Rohstoffmärkte

Industriemetalle sind wieder en vogue

Für Rohstoffe gilt übergeordnet zu konstatieren, dass die rückläufige Brisanz der europäischen Schuldenkrise allmählich die Risikotoleranz der Investoren erhöht. Dies führt einerseits dazu, dass die risikobehafteten Aktiva, wie Rohstoffe, in den Anlegermittelpunkt rücken und Kapital anlocken. Andererseits stehen sichere Häfen, wie der US-Dollar, aber auch Gold, im aktuellen Umfeld nicht so hoch in der Anlegergunst. Für die Anlageklasse der Rohstoffe wirkt ein an Wert verlierender US-Dollar positiv, weil sich die Preise für Rohstoffe außerhalb des US-Dollarraumes verbilligen und somit dort die Nachfrage nach oben ziehen. Von dem steigenden Risikoappetit der Anleger profitieren die konjunktursensitiven Energieträger und Industriemetalle im bisherigen Jahresverlauf am stärksten. Bei Rohöl halten wir aber aufgrund der guten Versorgungslage, die wir an steigenden Lagerbeständen festmachen, die kurzfristige Preisphantasie für begrenzt. Im Jahresausblick 2013 haben wir bereits darauf hingewiesen, dass wir insbesondere die Industriemetalle favorisieren, da diese am deutlichsten von der fortschreitenden chinesischen Konjunkturerholung profitieren. Daher haben wir als…

Rohstoffe: Ausblick 2013

Die zyklischen Rohstoffe gehörten 2012 zu den Rohstoffverlierern. Das wird sich 2013 ändern. Vor allem das Konjunktur-Comeback in China wird sich als wesentlicher Preistreiber erweisen. Das chinesische Wachstum wird – getragen von multimilliardenschweren Konjunkturmaßnahmen – wieder auf 8,5% zulegen, was sich besonders positiv auf die „China zentrischen“ Basismetalle auswirkt. Der Ölmarkt befindet sich in einem labilen Kräftegleichgewicht von „Preisbremsen“ (Weltkonjunkturschwäche, Lagerbestandsanstieg) und „Preistreibern“ (geopolitische Brandherde, Angebotsstörungen), die den Ölpreis in der Handelsspanne von 100-120 US-Dollar festhalten. Das Konjunktur-Comeback in China wird diese Patt-Situation im zweiten Halbjahr 2013 auflösen und den Ölpreis auf 120 US-Dollar treiben. Angesichts der ultralockeren Geldpolitiken von Federal Reserve, EZB und Bank of Japan werden vornehmlich die Edelmetalle bei den zunehmend sachwertorientierten Investoren gefragt bleiben. Anleger werden 2013 insbesondere Gold als Geld- und Währungsalternative zu schätzen wissen. Bei den Agrarrohstoffen gehen wir im Laufe des Jahres von einer zunehmenden Verbesserung der Versorgungslage und demzufolge sinkenden Preisen aus. Da wir…

Gold-Ausblick 2013: Noch kein “Skyfall” für den Goldfinger

Da Gold aus unserer Sicht nicht nur ein reiner Rohstoff ist, darf es auch nicht ausschließlich wie ein solcher bewertet werden. Weil nicht zuletzt auch die Zentralbanken weltweit Gold halten, wird das edle Metall auch als Geld- bzw. US-Dollar-Alternative angesehen. Wir gehen für 2013 davon aus, dass die Geldhaltung wegen der negativen Realzinsen in den Vereinigten Staaten und Europa unattraktiv bleiben wird, was die Gold-Opportunitäts-kosten gering hält.

China legt in Sachen Schiefergas einen Gang zu

Angesichts der Allgegenwart der Schlagzeilen-Magneten „Eurokrise“ und „US-Fiskalklippe“ ist die Gefahr aktuell recht hoch, dass Nachrichten unter dem Marktradar hindurchfliegen, die langfristig bedeutsam sein könnten. Eine dieser interessanten „Perspektivmeldungen“ ist die, dass Chinas Finanzministerium vor wenigen Tagen einen Fonds zur Subventionierung der Schiefergasexploration aufgelegt und den Lokalregierungen zudem erlaubt hat, zusätzliche eigene Subventionierungsmaßnahmen zu ergreifen. Die Zentralregierung in Peking sieht offenbar die Zeit gekommen, die als suboptimal angesehene Schiefergasdynamik deutlich zu beschleunigen. Woher kommt diese zunehmende Ungeduld?

Gold 2013: 2.100 US-Dollar je Unze im Visier

Die Saisonalität wird bei Gold durch das Verhalten der Juweliere geprägt, die beispielsweise in Indien vor und während der Hochzeitssaison ihre Goldnachfrage erhöhen. Im dritten Quartal beginnen die Juweliere zudem damit, sich auf das Weihnachtsgeschäft vorzubereiten und entsprechend Goldbestände aufzubauen. Historisch steigt der Goldpreis im dritten Quartal durchschnittlich um gut 4%. In diesem Jahr war es ein deutliches Plus von 11%. Neben den positiven saisonalen Vorgaben waren es 2012 hauptsächlich die unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank, der Fed und der Bank of Japan, die den Goldpreis deutlich steigen ließen. Für 2013 haben wir dreierlei positive Goldtreiber auf der Agenda: 1. Die globalen Zentralbanken werden weiterhin versuchen, mit Liquidität die wirtschaftliche Lage zu stabilisieren. Besonders die Vereinigten Staaten als auch Europa stehen hier im Fokus. Dabei wird es immer wieder zu Inflationsbefürchtungen der Anleger kommen. 2. Die resultierend aus der geldpolitischen Ausrichtung der Fed bevorstehende US-Dollar-Schwäche. Wir prognostizieren für 2013 eine…

Gold: Die Notenbanken machen es möglich

Der Goldpreis stand Mitte Mai 2012 noch bei rund 1.500 US-Dollar je Unze. Seitdem legte Gold aber eine bemerkenswerte Preisbewegung hin. Aktuell notiert der Goldpreis wieder bei über 1.750 US-Dollar. Die aus unserer Sicht wichtigste Begründung für die deutliche Preisbewegung liegt in der geldpolitischen Ausrichtung der Zentralbanken dies- und jenseits des Atlantiks.

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