Konjunktur

Black Friday findet in diesem Jahr vor allem in den Internetshops statt

Während früher die Adventswochenenden den Startschuss zum Weihnachtsgeschäft lieferten, beginnt die Jahresendrally für den Handel seit einigen Jahren bereits früher. Hieran haben nicht zuletzt die aus den Vereinigten Staaten eingeführten Trendtage „Black Friday“ und „Cyber Monday“ ihren Anteil. In den USA wird der Black Friday, der Freitag nach Thanksgiving, häufig als Brückentag genutzt. An diesem Tag erzielen die amerikanischen Einzelhändler traditionell ihren größten Umsatz im Jahr. Angeblich kommt sogar der Name „Black Friday“ daher, dass die Geschäfte an diesem Tag die roten Zahlen verlassen und die Gewinnzone erreichen. Als Antwort auf den Black Friday führten die Onlineshops den Cyber Monday ein, den auf den Black Friday folgenden Montag. In den Vereinigten Staaten gilt dieses verlängerte Wochenende schon länger als der Start des Weihnachtsgeschäfts. Aber auch in Deutschland hat es sich mittlerweile durchgesetzt und wird immer öfter hin zu einer „Black Week“ ausgedehnt. Der Handelsverband Deutschland HDE erwartet für die beiden…

Corona-Krise lässt Mittelstand auch im Herbst nicht los

In der Vergangenheit erwies sich der Mittelstand als relativ robust in Krisenzeiten. Dies lag insbesondere an seiner Ausrichtung auf den Heimatmarkt. Dadurch fielen die negativen Auswirkungen internationaler Krisen wie der Finanzkrise oder der Euro-Schuldenkrise vergleichsweise gering aus. Auch in der Corona-Krise brachen die Ausfuhren stärker ein als die Inlandsnachfrage. Dennoch traf die aktuelle Krise den deutschen Mittelstand mit voller Wucht. Allerdings gab es deutliche Unterschiede zwischen den Branchen und den Unternehmensgrößenklassen. Beträchtlichen Einfluss auf die Mittelständler zeigten die Einführung von Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln sowie die Flexibilisierung der Arbeit. Darauf reagierten 40 Prozent der befragten Mittelständler mit Umstrukturierungen ihrer Arbeitsprozesse. Für jeden fünften Befragten war sogar die Neuausrichtung von Produktion oder Geschäftstätigkeit wegen der Auswirkungen der Corona-Krise notwendig. Trotz anhaltender Nutzung von Kurzarbeit konnten zudem immer mehr Unternehmen Entlassungen nicht vermeiden.   Dass Investitionen in „herkömmliche“ Maßnahmen wie die Erschließung neuer Märkte oder neue Arbeitsformen im Zeitalter der Digitalisierung alleine aber…

Einkaufsmanagerindizes in der EWU: Rückgang im November war zu erwarten

Es kommt, wie es kommen musste. Angesichts der zweiten Pandemie-Welle in Europa und der damit verbundenen Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager im Euro-Raum spürbar eingetrübt. Gerade die Dienstleister berichten in der Umfrage von IHS Markit von schwierigen bis unmöglichen Geschäftsbedingungen im November. Aber auch das verarbeitende Gewerbe kann sich der Lockdown-Stimmung nicht entziehen. Einziger Lichtblick: Die Geschäftsperspektiven der Einkaufsmanager für die kommenden 12 Monate haben sich aufgehellt. Dies wird an den Meldungen über die Fortschritte bei der Entwicklung der Impfstoffe liegen. Das reicht aber nicht, um die düstere Lageeinschätzung auszugleichen. Insgesamt geht der umfassende Composite-Einkaufsmanager im November erneut deutlich von 50 auf 45,1 Punkte zurück. Und die Botschaft ist eindeutig. Die Wirtschaftsleistung der Währungsunion dürfte im Schlussquartal 2020 erneut sinken, im Einklang mit unserer Prognose. Auch in Deutschland gab der Composite-Index nach. Nach 55,0 Punkten im Oktober notiert er im November vorläufig aber bei immer noch…

