USA

Trump bleibt im Amt – bleibt der Corona-Virus in China?

Die Corona-Grippe breitet sich in China zunehmend aus. Das Ausmaß von SARS wurde bereits jetzt mit bislang über 20.000 Infizierten weit übertroffen. Trotz der hohen Ansteckungsrate bleibt die Zahl der Erkrankungen außerhalb Chinas jedoch sehr klein und überschaubar. Von einer globalen Pandemie ist man noch sehr weit entfernt. Die Finanzmärkte haben auf die Entwicklung reagiert, die in der letzten Woche sichtbar gestiegenen Sorgen haben sich wieder verflüchtigt. Dies gilt natürlich nur solange die Verbreitung der Grippe weitestgehend auf China beschränkt bleibt. Die kräftigen Kursanstiege an den Aktienmärkten könnten trotzdem etwas verfrüht gewesen sein. Je länger das Grippevirus die wirtschaftliche Aktivität in China einschränkt, umso größer werden die wirtschaftliche Verluste sein. Bereits jetzt sollte man leicht negative Effekte für die weltwirtschaftliche Dynamik nicht ausschließen. Für die erreichten wirtschaftlichen Erfolge und die äußerst gute Entwicklung der Finanzmärkte hat sich US-Präsident Trump feiern lassen. Der Wahlkampfauftakt lässt erahnen, was uns in den kommenden…

US-Vorwahl in Iowa: Ein Erfolg für einen finanzpolitisch gemäßigten Außenseiter

Mit Spannung wurde die erste Vorwahl für den demokratischen Präsidentschaftsbewerber erwartet. Durch einige technische Pannen hat die Bekanntgabe der Ergebnisse dann eine schon fast peinliche Dramaturgie erhalten. Rein rechnerisch hat dieser Bundesstaat für die erst im Juli anstehende Nominierung zum offiziellen Gegenkandidaten zwar nur eine recht geringe Bedeutung. Dennoch haben die Demokraten in der Vergangenheit meistens den Iowa-Sieger zum Präsidentschaftskandidaten gekürt. Hinzu kommt noch der positive Schub, den das Gewinner-Team für den (Vor-)Wahlmarathon in den kommenden Wochen und vor allem für den „Super-Tuesday“ am 3. März erhält. An dem Tag wird allein in 15 Bundesstaaten abgestimmt, darunter befinden sich auch die beiden Schwergewichte Kalifornien und Texas. Aber wie ist das Ergebnis zu bewerten, das sich inzwischen abzeichnet? Der Newcomer Pete Buttigieg hat dem Sozialisten Bernie Sanders den Spitzenplatz wohl knapp streitig gemacht. Der vergleichsweise junge Afghanistan-Veteran hat damit überraschend gut abgeschnitten. Da sein Wahlkampf sich aber sehr stark auf Iowa konzentriert…

FOMC: Fed stellt Liquiditätsversorgung sicher

Die eindeutige Botschaft der US-Notenbank von gestern Abend lautet: Das aktuelle Leitzinsniveau ist angemessen. Die derzeitige geldpolitische Ausrichtung dürfte das Wirtschaftswachstum stärken und die Rückkehr zum Inflationsziel von 2% fördern. Vor diesem Hintergrund hat der geldpolitische Ausschuss der Fed bei seiner gestrigen Sitzung den Leitzinskorridor unverändert bei 1,5% bis 1,75% gelassen. Der Leitzinsentscheid ist einstimmig getroffen wurden. Dies war unisono von den Marktteilnehmern erwartet worden. Trotz des unveränderten Leitzinsniveaus wurden andere, wichtige geldpolitische Entscheidungen getroffen. So wurde der Zins für die Überschussreserven (Interest on Excess Reserves IOER) wie erwartet um fünf Basispunkte angehoben. Diese Anpassung ist in erster Linie als technische Maßnahme zu verstehen, damit die IOER und die effektive Fed-Funds-Rate in der Mitte des angestrebten Zinskorridors liegen. Außerdem wurde bekannt gegeben, dass die Repo-Geschäfte mindestens bis April fortgesetzt werden und die T-Bill Käufe bis ins zweite Halbjahr. Die Notenbanker möchten sicherstellen, dass die Überschussreserven der Geschäftsbanken mindestens bei 1,5…

