Immobilienmärkte

Erholung am US-Häusermarkt wird sich 2013 weiter fortsetzen – Bau liefert wichtige konjunkturelle Impulse

Die Hauspreise sind in den Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr landesweit um rund 3 Prozent gestiegen – dies war im Jahresdurchschnitt die erste positive Wertentwicklung seit fünf Jahren. Auch 2013 dürfte sich die Erholung weiter fortsetzen, die Preise werden wohl in ähnlicher Größenordnung zulegen. Da die kräftig gestiegenen Baugenehmigungen auf eine weitere Zunahme der Bautätigkeit hinweisen und zusätzlich eine immer noch große Zahl an Zwangsverkäufen das Angebot hoch hält, halten wir die Gefahr übertriebener Preissteigerungen derzeit für gering. Die Nachfrageseite wird aber durch die deutlich verbesserte Erschwinglichkeit vor allem für Erstkäufer gestützt. Dass diese wieder auf den Markt zurückgekehrt sind, kommt in den kräftig gestiegenen Verkäufen von bestehenden Häusern zum Ausdruck. Die jüngeren Hauskäufer hatten offensichtlich das Ende des preislichen Abwärtstrends abgewartet und realisieren jetzt den Wunsch nach einem Eigenheim, hauptsächlich bei den preiswerteren älteren Häusern.

Stabilisierungstendenzen am irischen Immobilienmarkt

Auch wenn die gerade veröffentlichten Immobilienpreise für Dezember gegenüber dem Vormonat um ein halbes Prozent nachgaben, so dürften die Zahlen doch zeigen, dass sich die verhalten positive Entwicklung am irischen Immobilienmarkt weiter fortsetzt. Denn etwa seit der Jahresmitte ist der über vier Jahre anhaltende starke Preisrückgang – die kräftigste Immobilienpreiskorrektur in Europa – zum Halten gekommen. Im Landesdurchschnitt lagen die Immobilienpreise im Dezember 4,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt lag der Preisrückgang gegenüber dem Vorjahr allerdings noch bei 11 Prozent. Vom Höchststand im dritten Quartal 2007 aus sind die Preise insgesamt um die Hälfte gefallen. Dennoch weisen die Preise immer noch ein vergleichsweise hohes Niveau auf. Denn dem starken Preisrückgang war auch der mit Abstand stärkste Preisanstieg eines europäischen Immobilienmarktes vorausgegangen. Dadurch liegen die Preise heute immer noch mehr als 120 Prozent über dem Niveau vom Beginn des Immobilienbooms 1996 und sind damit in etwa so hoch wie in…

China: Konjunkturwende verzögert sich weiter – Revision unserer Wachstumsprognose

In China lässt ein Ende des aktuellen Konjunkturabschwungs weiter auf sich warten: Die bislang vorliegenden Konjunkturindikatoren für das ausklingende dritte Quartal deuten vielmehr darauf hin, dass sich das Wirtschaftswachstum auch in den Sommermonaten nochmals etwas verlangsamt hat, nachdem es bereits im zweiten Quartal auf 7,6 Prozent und damit auf den niedrigsten Wert seit Anfang 2009 zurückgefallen war. Das zuletzt veröffentlichte vorläufige Umfrageergebnis bei den Einkaufsmanagern in der Industrie bestätigt diese Einschätzung: Der Stimmungsindikator konnte zwar minimal um 0,2 Punkte zulegen, blieb mit 47,8 Indexzählern aber weiterhin deutlich unterhalb der Expansionsschwelle. In der Quartalsbetrachtung ist der Index ebenfalls weiter rückläufig. Positiv ist allerdings, dass die weiter vorausschauenden Umfragewerte zur Einschätzung der Auftragslage aus dem In- wie aus dem Ausland erstmals wieder deutlich angestiegen sind. Die bisherigen wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die Peking dem Konjunkturabschwung entgegengestellt hat – Mindestreservesatz- und Leitzinssenkungen seit fast einem Jahr, die „de-facto“-Aussetzung der Yuan-Aufwertung oder die Aufstockung einiger Infrastrukturinvestitionen…

