Sonstige

Afrikanische Schweinepest (ASP) kommt näher

Bereits 2007 wurde das Virus aus Afrika nach Georgien eingeschleppt. Bisher gibt es keine Impfung. Das für den Menschen ungefährliche Virus führt bei Wild- und Hausschweinen schnell zum Tod. Als wesentliche Eintragungsquelle gilt der Mensch. Es wird vermutet, dass durch unachtsam weggeworfene infizierte Speisereste (z.B. auf Raststätten) eine Ausbreitung begünstigt/ausgelöst wird. Das Virus breitete sich entlang von Fernverkehrsrouten von Georgien über Russland und das Baltikum bis nach Polen und die Tschechische Republik aus. Viele Experten gehen davon aus, dass es lediglich eine Frage der Zeit ist, bis ASP in Deutschland ankommt. Deutschland ist auf dem Schweinefleischmarkt abhängig von Exporten. Mit einem Selbstversorgungsgrad von über 120% muss die Mehrproduktion über den globalen Markt „abfließen“. Bei einem ASP-Ausbruch in Deutschland (hier reicht schon eine Eintragung) würden die deutschen Exporte auf die Drittmärkte einbrechen bzw. vollständig zurückgehen. Selbst die Ausfuhren innerhalb der EU gerieten in Mitleidenschaft. Außerdem dürfte die Inlandsnachfrage infolge von Unsicherheit…

Bitcoin-Blase könnte kurz vor dem Platzen stehen, Aktienmärkte davon weit entfernt

Es wird viel darüber geschrieben, dass die aktuelle Zentralbankpolitik zu massiven Übertreibungen an den Kapitalmärkten führt. Für die Rentenmärkte trifft dies sicherlich zu. Wenn man sich jedoch die Aktienmärkte einzelner Länder, relevante Aktiensektoren, Gold und Immobilienmärkte betrachten kann man dies nicht feststellen. Im Vergleich zu früheren Übertreibungen an den Aktienmärkten verläuft die aktuelle Entwicklung fast noch moderat. Erst wenn man den Bitcoin mit berücksichtigt, sieht man, dass sich hier eine Blase entwickelt hat, die jederzeit platzen kann. Noch extremer ist die Entwicklung wenn man die Entwicklung des Bitcoin ab 2012 betrachtet. Die Kurssteigerungen zeigt eine  bisher noch nicht dagewesen Dimension. Die Gründe für den rasanten Anstieg des Bitcoin sind vielschichtig, maßgeblich aber getrieben von einer hohe Nachfrage bei einem engen und intransparenten Markt. Daneben dürften auch die wachsenden Zweifel über das aktuelle Geld- und Zentralbanksystem, dass bestimmt ist von einer stark steigenden Geldmenge und wachsender Staatsverschuldung, zu dem starken Interesse…

Goldilock im Euroraum – stabiles Wachstum bei moderater Inflation

Die positiven Wachstumsaussichten halten an. Dies gilt für Deutschland wie für den gesamten Euroraum. Erfreulich ist die gute Entwicklung in Frankreich. Hier scheint sich die gute Stimmung nach den Präsidentschaftswahlen langsam in den realwirtschaftlichen Indikatoren widerzuspiegeln. Zudem macht Frankreich auch bei der Reform der Arbeitsmärkte vorschritte, ohne das es zu massiven Streiks oder Protesten gekommen ist. Dies sollte auch in den kommenden Quartelen sich positiv auf die realwirtschaftliche Entwicklung auswirken. Die gute realwirtschaftliche Entwicklung geht weiterhin einher mit einer sehr moderaten Preisentwicklung. Die Inflationsraten sind weiterhin relativ niedrig. Dies gibt der EZB genügend Spielraum die Zinsen auch weiterhin auf dem sehr niedrigem Niveau zu belassen. Was an den Finanz und Immobilenmärkten sicherlich mit Freude registriert werden dürfte.

Globale Geldpolitik steht vor großen Veränderungen

Der Beginn der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise liegt nun fast genau zehn Jahre zurück, doch in der internationalen Geldpolitik ist die Krise noch so präsent als wäre es gestern gewesen. Fast alle großen Notenbanken, zumindest in den Industrieländern, halten ihre Leitzinsen bei Null oder nur wenig darüber und in vielen Ländern wird daneben noch laufend Liquidität über den Ankauf von Aktiva in die Märkte gepumpt. Nie zuvor gab es eine derart lange Phase extrem expansiver Geldpolitik. Doch aktuell mehren sich nicht nur in den USA und im Euro-Raum die Anzeichen, dass ein größerer geldpolitischer Umbruch bevorsteht. Zwar sieht es derzeit so aus, als könnte er sich sehr langsam vollziehen. Denn die Notenbanken haben keinen Grund zur Eile, die Inflationsaussichten sind zwar angestiegen, sie halten sich aber immer noch in Grenzen. Das muss aber nicht so bleiben. Besonders in den USA besteht das Risiko, dass sich die Inflationsrate beschleunigt und damit…

1 2 3 42