USA

USA: Preisdruck lässt wieder nach

Der jüngste Inflationsbericht des Bureau of Labor Statistics hält vor allem eine Nachricht bereit: Die andauernde ultra-lockere Geldpolitik in den USA führt weiterhin nicht zu einem hohen Preisdruck, die konjunkturellen Probleme lassen das nicht zu. Im Oktober blieben die Preise für Güter und Dienstleistungen im Durchschnitt gegenüber dem Vormonat unverändert. Zwar verteuerten sich Nahrungsmittel und auch in einzelnen Dienstleistungs- und Güterkategorien wurden die Preise angehoben. An anderer Stelle wurde das aber ausgeglichen. Beispielsweise wurde Benzin günstiger, und bei Bekleidung und Autoversicherungen wurden wieder höhere Rabatte gewährt. Der Grund dafür dürfte vor allem darin zu sehen sein, dass die Konjunktur wieder an Schwung verliert: Der Weltmarktpreis für Rohöl (WTI) tendierte daher im Herbst zwischenzeitlich etwas niedriger als im Sommer und Unternehmen wurden wohl mit einer schwächeren Konsumnachfrage konfrontiert. Gegenüber dem Vorjahr gerechnet, bremsten die Energiepreise die Inflationsrate im Oktober wieder etwas stärker, während der Preisdruck bei Dienstleistungen und industriellen Gütern moderat…

Gutes Anlagejahr 2021 voraus

2020 war ein Jahr für die Geschichtsbücher. Die wichtigste Lektion für Aktienanleger lautete erneut: Im Portfolio streuen, auf gute Unternehmen setzen, nicht in Panik verkaufen. Dank der Impulse der Staaten und Notenbanken ging es auch diesmal schnell wieder bergauf. Zunächst wird der Machtübergang in den USA noch den Nachrichtenfluss an den Börsen bestimmen. Aber unter Biden wird sich das Marktumfeld für die Unternehmen nicht wesentlich ändern. Biden wirkt jedoch schon auf die Stimmung: Die Politik in den USA wird wohl verlässlicher werden. Dies sind auch gute Nachrichten für die Aktienmärkte. Nach dem Machtübergang rückt thematisch die Aussicht auf ein Ende der Corona-Pandemie 2021 in den Fokus. Tag um Tag rückt die flächendeckende Verteilung eines Impfstoffs an die Weltbevölkerung näher. Damit steigen die Chancen auf eine deutliche Erholung der Konjunktur. Eingebettet wird die Hoffnung auf eine starke Konjunkturbelebung, neben der Aussicht auf mehr Verlässlichkeit in die Politik, in ein sehr freundliches…

Bitcoin auf der Jagd nach neuen Rekorden?

Die führende Kryptowährung Bitcoin hat sich mit knapp 16.000 USD jüngst in Kurshöhen empor gewagt, die seit Anfang 2018 nicht mehr verzeichnet wurden. Dieses Niveau allein auf das Hin und Her bei der US-Präsidentschaftswahl und eine damit potenziell einhergehende Unsicherheit über die politische Zukunft der größten Volkswirtschaft der Welt zurückzuführen, greift dabei sicherlich zu kurz. Zum einen kann angesichts aufwertender Schwellenländerwährungen und weltweit steigender Aktienkurse von einer großen Verunsicherung nicht die Rede sein. Zum anderen hält die Aufwärtsbewegung der Kryptowährung bereits seit Anfang September an. Treiber der positiven Dynamik ist vor allem die Hoffnung auf eine langfristig höhere Nachfrage und wachsende allgemeine Akzeptanz. Grundlage dieser Einschätzung mit Blick auf institutionelle Investoren sind Meldungen über die Vermögensverwalter Grayscale und Fidelity. Der Bitcoin-Fonds des erstgenannten verzeichnete zuletzt Rekordzuflüsse, während Fidelity ankündigte, entsprechende Aktivitäten auf Asien auszuweiten. Die Aussicht auf mehr Nachfrage vonseiten privater Haushalte dürften Bitcoin-Anhänger mit Ankündigungen des Zahlungsdienstleisters Paypal in…

