Frankreich

Einkaufsmanagerindizes im Euro-Raum: Verschnaufpause im Februar

Gemäß den vorläufigen Ergebnissen der Einkaufsmanagerbefragung im Euro-Raum gaben die Stimmungsbarometer auf weiterhin hohem Niveau gegenüber dem Vormonat leicht nach. Der kleine Rückgang ist nicht verwunderlich. Nach der Stimmungsverbesserung im vergangenen Jahr ist eine Korrektur durchaus zu erwarten gewesen. Es mag auch sein, dass gerade im Exportgeschäft der inzwischen gestiegene Außenwert des Euro zum US-Dollar die Nachfrage etwas gedämpft hat. Trotzdem bleibt der Aufschwung intakt. Der zusammengefasste Composite-Index für den Euro-Raum gab im Februar gemäß den vorläufigen Zahlen leicht von 58,8 auf 57,5 Indexpunkte nach. Dahinter stehen jeweils leichte Rückgänge bei der Industrie und bei den Dienstleistern, die beide von einem ordentlichen, aber geringeren Plus bei den Auftragseingängen berichten. Dieses Bild zeigt sich nicht nur in Frankreich und in Deutschland, sondern auch in den anderen von der Umfrage erfassten Volkswirtschaften. Deren Ergebnisse werden aber erst zu Beginn des kommenden Monats veröffentlicht In Deutschland ging es leicht nach unten. Die beiden…

Inflationsrate im Euro-Raum: Wechselkurs schlägt Ölpreis

Im Januar ging die Inflationsrate im Euro-Raum leicht zurück. Sie sank von +1,4 Prozent im Dezember auf aktuell +1,3 Prozent. Dies scheint auf den ersten Blick überraschend, angesichts des inzwischen im Vorjahresvergleich deutlich gestiegenen Ölpreises. Da aber zeitgleich der Außenwert des Euro zum US-Dollar ebenfalls deutlich zugenommen hatte, wurde der Ölpreisanstieg in Euro gedämpft. Der aktuell hohe Wechselkurs hat damit spürbare Auswirkungen auf die Verbraucherpreisentwicklung. Importe von außerhalb des Euro-Raums werden in der Tendenz billiger. Weiter steigen dürfte der Wechselkurs aber erstmal nicht. Wir rechnen für die kommenden Monate daher wieder mit einer leicht anziehenden Inflationsrate, große Bewegungen erwarten wir aber nicht. Im Januar notierte der Ölpreis der für Europa auschlaggebenden Sorte Brent durchschnittlich mit knapp 69 US-Dollar rund 25 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar lag bei rund 1,22 Dollar je Euro. Im Januar 2017 lag er noch bei 1,06 Dollar je Euro. Der Anstieg…

Euro-Konjunktur bleibt auch im vierten Quartal schwungvoll

Die konjunkturelle Entwicklung im Euro-Raum bleibt unter Dampf. Im Schlussquartal 2017 wurde mit +0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal erneut ein robustes Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) ausgewiesen. Im Vergleich zum Sommerquartal mit +0,7 Prozent gab die Dynamik aber leicht nach. Für das Gesamtjahr 2017 summieren sich die Quartalsergebnisse auf sehr solide +2,5 Prozent Wirtschaftswachstum gegenüber 2016. Mit der Vorabschätzung wurden zwar noch keine Details zu den einzelnen Komponenten veröffentlicht. „Harte“ Daten, wie beispielsweise die Industrieproduktion oder die Handelsbilanz, weisen jedoch darauf hin, dass die hohe Dynamik wohl eher vom Binnenkonsum gestützt wurde. Erfreulich ist dabei der hohe Produktionsanstieg an Investitionsgütern vom November 2017. Eine höhere Nachfrage insbesondere nach Ausrüstungsinvestitionen kann als ein positives Signal für die potentielle Ausweitung der Produktivität einer Volkswirtschaft gewertet werden. Das Produktivitätswachstum im Euro-Raum blieb in den vergangenen Jahren sichtbar gedämpft. Die ersten Länderergebnisse unterstreichen die robuste Wachstumsdynamik im Währungsgebiet. Das einstige „Sorgenkind“ Frankreich konnte dem Konjunkturmotor sogar noch ein…

