Frankreich

Euro-Konjunktur bleibt auch im vierten Quartal schwungvoll

Die konjunkturelle Entwicklung im Euro-Raum bleibt unter Dampf. Im Schlussquartal 2017 wurde mit +0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal erneut ein robustes Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) ausgewiesen. Im Vergleich zum Sommerquartal mit +0,7 Prozent gab die Dynamik aber leicht nach. Für das Gesamtjahr 2017 summieren sich die Quartalsergebnisse auf sehr solide +2,5 Prozent Wirtschaftswachstum gegenüber 2016. Mit der Vorabschätzung wurden zwar noch keine Details zu den einzelnen Komponenten veröffentlicht. „Harte“ Daten, wie beispielsweise die Industrieproduktion oder die Handelsbilanz, weisen jedoch darauf hin, dass die hohe Dynamik wohl eher vom Binnenkonsum gestützt wurde. Erfreulich ist dabei der hohe Produktionsanstieg an Investitionsgütern vom November 2017. Eine höhere Nachfrage insbesondere nach Ausrüstungsinvestitionen kann als ein positives Signal für die potentielle Ausweitung der Produktivität einer Volkswirtschaft gewertet werden. Das Produktivitätswachstum im Euro-Raum blieb in den vergangenen Jahren sichtbar gedämpft. Die ersten Länderergebnisse unterstreichen die robuste Wachstumsdynamik im Währungsgebiet. Das einstige „Sorgenkind“ Frankreich konnte dem Konjunkturmotor sogar noch ein…

Einkaufsmanagerindex im Euro-Raum: Die Wachstumsparty kann auch 2018 weitergehen

Der Jahreswechsel 2017/2018 hat der ausgesprochen optimistischen Stimmungslage im Euro-Raum nichts anhaben können. Die Vorabveröffentlichung der Ergebnisse der Einkaufsmanagerbefragung in der EWU zeigt weiterhin ein sehr optimistisches Stimmungsbild. Ein leichter Rückgang des Index für das Verarbeitenden Gewerbe wurde durch bessere Ergebnisse bei den Dienstleistern ausgeglichen. Der Composite-Index, der die Einschätzungen aus beiden Bereichen komprimiert stieg deshalb von 58,1 auf 58,6 Punkte. Das ist der höchste Wert seit 139 Monaten! Insgesamt deuten die Bewertungen der Auftragseingänge, der Beschäftigungsabsichten und der Auftragspolster weiter auf Wachstum hin. Dieses könnte jedoch im laufenden Jahr von einer kräftigeren Inflationsentwicklung begleitet werden, denn die Einkaufsmanager berichteten von deutlich gestiegen Preisen auf der Einkaufsseite, die laut Umfrage zu der stärksten Anhebung der Verkaufspreise seit 2011 geführt haben. Die Länderangaben von IHS Markit zeigen, dass die Composite-Indikatoren in Deutschland und Frankreich auf hohem Niveau sich nur wenig bewegten. Demnach dürfte es im Rest des Euro-Raums nochmal ein Stück…

Inflationsrate im Euroraum: Energiepreise sorgen für nur kleinen Anstieg

Die heutige Schnellschätzung für die Entwicklung der Verbraucherpreise im November wies eine Inflationsrate von +1,5 Prozent aus. Im Vormonat hatte sie noch bei +1,4 gelegen. Damit hat sich Inflationsrate dem eigentlichen Ziel der europäischen Zentralbank (EZB) für Verbraucherpreisentwicklung von „unter aber nahe 2 Prozent“ zwar wieder etwas angenähert. Dass sie dies aber in den kommenden Monaten erreicht und dauerhaft in allen Mitgliedsländern dort bleibt, darf weiterhin bezweifelt werden. Der zugrundeliegende Trend in den EWU-Ländern ist derzeit einheitlich: Höhere Preise für Energie sorgen für einen leichten Anstieg der Inflationsrate. Der Preisauftrieb in den anderen Güter- und Dienstleistungsbereichen fiel weitestgehend verhalten aus.  Gemäß ersten Schätzungen für den November lag die Inflationsrate – gemessen am europaweit einheitlich ermittelten Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) – in Deutschland bei +1,8 Prozent, in Spanien bei +1,7 Prozent, in Frankreich bei +1,3 Prozent und in Italien bei +1,1 Prozent. Dies zeigt, dass das Inflationsniveau auf Länderebene weiterhin deutlich auseinanderklafft….

