Technische Analyse

Hinweis: Die hier publizierten Beiträge zur technischen Analyse werden erstellt von Experten aus dem Team von Stefan Bielmeier. Dabei agiert die technische Analyse grundsätzlich unabhängig von der Fundamentalanalyse, sodass die Ergebnisse der technischen Analyse von den Ergebnissen der Fundamentalanalyse abweichen können.
DAX: Gültiger Ausbruch

Nach fester Eröffnung pendelte der deutsche Blue Chip-Index gestern auf hohem Niveau oberhalb der 12.400 Punkte-Marke seitwärts. Damit festigte dieser seinen tags zuvor gelungenen charttechnischen Ausbruch auf ein neues Allzeithoch. Mit dem am Montag im Nachgang der französischen Präsidentschaftswahlen erfolgten charttechnischen Ausbruch hat sich der deutsche Blue Chip-Index ein weiteres direktes Anschlusspotenzial bis 12.645 Punkte eröffnet. Dieses lässt sich über das 161,8%-Fibonacci-Retracement der zuvor etablierten „Konsolidierungsflagge“ ableiten (siehe Grafik). Aus einer mittelfristigen Perspektive heraus kann dem wichtigsten deutschen Aktienmarktbarometer im aktuell „charttechnisch widerstandsfreien Raum“ sogar ein Kurspotenzial bis etwa 13.300 Punkte zugeschrieben werden. Gerade im Hinblick auf die Zyklik besteht nun für die nächsten Wochen erst einmal Rückenwind, der nur hin und wieder unterbrochen wird und somit lediglich kleinere Konsolidierungen im Sinne gesunder Verschnaufpausen mit sich bringen sollte. Unterstützt wird der DAX (bzw. der europäische Aktienmarkt allgemein) dabei von der „Relativen Stärke“ gegenüber den USA. Auch dort liegt aus charttechnischer…

DAX: Dynamische Fortsetzung des längerfristig intakten Aufwärtstrends

Mit dem Erfolg des sozialliberalen Kandidaten Emmanuel Macron in der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl erfolgte gestern ein regelrechter Befreiungsschlag beim deutschen Blue Chip-Index. Gleich nach der Herausbildung einer markanten Eröffnungslücke gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag setzten sofort Anschlusskäufe ein, die den DAX auf ein neues Allzeithoch katapultierten. Charttechnisch ließ sich die Konsolidierungsbewegung, in der der DAX seit Anfang April gesteckt hatte, als eine formationstechnische „Konsolidierungsflagge“ beschreiben. Diese wurde gestern positiv aufgelöst und stellt damit die Basis für weitere Anschlussgewinne dar. Formationstechnisch lässt sich zunächst einmal ein weiteres Kurspotenzial bis zum 161,8%-Fibonacci-Retracement der „Flagge“ bei 12.645 Punkten ableiten (siehe Grafik). Darüber hinaus ist im strategischen Kontext ein nachhaltiges Überwinden des Allzeithochs um 12.390 Punkte als ein neues Investmentkaufsignal sehr positiv zu werten. Da der „Dekadenzyklus“ sein Zwischentief auf der Zeitebene bereits durchschritten hat und von nun an ebenfalls Rückenwind bietet, stehen die Chancen auf eine mittelfristige positive Trendfortsetzung recht gut….

DAX: Gute Chancen auf eine positive Trendfortsetzung

Trotz günstiger Vorgaben aus dem US-Späthandel vom Donnerstag eröffnete der DAX am Freitag nur marginal im Plus. Dieser tat sich auch im weiteren Verlauf zunächst schwer, konnte am Nachmittag aber immerhin etwas fester tendieren. Neue Erkenntnisse ergaben sich dadurch nicht. Im Rahmen seiner laufenden Konsolidierungsphase, welche aus charttechnischer Sicht bereits einen eigenständigen abwärts gerichteten Tertiärtrend darstellt, konnte der deutsche Blue Chip-Index seine zuvor „überverkaufte“ Lage (siehe „Projection Oscillator“ im Chart) nutzen und eine Gegenbewegung/Aufwärtsreaktion initiieren. Diese lief im Tageshoch am Freitag genau an die unterschrittene untere Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals von Anfang Februar heran (siehe Grafik), aus dem der Index zuvor herausgefallen war. Bis dato handelt es sich demnach nur um eine „pull back“-Bewegung an eine ehemalige Unterstützungslinie, die nun als Widerstandslinie fungiert. Der Beginn eines neuen mittelfristigen Aufwärtsimpulses ließe sich erst ableiten, wenn die laufende Konsolidierung, die eine potenzielle „Flagge“ darstellt, nach oben aufgelöst würde. Dies wäre bei nachhaltigen…

