Frankreich

Industrie lastet weiterhin auf der Stimmung der Einkaufsmanager im Euro-Raum

Eine Aufbruchstimmung lässt sich aus den Daten der November-Umfrage von IHS Markit unter den europäischen Einkaufsmanagern bestimmt nicht ablesen. Der umfassende Composite Index gab 0,3 Zähler nach und sank auf 50,3 Indexpunkte. Dabei fiel die Messzahl für die Dienstleister Der Index für die Industrie konnte zwar zulegen, er blieb aber mit 46,6 Punkten weiterhin deutlich unter der neutralen Marke von 50 Zählern. Die Industrie leidet noch immer unter der rückläufigen Nachfrage, vor allem aus dem Ausland. Der noch immer wachsende Dienstleistungsbereich droht aber immer mehr von der anhaltenden Krise in der Industrie in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Hier legten die Beschäftigungsabsichten kaum noch zu. Der deutsche Composite-Index blieb trotz Verbesserung um 0,3 Zähler mit 49,2 Punkten weiterhin unterhalb der neutralen Marke von 50 Indexpunkten. Die Stimmung der Dienstleister gab leicht nach und fiel so niedrig aus wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr. Die Messzahl für die Industrie konnte…

Einkaufsmanager im Euroraum: Stimmung bleibt „herbstlich“

In der Privatwirtschaft des Euroraums macht sich noch keine Erleichterung breit. Das signalisieren aktuelle Umfrageergebnisse unter den Einkaufsmanagern (PMI). Im Oktober erzielte der umfassende „Composite PMI“ einen Wert von 50,2. Das ist ein schwacher Anstieg um 0,1 Zähler gegenüber dem Vormonat. Damit ändert sich nicht viel an dem Bild einer „verhaltenen Zuversicht“ in der EWU-Wirtschaft. Hauptsächlich wegen der globalen Handelskonflikte, dem „Brexit-Drama“ und der generellen Sorge vor einer globalen Wachstumsabkühlung bleiben die Geschäftsaussichten getrübt. Die PMI-Resultate sprechen aber auch dafür, dass die jüngsten Meldungen über mögliche (Teil-)Lösungen im Handelsstreit zwischen den USA und China noch nicht in vollem Umfang in die Umfrageergebnisse für den Oktober eingeflossen sind. Gerade diese Neuigkeiten haben aber das Potenzial, die Schlinge um die europäische Industrie ein Stück weit zu lockern. Die Entwicklung in den beiden größten EWU-Volkswirtschaften verläuft unterschiedlich. Hoffnungen auf eine durchschlagende Verbesserung in Deutschland haben sich mit den PMI-Umfrageergebnissen für den Oktober vorläufig…

Inflationsrate im Euro-Raum sinkt unter die 1,0 Prozent-Marke

Der Preisauftrieb bei den Verbraucherpreisen im Euro-Raum hat im September nachgelassen. Gemäß der Schnellschätzung belief sich die Jahresrate der Inflation im Währungsgebiet auf 0,9 Prozent. Im Vormonat lag sie noch bei 1,0 Prozent. Auf Länderebene zeigte sich einheitlich eine rückläufige Preisentwicklung. In Deutschland ging der der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) von 1,0 auf 0,9 Prozent zurück, in Frankreich sank er von 1,3 auf 1,1 Prozent. Deutlich niedriger liegt die Inflationsrate in Italien und Spanien. Die spanischen Verbraucherpreise stiegen im Jahresvergleich nur noch um 0,2 Prozent nach 0,4 Prozent im Vormonat. In Italien sank die Jahresrate von 0,5 auf 0,3 Prozent. Der Preisauftrieb ging bei den unverarbeiteten Lebensmitteln sehr deutlich zurück und für Energiegüter mussten die europäischen Verbraucher erneut weniger bezahlen als von einem Jahr. Dass im September unverarbeitete Nahrungsmittel vergleichsweise billig waren, mag daran liegen, dass im Vorjahresmonat die Ernten nach dem Dürresommer 2018 schlecht ausgefallen waren und die Lebensmittelpreise daher…

