Frankreich

Einkaufsmanagerindizes im Euro-Raum: Industrie zeigt sich etwas zuversichtlicher, ansonsten weiterhin gedämpfte Wachstumsaussichten

Gemäß den vorläufigen Ergebnissen der Einkaufsmanagerbefragung im Euro-Raum gaben die Stimmungsbarometer im Juli gegenüber dem Vormonat nur leicht nach. Der zusammengefasste Composite-Index für den Euro-Raum ging nach einem Anstieg im Vormonat wieder leicht zurück. Von den hohen Niveaus des Vorjahres bleibt er auch ein gutes Stück entfernt. Trotzdem, in Anbetracht des schwelenden Handelskonflikts eine vergleichsweise robuste Entwicklung. Das Signal, welches von der Umfrage ausgeht, ist aber weiterhin ein erneut gedämpftes Wachstum zu Beginn des dritten Quartals 2018. Dies deckt sich mit unserem Prognosebild. Der zusammengefasste Composite-Index für den Euro-Raum ging im Juli gemäß den vorläufigen Zahlen von 54,9 auf 54,3 Indexpunkte zurück. Dahinter steht eine leicht verbesserte Einschätzung der Industrie, während das Sentiment bei den Dienstleistern wieder etwas zurückging. Das Wachstumstempo fiel im Juli relativ etwas schwächer aus. Nach Angaben der befragten Einkaufsmanager trugen der schwächere Auftragseingang und die geringeren Geschäftserwartungen für zukünftige Aktivitäten dazu bei. Auf nationaler Ebene fiel…

Einkaufsmanagerindizes: Dienstleister sorgen für kleine Verschnaufpause, aber schwache Quartalsbilanz

Der Rückgang der Einkaufsmanagerindizes im Euro-Raum setzte sich gemäß den vorläufigen Ergebnissen im Juni fort, allerdings nur im verarbeitenden Gewerbe. Das entsprechende Stimmungsbarometer sank das sechste Mal in Folge. Themen wie der befürchtete Handelskrieg mit den USA und politische Unsicherheit scheinen hier immer weitere Kreise zu ziehen. Die Dienstleister zeigten sich dagegen wieder optimistischer. Nach Angaben von Markit könnte dies aber daran gelegen haben, dass sich die Geschäfte im Juni nach dem Mai mit ungewöhnlich vielen Feiertagen wieder etwas normalisiert haben. Eine wirkliche Trendwende wäre dies demnach also noch nicht. Der zusammengefasste Composite-Index für den Euroraum stieg von 54,1 auf 54,8 Indexpunkte. Die Einkaufsmanagerindizes blieben auch im Juni über der Wachstumsschwelle von 50 Indexpunkten. Demnach dürfte auch im zweiten Quartal die Wirtschaft des Euro-Raums gewachsen sein, aber erneut in einem moderateren Tempo. Denn in der Summe haben die Stimmungsbarometer gegenüber dem ersten Quartal nachgegeben. Der Quartalsdurchschnitt ist sogar der niedrigste…

Einkaufsmanagerindizes im Euro-Raum: Kein Wonnemonat Mai

Gemäß den vorläufigen Ergebnissen der Einkaufsmanagerbefragung im Euro-Raum gaben die Stimmungsbarometer im Mai gegenüber dem Vormonat weiter nach. Der zusammengefasste Index rutschte auf das niedrigste Niveau seit 18 Monaten ab. Zwar liegen die Einkaufsmanagerindizes noch über der Wachstumsschwelle, das Signal, welches von der Umfrage ausgeht, ist aber für das zweite Quartal eine erneut gedämpfte Wachstumsrate. Sie dürfte kaum die +0,4 Prozent aus dem ersten Quartal erreichen, die Wirtschaft im Euro-Raum hat merklich an Schwung eingebüßt. Dies deckt sich mit unserem Prognosebild. Der zusammengefasste Composite-Index für den Euro-Raum gab im Mai gemäß den vorläufigen Zahlen von 55,1 auf 54,1 Indexpunkte nach. Dahinter stehen jeweils Rückgänge des Sentiments der Industrie und bei den Dienstleistern. Zuwächse bei den Auftragseingängen und Geschäftsaktivitäten verlangsamten sich genauso wie die Beschäftigungsabsichten und die Auftragsbestände. Auf Länderebene fiel die Befragung in Deutschland und Frankreich nach Angaben von IHS Markit skeptischer aus als im Rest des Währungsgebiets. Das Sentiment…

