Frankreich

Einkaufsmanager in der EWU zeigen sich verhalten optimistisch

Auf den ersten Blick bleibt die Stimmungslage unter den Einkaufsmanagern zu Beginn des neuen Jahres 2020 gemäß der Umfrage von IHS Markit im Euro-Raum gedämpft. Der umfassende Composite-Einkaufsmanagerindex zur Lage in der Industrie und im Dienstleistungsbereich blieb mit 50,9 Punkten im Januar laut der Vorabveröffentlichung auf dem Niveau des Vormonats. Im Detail zeigt sich aber eine Aufhellung der Geschäftsaussichten, die sich wohl auch aufgrund der ersten Deeskalation im pazifischen Handelsstreit verbesserten. Ein weiterer Lichtblick ist die Entwicklung der Auftragseingänge, die die befragten Einkaufsmanager nicht mehr so pessimistisch bewerten wie noch in den Vormonaten. Dies lässt zumindest für den weiteren Jahresverlauf hoffen, dass die Konjunktur im Euro-Raum das Schlimmste hinter sich hat und sich weiter stabilisiert. Zwar bleibt die Zweiteilung mit einer schwachen Industrie auf der einen Seite und einem Dienstleistungssektor, der maßgeblich das Wachstum trägt, auf der anderen Seite erhalten. Aber die Rückgänge in der Industrie verlieren an Schärfe. Aufträge…

Einkaufsmanagerindizes im Euro-Raum: keine Verbesserung im Dezember

Der umfassende Composite-Einkaufsmanagerindex für den Euro-Raum blieb gemäß der Umfrage von IHS Markit im Dezember mit 50,6 Indexpunkten unverändert. Die Messzahl liegt damit über der neutralen Marke von 50 Punkten, allerdings nur knapp. Die Industrie befindet sich gemäß den Umfrageergebnissen in der Rezession und bremst immer noch, während der Dienstleistungsbereich weiter zulegen kann. Auf Länderebene schneidet Frankreich in der Erhebung erneut besser ab als Deutschland. Nach Angaben von IHS Markit blieb die Stimmungslage im restlichen Euro-Raum auf dem schwachen Niveau des Vormonats. Eine Wende zu einer stärkeren Konjunkturdynamik zeichnet sich zum Jahresende 2019 nicht ab. Wir sehen damit unser verhaltenes Wachstumsbild für das Währungsgebiet mit schwachen, aber positiven Zuwachsraten in den kommenden Quartalen bestätigt. Gemessen am Composite-Einkaufsmanager für Deutschland, bleibt die Stimmungslage in der deutschen Privatwirtschaft im Dezember getrübt. Mit 49,4 Indexpunkten änderte sich die Messzahl gegenüber dem Vormonat nicht. Dabei waren die Dienstleister zuletzt wieder etwas optimistischer, im Industriebereich…

Einer gegen alle – einer für alle

In unserem westlichen Nachbarland gehen die Menschen deutlich häufiger auf die Barrikaden als diesseits des Rheins. Daran haben wir uns nicht erst in den letzten Jahren gewöhnt. Aktuell führt ein großflächiger Streik in Frankreich wieder einmal zu geschlossenen Schulen und einem zusammenbrechenden Nah- und Fernverkehr, vor allem im Großraum Paris. Das ist – insbesondere in der heißen Phase des Weihnachtsgeschäftes – auch wirtschaftlich eine große Herausforderung. Politisch geht es um die geplante Rentenreform der Regierung. Diese ist dringend notwendig, vor allem angesichts der vergleichsweise hohen Kosten des französischen Rentensystems und des sehr frühen Ruhestands in einigen Berufsgruppen. Doch in Frankreich werden auch Partikularinteressen seit jeher mit großer Militanz verteidigt. Den Protesten schließen sich nicht nur die in der Defensive befindlichen Gewerkschaften, sondern auch die erstarkten Populisten von rechts und links außen an. Präsident Macron steht mit den Seinen relativ allein in der Mitte und muss dem Druck standhalten. Wir alle…