Kreditnachfrage weiterhin robust

Im zweiten Quartal dieses Jahres haben steigende Konsumausgaben der privaten Haushalte und des Staats nicht ausgereicht, um den schwächeren Außenhandelsbeitrag zu kompensieren. Daher ist die deutsche Wirtschaft gegenüber dem Winterquartal leicht um 0,1% geschrumpft. Insbesondere die exportabhängige deutsche Industrie spürt die nachlassende Nachfrage aus dem Ausland. Aber selbst aus dem Inland waren die Auftragseingänge zuletzt rückläufig. Bisher hat die Konjunkturabkühlung in Deutschland noch nicht die Kreditmärkte erfasst. Die Unternehmenskreditbestände haben auch im zweiten Quartal wieder dynamisch zugelegt. Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung ist der hohe Stellenwert, den der Bankkredit zumindest bei den mittelständischen Unternehmen in Deutschland nach wie vor hat. Zudem sorgen Ersatzinvestitionen und vor allem Investitionen in Maßnahmen zur Kapazitätserhaltung weiterhin für eine solide Kreditnachfrage, auch wenn derzeit ein Ausbau angesichts der nur durchschnittlich ausgelasteten Kapazitäten im verarbeitenden Gewerbe weniger gefragt ist. Während die Firmenkundenkreditmärkte in Deutschland und Frankreich boomen, haben sich die Rückgänge der Bestände an Unternehmenskrediten…

Inflationsrate im Euro-Raum bei 1,0 Prozent – Erwartungen an die EZB steigen

Der Preisauftrieb bei den Verbraucherpreisen im Euro-Raum hat auch im August keinen Schwung bekommen. Gemäß der Schnellschätzung von Eurostat blieb die Jahresrate der Inflation im Währungsgebiet unverändert bei 1,0 Prozent wie im Vormonat. Damit liegt die Teuerungsrate aber weiterhin deutlich unter ursprünglichen Ziel der EZB. Maßgeblichen Anteil an der schwachen Preisentwicklung haben wieder einmal die Energiegüter, die sich im Jahresvergleich verbilligten. Kein Wunder, denn einer der wesentlichen fundamentalen Treiber der Energiepreise im Warenkorb der europäischen Verbraucher, der Preis für Rohöl, notiert rund 19 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Auf Länderebene zeigte sich in den Volkswirtschaften, die ebenfalls schon erste Schätzungen zur Preisentwicklung abgegeben haben, nur eine geringe Dynamik. In Deutschland ging der der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) von 1,1 auf 1,0 Prozent zurück, in Frankreich sank er von 1,3 auf 1,2 Prozent. Die spanischen Verbraucherpreise stiegen im Jahresvergleich nur noch um 0,4 Prozent nach 0,6 Prozent im Vormonat. Allein in…

Einkaufsmanagerindizes im Euro-Raum: Zweiteilung zwischen Industrie und Dienstleistern belastet weiter

Die noch immer eingetrübte Stimmungslage in der europäischen Industrie lastet weiter auf dem Wirtschaftsgeschehen im Euro-Raum. Zwar konnte sich der Gesamtindex leicht von 51,5 auf 51,8 Punkte verbessern. Die Messzahl für das verarbeitende Gewerbe bleibt mit 47,0 Zählern trotz einer kleinen Verbesserung aber deutlich unter der neutralen Marke von 50. Das Barometer für den Dienstleistungsbereich liegt mit 53,4 Punkten dagegen komfortabel darüber. Die robuste Entwicklung der Dienstleister verhinderte bisher, dass die ausgeprägte Schwäche in der Industrie die Wirtschaft des Euro-Raums in die Tiefe zieht. Und es gibt kaum Anzeichen für ein Ende der industriellen Talfahrt, denn die Aufträge, die Beschäftigungsabsichten und die Perspektiven werden von den Einkaufsmanagern sehr negativ bewertet. Eine Ausnahme bildet Frankreich. Dort konnte sich nämlich der umfassende Composite-Index im August von 51,9 auf 52,7 Punkte verbessern. Insgesamt festigt sich damit die Stimmung in der französischen Privatwirtschaft. Auf Branchenebene verzeichneten sowohl der Index für die Dienstleister als auch…

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