Frankreich

Inflationsrate im Euro-Raum sinkt unter die 1,0 Prozent-Marke

Der Preisauftrieb bei den Verbraucherpreisen im Euro-Raum hat im September nachgelassen. Gemäß der Schnellschätzung belief sich die Jahresrate der Inflation im Währungsgebiet auf 0,9 Prozent. Im Vormonat lag sie noch bei 1,0 Prozent. Auf Länderebene zeigte sich einheitlich eine rückläufige Preisentwicklung. In Deutschland ging der der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) von 1,0 auf 0,9 Prozent zurück, in Frankreich sank er von 1,3 auf 1,1 Prozent. Deutlich niedriger liegt die Inflationsrate in Italien und Spanien. Die spanischen Verbraucherpreise stiegen im Jahresvergleich nur noch um 0,2 Prozent nach 0,4 Prozent im Vormonat. In Italien sank die Jahresrate von 0,5 auf 0,3 Prozent. Der Preisauftrieb ging bei den unverarbeiteten Lebensmitteln sehr deutlich zurück und für Energiegüter mussten die europäischen Verbraucher erneut weniger bezahlen als von einem Jahr. Dass im September unverarbeitete Nahrungsmittel vergleichsweise billig waren, mag daran liegen, dass im Vorjahresmonat die Ernten nach dem Dürresommer 2018 schlecht ausgefallen waren und die Lebensmittelpreise daher…

Kreditnachfrage weiterhin robust

Im zweiten Quartal dieses Jahres haben steigende Konsumausgaben der privaten Haushalte und des Staats nicht ausgereicht, um den schwächeren Außenhandelsbeitrag zu kompensieren. Daher ist die deutsche Wirtschaft gegenüber dem Winterquartal leicht um 0,1% geschrumpft. Insbesondere die exportabhängige deutsche Industrie spürt die nachlassende Nachfrage aus dem Ausland. Aber selbst aus dem Inland waren die Auftragseingänge zuletzt rückläufig. Bisher hat die Konjunkturabkühlung in Deutschland noch nicht die Kreditmärkte erfasst. Die Unternehmenskreditbestände haben auch im zweiten Quartal wieder dynamisch zugelegt. Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung ist der hohe Stellenwert, den der Bankkredit zumindest bei den mittelständischen Unternehmen in Deutschland nach wie vor hat. Zudem sorgen Ersatzinvestitionen und vor allem Investitionen in Maßnahmen zur Kapazitätserhaltung weiterhin für eine solide Kreditnachfrage, auch wenn derzeit ein Ausbau angesichts der nur durchschnittlich ausgelasteten Kapazitäten im verarbeitenden Gewerbe weniger gefragt ist. Während die Firmenkundenkreditmärkte in Deutschland und Frankreich boomen, haben sich die Rückgänge der Bestände an Unternehmenskrediten…

Inflationsrate im Euro-Raum bei 1,0 Prozent – Erwartungen an die EZB steigen

Der Preisauftrieb bei den Verbraucherpreisen im Euro-Raum hat auch im August keinen Schwung bekommen. Gemäß der Schnellschätzung von Eurostat blieb die Jahresrate der Inflation im Währungsgebiet unverändert bei 1,0 Prozent wie im Vormonat. Damit liegt die Teuerungsrate aber weiterhin deutlich unter ursprünglichen Ziel der EZB. Maßgeblichen Anteil an der schwachen Preisentwicklung haben wieder einmal die Energiegüter, die sich im Jahresvergleich verbilligten. Kein Wunder, denn einer der wesentlichen fundamentalen Treiber der Energiepreise im Warenkorb der europäischen Verbraucher, der Preis für Rohöl, notiert rund 19 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Auf Länderebene zeigte sich in den Volkswirtschaften, die ebenfalls schon erste Schätzungen zur Preisentwicklung abgegeben haben, nur eine geringe Dynamik. In Deutschland ging der der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) von 1,1 auf 1,0 Prozent zurück, in Frankreich sank er von 1,3 auf 1,2 Prozent. Die spanischen Verbraucherpreise stiegen im Jahresvergleich nur noch um 0,4 Prozent nach 0,6 Prozent im Vormonat. Allein in…