Von der EZB gibt es Weihnachtsgeschenke

Die Covid-19- Pandemie gibt weiterhin Anlass zur Sorge. Viele Länder der Eurozone verschärfen derzeit wieder ihre Kontaktbeschränkungen. Der Zuwachs der Wirtschaftsleistung in der Eurozone dürfte im vierten Quartal dieses Jahres und im ersten Quartal des kommenden Jahres wohl negativ ausfallen. Aus diesem Grund sieht sich die EZB erneut in der Pflicht, die Geldpolitik nochmals zu lockern. EZB-Chefin Christine Lagarde hat bei der letzten EZB-Sitzung angekündigt, dass die Notenbank ein umfangreiches Lockerungspaket für Dezember vorbereitet. Bei diesem werden laut der EZB-Vorsitzenden alle Instrumente der Geldpolitik auf den Prüfstand stehen. Im Nachgang der Pressekonferenz hatten sich einige EZB-Vertreter zu Wort gemeldet und sogar neue Maßnahmen in den Raum gestellt. PEPP: Schärfste Waffe der Notenbank Wir gehen davon aus, dass die Anleihekäufe im Rahmen des PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) bis Ende 2021 verlängert werden. Außerdem dürfte die Notenbank das Volumen erhöhen. Des Weiteren erwarten wir eine Erhöhung desjenigen Faktors (Tiering-Faktor), zu dem…

Japans Wirtschaft mit kräftigem „Rebound“ im Sommer

Japans Wirtschaftsleistung hat im dritten Quartal mit 5,0 Prozent zum Vorquartal vorläufigen Angaben zufolge einen stärker als erwarteten Sprung nach oben vollzogen. Maßgeblich dafür waren Nachholeffekte beim Konsum nach dem Corona-Tief vom Frühjahr und kräftig gestiegene Güterausfuhren. Auch die expansive Fiskalpolitik hat geholfen. Das Vorkrisenniveau vom ohnehin bereits schwachen Jahresbeginn konnte aber noch nicht wieder erreicht werden. Zudem wurde das Ergebnis vom zweiten Quartal erneut nach unten revidiert auf nun -8,2 Prozent (Q/Q). Obwohl Japans inländischer Dienstleistungssektor, und hier vor allem das Gastgewerbe, der Fremdenverkehr und alle freizeitbezogenen Bereiche, nach wie vor unter Corona-bedingten Einschränkungen leiden, hat sich bei den privaten Konsumausgaben im Sommer doch ein Wachstum von immerhin 4,7 Prozent (Q/Q) eingestellt, nach -8,1 Prozent im „Corona-Quartal“ vom Frühjahr. Die staatlichen Einkommenshilfen für Privathaushalte haben mitgeholfen, dass die Ausgaben für langlebige Güter, z.B. Klimaanlagen für zuhause, deutlicher als erwartet anzogen. Ausgaben für die Gesundheitsversorgung stiegen ebenfalls deutlich an. Größter…

USA: Arbeitsmarkt entwickelt sich robust, dennoch dringender Handlungsbedarf für den neuen Präsidenten

In den USA setzt sich die Hängepartie um die Präsidentschaftswahl fort. Derweil meldet das Bureau of Labor Statistics, dass sich die Erholung am US-Arbeitsmarkt im Oktober überraschend dynamisch fortgesetzt hat. Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bleibt aber dennoch eine wichtige Herausforderung für den neuen Präsidenten. Die neue Regierung muss vor allem dafür Sorge tragen, dass die Pandemie nicht völlig außer Kontrolle gerät, damit neue landesweite Lockdown-Maßnahmen vermieden werden können. Zum anderen brauchen die von Arbeitslosigkeit betroffenen Haushalte möglichst bald neue staatliche Unterstützung. Besonders die Arbeitslosenquote hat im Oktober einen bemerkenswerten Satz nach unten gemacht – sie sank von 7,9 Prozent im September auf 6,9 Prozent im Oktober. Viele Amerikaner haben offensichtlich wieder einen Arbeitsplatz gefunden, das ist erfreulich. Aber immer noch mehr als 11 Mio. stehen ohne Job dar und die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist erneut deutlich gestiegen (Dauer der Arbeitslosigkeit von 27 Wochen oder länger). Weil die Bundeszuschüsse zur Arbeitslosenhilfe…

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