USA: Arbeitsmarkt entwickelt sich robust, dennoch dringender Handlungsbedarf für den neuen Präsidenten

In den USA setzt sich die Hängepartie um die Präsidentschaftswahl fort. Derweil meldet das Bureau of Labor Statistics, dass sich die Erholung am US-Arbeitsmarkt im Oktober überraschend dynamisch fortgesetzt hat. Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bleibt aber dennoch eine wichtige Herausforderung für den neuen Präsidenten. Die neue Regierung muss vor allem dafür Sorge tragen, dass die Pandemie nicht völlig außer Kontrolle gerät, damit neue landesweite Lockdown-Maßnahmen vermieden werden können. Zum anderen brauchen die von Arbeitslosigkeit betroffenen Haushalte möglichst bald neue staatliche Unterstützung. Besonders die Arbeitslosenquote hat im Oktober einen bemerkenswerten Satz nach unten gemacht – sie sank von 7,9 Prozent im September auf 6,9 Prozent im Oktober. Viele Amerikaner haben offensichtlich wieder einen Arbeitsplatz gefunden, das ist erfreulich. Aber immer noch mehr als 11 Mio. stehen ohne Job dar und die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist erneut deutlich gestiegen (Dauer der Arbeitslosigkeit von 27 Wochen oder länger). Weil die Bundeszuschüsse zur Arbeitslosenhilfe…

Wenn das Warten zur Qual wird…

Der Wahlkampf in den USA war lang und zeitweise auch schmutzig. Das war zu befürchten. Sein Ende wurde deshalb so stark wie selten zuvor herbeigesehnt. Doch das Warten ist mit dem Wahltag nicht zu Ende gegangen. Denn die Hoffnung auf ein eindeutiges Ergebnis der Präsidentschaftswahlen hat sich nicht erfüllt. Das Rennen ist ausgesprochen knapp. In vielen Bundesstaaten dauert das Auszählen so lange, da nicht zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie sehr viele Wähler ihre Stimme per Briefwahl abgegeben haben. Und diese Tatsache vor allem ist es, die nun wohl ein längeres juristisches Nachspiel haben wird. Das Warten geht also weiter. Unterdessen ist es relativ klar, dass der Gewinner der Präsidentschaftswahlen, wenn er denn endlich feststehen wird, es nicht nur mit einem tief gespaltenen Land, sondern auch mit gespaltenen Mehrheiten im Kongress zu tun haben wird. Denn das Repräsentantenhaus bleibt sehr wahrscheinlich in demokratischer Hand, während die Republikaner allem Anschein nach ihre Mehrheit…

US-Wirtschaft wächst vor Präsidentschaftswahl kräftig, Ankündigungen der Bewerber müssen Taten folgen

Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl meldet das Bureau of Economic Analysis ein überaus kräftiges Wirtschaftswachstum für das dritte Quartal: Zwischen Juli und September ist das Bruttoinlandsprodukt der USA mit einer annualisierten Rate von mehr als 33 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen! Die starken Nachholeffekte nach der Lockerung von Corona-Restriktionen und die staatlichen Stützungsmaßnahmen haben für einen ordentlichen Schub gesorgt. So trieb vor allem die rege Konsumtätigkeit die Wirtschaft an. Den enormen Coronabedingen Konjunktureinbruch im ersten Halbjahr hat die Wirtschaft damit zwar noch nicht ausgeglichen. Das BIP liegt noch 3,5 Prozent niedriger als vor der Corona-Rezession – im vierten Quartal 2019. Die jüngsten Wachstumszahlen zeigen aber, dass sich die Wirtschaft eigentlich auf einem sehr guten Weg befindet. Doch der weitere Erholungspfad ist mit vielen Steinen gesät: Zum einen steigen auch in den USA die Corona-Neuinfektionen rasant an und erhöhen das Risiko neuer Eindämmungsmaßnahmen. Wichtige Handelspartner begeben sich bereits wieder in einen…

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