Frankreich

Einkaufsmanagerindizes im Euro-Raum: keine Verbesserung im Dezember

Der umfassende Composite-Einkaufsmanagerindex für den Euro-Raum blieb gemäß der Umfrage von IHS Markit im Dezember mit 50,6 Indexpunkten unverändert. Die Messzahl liegt damit über der neutralen Marke von 50 Punkten, allerdings nur knapp. Die Industrie befindet sich gemäß den Umfrageergebnissen in der Rezession und bremst immer noch, während der Dienstleistungsbereich weiter zulegen kann. Auf Länderebene schneidet Frankreich in der Erhebung erneut besser ab als Deutschland. Nach Angaben von IHS Markit blieb die Stimmungslage im restlichen Euro-Raum auf dem schwachen Niveau des Vormonats. Eine Wende zu einer stärkeren Konjunkturdynamik zeichnet sich zum Jahresende 2019 nicht ab. Wir sehen damit unser verhaltenes Wachstumsbild für das Währungsgebiet mit schwachen, aber positiven Zuwachsraten in den kommenden Quartalen bestätigt. Gemessen am Composite-Einkaufsmanager für Deutschland, bleibt die Stimmungslage in der deutschen Privatwirtschaft im Dezember getrübt. Mit 49,4 Indexpunkten änderte sich die Messzahl gegenüber dem Vormonat nicht. Dabei waren die Dienstleister zuletzt wieder etwas optimistischer, im Industriebereich…

Einer gegen alle – einer für alle

In unserem westlichen Nachbarland gehen die Menschen deutlich häufiger auf die Barrikaden als diesseits des Rheins. Daran haben wir uns nicht erst in den letzten Jahren gewöhnt. Aktuell führt ein großflächiger Streik in Frankreich wieder einmal zu geschlossenen Schulen und einem zusammenbrechenden Nah- und Fernverkehr, vor allem im Großraum Paris. Das ist – insbesondere in der heißen Phase des Weihnachtsgeschäftes – auch wirtschaftlich eine große Herausforderung. Politisch geht es um die geplante Rentenreform der Regierung. Diese ist dringend notwendig, vor allem angesichts der vergleichsweise hohen Kosten des französischen Rentensystems und des sehr frühen Ruhestands in einigen Berufsgruppen. Doch in Frankreich werden auch Partikularinteressen seit jeher mit großer Militanz verteidigt. Den Protesten schließen sich nicht nur die in der Defensive befindlichen Gewerkschaften, sondern auch die erstarkten Populisten von rechts und links außen an. Präsident Macron steht mit den Seinen relativ allein in der Mitte und muss dem Druck standhalten. Wir alle…

Inflationsrate im Euroraum verlässt Dreijahrestief

Im November hat sich die Inflationsrate wieder etwas erhöht. Gemäß der Schnellschätzung lag im abgelaufenen Monat die Steigerungsrate der Verbraucherpreise im Euroraum bei 1,0%, nach 0,7% im Vormonat. Dieser Anstieg der Inflation ist auf eine stärkere Dynamik bei den Preisen von unverarbeiteten Lebensmitteln und Dienstleistungen zurückzuführen. Die Preisentwicklung der sonstigen Güter blieb moderat. Dagegen sanken die Energiepreise erneut in einem ähnlichen Umfang wie schon im Vormonat. Dies ist vor allem auf die im Jahresvergleich niedrigere Notierung von Rohöl zurückzuführen, was sich an den Tankstellen bemerkbar machte. In allen großen Mitgliedsländern hat sich die Teuerungsrate zuletzt etwas beschleunigt. In Deutschland und Frankreich stieg die Jahresrate jeweils von 0,9% auf 1,2% an. In Spanien stieg die Rate von 0,2% auf 0,5% und in Italien von 0,2% auf 0,4%. Insgesamt bleibt die Inflationsentwicklung im Euroraum trotz des jüngsten Anstiegs aber weiterhin verhalten. Im Falle der stärkeren Preisdynamik bei Lebensmitteln und Dienstleistungen dürfte es…

