USA

Nordkorea-Konflikt bringt Unruhe an die Aktienmärkte

Die Eskalationsspirale im Nordkorea-Konflikt dreht sich immer weiter. Jüngst hat US-Präsident Trump mit einem militärischen Konflikt gedroht, falls Nordkorea nicht einlenkt. Eine entsprechende verbale Antwort aus Nordkorea hat nicht lange auf sich warten lassen. Gleichzeitig startet China ein großes Manöver vor der Küste von Nordkorea. Dies alles kommt nach einer geschlossenen Reaktion der UN auf die Aktionen von Nordkorea, die Hoffnung gaben, dass die Staatengemeinschaft nun mit einer einheitlichen Linie gegen das kleine Land agieren würde. Eine weitere Eskalation des Konfliktes ließe sich vermutlich nur schwer eindämmen und dürfte weitreichende Konsequenzen haben. Insbesondere – aber nicht nur – der asiatische Raum dürfte hiervon betroffen sein. Die Finanzmärkte und insbesondere die Aktienmärkte haben auf die jüngsten politischen Entwicklungen reagiert. So kam es heute erstmals seit längerer Zeit wieder zu nennenswerten Kursrückgängen an den Weltbörsen. Bis dato war das Anlagejahr 2017 ausgesprochen ruhig verlaufen. Dies spiegelte sich sowohl an der anhaltend niedrigen…

US-Arbeitsmarkt weiterhin eine Stütze der Konjunktur

Auch zu Beginn der zweiten Jahreshälfte ist in der größten Demokratie der Welt der Jobmotor mit einer erfreulich hohen Drehzahl gelaufen, dies zeigt der jüngste offizielle Arbeitsmarktbericht. Allein in der privaten Wirtschaft stieg im Juli die Zahl der Beschäftigten um 205.000 Personen, im öffentlichen Sektor wurde noch ein geringfügiges Plus von 4.000 Arbeitsplätzen hinzugefügt. Die Arbeitslosenquote fiel dadurch von 4,4 auf 4,3 Prozent. Auch wenn in den vergangenen sechs Jahren die Erfolgsgeschichte des US-Arbeitsmarktes schon sehr an ein „perpetuum mobile“ erinnert hat, so ist bei einer genaueren Betrachtung bereits seit dem Jahr 2015 eine stetige Verlangsamung bei der Beschäftigungsdynamik zu erkennen. Einen Grund zum Schwarzmalen können wir jedoch kaum ausmachen, da die Umfragen in der Wirtschaft weiterhin auf einen robusten Beschäftigungsaufbau hinweisen. Aber auch der jüngste Arbeitsmarktbericht bestätigt, dass der wesentliche Treibstoff für den Jobmotor vom Dienstleistungssektor geliefert wird. Das Beschäftigungsplus im güterproduzierenden Bereich, auch wenn es in den letzten…

US-Wirtschaft hat Dynamik in Q2 verdoppelt, erfreuliches Plus bei Ausrüstungsinvestitionen

Wenig überraschend hat die US-Wirtschaft im zweiten Quartal ihr Wachstumstempo verdoppelt, dies zeigen die jüngsten Daten der nationalen Statistikbehörde. Nach einem schwachen Jahresbeginn, der allerdings die Folge von zahlreichen Sondereffekten war, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf das Jahr hoch gerechnet um 2,6 Prozent. Das Wachstum stand insgesamt auf einer recht breiten Basis, auch wenn einmal mehr der private Konsum für den stärksten Schub sorgte. Auch für die wirtschaftliche Beschleunigung war nahezu im Alleingang die Konsumfreude der US-Bürger verantwortlich. Nur eine deutliche Steigerung der Verteidigungsausgaben trug noch ein Quäntchen zur Erhöhung des Wachstumstempos bei. Ansonsten springt einem die sehr positive Entwicklung der privaten Investitionen in Maschinen und Ausrüstungen ins Auge. Insgesamt bestätigen die jüngsten BIP-Daten unsere Einschätzung, dass sich die US-Wirtschaft weiterhin auf einem stabilen Wachstumspfad befindet. Das hohe Niveau der wichtigsten Stimmungsindikatoren weist auch für die zweite Jahreshälfte auf robustes Wachstum hin. Ein genauerer Blick auf die Ausrüstungsinvestitionen zeigt, dass…

Die Unsicherheiten der Fed-Bilanzreduktion

Mit der gestrigen FOMC-Sitzung ist klar, dass die US-Notenbank wohl relativ bald den Startschuss für die Bilanznormalisierung geben wird. Dies dürfte im September geschehen, sollte das Erreichen der US-Schuldengrenze zu dieser Zeit keine zu große Unruhe stiften. Die Fed beteuert, dass die Verringerung der Bilanz sehr langsam vonstattengehen und es daher keine gravierenden Auswirkungen auf die Finanzmärkte geben wird. Trotz dieser Zusagen fragen sich einige Marktteilnehmer, ob die Reduzierung der Fed-Bilanz tatsächlich nur ein Sturm im Wasserglas sein wird, oder ob es nicht doch zu unvorhergesehenen Monsterwellen kommen könnte. Im Rahmen einer Transparenzoffensive hat die Fed schon bekannt geben, in welchem Umfang sowohl US-Treasuries als auch Mortgage Backed Securities (MBS) abgebaut werden. Wenn gegen Ende 2021 eine optimale Bilanzhöhe von rund 2.000 bis 2.500 Mrd. US-Dollar erreicht sein wird, dürfte die Fed die Bestände von MBS weiter verringern. Damit in diesem Rahmen nicht die Bilanz weiter schrumpft, wird sie zum…

Baldige Änderung der Fed-Reinvestitionspolitik steht bevor

Die US-Währungshüter haben im Zuge ihrer gestrigen Sitzung den Leitzinskorridor unverändert bei 1,00% bis 1,25% belassen, was niemanden überraschte. Jedoch wurden die Erläuterungen zum Zinsentscheid gegenüber der letzten FOMC-Sitzung und den Inhalten der Anhörung Yellens im US-Kongress im Juni etwas angepasst. Hieß es bislang, dass man das Programm zur Normalisierung der Notenbankbilanz „noch in diesem Jahr“ implementieren würde, stellen die Fed-Vertreter nun einen „baldigen Start“ in Aussicht. Hierbei setzen die Ratsvertreter voraus, dass sich die US-Konjunktur weiter wie von ihnen erwartet entwickelt. Grundsätzlich rechnen die Währungshüter unverändert mit einem moderaten Wirtschaftswachstum und weiteren Verbesserungen am US-Arbeitsmarkt. Die kurzfristigen Risiken für den wirtschaftlichen Ausblick betrachten die FOMC-Vertreter als ausgeglichen. Hinsichtlich der Inflationsentwicklung rechnen die Notenbank-Oberen auf kurze Sicht mit einem weiterhin vergleichsweise schwachen Preisauftrieb. Mittelfristig sollte sich die US-Teuerung allerdings dem Fed-Inflationsziel von 2% annähern. Der Beschluss über die geldpolitische Ausrichtung wurde von den US-Notenbankvertretern einstimmig getroffen. An den Finanzmärkten hat…

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