Einkaufsmanagerindizes im Euro-Raum: Zweiteilung zwischen Industrie und Dienstleistern belastet weiter

Die noch immer eingetrübte Stimmungslage in der europäischen Industrie lastet weiter auf dem Wirtschaftsgeschehen im Euro-Raum. Zwar konnte sich der Gesamtindex leicht von 51,5 auf 51,8 Punkte verbessern. Die Messzahl für das verarbeitende Gewerbe bleibt mit 47,0 Zählern trotz einer kleinen Verbesserung aber deutlich unter der neutralen Marke von 50. Das Barometer für den Dienstleistungsbereich liegt mit 53,4 Punkten dagegen komfortabel darüber. Die robuste Entwicklung der Dienstleister verhinderte bisher, dass die ausgeprägte Schwäche in der Industrie die Wirtschaft des Euro-Raums in die Tiefe zieht. Und es gibt kaum Anzeichen für ein Ende der industriellen Talfahrt, denn die Aufträge, die Beschäftigungsabsichten und die Perspektiven werden von den Einkaufsmanagern sehr negativ bewertet. Eine Ausnahme bildet Frankreich. Dort konnte sich nämlich der umfassende Composite-Index im August von 51,9 auf 52,7 Punkte verbessern. Insgesamt festigt sich damit die Stimmung in der französischen Privatwirtschaft. Auf Branchenebene verzeichneten sowohl der Index für die Dienstleister als auch…

Euroraum: Konjunktur und Inflation „geht die Puste aus“ – Italien bleibt Wachstumsschlusslicht

Das Wirtschaftswachstum im Euroraum hat sich im Frühjahr merklich abgebremst. Mit mageren 0,2% gegenüber dem Vorquartal lag der Zuwachs nur noch halb so hoch wie im ersten Quartal 2019. Details stehen mit der Vorabschätzung zwar noch nicht zur Verfügung. Offenbar stützte aber weiterhin die Binnennachfrage, während die Nettoexporte wohl eher gebremst haben. Das deckt sich mit dem generellen Bild eines eher schwierigen internationalen Umfelds, das durch geopolitische Konjunkturrisiken und protektionistische Tendenzen gehemmt wird. Ein Garant für eine stetige Binnennachfrage im Euroraum bleibt – zumindest vorerst – der gut laufende Arbeitsmarkt sowie allmählich steigende Löhne. Aber auch der anhaltende Boom im Bausektor hält die Investitionstätigkeit aufrecht. Erste Länderergebnisse hatten das geschwächte Quartalsergebnis für den Euroraum bereits angedeutet. So ging das Wirtschaftswachstum in Frankreich von 0,3% auf 0,2% zurück. Italien stagniert und dürfte damit weiterhin zu den konjunkturellen Schlusslichtern im Währungsgebiet gehören. Spanien wird zwar mit 0,5% wieder zu der vorderen Riege…

Industrie zieht Privatwirtschaft im Euro-Raum nach unten

Die Stimmungslage der europäischen Einkaufsmanager hat sich im Juli gemäß der Umfrage von IHS Markit weiter eingetrübt. Während die Messzahl für die Industrie nachgab und auf den niedrigsten Wert seit mehr als sechs Jahren rutschte (46,4 Punkte), hält sich die Stimmung der Dienstleister trotz eines leichten Rückgangs auf einem komfortablen Niveau (53,3 Punkte). Der umfassende Composite Index notiert damit bei 51,5 Punkte nach 52,2 Zählern im Vormonat. Die ausgeprägte Schwäche in der Industrie ist vor allem auf die schlechte Stimmungslage in Deutschland zurückzuführen. Angesichts dessen ist zu Beginn des dritten Quartals auf Basis der Umfrageergebnisse nicht mit einer konjunkturellen Erholung zu rechnen. In Deutschland bleibt die Zweiteilung der Stimmungslage zwischen Industrie und Dienstleistern bestehen, denn der Index für die Industrie sank mit 43,1 Punkten auf den niedrigsten Wert seit Juli 2012. Das Stimmungsbarometer für den Service-Bereich gab auch nach, es bleibt aber mit 55,4 Punkten noch komfortabel im Expansionsbereich. Der…

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