Einkaufsmanagerindex im Euro-Raum: Die Wachstumsparty kann auch 2018 weitergehen

Der Jahreswechsel 2017/2018 hat der ausgesprochen optimistischen Stimmungslage im Euro-Raum nichts anhaben können. Die Vorabveröffentlichung der Ergebnisse der Einkaufsmanagerbefragung in der EWU zeigt weiterhin ein sehr optimistisches Stimmungsbild. Ein leichter Rückgang des Index für das Verarbeitenden Gewerbe wurde durch bessere Ergebnisse bei den Dienstleistern ausgeglichen. Der Composite-Index, der die Einschätzungen aus beiden Bereichen komprimiert stieg deshalb von 58,1 auf 58,6 Punkte. Das ist der höchste Wert seit 139 Monaten! Insgesamt deuten die Bewertungen der Auftragseingänge, der Beschäftigungsabsichten und der Auftragspolster weiter auf Wachstum hin. Dieses könnte jedoch im laufenden Jahr von einer kräftigeren Inflationsentwicklung begleitet werden, denn die Einkaufsmanager berichteten von deutlich gestiegen Preisen auf der Einkaufsseite, die laut Umfrage zu der stärksten Anhebung der Verkaufspreise seit 2011 geführt haben. Die Länderangaben von IHS Markit zeigen, dass die Composite-Indikatoren in Deutschland und Frankreich auf hohem Niveau sich nur wenig bewegten. Demnach dürfte es im Rest des Euro-Raums nochmal ein Stück…

Inflationsrate im Euroraum: Energiepreise sorgen für nur kleinen Anstieg

Die heutige Schnellschätzung für die Entwicklung der Verbraucherpreise im November wies eine Inflationsrate von +1,5 Prozent aus. Im Vormonat hatte sie noch bei +1,4 gelegen. Damit hat sich Inflationsrate dem eigentlichen Ziel der europäischen Zentralbank (EZB) für Verbraucherpreisentwicklung von „unter aber nahe 2 Prozent“ zwar wieder etwas angenähert. Dass sie dies aber in den kommenden Monaten erreicht und dauerhaft in allen Mitgliedsländern dort bleibt, darf weiterhin bezweifelt werden. Der zugrundeliegende Trend in den EWU-Ländern ist derzeit einheitlich: Höhere Preise für Energie sorgen für einen leichten Anstieg der Inflationsrate. Der Preisauftrieb in den anderen Güter- und Dienstleistungsbereichen fiel weitestgehend verhalten aus.  Gemäß ersten Schätzungen für den November lag die Inflationsrate – gemessen am europaweit einheitlich ermittelten Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) – in Deutschland bei +1,8 Prozent, in Spanien bei +1,7 Prozent, in Frankreich bei +1,3 Prozent und in Italien bei +1,1 Prozent. Dies zeigt, dass das Inflationsniveau auf Länderebene weiterhin deutlich auseinanderklafft….

Stimmung der Einkaufsmanager im Euro-Raum kennt kein Halten

    Die schon in den vergangenen Monaten sehr gute Stimmung unter den europäischen Einkaufsmanagern hat sich im November nochmal verbessert. Sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungsbereich zogen die jeweiligen Stimmungsbarometer nochmal an. In beiden Sektoren führen gemäß der vorläufigen Ergebnisse Kapazitätsengpässe zu einem verstärkten Beschäftigungsaufbau, der im November so stark ausgefallen ist, wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Damit festigt sich nicht nur der konjunkturelle Aufschwung, er gewinnt mehr und mehr an Breite. Der zusammengefasste Composite-Index für den Euro-Raum stieg von 56,0 auf 57,5 Indexpunkte. Das ist der höchste Stand seit 79 Monaten! Auftragslage, Produktion und Beschäftigungsabsichten werden durchweg sehr gut bewertet. Die betrifft vor allem die wirtschaftlichen Schwergewichte Deutschland und Frankreich. In Deutschland dürfte die konjunkturelle Dynamik aufgrund der Befragungsergebnisse auch im Schlussquartal ungebrochen stark bleiben. Die Ampel steht bei Produktion, Auftragslage und Beschäftigung tief im grünen Bereich. In der Industrie stieg das Stimmungsbarometer um…

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