Frankreich

Keine Aufbruchstimmung unter den Einkaufsmanagern im Euro-Raum

Ein schwungvoller Start in das zweite Quartal sieht anders aus. Der umfassende Composite-Einkaufsmanagerindex für den Euro-Raum ist im April leicht von 51,6 auf 51,3 Indexpunkte gesunken. Dabei gab das Stimmungsbarometer für den Dienstleistungsbereich etwas nach. Das Pendant für das verarbeitende Gewerbe stieg um 0,3 Punkte, blieb aber mit 47,8 Zählern unter der Wachstumsschwelle. Die Dienstleister in Deutschland und in Frankreich zeigten sich optimistischer, während das verarbeitende Gewerbe noch immer mit Nachfrageproblemen zu kämpfen hat. Dies dämpft den Optimismus. Die Bedenken konzentrierten sich gemäß den befragten Einkaufsmanagern auf die zunehmende politische Unsicherheit einschließlich Brexit, Handelskriege und Protektionismus. Auch der Automobilsektor wurde erneut häufig als Problembereich genannt. In der Summe hat sich an den Belastungsfaktoren in der europäischen Privatwirtschaft im April nichts geändert. Auf Basis der vorliegenden Befragungsindikatoren dürfte damit keine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums im Euro-Raum zu erwarten sein, zumal sich im Rest des Währungsgebiets die Stimmungslage zuletzt wohl schlechter entwickelt hat…

Abschwung in der Industrie des Euro-Raums verschärft sich – Einkaufsmanager bleiben skeptisch

Die Wirtschaft im Euroraum dürfte im ersten Quartal nur moderat expandiert haben. Dafür spricht die erneut gedämpfte Stimmung unter den europäischen Einkaufsmanagern. Gemäß der Umfrage von IHS Markit unter den europäischen Einkaufsmanagern verzeichnete der Index für die Industrie den stärksten Rückgang seit sechs Jahren. Der Dienstleistungssektor zeigte sich aufgrund der robusten Binnennachfrage widerstandsfähiger, aber auch hier gab die Messzahl nach. In der Summe verlor der Composite-Einkaufsmanagerindex 0,6 Zähler und notiert im März bei 51,3 Punkten. Gerade die Industrie in Deutschland und Frankreich zeigt sich dabei in ausgesprochen trüber Stimmung. In Frankreich hat sich zudem die Laune der Dienstleister verschlechtert. Im übrigen Euro-Raum hellte sich nach Angaben von IHS Markit die Stimmung dagegen etwas auf. Dennoch sind die Umfrageergebnisse eine Enttäuschung. Für eine deutliche Beschleunigung des Wirtschaftswachstums im Euro-Raum im ersten Quartal 2019 sprechen sie definitiv nicht. Dies entspricht auch unserem Prognosebild. Die deutsche Industrie hat gemäß der Umfrage unter den…

Inflationsrate im Euro-Raum: Kaum Bewegung bei der Teuerung

Die Inflationsentwicklung im Euro-Raum blieb im Februar moderat. Die Schnellschätzung wies für den abgelaufenen Monat eine Preissteigerung gegenüber dem Vorjahr von 1,5 Prozent aus. Im Januar lag die Teuerungsrate noch bei 1,4 Prozent. Ein höherer Preisanstieg wurde im Bereich Energie und bei unverarbeiteten Lebensmitteln verzeichnet, bei den Dienstleistungen schwächte sich der Preisauftrieb dagegen ab. Binnenwirtschaftlich bleibt der Preisdruck moderat, denn die Kernrate blieb mit 1,2 Prozent unverändert. Vom Inflationsziel der EZB von „unter, aber nahe 2,0 Prozent“ bleibt der Euro-Raum weiterhin ein Stück entfernt. Dies dürfte auch im Gesamtjahr so bleiben. Auch auf Länderebene zeigte sich in den Volkswirtschaften, die ebenfalls schon erste Schätzungen zur Preisentwicklung abgegeben haben, nur eine geringe Dynamik. In Deutschland blieb der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) unverändert bei 1,7 Prozent, in Frankreich stieg er leicht von 1,4 auf 1,5 Prozent. Die italienischen Verbraucherpreise legten nach 0,9 Prozent im Vormonat um 1,2 Prozent zu und in Spanien um…

Einkaufsmanagerindizes im Euro-Raum: Industrie bremst und Umfragen deuten auf weiterhin gedämpftes Wachstum hin

