Frankreich

Einkaufsmanagerindizes in der EWU: Abschwung verlangsamt, mehr auch nicht

Die Volkswirtschaft des Euro-Raums befindet sich im Mai noch immer in der Rezession, da die Beschränkungen zur Eindämmung der Ausbreitung der globalen Coronavirus-Pandemie die Wirtschaft weiterhin belasteten. Zwar verbesserte sich die Stimmungslage unter den Einkaufsmanagern in Folge der schrittweisen Lockerungen etwas, eine Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität ist nicht in Sicht. Denn der umfassende Composite-Einkaufsmanagerindex zur Stimmungslage in der Industrie und bei den Dienstleistern liegt mit 30,5 nach 13,6 Punkten im Vormonat noch immer weit unter der neutralen Marke von 50 Indexpunkten. Beide Teilbereiche – Industrie und Dienstleistungen – trugen gemäß IHS Markit zu dem Anstieg bei. Bei den von den Ausgangsbeschränkungen besonders betroffenen Dienstleistern fiel die Verbesserung im Mai etwas stärker aus. Dies zeigt sich auch in den Umfrageergebnissen unter den deutschen und französischen Einkaufsmanagern. Insgesamt ist die Verbesserung auf äußerst niedrigem Niveau ein erster Lichtblick. Trotzdem wird die Volkswirtschaft des Euro-Raums im zweiten Quartal nochmal schrumpfen, und zwar stärker…

Einkaufsmanagerindizes im Euro-Raum: Geht wirtschaftlich jetzt das Licht aus?

Das Positive vorab, viel tiefer können die PMI’s nicht mehr fallen. Wie kann Europa das verkraften? Gemäß den Vorabergebnissen der Umfrage von IHS Markit unter den europäischen Einkaufsmanagern liegt der Composite-Einkaufsmanagerindex im April nur noch bei 13,5 Punkten, nach 29,5 Zählern im März. Ein historischer Tiefststand! Die Stimmung der von Beschränkungen besonders betroffenen Dienstleister verfinstert sich, auch im verarbeitenden Gewerbe geht es weiter bergab. Lockdown, Abstandsregelungen, Geschäftsschließungen und Produktionsstillegungen würgen die wirtschaftlichen Aktivitäten regelrecht ab. Zur Erinnerung, ab Werten über 50 Indexpunkten weisen die Einkaufsmanagerindizes eigentlich auf eine Zunahme der gesamtwirtschaftlichen Produktion hin. Davon sind wir in Europa im aktuell weit, weit entfernt. Für die Hoffnung auf Besserung bleiben zwei Fragen. Wie lange dauert noch der Shutdown und kann bei einer Lockerung eine zweite Pandemiewelle verhindert werden? Denn wenn der europaweite Shutdown bald ausreichend gelockert werden kann, ohne dass die Infektionszahlen wieder durch die Decke schießen, kann es gelingen, dass…

Frankreich: Ausgangsbeschränkungen verlängert – Wachstumsprognose gesenkt

Die Hoffnung auf eine schnelle Eindämmung der Corona-Pandemie hat sich in Frankreich nicht erfüllt. Die französische Regierung hat jüngst die Verlängerung der strikten Ausgangsbeschränkungen für Privatpersonen beschlossen. Die seit dem 17. März geltenden Regelungen sollen jetzt bis zum 11. Mai in Kraft bleiben. Erst wenn sich bis dahin eine Verbesserung bei den Neuinfektionszahlen abzeichnet, soll über eine gewisse Lockerung nachgedacht werden. Die Aufrechterhaltung des restriktiven Kurses wird sich weiterhin bremsend auf das Wirtschaftsgeschehen auswirken. Nach Berechnungen des französische Statistikamt INSEE führt ein Monat strikter Ausgangsbeschränkungen zu einem Rückgang des jährlichen Bruttoinlandsprodukts um 3 Prozentpunkte. Mit der Lockerung der Beschränkungen ab Mitte Mai könnte es dann aber zu gewissen Nachholeffekten kommen. Vor diesem Hintergrund gehen wir jetzt von einem Rückgang des französischen Bruttoinlandsprodukts um 5,2 Prozent im laufenden Jahr aus. Bislang lag unsere Prognose bei -4,0 Prozent.  

