Immobilienmärkte

Trotz Corona gute Stimmung am US-Häusermarkt

Der US-amerikanische Häusermarkt ist bislang weitgehend unbeschadet durch die Corona-Pandemie gekommen, trotz einer explosionsartig ausgeweiteten Arbeitslosigkeit, vielen Corona-Infektionen und den schon recht hohen Immobilienpreisen. Doch die Stimmung am Häusermarkt brach nur kurz ein, um unmittelbar danach ein höheres Niveau zu erreichen. Die Hauspreise stagnieren derzeit und bewegen sich dabei in der Pandemie auf ihrem Allzeit-Hoch. Drei Prozent für eine 30-jährige Standardhypothek – nie zuvor konnten Häuser so günstig finanziert werden. Entsprechend attraktiv ist das Marktumfeld für Käufer mit einem sicheren Job. Die Suche nach dem passenden Eigenheim ist schon schwieriger. Das Immobilienangebot ist so knapp wie selten zuvor. Das Zinstief wird die Nachfrage weiter stützen und den Markt in Verbindung mit dem knappen Immobilienangebot stabilisieren. Die Gefahr einer spürbaren Preiskorrektur nimmt auch mit Blick auf die eingesetzte wirtschaftliche Erholung ab. Demgegenüber spricht die hohe Arbeitslosigkeit gegen merklich anziehende Hauspreise.

Erhebt da etwa jemand sein hässliches Haupt?

Die Inflation ist das Schreckgespenst der Finanzinvestoren. Insbesondere wer am Anleihemarkt sein Brot verdient, kann sich an frühere Crash-Phasen erinnern, die in kurzer Zeit die Kursgewinne von vielen Jahren ausgelöscht haben. Ausgelöst wurden diese Kurseinbrüche eigentlich immer durch Zinsanhebungen der Notenbanken, die wiederum auf steigende Inflationsraten oder -erwartungen reagiert haben. Wir leben heute in Zeiten extrem niedriger Zinsen, die Geldpolitik ist so expansiv wie nie zuvor. Frische Liquidität, die die Notenbanken zur Kursstützung in die Märkte pumpen, sorgen für ein extremes Umfeld. Anleger sind auf der Suche nach Rendite, und die ist immer schwerer zu finden. Rentenmarkt, Aktienmarkt, Immobilien, Edelmetalle – wohin man schaut sind die Notierungen extrem hoch. Die größte Gefahr wäre ein Ende der expansiven Geldpolitik und ein Umschalten der Notenbanken auf einen restriktiven Kurs. Dies könnte wohl nur durch einen plötzlichen und nachhaltigen Anstieg der Inflationsraten ausgelöst werden. Bis jetzt ist dieser Anstieg nicht in Sicht, auch…

Deutscher Immobilienmarkt besteht Corona-Stresstest: Die Käufer haben sich nicht abgewendet

Nach dem langen Aufwärtstrend hat der deutsche Immobilienmarkt den ersten Stresstest überstanden. Das niedrige Niveau des Infektionsgeschehens hat sich positiv auf den Immobilienmarkt ausgewirkt, auch wenn Handel und Hotels vom Lockdown schwer getroffen wurden. Am besten ist der Wohnungsmarkt durch vier Monate Pandemie gekommen. Die Nachfrage der Käufer hat sich robust gezeigt. Die stabile Immobilienkreditvergabe im April und Mai belegt das anhaltende Interesse am Eigenheim. Die Kaufpreise konnten trotz gestiegener Arbeitslosigkeit und dem von vielen Unternehmen angekündigten Job-Abbau ihr hohes Niveau von April bis Juni halten. Dabei hilft das Zinstief, denn so ist der Wohnungskauf oft günstiger als Mieten. Zudem hat sich die Wohnungsvermietung krisenfest gezeigt. Die nach dem Ausbruch der Pandemie befürchteten Mietrückstände sind weitgehend ausgeblieben. Die Angebotsmieten konnten im ersten Halbjahr sogar leicht zulegen. Die Investitionen in Gewerbeimmobilien sind im zweiten Quartal zwar gesunken, doch der Rückgang hielt sich in Grenzen. Aufgrund des Renditevorteils kommen Anleger am Immobilienmarkt…

Corona und Homeoffice krempeln den Büromarkt um

Durch die Pandemie hat das Thema Homeoffice enorm Fahrt aufgenommen. Der Weg vom Provisorium mit Laptop am Küchentisch bis zu den Chancen, die flexibles Arbeiten bieten kann, ist jedoch weiter als es auf den ersten Blick scheint. Viele As-pekte müssen bedacht werden. Für flexibles Arbeiten sprechen verschiedene Gründe, etwa geringere Raumkosten für Büros oder Einsparungen bei der täglichen Pendelzeit zum Arbeitsplatz. Weniger Verkehr kommt der Umwelt zugute. Und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf lässt sich womöglich verbessern. Wer seltener ins Büro kommt, kann eher außerhalb wohnen und so die angespannten Wohnungsmärkte in den Großstädten entlasten. Zunächst führt die Corona-Krise an den bislang angespannten Büromärkten aber zu einem Rückgang der Büronachfrage. Die niedrigen Leerstandsquoten dürften sicht-bar zulegen, während die teils hohen Büromieten wohl nachgeben. Auf Dauer könnte die Büroflächennachfrage insgesamt durch demografische Trends und flexible Ar-beitsmodelle zurückgehen. Ein Auslaufmodell sind Büroimmobilien aber nicht.

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