Sonstige

Datenschutz und Social Media: Hier kommt zusammen, was bislang nicht zusammen passt.

Die letzten Wochen waren für Facebook turbulent. So musste Facebook einräumen, dass persönliche Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern des Sozialen Netzwerkes „Facebook“ von einem ehemaligen Psychologie-Professor im Rahmen einer Meinungsumfrage unbefugt an das Datenanalyse-Unternehmen Cambridge Analytica verkauft wurden. Diese steht im Verdacht, die erworbenen Datensätze u.a. für Wahlkampagnen des US-Präsidenten Donald Trump verwendet zu haben. Die Alphabet-Tochter Google geriet 2017 in die Kritik, als das Videoportal „YouTube“ Werbung renommierter Unternehmen im Umfeld von extremistischen und rassistischen Inhalten platzierte. Die beiden „Online-Giganten“ haben in den letzten Jahren mit der Sammlung und der Auswertung von persönlichen Daten – dem „Gold des 21. Jahrhunderts“ – für die Bereitstellung von zielgruppenspezifischer Online-Werbung enorme Erfolge erzielt. Zwischen 2012 und 2017 wuchs der Umsatz bei Facebook im Durchschnitt über 40% pro Jahr; bei Alphabet betrug der Wert rund 15%. Einige Dienste der Unternehmen werden zum Teil von mehr als einer Milliarde Menschen genutzt. Dabei…

Autoindustrie: Neue CO2- Zielvorgaben sind ambitioniert

Die EU-Kommission hat Ende 2017 ein Paket für saubere Mobilität vorgelegt, in dessen Rahmen neue CO2-Zielvorgaben für Pkw und Lieferwagen beschlossen wurden. Neuwagen sollen bis zum Jahr 2025 im Durchschnitt zunächst 15% weniger CO2 ausstoßen, bis 2030 dann 30%. Ausgangspunkt ist der Ausstoß von 95 Gramm CO2 pro Kilometer bei PKW und 147 Gramm bei leichten Nutzfahrzeugen. Auf Grund der Umstellung des Verbrauchmessverfahrens auf das „Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure“ werden nur relative Zielgrößen vorgegeben. Eine Quotenregelung für Elektromobilität ist nicht vorgesehen. Die Trends in den Neuzulassungen 2017 lassen strengere CO2-Abgasnormen derzeit sehr schwer erreichbar erscheinen. Denn 1.) sinkt der Anteil CO2-armer Diesel-PKW weiter, 2.) steigt die Nachfrage nach SUVs und Geländewagen mit hohen CO2-Emissionen ungebrochen und 3.) kommen reine Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride – trotz Wachstums – nicht über ein Nischendasein hinaus. Die weitere Verschärfung der CO2-Emissionsgrenzwerte nach 2021 stellt die Automobilhersteller vor große Herausforderungen. Einerseits soll sich die…

Afrikanische Schweinepest (ASP) kommt näher

Bereits 2007 wurde das Virus aus Afrika nach Georgien eingeschleppt. Bisher gibt es keine Impfung. Das für den Menschen ungefährliche Virus führt bei Wild- und Hausschweinen schnell zum Tod. Als wesentliche Eintragungsquelle gilt der Mensch. Es wird vermutet, dass durch unachtsam weggeworfene infizierte Speisereste (z.B. auf Raststätten) eine Ausbreitung begünstigt/ausgelöst wird. Das Virus breitete sich entlang von Fernverkehrsrouten von Georgien über Russland und das Baltikum bis nach Polen und die Tschechische Republik aus. Viele Experten gehen davon aus, dass es lediglich eine Frage der Zeit ist, bis ASP in Deutschland ankommt. Deutschland ist auf dem Schweinefleischmarkt abhängig von Exporten. Mit einem Selbstversorgungsgrad von über 120% muss die Mehrproduktion über den globalen Markt „abfließen“. Bei einem ASP-Ausbruch in Deutschland (hier reicht schon eine Eintragung) würden die deutschen Exporte auf die Drittmärkte einbrechen bzw. vollständig zurückgehen. Selbst die Ausfuhren innerhalb der EU gerieten in Mitleidenschaft. Außerdem dürfte die Inlandsnachfrage infolge von Unsicherheit…

Bitcoin-Blase könnte kurz vor dem Platzen stehen, Aktienmärkte davon weit entfernt

Es wird viel darüber geschrieben, dass die aktuelle Zentralbankpolitik zu massiven Übertreibungen an den Kapitalmärkten führt. Für die Rentenmärkte trifft dies sicherlich zu. Wenn man sich jedoch die Aktienmärkte einzelner Länder, relevante Aktiensektoren, Gold und Immobilienmärkte betrachten kann man dies nicht feststellen. Im Vergleich zu früheren Übertreibungen an den Aktienmärkten verläuft die aktuelle Entwicklung fast noch moderat. Erst wenn man den Bitcoin mit berücksichtigt, sieht man, dass sich hier eine Blase entwickelt hat, die jederzeit platzen kann. Noch extremer ist die Entwicklung wenn man die Entwicklung des Bitcoin ab 2012 betrachtet. Die Kurssteigerungen zeigt eine  bisher noch nicht dagewesen Dimension. Die Gründe für den rasanten Anstieg des Bitcoin sind vielschichtig, maßgeblich aber getrieben von einer hohe Nachfrage bei einem engen und intransparenten Markt. Daneben dürften auch die wachsenden Zweifel über das aktuelle Geld- und Zentralbanksystem, dass bestimmt ist von einer stark steigenden Geldmenge und wachsender Staatsverschuldung, zu dem starken Interesse…

Goldilock im Euroraum – stabiles Wachstum bei moderater Inflation

Die positiven Wachstumsaussichten halten an. Dies gilt für Deutschland wie für den gesamten Euroraum. Erfreulich ist die gute Entwicklung in Frankreich. Hier scheint sich die gute Stimmung nach den Präsidentschaftswahlen langsam in den realwirtschaftlichen Indikatoren widerzuspiegeln. Zudem macht Frankreich auch bei der Reform der Arbeitsmärkte vorschritte, ohne das es zu massiven Streiks oder Protesten gekommen ist. Dies sollte auch in den kommenden Quartelen sich positiv auf die realwirtschaftliche Entwicklung auswirken. Die gute realwirtschaftliche Entwicklung geht weiterhin einher mit einer sehr moderaten Preisentwicklung. Die Inflationsraten sind weiterhin relativ niedrig. Dies gibt der EZB genügend Spielraum die Zinsen auch weiterhin auf dem sehr niedrigem Niveau zu belassen. Was an den Finanz und Immobilenmärkten sicherlich mit Freude registriert werden dürfte.

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