Frankreich

Stimmung der Einkaufsmanager im Euro-Raum kennt kein Halten

    Die schon in den vergangenen Monaten sehr gute Stimmung unter den europäischen Einkaufsmanagern hat sich im November nochmal verbessert. Sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungsbereich zogen die jeweiligen Stimmungsbarometer nochmal an. In beiden Sektoren führen gemäß der vorläufigen Ergebnisse Kapazitätsengpässe zu einem verstärkten Beschäftigungsaufbau, der im November so stark ausgefallen ist, wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Damit festigt sich nicht nur der konjunkturelle Aufschwung, er gewinnt mehr und mehr an Breite. Der zusammengefasste Composite-Index für den Euro-Raum stieg von 56,0 auf 57,5 Indexpunkte. Das ist der höchste Stand seit 79 Monaten! Auftragslage, Produktion und Beschäftigungsabsichten werden durchweg sehr gut bewertet. Die betrifft vor allem die wirtschaftlichen Schwergewichte Deutschland und Frankreich. In Deutschland dürfte die konjunkturelle Dynamik aufgrund der Befragungsergebnisse auch im Schlussquartal ungebrochen stark bleiben. Die Ampel steht bei Produktion, Auftragslage und Beschäftigung tief im grünen Bereich. In der Industrie stieg das Stimmungsbarometer um…

Einkaufsmanagerindizes im Euro-Raum: Leichte Abkühlung auf hohem Niveau

Zu Beginn des vierten Quartals hat sich in der Summe die Stimmung der Einkaufsmanager etwas eingetrübt. Der zusammengefasste Composite-Index für den Euro-Raum sank von 56,7 auf 55,9 Indexpunkte. Er bleibt damit aber komfortabel über der Wachstumsschwelle von 50 Indexpunkten. Während die vorläufigen Ergebnisse für den Dienstleistungsbereich einen Rückgang ausweisen, stieg das Stimmungsbarometer für das verarbeitende Gewerbe dagegen nochmal an. Während sich die Abkühlung auch in den deutschen Umfragewerten zeigt, verbesserte sich die Stimmung in Frankreich. Vor diesem Hintergrund ist zu erwarten, dass die Einkaufsmanagerindizes in den übrigen Euro-Ländern, die kommende Woche veröffentlicht werden, in der Tendenz ebenfalls schwächer tendieren dürften. In Deutschland zeigt die Einkaufsmanagerbefragung eine leichte Abkühlung der Stimmungsbarometer, allerdings noch immer auf einem sehr hohen Niveau. Der umfassende Composite-Index verlor 0,8 Punkte und notiert damit im Oktober bei 57,7 Zählern. Dabei moderierte sich die Stimmung sowohl im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich leicht. Zuversichtlich stimmt dennoch, dass die…

Macron treibt Europa an

Die Diskussion über die Zukunft Europas nimmt nach einer längeren Ruhephase endlich wieder Fahrt auf. Mitte September präsentierte Kommissionspräsident Jean-Claude Junker seiner Vorstellungen, wie er die EU demokratischer und handlungsfähiger machen will. Vor wenigen Tagen ging der französische Präsident Macron noch deutlich weiter: Er will Zusammenarbeit in der Union erheblich ausweiten und fordert nicht weniger als eine „Neugründung“ der EU. Macron lässt damit das System Merkel ziemlich „veraltet“ aussehen. Merkel ist in der Vergangenheit nur selten mutig vorangegangen. Sie hat sich eher in kleinsten Schritten vorangetastet. Und auch jetzt, nach der Bundestagswahl, ist sie nicht wirklich handlungsfähig. Sie steht vor komplizierten, vermutlich langwierigen Koalitionsverhandlungen. Die Positionen ihrer möglichen Koalitionspartner liegen sehr weit auseinander. Daher ist es interessant, dass Macrons Rede auch als Zeichen zu verstehen war, dass man in ganz Europa mit Frankreich als politische Führungsmacht wieder rechnen kann. Europa ist dabei sich vom System Merkel zu emanzipieren. Dies ist…

