Italien

Auswirkungen des neuen italienischen Wahlrechts: Ein römischer Dreikampf

Auf Basis des neuen Wahlgesetzes in Italien werden zukünftig 64% der Sitze nach Verhältnis- und die restlichen 36% nach Mehrheitswahlrecht vergeben. Neu ist die Möglichkeit, dass sich Parteien zu Wahlbündnissen zusammenschließen. Während die populistische M5S erklärt hat, kein Wahlbündnis mit einer anderen Partei eingehen zu wollen, schmieden die anderen Parteien bereits kräftig neue Allianzen. Noch mehr als die PD, die sich mit weiteren linken Parteien zusammentun könnte, dürften die Forza Italia (Mitte-rechts) und die Lega Nord (rechtspopulistisch), die womöglich ein rechtes Bündnis bilden, vom neuen Wahlrecht profitieren. Keines der Bündnisse, die jeweils um die 30% der Stimmen erlangen könnten, hat derzeit realistische Chancen, die absolute Mehrheit der Sitze bei der Parlamentswahl im kommenden Jahr zu gewinnen. Die Bildung einer Koalition dürfte aber alles andere als leicht sein. Die M5S und die rechten Parteien verbindet ihre populistische und europakritische Haltung. Allerdings vertritt die M5S keine ausgesprochen rechtsnationalen Positionen. Die M5S und…

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