Auch die Olympiade konnte den britischen Immobilienmarkt nicht beleben

Die von den Londonern zunächst mit Skepsis erwarteten Olympischen Spiele haben sich zu einem vollen Erfolg entwickelt und im rezessionsgeplagten Großbritannien für gute Stimmung gesorgt. Die könnte auch der britische Immobilienmarkt gut gebrauchen. Nach dem gerade veröffentlichten Halifax-Hauspreisindex sind die Hauspreise landesweit im Juli und im August gegenüber dem Vormonat um 0,7 beziehungsweise 0,4 Prozent gefallen, nachdem es im Mai und Juni Zuwächse in etwa vergleichbarer Höhe gab. Damit setzt sich die nun schon gut zwei Jahre anhaltende „Rauf-Runter-Abfolge“ des Marktes bei geringen Umsätzen und einem leicht rückläufigen Trend – gegenüber dem Vorjahr sind die Preise um rund ein Prozent gefallen – fort. Dabei ist die Marktverfassung insgesamt sogar noch etwas schlechter als es aufgrund der Indexentwicklung scheint. Durch den leichten Aufwärtstrend des volumenstarken Teilmarktes in London, der von Käufen ausländischer Investoren profitiert, wird der landesweite Preisrückgang gemildert. Die Schwäche des britischen Immobilienmarktes ist in erheblichem Umfang der schwachen britischen…

Immobilien: Preisblase in Deutschland?

Die Diskussion über steigende Preise für Häuser und Wohnungen in Deutschland wird intensiver, oft sogar mit dem Tenor einer sich abzeichnenden Immobilienpreisblase. Als „Beweis“ werden die zum Teil zweistelligen Preissteigerungsraten in Großstädten wie Berlin und Hamburg oder fünfstellige Quadratmeterpreise in den besten Lagen der bayerischen Landeshauptstadt angeführt. Auch wenn sich diese dynamischen Entwicklungen lokaler Teilmärkte sicherlich gut als anschauliche Beispiele eignen, eine landesweite Preisblase lässt sich daraus schwerlich ableiten. So steigen die Preise vielerorts deutlich langsamer; in eher ländlichen Regionen, nicht nur im Osten Deutschlands, reicht die abwanderungsbedingt geringere Nachfrage zuweilen nicht einmal, um das Preisniveau stabil zu halten. Bundesweite Immobilienmarktdaten zeichnen daher auch ein anderes Bild. So gibt die Bundesbank eine Preissteigerung von derzeit rund fünf Prozent pro Jahr an, die aber etwas überzeichnet sein dürfte, weil sie auf den 125 Marktstädten von BulwienGesa basiert und damit den ländlichen Raum nicht berücksichtigt. Die breitflächige Erfassung von Preisdaten aus dem…

Trendwende am US-Immobilienmarkt?

Der gerade veröffentlichte landesweite US-Hauspreisindex der „Federal Housing Finance Agency“ ist im Mai um 0,8 Prozent gestiegen. Damit weist der so genannte „Purchase-only-Index“ im vierten aufeinanderfolgenden Monat einen Preisanstieg auf und liegt damit fast vier Prozent über dem Vorjahreswert. Ist das nun die Trendwende nach einer gut fünf Jahre währenden Korrekturphase am US-Immobilienmarkt? Schließlich lag auch der Case-Shiller-Index, in dessen Berechnung zusätzlich das Subprime-Segment eingeht, in den vergangenen Monaten im Plus. Der Abwärtstrend bei den Preisen dürfte zumindest ausgelaufen sein. Denn das mit monatlich rund 200.000 Zwangsversteigerungen immer noch hohe Niveau abgewickelter Hypotheken kann den Markt offenbar nicht mehr nach unten drücken. Die dahinter stehende, anziehende Nachfrage, die in steigenden Verkaufszahlen für neue und bestehende Häuser, einem anziehenden „Pending-Home-Sales-Index“ und einem fallenden Bestand zum Verkauf stehender Objekte zum Ausdruck kommt, hat mehrere Ursachen. Das gefallene Preisniveau macht den Immobilienkauf in Kombination mit den ausgesprochenen niedrigen Zinsen attraktiv. So weisen die…

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