Technische Analyse

Hinweis: Die hier publizierten Beiträge zur technischen Analyse werden erstellt von Experten aus dem Team von Stefan Bielmeier. Dabei agiert die technische Analyse grundsätzlich unabhängig von der Fundamentalanalyse, sodass die Ergebnisse der technischen Analyse von den Ergebnissen der Fundamentalanalyse abweichen können.
DAX: Im freien Fall

Auch gestern setzte sich die abwärtsgerichtete Bewegung der vergangenen Handelstage beim deutschen Blue Chip-Index fort. Nach einer ersten Verkaufswelle, die den DAX gleich deutlich unter das ehemalige Jahrestief bei 10.650 Punkten drückte, erfolgte zunächst eine Erholungsbewegung. Mit dem schwachen Handel an der Wall Street am Nachmittag bildete sich dann jedoch erneut ein deutlicher Angebotsüberschuss, das den DAX auf rund 10.400 Punkte fallen ließ. Damit gelang es dem Index gestern nicht, auf Basis des ehemaligen Jahrestiefs und der markant „überverkauften“ Situation (siehe „Projection Oscillator“ in der Grafik) zumindest eine nachhaltige Erholung zu initiieren. Dies bedeutet, dass als „fallendes Messer“ weiterhin alle antizyklischen Positionen auf der Longseite recht risikobehaftet sind. Mit dem nachhaltigen Durchbruch unter die zumindest psychologisch wichtige 200 Tage-Linie am Mittwoch erscheint insgesamt die in diesem Jahr recht ausgeprägte strategische Zuversicht der Investoren im Hinblick auf die Aktienanlage zu schwinden. Es sieht so aus, als ob der Markt gerade den…

DAX: Kurzfristig intakte Abwärtsbewegung

Nachdem bereits am Dienstag zum ersten Mal seit Januar ein Schlusskurs unterhalb der steigenden 200 Tage-Linie (aktuell bei rund 10.950 Punkten) etabliert wurde, setzte sich auch gestern die abwärts gerichtete Kursentwicklung der vergangenen Handelstage weiter fort. Auch die Handelseröffnung an der Wall Street löste am Nachmittag kein neues Kaufinteresse bei den deutschen Blue Chips aus. Damit konnte der DAX seine Chance nicht nutzen, im Bereich des wichtigen Durchschnitts zumindest eine Erholungsbewegung zu initiieren. Zusammen mit dem immer ungünstigeren zyklentechnischen Aktienmarktumfeld und dem auf Basis der Befragungen abzuleitenden strategischen „Optimismus“ der Investoren stellt sich zumindest mittelfristig ein negativ zu interpretierenden technisches Gesamtbild dar. Mit dem nachhaltigen Durchbruch unter die 200 Tage-Linie kann sich durchaus noch einmal eine deutlichere „Enttäuschungswelle“ am Markt etablieren. Kurzfristig dürfte zunächst das Julitief bei 10.650 Punkten weiteren Verlusten beim DAX entgegenwirken. Auf diesem Niveau sollten sich noch einmal spekulative Erholungschancen ergeben. Ein weitergehendes Kurspotenzial als bis in…

DAX: Mit dem Schlusskurs unter der 200 Tage-Linie

Nach der deutlichen Verkaufswelle zum Wochenanfang zeigte sich gestern beim deutschen Blue Chip-Index eine eher seitwärts gerichtete Kursentwicklung. Dabei wurde jedoch zum ersten Mal seit Januar diesen Jahres ein Schlusskurs unterhalb der steigenden 200 Tage-Linie (aktuell bei rund 10.940 Punkten) herausgebildet. Unter zyklentechnischen Gesichtspunkten stellt sich mit dem näher rückenden September ein immer ungünstigeres Aktienmarktumfeld dar. Der Monat „September“ weist beim DAX, auf Basis der Daten der letzten 50 Jahre, die im Durchschnitt negativste Monatsrendite des gesamten Jahres auf. Bricht somit die 200 Tage-Linie auf nachhaltiger Basis, wäre dies als ein recht markantes Negativsignal zu interpretieren. Zwar dürfte in diesem Fall zunächst das Julitief bei 10.650 Punkten weiteren Verlusten entgegenwirken. Doch insgesamt liefe der Index Gefahr, weitaus höheren Kursrückschlagsrisiken bis in den Bereich um 10.050/9.800 Punkte ausgesetzt zu sein. Mit Blick auf die aktuellen Befragungen der Marktteilnehmer zeigt sich im taktisch kurzfristigen Bereich eine „leicht negative“ Erwartungshaltung gegenüber der weiteren…

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