Frankreich versus Deutschland: Mehr Staat ist keine Alternative

Die französische Volkswirtschaft hat sich in den letzten Quartalen vergleichsweise robust geschlagen. Zwischen Juli und September lag die Zuwachsrate wie schon in den Vorquartalen bei 0,3%. Die deutsche Volkswirtschaft wuchs dagegen nur um 0,1% und entging damit knapp einer technischen Rezession. Nach den Gründen für die unterschiedliche Entwicklung der beiden Schwergewichte der Europäischen Währungsunion muss man nicht lange suchen. Während die binnenwirtschaftliche Entwicklung in Frankreich traditionell eine große Rolle spielt, beruhte das vergleichsweise kräftige Wirtschaftswachstum in Deutschland in den vergangenen Jahren bis 2017 maßgeblich auf einer gut laufenden Exportindustrie. Die Exporte in Deutschland machen immerhin fast 50% des Bruttoinlandsprodukts aus, in Frankreich nur 30%. Auch die Bedeutung der Industrie ist in Deutschland mit einem Wertschöpfungsanteil von 24% wesentlich höher als in Frankreich mit 12%. Die relative Dominanz des Exportsektors und der Industrie in Deutschland erweist sich in Zeiten von Handelsstreitigkeiten und Brexit-Unsicherheiten als eine wichtige Ursache für die konjunkturelle Schwäche….

Industrie lastet weiterhin auf der Stimmung der Einkaufsmanager im Euro-Raum

Eine Aufbruchstimmung lässt sich aus den Daten der November-Umfrage von IHS Markit unter den europäischen Einkaufsmanagern bestimmt nicht ablesen. Der umfassende Composite Index gab 0,3 Zähler nach und sank auf 50,3 Indexpunkte. Dabei fiel die Messzahl für die Dienstleister Der Index für die Industrie konnte zwar zulegen, er blieb aber mit 46,6 Punkten weiterhin deutlich unter der neutralen Marke von 50 Zählern. Die Industrie leidet noch immer unter der rückläufigen Nachfrage, vor allem aus dem Ausland. Der noch immer wachsende Dienstleistungsbereich droht aber immer mehr von der anhaltenden Krise in der Industrie in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Hier legten die Beschäftigungsabsichten kaum noch zu. Der deutsche Composite-Index blieb trotz Verbesserung um 0,3 Zähler mit 49,2 Punkten weiterhin unterhalb der neutralen Marke von 50 Indexpunkten. Die Stimmung der Dienstleister gab leicht nach und fiel so niedrig aus wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr. Die Messzahl für die Industrie konnte…

Einkaufsmanager im Euroraum: Stimmung bleibt „herbstlich“

In der Privatwirtschaft des Euroraums macht sich noch keine Erleichterung breit. Das signalisieren aktuelle Umfrageergebnisse unter den Einkaufsmanagern (PMI). Im Oktober erzielte der umfassende „Composite PMI“ einen Wert von 50,2. Das ist ein schwacher Anstieg um 0,1 Zähler gegenüber dem Vormonat. Damit ändert sich nicht viel an dem Bild einer „verhaltenen Zuversicht“ in der EWU-Wirtschaft. Hauptsächlich wegen der globalen Handelskonflikte, dem „Brexit-Drama“ und der generellen Sorge vor einer globalen Wachstumsabkühlung bleiben die Geschäftsaussichten getrübt. Die PMI-Resultate sprechen aber auch dafür, dass die jüngsten Meldungen über mögliche (Teil-)Lösungen im Handelsstreit zwischen den USA und China noch nicht in vollem Umfang in die Umfrageergebnisse für den Oktober eingeflossen sind. Gerade diese Neuigkeiten haben aber das Potenzial, die Schlinge um die europäische Industrie ein Stück weit zu lockern. Die Entwicklung in den beiden größten EWU-Volkswirtschaften verläuft unterschiedlich. Hoffnungen auf eine durchschlagende Verbesserung in Deutschland haben sich mit den PMI-Umfrageergebnissen für den Oktober vorläufig…

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