Kryptowährungen

Bitcoin in „stabiler Seitenlage“, aber noch lange nicht tot

Ende Oktober 2008 erlebte Bitcoin offiziell seine Geburtsstunde, und trotz der seither zweifelsfrei geschriebenen Erfolgsschichte dürfte sich das Urgestein der Kryptowährungen seinen zehnten Geburtstag sicherlich etwas anders vorgestellt haben – gerade vor dem Hintergrund der Euphorie, die in der zweiten Hälfte letzten Jahres aufgekommen war. Ausgehend von knapp 20.000 USD Mitte Dezember 2017 erreichte der Bitcoin-Kurs Ende Juni sein bisheriges Jahrestief knapp unter 5.800 USD. Nicht nur für Bitcoin, sondern für das gesamte Segment war das Jahr 2018 bislang eher eine Enttäuschung. Ursachen für den Einbruch der Kurse von Bitcoin & Co. gibt es einige. Zunächst dürfte die vorübergehend aufgekeimte Erwartung eines zeitnah bevorstehenden Siegeszuges von Kryptowährungen gegenüber traditionellem Geld übertrieben gewesen sein. Selbiges gilt für die Hoffnung, dass etablierte Investoren und Finanzhäuser in großem Stil in das Segment einsteigen würden. Das derzeitige, von diversen globalen Unruhequellen und einer restriktiver werdenden US-Geldpolitik geprägte Finanzmarktumfeld macht es den Kryptowährungen darüber hinaus…

Kryptowährungen & Regulierung: Vertrauen ist schlecht, Kontrolle ist besser

Kryptowährungen sind nach wie vor in jedermanns Munde. Idealisten sehen darin eine Alternative zum traditionellen Geldsystem, Kritiker hingegen den Inbegriff einer Blase. Vertreter von Regierungen, Notenbanken und Aufsichtsbehörden zufolge sind Bitcoin & Co. hoch spekulativ, anfällig für Kriminalität und beinhalten Risiken für das gesamte Finanzsystem. Folglich herrscht Einigkeit dahingehend, dass eine Regulierung erforderlich ist. Auf nationaler Ebene ist bereits eine Vielzahl regulatorischer Entschlüsse gefasst worden. Diese reichen von Warnungen bis hin zu Verboten. Zwar sind auch länderübergreifend Fortschritte zu erkennen. Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine internationale Koordination angesichts der von Landesgrenzen unabhängigen „Virtual Currencies“ unerlässlich für eine funktionierende Regulierung ist. Die Europäische Union zeigt sich dabei als Pionier der Kryptowährungs-Regulierung über Ländergrenzen hinweg. Mit dem Inkrafttreten der 5. EU-Geldwäscherichtlinie in diesem Jahr wird ein einheitlicher Umgang mit Kryptowährungen in den (noch) 28 Mitgliedsstaaten einhergehen. Nicht nur werden Virtual Currencies eindeutig definiert, zudem fallen auch Kryptowährungs-Börsen und Treuhand-Wallets…

„Blockchainisierung“ des Euro

„Stable Coins” sind der Versuch, die Vorteile der Blockchain-Technologie mit der Wertstabilität von Euro, US-Dollar oder Yen zu kombinieren. Vereinfacht handelt es sich um Kryptowährungen, die zu 100% durch eine gängige Fiat-Währung (oder einen anderen Basiswert) gedeckt sein sollen. Zwar müssen sich die in Aussicht gestellten Vorteile noch als zutreffend erweisen, vielversprechend ist der Ansatz aber durchaus. Wie lassen sich die Vorteile der Blockchain-Technologie mit der Stabilität von Fiat-Währungen wie Euro, US-Dollar oder Yen kombinieren? Die Antwort auf diese Frage halten sowohl Vertreter aus der traditionellen Finanzbranche als auch aus der „Crypto-Community“ für zentral, wenn es um die Zukunft der Kryptowährungen geht. Schließlich ist die enorme Volatilität dieser Währungen, die selbst bei den prominentesten Vertretern Bitcoin, Ether oder Ripple zu beobachten ist, eine zentrale Schwachstelle, insbesondere mit Blick auf das Vertrauen sowie die breite Akzeptanz in der Öffentlichkeit und bei Unternehmern. Zentralbankgeld in digitaler Form für die breite Masse der…

