Sonstige

Pensionsverpflichtungen: Unternehmen können mit Entlastung rechnen

Die Barwerte der Pensionsverpflichtungen in den Bilanzen der Unternehmen sind seit 2009 aufgrund sinkender Zinssätze und des Abzinsungseffekts stetig angestiegen. Verschiedene Unternehmen mussten in den letzten Jahren daher Kapitalmaßnahmen durchführen, um das Eigenkapital zu stärken. Bei den HDAX-Unternehmen ist der Referenzzinssatz im Geschäftsjahr 2016 um rund 60 Basispunkte gesunken. Dadurch sind die Pensionsverpflichtungen um rund 10% auf 480 Mrd. Euro und Pensionsrückstellungen um rund 15% auf 185 Mrd. Euro angestiegen. Der Ausfinanzierungsgrad ist dadurch von 62,9% auf 61,6% gesunken, womit er leicht unter dem Mittelwert seit 2010 von 62,2% liegt. Gleichzeitig zeigte sich jedoch auch, dass die Ertragskraft und Eigenkapitalbasis der Unternehmen weiter stark ist, da die Eigenkapitalquote auf 40,3% angestiegen ist. Mit Blick nach vorn und wieder steigenden Renditen am Rentenmarkt, gehen wir davon aus, dass die Problematik nun drehen wird. Das Tief bei den Referenzzinssätzen sollte im September 2016 erreicht worden sein. Mit wieder steigenden Zinsen sollte auch…

Warum wir auch in Zukunft gutes Research brauchen

Das Banken-Research hat es derzeit mit vielfältigen Herausforderungen zu tun. Die Ansprüche unserer Kunden, zu denen sowohl die Volks- und Raiffeisenbanken als auch institutionelle Investoren gehören, sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Denn unsere Kunden müssen wiederum selbst erhöhten Anforderungen der End- bzw. Privatinvestoren genügen. Die zunehmende Regulierung beeinflusst nahezu alle unserer Arbeitsschritte und sorgt auch im Research für einen merklich steigenden Aufwand. Gleichzeitig besteht aufgrund des sehr starken Wettbewerbs bei den Kunden oft nur eine geringe Bereitschaft, für Research zu zahlen. Das wird sich allerdings schon bald ändern, denn durch die neuen „Mifid II“-Vorschriften muss Research ab dem kommenden Jahr ein angemessen bepreister Service sein. Die zurückgehende Zahl von Analysten in den großen Banken in den letzten Jahren und die zunehmende Regulierung haben bei einigen Beobachtern zu der Vermutung geführt, dass das „Sellside Research“, das in der Regel von Banken bereitgestellt wird, möglicherweise so stark unter Druck geraten…

Wieviel Politik verträgt die US Notenbank?

In diesem Jahr werden wie üblich vier stimmberechtigte FOMC-Mitglieder ausgetauscht. Aufgrund der jährlichen Rotation bei den Stimmrechten wird das geldpolitische Entscheidungsgremium 2017 wieder stärker von geldpolitischen Tauben dominiert. Diese befürworten eher einen vorsichtigen Zinsanhebungspfad. Der Finanzmarkt rechnet mit zwei bis maximal drei Zinserhöhungen. Wir erwarten für dieses Jahr, dass die Fed zwei Mal die Leitzinsen um jeweils 25 Basispunkte anheben wird. Die derzeit unbesetzten Stellen im Gouverneursrat könnte der neugewählte US-Präsident zum Anlass nehmen, um relativ schnell Einfluss auf das oberste Entscheidungsgremium zu bekommen. Außerdem steht zu befürchten, dass er weder die Amtszeit als Fed-Vorsitzende von Janet Yellen, die am 03. Februar 2018 endet, noch eine weitere Amtsperiode für den Fed-Vize Stanley Fischer genehmigen wird. Bis Mitte 2018 könnte Trump damit vier von sieben Gouverneuren neu besetzt haben und damit die geldpolitischen Entscheidungen politisiert haben. Ein weiterer spannender Punkt dürfte sein, ob es der Kongress mit dem neuen Präsidenten an…

Japan: Tankan-Umfrage – Lage besser, aber Erwartungen leicht schlechter

Die vierteljährliche „Tankan“-Umfrage der Bank of Japan vom Jahresendquartal hat verbesserte Stimmungswerte bei den japanischen Industrieunternehmen ergeben. Der Diffusionsindex (von  -100 bis +100) erreichte bei den Großunternehmen des Verarbeitenden Gewerbes einen Wert von 10, nach drei Quartalen mit jeweils 6 Punkten, und lag damit über den Markterwartungen. Die leichte Mehrheit der Unternehmen, die für sich ein verbessertes Geschäftsumfeld sehen, hat sich zuletzt also deutlich erhöht. Die leichte Yen-Abwertung zum US-Dollar in den Wochen nach der US-Präsidentschaftswahl, eine offenbar etwas bessere Exportnachfrage und die Aussicht auf frische Aufträge der Regierung, die nun ihr im August angekündigtes Fiskalpaket gestartet hat, hat den Optimismus in der Industrie ansteigen lassen. Demgegenüber blieb der Tankan-Index bei den Großunternehmen des mehr binnenorientierten Dienstleistungssektors konstant bei 18 Punkten. Das bisherige Muster, dass die Einschätzungen zur Geschäftslage in größeren Unternehmen auf höherem Niveau liegen als in kleineren, hat sich auch dieses Mal wieder bestätigt. Für die Gesamtheit der…

DAX: Neues Jahreshoch bestätigt intakten Aufwärtstrend

Nachdem der deutsche Blue Chip Index am Montag zum wiederholten Male fest in die neue Handelswoche startete, erlahmte -im Gegensatz zur vergangenen Woche- das neue Kaufinteresse gestern nicht sofort wieder. Im Gegenteil: Mit den fortgesetzten Zukäufen gelang dem DAX ein deutlicher Durchbruch über den charttechnischen Widerstand um 10.475 Punkte. Mit dem Überwinden des Widerstands wird ein intakter mittelfristiger Aufwärtstrend angezeigt. Nach der zuletzt konstruktiven Verschnaufpause bis in den Bereich der 200 Tage-Linie (aktuell bei 10.080 Punkten) ergab sich zunächst ein weiter gehendes Anschlusspotenzial bis zum 161,8%-Fibonacci Retracement der Konsolidierungsbewegung von Anfang des Monats um 10.685 Punkte. Dieses kurzfristige Anschlusspotenzial konnte der DAX gestern bereits mehr als ausschöpfen. Auch wenn hierdurch der Übergang zu einem zumindest kurzen „Luftholen“ angezeigt wird, kann zusammen mit der aktuell noch günstigen Zyklentechnik dem DAX  insgesamt noch ein weiter gehendes Kurspotenzial bis rund 11.000 Punkte zugebilligt werden. Dieses Kurspotenzial speist sich aus der sog. „Measured Move“-Projektion….

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