Stimmung der Einkaufsmanager im Euro-Raum kennt kein Halten

    Die schon in den vergangenen Monaten sehr gute Stimmung unter den europäischen Einkaufsmanagern hat sich im November nochmal verbessert. Sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungsbereich zogen die jeweiligen Stimmungsbarometer nochmal an. In beiden Sektoren führen gemäß der vorläufigen Ergebnisse Kapazitätsengpässe zu einem verstärkten Beschäftigungsaufbau, der im November so stark ausgefallen ist, wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Damit festigt sich nicht nur der konjunkturelle Aufschwung, er gewinnt mehr und mehr an Breite. Der zusammengefasste Composite-Index für den Euro-Raum stieg von 56,0 auf 57,5 Indexpunkte. Das ist der höchste Stand seit 79 Monaten! Auftragslage, Produktion und Beschäftigungsabsichten werden durchweg sehr gut bewertet. Die betrifft vor allem die wirtschaftlichen Schwergewichte Deutschland und Frankreich. In Deutschland dürfte die konjunkturelle Dynamik aufgrund der Befragungsergebnisse auch im Schlussquartal ungebrochen stark bleiben. Die Ampel steht bei Produktion, Auftragslage und Beschäftigung tief im grünen Bereich. In der Industrie stieg das Stimmungsbarometer um…

Einkaufsmanagerindizes im Euro-Raum: Leichte Abkühlung auf hohem Niveau

Zu Beginn des vierten Quartals hat sich in der Summe die Stimmung der Einkaufsmanager etwas eingetrübt. Der zusammengefasste Composite-Index für den Euro-Raum sank von 56,7 auf 55,9 Indexpunkte. Er bleibt damit aber komfortabel über der Wachstumsschwelle von 50 Indexpunkten. Während die vorläufigen Ergebnisse für den Dienstleistungsbereich einen Rückgang ausweisen, stieg das Stimmungsbarometer für das verarbeitende Gewerbe dagegen nochmal an. Während sich die Abkühlung auch in den deutschen Umfragewerten zeigt, verbesserte sich die Stimmung in Frankreich. Vor diesem Hintergrund ist zu erwarten, dass die Einkaufsmanagerindizes in den übrigen Euro-Ländern, die kommende Woche veröffentlicht werden, in der Tendenz ebenfalls schwächer tendieren dürften. In Deutschland zeigt die Einkaufsmanagerbefragung eine leichte Abkühlung der Stimmungsbarometer, allerdings noch immer auf einem sehr hohen Niveau. Der umfassende Composite-Index verlor 0,8 Punkte und notiert damit im Oktober bei 57,7 Zählern. Dabei moderierte sich die Stimmung sowohl im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich leicht. Zuversichtlich stimmt dennoch, dass die…

Macron treibt Europa an

Die Diskussion über die Zukunft Europas nimmt nach einer längeren Ruhephase endlich wieder Fahrt auf. Mitte September präsentierte Kommissionspräsident Jean-Claude Junker seiner Vorstellungen, wie er die EU demokratischer und handlungsfähiger machen will. Vor wenigen Tagen ging der französische Präsident Macron noch deutlich weiter: Er will Zusammenarbeit in der Union erheblich ausweiten und fordert nicht weniger als eine „Neugründung“ der EU. Macron lässt damit das System Merkel ziemlich „veraltet“ aussehen. Merkel ist in der Vergangenheit nur selten mutig vorangegangen. Sie hat sich eher in kleinsten Schritten vorangetastet. Und auch jetzt, nach der Bundestagswahl, ist sie nicht wirklich handlungsfähig. Sie steht vor komplizierten, vermutlich langwierigen Koalitionsverhandlungen. Die Positionen ihrer möglichen Koalitionspartner liegen sehr weit auseinander. Daher ist es interessant, dass Macrons Rede auch als Zeichen zu verstehen war, dass man in ganz Europa mit Frankreich als politische Führungsmacht wieder rechnen kann. Europa ist dabei sich vom System Merkel zu emanzipieren. Dies ist…

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