Konjunktur

USA: Gegenläufige Signale vom Arbeitsmarkt – Wirtschaft lebt vor allem vom schwachen Dollar

Teile der US-Wirtschaft äußern derzeit einen Optimismus, der uns überzogen scheint. Zwar ist Optimismus nichts Schlimmes, aber im Hinblick auf die US-Konjunktur wäre etwas mehr Nüchternheit durchaus angebracht. Denn teures Öl macht der Wirtschaft zu schaffen, der Mittelstand leidet unter Absatzproblemen. Dennoch sind vor allem die großen Industriefirmen, die vom schwachen Dollar profitieren, derzeit geradezu überschwänglich. Der Stimmungsindex der Einkaufsmanager in diesem Sektor ging im April nur leicht von 61,2 auf 60,4 Punkte zurück, blieb also über der Marke von 60, die „Euphorie“ anzeigt.

Internationale Häusermärkte: Korrektur hält auch 2011 an

In Deutschland sind die Voraussetzungen für einen kräftigen Preiszuwachs Dank des starken Wirtschaftswachstums, hoher Beschäftigung und einem niedrigen Zinsniveau so günstig wie seit langen nicht mehr. Wir erwarten 2011 daher einen Preisanstieg für Wohnimmobilien von 3 bis 4 Prozent. Der Zuwachs fällt voraussichtlich nicht höher aus, weil starken regionalen Märkten auch eine recht hohe Anzahl schwacher Teilmärkte gegenüber steht.

Mittelstand unter Volldampf – und der Inflationsdruck steigt

Pessimistisch hinsichtlich der Konjunktur in Deutschland ist zurzeit kaum jemand, aber die Ergebnisse der DZ BANK Mittelstandsumfrage Frühjahr 2011, die gestern veröffentlicht wurden, könnten selbst ausgeprägte Optimisten noch positiv überraschen. Die Geschäftslage der befragten Mittelständler hat sich seit dem Tiefpunkt im Frühjahr 2009 in großen Schritten verbessert und ist heute so gut wie noch nie in den 15 Jahren, in denen wir diese halbjährliche Umfrage durchführen. Und trotz der bereits blendenden Lage erwartet knapp die Hälfte der Unternehmen, dass das nächste halbe Jahr noch besser wird.

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