Inflationsrate im Euroraum: Kein Schub von der Binnennachfrage

Die heutige Schnellschätzung für die Entwicklung der Verbraucherpreise im April wies eine Inflationsrate von +1,2 Prozent aus. Sie fiel damit -0,1 Zähler niedriger aus als im Vormonat. Die Preise für Energie im Warenkorb der Verbraucher zogen wieder etwas stärker an und glichen den schwächeren Preisanstieg der Dienstleistungen aus. Der binnenwirtschaftliche Inflationsdruck bleibt in der EWU trotz guter Konjunkturlage mehr als verhalten. Dies zeigt nicht zuletzt die Kernrate, die die volatileren Preiskomponenten der Nahrungsmittel und Energiegüter ausklammert. Sie ging im April von +1,0 Prozent auf +0,7 Prozent zurück. Der für die Energiepreisentwicklung maßgebliche Ölpreis hat sich im Vorjahresvergleich um rund +35 Prozent verteuert. Da der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar zeitglich um knapp +15 Prozent zugelegt hat, wurde ein starker Preisanstieg bei den Energiegütern teilweise kompensiert. Bei den anderen Komponenten war der Preisauftrieb weiter moderat. Nach den Verzerrungen der Dienstleistungspreise aufgrund des Osterfestes im März, fiel hier der Preisauftrieb im April…

Euro-Raum: Ermüdungserscheinungen beim Wirtschaftswachstum

Die konjunkturelle Dynamik im Euro-Raum hat zuletzt merklich abgeflaut. Zwar blieb das Wachstumsergebnis mit +0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal in den ersten drei Monaten dieses Jahres weiterhin solide. Im Vergleich zum Schlussquartal 2017 mit +0,7 Prozent ist jedoch eine sichtbare Abflachung zu beobachten. Die langsamere Gangart kam allerdings nicht überraschend. Diverse wichtige Frühindikatoren, wie der DZ BANK Euro-Indikator, die Einkaufsmanagerindizes von IHS Markit oder das Wirtschaftsvertrauen der EU-Kommission hatten im Vorfeld stärkere Abwärtskorrekturen vorgenommen. Aber auch andere harte Kennziffern, wie beispielsweise die Industrieproduktion, der Außen- oder der Einzelhandel versprühten in den ersten beiden Monaten dieses Jahres alles andere als ein Wachstumsfeuerwerk. Erste Vorboten, wie das stark abgebremste Wirtschaftswachstum in der zweitgrößten Volkswirtschaft des Euro-Raums – Frankreich – bestätigten bereits in der vergangenen Woche unsere Erwartung einer deutlichen konjunkturellen Verlangsamung im Währungsgebiet. In Frankreich gab das Wirtschaftswachstum sogar um mehr als die Hälfte nach: von +0,7 auf +0,3 Prozent. Dabei haben sich hier vor…

Stimmungsrückgang unter den Einkaufsmanagern im Euro-Raum erstmal gestoppt

Der Rückgang der Stimmungsbarometer unter den europäischen Einkaufsmanagern ist im April nach zuletzt zwei Rückgängen in Folge erstmal gestoppt worden. Das weiterhin hohe Niveau lässt darauf schließen, dass sich das Wirtschaftswachstum auch im zweiten Quartal weiter fortsetzen wird, aber mit einem etwas geringeren Tempo. Ein Rückgang im verarbeitenden Gewerbe wurde durch bessere Ergebnisse bei den Dienstleistern ausgeglichen. Der Composite-Index, der die Einschätzungen aus beiden Bereichen komprimiert, blieb deshalb mit 55,2 Punkten gegenüber dem Vormonat unverändert. Die jüngsten Befragungsergebnisse decken sich mit unserer Einschätzung. Die Korrektur der Stimmungsindikatoren in den letzten Monaten, aber auch die Zunahme der politischen Spannungen weltweit, dürfte die Unternehmenswelt verunsichert haben. Vor diesem Hintergrund dürfte das Wirtschaftswachstum in den ersten beiden Quartalen 2018 moderater ausfallen, verglichen mit den recht kräftigen Vorquartalen. Die Länderangaben von IHS Markit zeigen, dass sich die Composite-Indikatoren in Deutschland und Frankreich auf hohem Niveau leicht bewegten. Demnach dürfte das Sentiment im Rest des…

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