Inflationsrate im Euroraum ohne Bewegung – EZB Ziel bleibt unerreicht

      Im September blieb die Inflationsrate im Euro-Raum nach vorläufigen Berechnungen mit +1,5 genauso hoch wie im Vormonat. Auf Länderebene zeigt die Teuerungsrate der Verbraucherpreise ebenfalls nur wenig Bewegung. In den kommenden Monaten dürfte die Inflationsrate in der Tendenz sogar leicht schwächer tendieren. Der binnenwirtschaftliche Lohndruck bleibt allenfalls moderat und das höhere Wechselkursniveau des Euro zum US-Dollar dürfte über niedrigere Importpreise den Preisdruck gedämpft halten, auch bei den Energieimporten. In den großen Mitgliedsländern der EWU, die ebenfalls eine Schnellschätzung für den September vorgelegt haben, war die Entwicklung der Inflationsrate unspektakulär. Die deutschen Verbraucherpreise stiegen gemäß der europäisch harmonisierten Berechnungsmethode (Harmonisierter Verbraucherpreisindex HVPI) gegenüber dem Vorjahresmonat um +1,8 Prozent. Damit war die Inflationsrate genauso hoch wie im August. In Frankreich erhöhte sich die Inflationsrate auf niedrigerem Niveau von +1,0 auf +1,1 Prozent. In Italien ging sie leicht um 0,1 Prozentpunkte auf +1,3 Prozent zurück, genauso wie in Spanien, wo…

Goldilock im Euroraum – stabiles Wachstum bei moderater Inflation

Die positiven Wachstumsaussichten halten an. Dies gilt für Deutschland wie für den gesamten Euroraum. Erfreulich ist die gute Entwicklung in Frankreich. Hier scheint sich die gute Stimmung nach den Präsidentschaftswahlen langsam in den realwirtschaftlichen Indikatoren widerzuspiegeln. Zudem macht Frankreich auch bei der Reform der Arbeitsmärkte vorschritte, ohne das es zu massiven Streiks oder Protesten gekommen ist. Dies sollte auch in den kommenden Quartelen sich positiv auf die realwirtschaftliche Entwicklung auswirken. Die gute realwirtschaftliche Entwicklung geht weiterhin einher mit einer sehr moderaten Preisentwicklung. Die Inflationsraten sind weiterhin relativ niedrig. Dies gibt der EZB genügend Spielraum die Zinsen auch weiterhin auf dem sehr niedrigem Niveau zu belassen. Was an den Finanz und Immobilenmärkten sicherlich mit Freude registriert werden dürfte.

Einkaufsmanagerindizes im Euro-Raum steigen unbeeindruckt weiter

Die europäischen Einkaufsmanagerindizes signalisieren für das dritte Quartal weiterhin eine gute wirtschaftliche Lage im Euro-Raum. Nach etwas schwächeren Stimmungswerten bei den Dienstleistern in den Vormonaten, waren die Serviceanbieter im September wieder zuversichtlicher. Die Industrie zeigt sich ungebrochen kräftig und übernimmt immer mehr die Rolle des konjunkturellen Zugpferds. Der höhere Außenwert des Euro spielt hier scheinbar keine Rolle. Im Quartalsmittel fällt die Beurteilung der Einkaufsmanager – gemessen am Composite-Index – zwar leicht niedriger aus als im Vorquartal, trotzdem stehen die Zeichen gemäß der Umfrage weiterhin sehr deutlich auf Wachstum. Der zusammengefasste Composite-Index für den Euro-Raum stieg von 55,7 auf 56,7 Indexpunkte, das ist der höchste Stand seit vier Monaten. Dabei legten sowohl das Stimmungsbarometer für den Dienstleistungsbereich als auch der Index für die Industrie zu. In der Industrie wurde sogar der höchste Wert seit 77 Monaten erreicht. Auftragslage, Produktion und Beschäftigungsabsichten werden durchweg sehr günstig bewertet. Der kräftigen Konjunkturerholung steht damit…

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