DAX: Weiterhin gefangen im Konsolidierungsmodus

Nach einem schwächeren Start in den Handel mit „Gap“ (Kurslücke) erholte sich der deutsche Blue Chip-Index recht rasch und konnte die zuvor gerissene Kurslücke schließen. Im weiteren Verlauf lief dieser dann von unten an die am Dienstag unterschrittene charttechnische Unterstützung um 12.050 Punkte, jetzt Widerstand, heran, konnte diese Marke aber nicht zurückerobern. Auch mit dem gestrigen Handelsgeschehen ändert sich die charttechnische Gesamtsituation nicht wesentlich: Einem intakten mittelfristigen Aufwärtstrend (höhere Bewegungshochs und Reaktionstiefs) steht im kurzfristigen Kontext eine Konsolidierungsbewegung gegenüber, die ihren Abschluss noch nicht gefunden hat. Das wichtigste deutsche Aktienmarktbarometer leidet darunter, aus dem (flach verlaufenden) Februar-Aufwärtstrendkanal herausgefallen zu sein. Ohne Rückeroberung wichtiger Marken (in einem ersten Schritt 12.050, in einem zweiten 12.245 Punkte) setzt sich der Konsolidierungsmodus zunächst weiter fort. Die charttechnischen Rückschlagsrisiken belaufen sich dabei auf den Bereich des letzten Reaktionstiefs im mittelfristigen Aufwärtstrend bei 11.850 Punkten. Das „Problem“ stellt dieser Tage insbesondere die latent niedrige CBOE-Put/Call-Ratio in…

DAX: Kurzfristig noch keine Entwarnung

Nach moderater Eröffnung pendelte der deutsche Blue Chip-Index gestern auf niedrigem Niveau seitwärts innerhalb einer recht engen Handelsspanne. Impulse blieben auf beiden Seiten Mangelware, und auch die Wall Street vermochte es nicht, sich in Szene zu setzen. Mit dem gestrigen Handelsgeschehen konnte die zuvor unterschrittene charttechnische Unterstützung um 12.050 Punkte (Konsolidierungstief vom 11. April) nicht wieder zurückerobert werden. Insgesamt war der DAX bereits tags zuvor aus seinem (flach verlaufenden) Aufwärtstrendkanal, der sich ab Anfang Februar herauskristallisiert hatte, herausgefallen. Der Konsolidierungsmodus, in dem sich das wichtigste deutsche Aktienmarktbarometer seit dem Test des Allzeithochs am 3. April befindet, bleibt somit bestehen. Aus der „überverkauften“ markttechnischen Lage konnte der Index bis dato noch kein Kapital schlagen – auch dies ist ein Hinweis darauf, dass die laufende Verschnaufpause noch nicht beendet ist. Unter charttechnischen Gesichtspunkten besteht dadurch –bezogen auf einen kurzfristigen Zeithorizont– ein weiter gehendes Anschlussrisiko bis zum nächsten Reaktionstief des mittelfristigen Aufwärtstrends um…

DAX: Nachösterlicher Fehlstart

Nach dem verlängerten Osterwochenende startete der deutsche Blue Chip-Index zunächst recht freundlich in den gestrigen Handel. Jedoch schon bald belastete dann ein merklicher Angebotsüberschuss die Kursentwicklung beim DAX, so dass im weiteren Verlauf auch das lokale Reaktionstief des kurzfristigen Abwärtstrends vom Dienstag letzter Woche um 12.050 Punkte unterschritten wurde. Mit dem Unterschreiten des lokalen Reaktionstiefs um 12.050 Punkte wurde zugleich auch die untere Begrenzung des (flach) verlaufenden aufwärts gerichteten Trendkanals, der sich ab Anfang Februar herauskristallisiert hat, verletzt (siehe Grafik). Damit ergibt sich unter charttechnischen Gesichtspunkten ein weiter gehendes Anschlussrisiko bis zum nächsten Reaktionstief in Bezug auf den mittelfristigen Aufwärtstrend um 11.850 Punkte. Dem intakten langfristigen Aufwärtstrend sollte jedoch auch eine solche Verlängerung der Konsolidierung wenig anhaben können. Hier kann aktuell noch kein übergeordneter „formationstechnischer Topbildungsprozess“ abgeleitet werden. Daneben ist zu erkennen, dass die zuvor „überkaufte“ Lage nicht nur abgebaut wurde, sondern sich der Index bereits in einer kurzfristig „überverkauften“…

1 2 70