Güter und Dienstleistungen verteuerten sich etwas stärker als in den Vormonaten. Insgesamt…

Wirtschaftswachstum im Euro-Raum halbiert, italienische Wirtschaft stagniert

Das Wirtschaftswachstum im Euro-Raum hat in letzten Quartal spürbar an Dynamik verloren. Damit wird das Ende der Phase der Hochkonjunktur im Euro-Raum immer greifbarer. So lag das Wirtschaftswachstum im abgelaufenen dritten Quartal nur bei einer Rate von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im Frühjahr wurde immerhin noch ein Zuwachs von 0,4 Prozent gemessen. Dabei sehen zumindest zwei der drei ersten verfügbaren Länderdaten der größeren Euroländer eigentlich ganz solide aus. So konnte Frankreichs Wirtschaft den Zuwachs auf 0,4 Prozent ausbauen, nachdem im zweiten Quartal noch vergleichsweise maue 0,2 Prozent vermeldet werden. Allerdings steckt hinter dieser Beschleunigung ein wenig überraschender Nachholeffekt nach einem umfangreichen Bahnstreik, der den Zuwachs der Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal noch merklich ausbremste. Die Erholung blieb jedoch etwas hinter den Erwartungen zurück. Auch aus dem Nachbarland Belgien konnte ein leicht stärkerer Anstieg des vierteljährlichen Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,3 auf 0,4 Prozent vermeldet werden. Dabei dürften höhere staatliche Investitionen im Vorfeld der Kommunalwahlen Mitte…

Stimmung der Einkaufsmanager im Euro-Raum trübt sich deutlich ein

Die Stimmungslage der Einkaufsmanager im Euro-Raum hat sich im Oktober spürbar abgekühlt. Der umfassende Composite-Index sank um 1,4 Punkte auf 52,7 Zähler. Dies ist der niedrigste Stand seit 25 Monaten! In der Industrie legte die Produktion gemäß der Umfrage kaum noch zu. Das Plus war das geringste seit November 2014. Die anhaltende Industrieschwäche strahlt nun auch auf die Dienstleister aus, die vom niedrigsten Geschäftswachstum seit zwei Jahren berichteten. Auch das Wachstum der Auftragseingänge gab nach Angaben von IHS Markit deutlich nach, in der Industrie ging es sogar zurück. Keine Überraschung also, dass sich die Geschäftserwartungen abgekühlt haben. Deutsche und französische Einkaufsmanager aus der Industrie berichteten übereinstimmend von einer schwächeren Nachfrage aus dem Automobilbereich. Dies dürfte nach unserer Ansicht auch mit dem seit September in Kraft getretenen neuen Testverfahren WLTP (Worldwide Light Verhicle Test Procedure) zusammenhängen, welches zu deutlichen Verzögerungen bei der Neuauslieferung von PKWs geführt hat. Es bleibt die Hoffnung,…

Inflationsrate im Euro-Raum steigt auf 2,1 Prozent

Die Inflationsrate im Euro-Raum lag im September gemäß der Eurostat- Schnellschätzung bei 2,1 Prozent, nach 2,0 Prozent im August. Damit bleibt sie nun schon den vierten Monat in Folge über dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank von „nahe, aber unter zwei Prozent“. Dabei zeigt sich einmal mehr, dass der binnenwirtschaftliche Preisdruck weiterhin schwach ist. Die Kernrate, also die Messzahl ohne die Preise für unverarbeitete Nahrungsmittel und Energiegüter, ging im September sogar wieder leicht zurück. Für den Anstieg der Gesamtinflation sorgten dagegen die üblichen Verdächtigen, also die Preise für Energiegüter sowie die Nahrungsmittelpreise. Auf Länderebene verhielt sich die nach europäischen Maßgaben ermittelte Inflationsrate HVPI (Harmonisierter Verbraucherpreisindex) unterschiedlich. Gemäß den vorliegenden nationalen Schnellschätzungen zog die Jahresrate der Verbraucherpreise in Deutschland von 1,9 auf 2,2 Prozent an. In Italien blieb sie mit 1,6 Prozent unverändert. In Frankreich und Spanien ging sie hingegen jeweils leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 2,5 bzw. 2,2 Prozent zurück. Dass…

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