Inflationsrate im Euroraum verlässt Dreijahrestief

Im November hat sich die Inflationsrate wieder etwas erhöht. Gemäß der Schnellschätzung lag im abgelaufenen Monat die Steigerungsrate der Verbraucherpreise im Euroraum bei 1,0%, nach 0,7% im Vormonat. Dieser Anstieg der Inflation ist auf eine stärkere Dynamik bei den Preisen von unverarbeiteten Lebensmitteln und Dienstleistungen zurückzuführen. Die Preisentwicklung der sonstigen Güter blieb moderat. Dagegen sanken die Energiepreise erneut in einem ähnlichen Umfang wie schon im Vormonat. Dies ist vor allem auf die im Jahresvergleich niedrigere Notierung von Rohöl zurückzuführen, was sich an den Tankstellen bemerkbar machte. In allen großen Mitgliedsländern hat sich die Teuerungsrate zuletzt etwas beschleunigt. In Deutschland und Frankreich stieg die Jahresrate jeweils von 0,9% auf 1,2% an. In Spanien stieg die Rate von 0,2% auf 0,5% und in Italien von 0,2% auf 0,4%. Insgesamt bleibt die Inflationsentwicklung im Euroraum trotz des jüngsten Anstiegs aber weiterhin verhalten. Im Falle der stärkeren Preisdynamik bei Lebensmitteln und Dienstleistungen dürfte es…

Frankreich versus Deutschland: Mehr Staat ist keine Alternative

Die französische Volkswirtschaft hat sich in den letzten Quartalen vergleichsweise robust geschlagen. Zwischen Juli und September lag die Zuwachsrate wie schon in den Vorquartalen bei 0,3%. Die deutsche Volkswirtschaft wuchs dagegen nur um 0,1% und entging damit knapp einer technischen Rezession. Nach den Gründen für die unterschiedliche Entwicklung der beiden Schwergewichte der Europäischen Währungsunion muss man nicht lange suchen. Während die binnenwirtschaftliche Entwicklung in Frankreich traditionell eine große Rolle spielt, beruhte das vergleichsweise kräftige Wirtschaftswachstum in Deutschland in den vergangenen Jahren bis 2017 maßgeblich auf einer gut laufenden Exportindustrie. Die Exporte in Deutschland machen immerhin fast 50% des Bruttoinlandsprodukts aus, in Frankreich nur 30%. Auch die Bedeutung der Industrie ist in Deutschland mit einem Wertschöpfungsanteil von 24% wesentlich höher als in Frankreich mit 12%. Die relative Dominanz des Exportsektors und der Industrie in Deutschland erweist sich in Zeiten von Handelsstreitigkeiten und Brexit-Unsicherheiten als eine wichtige Ursache für die konjunkturelle Schwäche….

Industrie lastet weiterhin auf der Stimmung der Einkaufsmanager im Euro-Raum

Eine Aufbruchstimmung lässt sich aus den Daten der November-Umfrage von IHS Markit unter den europäischen Einkaufsmanagern bestimmt nicht ablesen. Der umfassende Composite Index gab 0,3 Zähler nach und sank auf 50,3 Indexpunkte. Dabei fiel die Messzahl für die Dienstleister Der Index für die Industrie konnte zwar zulegen, er blieb aber mit 46,6 Punkten weiterhin deutlich unter der neutralen Marke von 50 Zählern. Die Industrie leidet noch immer unter der rückläufigen Nachfrage, vor allem aus dem Ausland. Der noch immer wachsende Dienstleistungsbereich droht aber immer mehr von der anhaltenden Krise in der Industrie in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Hier legten die Beschäftigungsabsichten kaum noch zu. Der deutsche Composite-Index blieb trotz Verbesserung um 0,3 Zähler mit 49,2 Punkten weiterhin unterhalb der neutralen Marke von 50 Indexpunkten. Die Stimmung der Dienstleister gab leicht nach und fiel so niedrig aus wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr. Die Messzahl für die Industrie konnte…

1 2 12