Kryptowährungen

China anscheinend vor Handelsverbot an Bitcoin-Börsen

China sorgt derzeit für reichlich Unruhe in der Bitcoin-Community. Am Freitag berichtete das Wirtschaftsmagazin Caixin, dass die chinesische Zentralbank PBoC ein Handelsverbot von Digitalwährungen an den sogenannten Bitcoin-Börsen plant. Offiziell bestätigt ist dies bislang jedoch nicht. Dieser Schritt käme recht überraschend, hatte man doch in der Vergangenheit zwar mit deutlich strengerer Regulierung gerechnet, nicht jedoch mit einem kompletten Handelsverbot an den Börsen. Einige Stimmen vermuten nun einen Zusammenhang mit dem näher rückenden Parteikongress der kommunistischen Partei Chinas, die ihren Bürgern gerne Finanzmarktstabilität präsentieren möchte. Auch wenn gemessen an der chinesischen Bevölkerung nur sehr wenige Bürger in Bitcoins investiert sind, sind die starken Kursschwankungen von Digitalwährungen der Regierung ein Dorn im Auge. Den jüngsten Spekulationen war schon das Verbot des sogenannten Initial Coin Offering in der vergangenen Woche vorausgegangen. Beim Initial Coin Offering (ICO) handelt es sich um eine Art der Unternehmensfinanzierung über die Schaffung neuer Kryptowährungen (nähere Informationen zum ICO…

Bitcoins: Teufelszeug oder Währung der Zukunft?

Der Kurs der Digitalwährung Bitcoin ist in den letzten Wochen und Monaten rasant angestiegen und bricht nahezu täglich neue Rekorde. Erst vor kurzem hat er die Marke von 2.000 USD überschritten. Die Akzeptanz von Bitcoins steigt und auch die Regulierung von Digitalwährungen schreitet voran. Doch gleichzeitig tauchen Bitcoins immer wieder in negativem Kontext auf: über der Digitalwährung lastet nach wie vor ein Schleier der Illegalität. Dazu kommt ihr stark ideologisch geprägter Hintergrund. Erste Nutzer waren inmitten der Finanzkrise 2008 Libertäre und Anarchisten, die es sich zum Ziel gemacht hatten, das existierende Finanzsystem mit Bitcoins zu stürzen. Auch dass der Entwickler nur unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto bekannt ist, sorgt für Misstrauen. Der Kurs der Digitalwährung Bitcoin hat sich in den letzten zwei Monaten dennoch mehr als verdoppeln können. Es gibt bereits mehrere Millionen Bitcoin-Nutzer und die Zahl steigt täglich weiter. Knapp 9.000 Geschäfte weltweit akzeptieren mittlerweile Bitcoins, online sind es…

Die nächste geldpolitische Innovation: Helikopter-Geld

Was bedeutet Helikopter-Geld? Nichts anderes, als dass die Zentralbank direkt an die Bürger Geld verschenkt. Hört sich wie ein Scherz an, ist aber ernst gemeint. In volkswirtschaftlichen Lehrbüchern kommt die Idee gelegentlich vor – als Karikatur einer inflationären Geldpolitik. Aber nach all den geldpolitischen „Innovationen“, die wir in letzter Zeit gesehen haben, ist es nicht mehr völlig abwegig, dass nun auch Helikopter-Geld als eine reale Möglichkeit diskutiert wird. Im Grunde handelt es dabei nämlich lediglich um eine radikalere Variante der Geldpolitik, die die EZB mit dem aktuellen Staatsanleihen-Kaufprogramm betreibt. Zusätzliches Geld soll die Liquidität im Wirtschaftssystem erhöhen, es soll ausgegeben werden und so die Nachfrage und nachfolgend die Inflation in Richtung 2 Prozent bringen. Der Unterschied zwischen Helikopter-Geld und dem laufenden Anleihekaufprogramm ist, dass man mit Helikopter-Geld das Bankensystem umgeht. Mit den Anleihekäufen wird im ersten Schritt lediglich die Liquidität im Bankensystem erhöht. Die erwünschten Folgewirkungen haben bisher auf sich…

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