Kryptowährungen

Bitcoins – noch kein neuer sicherer Hafen

Nicht nur die Wirtschaftspresse, sondern auch einige große Finanzinstitute unterstützen derzeit die These, dass Bitcoins sich schon in Bälde als neuer sicherer Hafen etablieren werden bzw. dies bereits getan haben. Anlass für diesbezügliche Spekulationen waren die Ereignisse in Zimbabwe und Venezuela, die dazu geführt haben, dass lokale Investoren und sogar Sparer in die Kryptowährung geflüchtet sind. Doch wenngleich dies unbestreitbar der Fall war, sind Bitcoins deswegen noch lange nicht als sicherer Hafen zu bezeichnen. Ein sicherer Hafen, auch als Hartwährung beschrieben, ist laut Definition „eine Währung, deren Wechselkurs gegenüber anderen mittel- und langfristig stabil oder steigend ist, Hartwährungen zeichnen sich typischerweise auch durch geringe Inflation, sowie volle Konvertibilität und Fungibilität (leichte Vergleichs- und Austauschbarkeit) aus“. Kaum etwas davon trifft auf Bitcoins zu: ihr Wechselkurs ist weder lang- noch mittelfristig stabil, geschweige denn stabil steigend. Inflation ist zwar tatsächlich kein Problem (bislang), selbiges kann man über Konvertibilität und Fungibilität jedoch kaum…

Spekulationsexzesse bei Bitcoin & Co.

  Der Bitcoin-Kurs ist seit 2012 um rund 45.000 Prozent gestiegen. 1.000 weitere Kryptowährungen entstanden. Alles deutet auf eine Blasenbildung hin. Blockchain hat das Potenzial, Geschäftsprozesse und Zahlungen sicherer, schneller und kostengünstiger zu machen. Ob und welche „Währungen“ sich langfristig durchsetzen werden, ist aber völlig unklar. Anleger sollten einen Bogen um Bitcoin & Co. machen. Die Preisentwicklung ähnelt eher einem Versteigerungsprozess denn fairer Preisbildung. Die Regulierung durch Aufsichtsbehörden dürfte eine Frage der Zeit sein.   Was ist eine Spekulationsblase? – Viele Kapitalmarktforscher und Nobelpreisträger haben sich an diesem Thema abgearbeitet, ohne ein brauchbares Frühwarnsystem entwickelt zu haben. Unseres Erachtens gibt es jedoch einige empirische Merkmale, die frühere Spekulationsblasen gekennzeichnet haben. Dazu gehören, dass eine Bewertung nach herkömmlichen Methoden nicht möglich ist, „dieses Mal alles anders ist“, Investoren euphorisch agieren und alle Außenstehenden den verpassten Kursgewinnen nachtrauern. In Bezug auf die Krypto-Währungen – allen voran Bitcoin – schlagen aus Investorensicht alle…

Bitcoin-Blase könnte kurz vor dem Platzen stehen, Aktienmärkte davon weit entfernt

Es wird viel darüber geschrieben, dass die aktuelle Zentralbankpolitik zu massiven Übertreibungen an den Kapitalmärkten führt. Für die Rentenmärkte trifft dies sicherlich zu. Wenn man sich jedoch die Aktienmärkte einzelner Länder, relevante Aktiensektoren, Gold und Immobilienmärkte betrachten kann man dies nicht feststellen. Im Vergleich zu früheren Übertreibungen an den Aktienmärkten verläuft die aktuelle Entwicklung fast noch moderat. Erst wenn man den Bitcoin mit berücksichtigt, sieht man, dass sich hier eine Blase entwickelt hat, die jederzeit platzen kann. Noch extremer ist die Entwicklung wenn man die Entwicklung des Bitcoin ab 2012 betrachtet. Die Kurssteigerungen zeigt eine  bisher noch nicht dagewesen Dimension. Die Gründe für den rasanten Anstieg des Bitcoin sind vielschichtig, maßgeblich aber getrieben von einer hohe Nachfrage bei einem engen und intransparenten Markt. Daneben dürften auch die wachsenden Zweifel über das aktuelle Geld- und Zentralbanksystem, dass bestimmt ist von einer stark steigenden Geldmenge und wachsender Staatsverschuldung, zu dem starken Interesse…

Bitcoin steht vor turbulenten Zeiten, Kryptowährungen bleiben aber attraktiv

Die Digitalwährung Bitcoin hat in den letzten Wochen und Monaten für reichlich Diskussionsstoff gesorgt. Im August gab es die Spaltung in Bitcoin und Bitcoin Cash, danach wirbelte China mit dem Verbot des sogenannten Initial Coin Offering (ICO) und einem möglichen Handelsverbot an Bitcoin-Börsen den Markt reichlich auf. Dazu sorgten auch die Aussagen des Chefs der Großbank JP Morgan, bei Bitcoin handele es sich um Betrug, für großes Aufsehen. Der Bitcoin-Kurs fuhr Achterbahn: Erst rauf auf 5.000 USD, dann im Zuge der China-Diskussionen der Absturz auf 3.000 USD. Mittlerweile konnte sich der Kurs wieder erholen und notiert seit einigen Tagen recht stabil knapp unter 4.000 USD. Schwankungen von 10% pro Tag sind bei Bitcoin zwar keine Seltenheit, ein Verfall von rund 40% in solch kurzer Zeit war allerdings auch für die Kryptowährung ein großer Schock. Doch auch wenn die Kurschwankungen der vergangenen Wochen extrem waren: die jüngste Kurskorrektur gut und notwendig….

China anscheinend vor Handelsverbot an Bitcoin-Börsen

China sorgt derzeit für reichlich Unruhe in der Bitcoin-Community. Am Freitag berichtete das Wirtschaftsmagazin Caixin, dass die chinesische Zentralbank PBoC ein Handelsverbot von Digitalwährungen an den sogenannten Bitcoin-Börsen plant. Offiziell bestätigt ist dies bislang jedoch nicht. Dieser Schritt käme recht überraschend, hatte man doch in der Vergangenheit zwar mit deutlich strengerer Regulierung gerechnet, nicht jedoch mit einem kompletten Handelsverbot an den Börsen. Einige Stimmen vermuten nun einen Zusammenhang mit dem näher rückenden Parteikongress der kommunistischen Partei Chinas, die ihren Bürgern gerne Finanzmarktstabilität präsentieren möchte. Auch wenn gemessen an der chinesischen Bevölkerung nur sehr wenige Bürger in Bitcoins investiert sind, sind die starken Kursschwankungen von Digitalwährungen der Regierung ein Dorn im Auge. Den jüngsten Spekulationen war schon das Verbot des sogenannten Initial Coin Offering in der vergangenen Woche vorausgegangen. Beim Initial Coin Offering (ICO) handelt es sich um eine Art der Unternehmensfinanzierung über die Schaffung neuer Kryptowährungen (nähere Informationen zum ICO…

1 2