Geld im Zeitalter von Digitalisierung und Kryptowährungen

Das Zeitalter der Digitalisierung hat auch den Bereich des Geldes erfasst, und das nicht erst seit der zunehmenden Prominenz von Kryptowährungen. Vielmehr ist bereits seit vielen Jahren eine Entwicklung weg von Bargeld und hin zu elektronischen Zahlungen, vor allem mit EC-Karten, zu beobachten. Dieser Trend sollte in den nächsten Jahren anhalten, dürften technische Weiterentwicklungen doch die entsprechende Nutzung noch einfacher und komfortabler machen. Dass die derzeit existierenden Kryptowährungen, insbesondere Bitcoin, von diesem Trend nennenswert profitieren werden, darf bezweifelt werden. Ein bedeutender Kritikpunkt ist hierbei, dass Kryptowährungen wesentliche Anforderungen, die unser heutiges Wirtschaftsgefüge an Geld – egal ob analog oder digital – stellt, vermissen lassen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang vor allem die enormen Kursschwankungen, die fehlende Basis für dauerhaftes Vertrauen und die geringe Akzeptanz auf Anbieterseite. Darüber hinaus werden Echtzeitzahlungen, die als bedeutender Vorteil von Kryptowährungen gelten, zumindest innerhalb der Grenzen von Währungsräumen auf absehbare Zeit auch mit traditionellen…

Kryptowährungen: Zu früh für den Abgesang

So schnell kann‘s gehen – dieser Gedanke muss einem unweigerlich kommen, wenn man auf die Kursentwicklung bedeutender Kryptowährungen in den vergangenen Wochen blickt. Seit Jahresbeginn haben Bitcoin, Ripple und Litecoin, drei der bedeutendsten Vertreter ihrer Zunft, rund 50% an Wert eingebüßt. Im Falle von Ripple liegt das Minus verglichen mit den Höchstkursen von Anfang Januar sogar bei fast 75%. Die Marktkapitalisierung der rund 1.500 vorhandenen Kryptowährungen ist im Januar erheblich zurückgegangen. Lag diese vor wenigen Wochen noch über 800 Mrd. USD, fiel der Gesamtwert zuletzt unter die Marke von 400 Mrd. USD. Angesichts solcher Zahlen verwundert es nicht, dass viele Beobachter eine geplatzte Finanzblase identifizieren und das Ende der Kryptowährungen bereits gekommen sehen. Die Liste der Gründe, die für den zu beobachtenden Stimmungswandel verantwortlich gemacht werden, ist lang und geht weit über die einfache Feststellung einer „vorangehenden Übertreibung“ hinaus. So geraten Kryptowährungen zunehmend in den Fokus der Regulierung. Insbesondere im…

Kryptowährungen: Blühende Zukunft oder doch nur eine Tulpenzwiebel?

Bitcoin, Ether, Ripple – dies sind nur drei von weit über 1.000 existierenden Kryptowährungen. Spätestens seit den Kurssteigerungen in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres und der Einführung von Bitcoin-Futures vergeht kein Tag ohne Meldungen über das „neue Geld“. Während der Status-quo für viele Anhänger von Kryptowährungen nur der Anfang von etwas noch viel Größerem ist, gibt es wohl mindestens ebenso viele Stimmen, die Bitcoin & Co. mit der Dotcom-Blase zur Jahrtausendwende oder niederländischen Tulpenzwiebeln aus dem 17. Jahrhundert vergleichen. Dabei ist Kryptowährung nicht gleich Kryptowährung. Zwar basieren alle weitgehend auf der Blockchain-Technologie. Dennoch gibt es wesentliche Unterschiede. Dies gilt beispielsweise für die Art der Geldschöpfung oder die Existenz einer Obergrenze für die Geldmenge einer Kryptowährung. Darüber hinaus variiert die Zielsetzung von einer Ergänzung des bestehenden Zahlungssystems bis hin zu einem angestrebten Ersatz der traditionellen Finanzwelt mit Zentralbanken und Finanzinstituten. Unter Vernachlässigung aller Nebenschauplätze und ideologischer Differenzen lässt sich festhalten,…

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