Alles ruhig

Der geopolitische Start des Jahres 2020 war mit den Entwicklungen im Iran zeitweise turbulent. Es hat sich aber einmal mehr gezeigt, dass keine Partei den Beginn einer Eskalationsspirale riskieren möchte. Dies war besonders augenfällig und auch überraschend beim Iran der Fall. Die Art und Weise der Provokation und anschließender Deeskalation folgt aber einem gewissen Muster, das man auch schon in den letzten Jahren immer wieder beobachten konnte. Politische Themen dürften in 2020 auch weiterhin bestimmend sein. Allen voran die Wahl des Präsidenten in den USA im November. Hier sprechen viele Gründe für die Wiederwahl von Trump. Das schwelende Impeachment-Verfahren könnte ihm zwar noch die Wiederwahl verhageln. Aber hierfür müssten noch deutlich mehr Beweise und belastendes Material gegen Trump auf den Tisch. Ansonsten sollte sich der US-Präsident auf seine Mehrheit im Senat verlassen können. Für Europa stehen neben dem Brexit unmittelbar keine politischen Großereignisse an, aber bei der Vielzahl der schwachen…

China: Abschwung pausiert, US-Deal ist aber kein Konjunkturprogramm

Der Konjunkturabschwung in China hat Ende 2019 deutlich an Schärfe verloren. Das Wirtschaftswachstum büßte im vierten Quartal nicht weiter an Tempo ein. Mit unveränderten 6,0% (J/J) liegt der aktuelle Wachstumswert nicht nur im Rahmen der Markterwartungen, sondern auch knapp innerhalb der von Peking vorgegebenen Wachstumsspanne – das ist in China immer noch ein Politikum. Sicherlich haben die Deeskalation im Handelsstreit mit den USA und die Hoffnung auf zumindest eine partielle Einigung ihren Teil dazu beigetragen, um den Abwärtsdruck auf die chinesische Wirtschaft zu mildern. Auch wenn US-Präsident Trump zunächst lediglich weitere Zollerhöhungen von der Agenda nahm, verschaffte dies Chinas Exportindustrie in den vergangenen Monaten eine Atempause. Ganz ohne staatliche Anschubhilfe scheint die Konjunkturstabilisierung jedoch nicht ausgekommen zu sein. Dies legt die deutliche Wachstumsbeschleunigung in der Industrie zum Jahresschluss nahe, welche die Handschrift früherer Kurzzeit-Stimuli Pekings trägt, wie wir sie im vergangenen Jahr mehrfach gesehen haben. Mit der nun erfolgten Unterzeichnung…

US-Deal mit China – die „harten Brocken“ kommen erst noch

Rechtzeitig zum Beginn des Wahljahres ist es der US-Regierung gelungen, beim Handelskonflikt mit China ein erstes Zwischenabkommen zu vereinbaren. Die plötzliche Einigung nach monatelangem „Hin und Her“ ist sicher der für Trump am 3. November auf dem Spiel stehenden Wiederwahl geschuldet. Im Grunde handelt es sich aber nur um einen Waffenstillstand mit einer teilweisen Rücknahme der bereits verhängten Strafzölle. Dies wird vor allem daran erkennbar, dass unmittelbar weitere Handelsgespräche aufgenommen werden sollen. Hier geht es dann unter anderem um Themen wie die chinesische Industriepolitik und den Schutz des geistigen Eigentums. Also letztlich die wirklich „harten Brocken“, bei denen kaum mit einem Einlenken Chinas zu rechnen ist. Sollten diese Gespräche stocken und auch die Nachfragesteigerung nicht den zugesagten Mengen entsprechen, ist die Gefahr groß, dass sich der Konflikt wieder verschärft. Der Verlauf des Wahlkampfes dürfte hierbei ebenfalls eine Rolle spielen. Gerade die Exportwirtschaft dürfte sich in Anbetracht dieser Unsicherheit bei Investitionen…

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