Einkaufsmanagerindizes im Euro-Raum: Die Rezession ist da!

Eine tiefe Rezession im Euro-Raum ist aufgrund der Corona-Krise nicht zu verhindern. „Harte“ Indikatoren liegen bislang noch nicht vor. Aber die Vorabergebnisse der Befragung der Einkaufsmanager im Euro-Raum durch IHS Markit geben einen Vorgeschmack auf das, was uns erwartet. Der umfassende Composite-Index für den Euro-Raum ging im März so drastisch wie noch nie von 51,6 auf 31,4 Punkte zurück. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebung im Juli 1998. Die Wirtschaft im Euro-Raum vollführt eine Vollbremsung, und die Krise könnte noch tiefer ausfallen als in der Finanzkrise 2009. Die Stimmung sank im Industrie- und Dienstleistungssektor, bei den Dienstleistern war der Rückgang aber deutlich stärker. Überall wurden von massiven Verschlechterungen berichtet: Auftragseingänge, Auftragsbestände, Produktion, Beschäftigungsabsichten und die Geschäftsperspektiven lagen tief im Minus. Der Dienstleistungssektor berichtet aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise von einem noch nie dagewesenen Einbruch der Geschäftstätigkeit. Das ist angesichts der verbreiteten Schließungen von Geschäften und…

Euro-Raum: Frankreich und Italien belasten Wachstum in Q4

Die konjunkturelle Dynamik des Euro-Raums hat sich im Schlussquartal 2019 verlangsamt. Gemäß der ersten Schnellschätzung legte das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem dritten Quartal nur um 0,1 Prozent zu. Zwischen August und Oktober lag die Zuwachsrate noch bei 0,3. Für das Gesamtjahr 2019 beläuft sich damit das Wirtschaftswachstum des Währungsgebiets auf 1,2 Prozent, nach 1,9 Prozent in 2018. Die Verlangsamung kommt etwas unerwartet, hatten sich doch Frühindikatoren wie die Einkaufsmanagerindizes oder das Wirtschaftsvertrauen im Quartalsverlauf stabilisiert. Auf Länderebene waren es gemäß den ersten Berechnungen vor allem die ökonomischen Schwergewichte Frankreich und Italien, die mit negativen Zuwachsraten von 0,1 bzw. 0,3 Prozent das Gesamtergebnis für den Euro-Raum im Schlussquartal gedrückt haben. In Spanien, Belgien und Österreich wurden dagegen positive Zuwächse verzeichnet. Für das deutsche Bruttoinlandsprodukt wurden noch keine Quartalsergebnisse veröffentlicht. Der bisher vorliegende Datenkranz weist aber darauf hin, dass im vierten Quartal 2019 das deutsche Wirtschaftswachstum ebenfalls positiv ausgefallen ist und das Ergebnis…

Einkaufsmanager in der EWU zeigen sich verhalten optimistisch

Auf den ersten Blick bleibt die Stimmungslage unter den Einkaufsmanagern zu Beginn des neuen Jahres 2020 gemäß der Umfrage von IHS Markit im Euro-Raum gedämpft. Der umfassende Composite-Einkaufsmanagerindex zur Lage in der Industrie und im Dienstleistungsbereich blieb mit 50,9 Punkten im Januar laut der Vorabveröffentlichung auf dem Niveau des Vormonats. Im Detail zeigt sich aber eine Aufhellung der Geschäftsaussichten, die sich wohl auch aufgrund der ersten Deeskalation im pazifischen Handelsstreit verbesserten. Ein weiterer Lichtblick ist die Entwicklung der Auftragseingänge, die die befragten Einkaufsmanager nicht mehr so pessimistisch bewerten wie noch in den Vormonaten. Dies lässt zumindest für den weiteren Jahresverlauf hoffen, dass die Konjunktur im Euro-Raum das Schlimmste hinter sich hat und sich weiter stabilisiert. Zwar bleibt die Zweiteilung mit einer schwachen Industrie auf der einen Seite und einem Dienstleistungssektor, der maßgeblich das Wachstum trägt, auf der anderen Seite erhalten. Aber die Rückgänge in der Industrie verlieren an Schärfe. Aufträge…

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