Sonstige

Bitcoin-Blase könnte kurz vor dem Platzen stehen, Aktienmärkte davon weit entfernt

Es wird viel darüber geschrieben, dass die aktuelle Zentralbankpolitik zu massiven Übertreibungen an den Kapitalmärkten führt. Für die Rentenmärkte trifft dies sicherlich zu. Wenn man sich jedoch die Aktienmärkte einzelner Länder, relevante Aktiensektoren, Gold und Immobilienmärkte betrachten kann man dies nicht feststellen. Im Vergleich zu früheren Übertreibungen an den Aktienmärkten verläuft die aktuelle Entwicklung fast noch moderat. Erst wenn man den Bitcoin mit berücksichtigt, sieht man, dass sich hier eine Blase entwickelt hat, die jederzeit platzen kann. Noch extremer ist die Entwicklung wenn man die Entwicklung des Bitcoin ab 2012 betrachtet. Die Kurssteigerungen zeigt eine  bisher noch nicht dagewesen Dimension. Die Gründe für den rasanten Anstieg des Bitcoin sind vielschichtig, maßgeblich aber getrieben von einer hohe Nachfrage bei einem engen und intransparenten Markt. Daneben dürften auch die wachsenden Zweifel über das aktuelle Geld- und Zentralbanksystem, dass bestimmt ist von einer stark steigenden Geldmenge und wachsender Staatsverschuldung, zu dem starken Interesse…

Goldilock im Euroraum – stabiles Wachstum bei moderater Inflation

Die positiven Wachstumsaussichten halten an. Dies gilt für Deutschland wie für den gesamten Euroraum. Erfreulich ist die gute Entwicklung in Frankreich. Hier scheint sich die gute Stimmung nach den Präsidentschaftswahlen langsam in den realwirtschaftlichen Indikatoren widerzuspiegeln. Zudem macht Frankreich auch bei der Reform der Arbeitsmärkte vorschritte, ohne das es zu massiven Streiks oder Protesten gekommen ist. Dies sollte auch in den kommenden Quartelen sich positiv auf die realwirtschaftliche Entwicklung auswirken. Die gute realwirtschaftliche Entwicklung geht weiterhin einher mit einer sehr moderaten Preisentwicklung. Die Inflationsraten sind weiterhin relativ niedrig. Dies gibt der EZB genügend Spielraum die Zinsen auch weiterhin auf dem sehr niedrigem Niveau zu belassen. Was an den Finanz und Immobilenmärkten sicherlich mit Freude registriert werden dürfte.

Globale Geldpolitik steht vor großen Veränderungen

Der Beginn der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise liegt nun fast genau zehn Jahre zurück, doch in der internationalen Geldpolitik ist die Krise noch so präsent als wäre es gestern gewesen. Fast alle großen Notenbanken, zumindest in den Industrieländern, halten ihre Leitzinsen bei Null oder nur wenig darüber und in vielen Ländern wird daneben noch laufend Liquidität über den Ankauf von Aktiva in die Märkte gepumpt. Nie zuvor gab es eine derart lange Phase extrem expansiver Geldpolitik. Doch aktuell mehren sich nicht nur in den USA und im Euro-Raum die Anzeichen, dass ein größerer geldpolitischer Umbruch bevorsteht. Zwar sieht es derzeit so aus, als könnte er sich sehr langsam vollziehen. Denn die Notenbanken haben keinen Grund zur Eile, die Inflationsaussichten sind zwar angestiegen, sie halten sich aber immer noch in Grenzen. Das muss aber nicht so bleiben. Besonders in den USA besteht das Risiko, dass sich die Inflationsrate beschleunigt und damit…

Gute Haushaltssituation für Steuersenkungen nutzen!

Die aktuelle Steuerschätzung hat für die kommenden  5 Jahre Steuermehreinnahmen von über 50 Mrd. Euro errechnet. Die hohen Steuereinnahmen sind der guten konjunkturellen Lage und der hohen Beschäftigung zu verdanken.  Diese Entwicklung ist nicht neu und war auch bereits in den vergangenen Jahren zu beobachten. Entsprechend ist die Neuverschuldung Deutschlands auf 0% gefallen und ein leichter Schuldenabbau konnte realisiert werden. Die auf dem ersten Blick günstige Entwicklung der Fiskalbilanz Deutschlands trügt jedoch. Die steigenden Steuereinnahmen der letzten Jahre hätte ein viel ambitionierteres Schuldenabbauprogramm erlaubt. Stattdessen wurden viele sozialpolitische Maßnahmen beschlossen, deren Nutzen sich oft  nicht erschließt. Dies zeigt sehr deutlich, dass im politischen Prozess ein nachhaltiger Abbau der Staatsverschuldung nicht oder kaum vorgesehen ist. Wenn die Bundesregierung den reichhaltigen Geldsegen schon nicht zum Schuldenabbau nutzt, sollte man zumindest erwarten, dass die im internationalen Vergleich hohe Steuerbelastung der privaten Haushalte und Unternehmen gesenkt wird. Aber dies wird bereits jetzt im Bundestagswahlkampf…

Pensionsverpflichtungen: Unternehmen können mit Entlastung rechnen

Die Barwerte der Pensionsverpflichtungen in den Bilanzen der Unternehmen sind seit 2009 aufgrund sinkender Zinssätze und des Abzinsungseffekts stetig angestiegen. Verschiedene Unternehmen mussten in den letzten Jahren daher Kapitalmaßnahmen durchführen, um das Eigenkapital zu stärken. Bei den HDAX-Unternehmen ist der Referenzzinssatz im Geschäftsjahr 2016 um rund 60 Basispunkte gesunken. Dadurch sind die Pensionsverpflichtungen um rund 10% auf 480 Mrd. Euro und Pensionsrückstellungen um rund 15% auf 185 Mrd. Euro angestiegen. Der Ausfinanzierungsgrad ist dadurch von 62,9% auf 61,6% gesunken, womit er leicht unter dem Mittelwert seit 2010 von 62,2% liegt. Gleichzeitig zeigte sich jedoch auch, dass die Ertragskraft und Eigenkapitalbasis der Unternehmen weiter stark ist, da die Eigenkapitalquote auf 40,3% angestiegen ist. Mit Blick nach vorn und wieder steigenden Renditen am Rentenmarkt, gehen wir davon aus, dass die Problematik nun drehen wird. Das Tief bei den Referenzzinssätzen sollte im September 2016 erreicht worden sein. Mit wieder steigenden Zinsen sollte auch…

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