Insgesamt konnte sich die Stimmungslage der europäischen Einkaufsmanager im Februar leicht verbessern. Der Composite-Index stieg von 51,0 auf 51,4 Punkte. Das ist nach den jüngsten Rückgängen immerhin der höchste Wert seit drei Monaten. Dies ist aber allein auf die Dienstleister zurückzuführen, deren Stimmungsbarometer zulegen konnte. Die Messzahl für das verarbeitende Gewerbe gab dagegen nach. Mit 49,2 Zählern liegt es nicht nur unter der Wachstumsschwelle von 50, es ist auch der niedrigste Wert seit fünf Jahren und acht Monaten. Produktionsrückgänge, rückläufige Nachfrage und ein sinkendes Exportgeschäft drücken hier auf die Stimmung. Auf Basis der Umfrageergebnisse dürfte sich der Aufschwung im Euro-Raum weiter fortsetzen. Die Wachstumsraten werden aber wohl nach wie vor gedämpft bleiben. Die Stimmung der deutschen Einkaufsmanager fiel im Februar gemäß der veröffentlichten Vorabergebnisse gemischt aus. Der Composite-Index für Deutschland stieg leicht von 52,1 im Januar auf 52,7 Punkte im Februar. Aber auch dahinter steht eine deutliche Divergenz in den…

Wirtschaftswachstum im Euroraum mit ernüchternden Quartalsergebnissen

Die Konjunkturdelle im Euroraum hat sich auf das vierte Quartal 2018 ausgeweitet. So verharrte das Wirtschaftswachstum gegenüber dem Vorquartal bei schwachen 0,2%. Die Sorge vor einem möglichen „Hard-Brexit“, neue EU-Abgasvorschriften und die schwelenden internationalen Handelskonflikte haben die Konjunktur der meisten Volkswirtschaften im Währungsgebiet gedämpft. Vor allem die drei größten Euroländer – Deutschland, Frankreich und auch Italien – haben das Wirtschaftswachstum gebremst. Die im Euroraum konjunkturell schwächere zweite Jahreshälfte 2018 hat auch den Jahresdurchschnitt merklich nach unten gezogen: Nach einem gesamtwirtschaftlichen Wachstum von 2,4% für 2017 reichte es im vergangenen Jahr nur noch zu einem Plus von 1,8%. Der Ausblick für das laufende Jahr bleibt ebenfalls verhalten. Das Klima in der Privatwirtschaft fiel zuletzt – vorsichtig ausgedrückt – nur „leicht zuversichtlich“ aus. Unter dieser Annahme dürfte für das Gesamtjahr 2019 im Euroraum eine Abkühlung auf rund 1% Wirtschaftswachstum bevorstehen. Für Deutschland gibt es bisher keine offizielle Quartalszahl für das Jahresende 2018….

Stimmung im Euro-Raum: Deutschland leicht verbessert, Frankreich rutscht weiter ab

Ein guter Start in das neue Jahr sieht anders aus. Das Stimmungsbarometer der Einkaufsmanagerindizes im Januar zeigt zwar nur eine leichte Eintrübung für den gesamten Euro-Raum und lässt sich insgesamt noch mit den Worten „vorsichtig zuversichtlich“ umschreiben. Aber eine ganze Reihe von greifbaren Risiken erdrückt ein mögliches Aufkeimen von Optimismus. Da ist die Sorge vor einem versehentlichen „Hard-Brexit“, den neuen EU-Abgasvorschriften und dem noch nicht in Vergessenheit geratenen Dieselskandal, dem anhaltend schwelenden US-Handelsstreit sowie der zu beobachtenden Abkühlung der Globalkonjunktur. Es wundert daher nicht, dass sich das Klima auch im Januar nochmals eingetrübt hat. Der Gesamtindex, der sogenannte Einkaufsmanager-„Composite“-Index, verliert 0,4 Punkte und notiert bei 50,7 Zählern – ein weiterhin verhaltenes Stimmungsbild, das auf ein schwaches Wirtschaftswachstum hinweist. In Deutschland bleibt nach den schwachen Konjunkturdaten in der zweiten Jahreshälfte 2018 das Hoffen auf einen baldigen positiven Stimmungsumschwung. Nach den Ergebnissen der Einkaufsmanagerbefragungen für Januar sieht es zumindest nach einer Verschnaufpause aus….

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