Konjunktur

USA: Kongresskommission ohne Einigung über Budgetsanierung

Die Kongress-Kommission, das so genannte „Super-Committee“, die bis zum 23. November konkrete Vorschläge zur mittelfristigen Defizitreduzierung erarbeiten sollte, hat sich nicht einigen können. Deshalb soll nun, so hat es das „Budget Control Act“ von Anfang August bestimmt, eine automatische Schuldenbremse in Kraft treten, die automatische Ausgabenkürzungen in Gesamthöhe von 1200 US-Dollar für den Zeitraum bis 2021 vorsieht.

Deutsche Konjunktur im dritten Quartal: Noch gut!

In Deutschland hat sich die positive Konjunkturentwicklung auch in den Sommermonaten fortgesetzt. Die Wirtschaftsleistung ist im dritten Quartal 2011 im Vergleich zum vorangegangenen Quartal um 0,5 Prozent angestiegen. Damit hat sich das Wachstumstempo im abgelaufenen Quartal wieder leicht erhöht. Nach amtlichen Angaben war das vor allem auf den Anstieg der privaten Konsumausgaben zurückzuführen, und auch die Ausrüstungsinvestitionen der Unternehmen haben zum Wachstum beigetragen, während der Außenhandel keinen nennenswerten Wachstumsbeitrag lieferte.

Unternehmensstimmung erneut schlechter

Die Stimmung in der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland hat sich im Oktober zum vierten Mal in Folge verschlechtert. Betroffen sind sowohl die Geschäftserwartungen als auch die aktuelle Lage. Zudem verschlechterte sich die Stimmung in allen Sektoren der gewerblichen Wirtschaft.

Investoren fordern Wachstumskonzept für die italienische Wirtschaft

Das italienische Parlament hat am Freitag dem amtierenden Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, nach einer Ablehnung wenige Tage zuvor, doch noch das Vertrauen ausgesprochen. Binnen Monatsfrist war dies das zweite Mal, dass der Ministerpräsident zu dieser Maßnahme gezwungen war. Auslöser waren die Haushaltsberatungen für das kommende Jahr. Unter dem massiven Druck der Kapitalmärkte und internationaler Organisationen sind im September in größerem Umfang Maßnahmen zur Konsolidierung des Staatshaushaltes vorgezogen worden, die ursprünglich erst 2013 in Kraft treten sollten. Die Unzufriedenheit der Investoren kommt am Anleihenmarkt unverändert in den zwar inzwischen gesunkenen, aber immer noch sehr hohen Risikoprämien zum Ausdruck.

Zinssenkungen in China vorerst kein Thema

Der Inflationsdruck in China baut sich nur äußerst zögerlich ab: Auch im September lag die Teuerungsrate noch über 6 Prozent, bis zum Jahreswechsel dürfte sie sich unserer Ansicht nach zwar bis auf etwa 5 Prozent ermäßigen, übertrifft das Inflationsziel Pekings von 4 Prozent damit aber immer noch wesentlich. Erst im Verlauf des kommenden Jahres ist mit zielkonformen Werten zu rechnen. Angesichts des mittlerweile deutlich kräftigeren Lohnwachstums dürfte die Teuerung aber auch weiterhin erhöht bleiben.

Deutsche Konjunktur bremst scharf ab, aber steht nicht vor einer Rezession

Die Phase kräftigen Wachstums, mit der sich die deutsche Wirtschaft nach der tiefen Krise 2008/2009 selbstbewusst zurückgemeldet hat, ist in diesem Herbst fast schlagartig zu Ende gegangen. Die internationale Staatsschuldenkrise und die dadurch ausgelösten Verwerfungen an den Finanzmärkten werden auch hierzulande ihre konjunkturellen Spuren hinterlassen. Klar zu erkennen ist dies bereits in den rückläufigen Stimmungsindikatoren wie etwa dem ifo-Geschäftsklimaindex oder der Messzahl für das Verbrauchervertrauen, und es wird sich in den kommenden Monaten auch in den „harten“ Wirtschaftszahlen niederschlagen.

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