USA

USA stehen vor der Verschärfung der Eigenkapitalregeln für Banken

Diese Woche hat sich das Board der US-Notenbank für die Übernahme der vom Basel Komitee vorgeschlagenen neuen Eigenkapitalregeln nach Basel III ausgesprochen. Ab Januar 2014 werden US-Banken die neuen, strengeren regulatorischen (risikogewichteten) Eigenkapitalquoten mit entsprechenden Übergangsregelungen einhalten müssen. Die großen US-Banken dürften keine Probleme haben, diese Quoten zu erfüllen. Allerdings drohen den US-Banken weitere Regelungen, die auf eine zusätzliche Stärkung der Eigenkapitalbasis abzielen. Darüber wird aber offenbar noch zwischen den unterschiedlichen für die Bankenregulierung verantwortlichen Behörden gerungen. So könnten beispielweise Banken, die sich stark auf kurzfristige Refinanzierungen verlassen, zu zusätzlichen Eigenkapitalpuffern gezwungen werden. Daneben wird für die US-Banken insbesondere aber auch die Überarbeitung des Leverage Ratios – einer vom Risiko unabhängigen Eigenkapitalquote – bedeutsam sein. Während es in Europa bislang noch keine bindende Leverage Ratio gibt, wird in den USA bereits eine Leverage Ratio von mindestens 4% verwendet. Das Basel Komitee hat nun vorgeschlagen, dass ab 2018 weltweit eine Leverage…

Märkte mit klarer Überreaktion

Der dieser Tage angedeutete Fed-Kurswechsel hat an den Märkten zu einer heftigen Reaktion geführt. Speziell am Rentenmarkt sind die Renditen der US-Treasuries und der Bundesanleihen kräftig angestiegen. Ist die jüngste Verkaufswelle gerechtfertigt? Jein – die Ankündigung von Ben Bernanke, dass die Anleihekäufe der Fed schon im Sommer des kommenden Jahres beendet sein könnten, hat sicherlich die Märkte auf dem „falschen Fuß“ erwischt und somit eine Überreaktion hervorgerufen. Die Fed wird jedoch vorerst weniger zusätzliches Geld in den Kreislauf pumpen und ab dem Sommer des kommenden Jahres wohl keine weitere Liquidität schöpfen. Die Liquiditätsausstattung der Wirtschaft bleibt somit üppig, zumal die Fed hier explizit keinen schnellen Rückzug angekündigt hat. Leitzinserhöhungen, die de facto zu einer Reduzierung der Liquidität führen sollten, werden erst für das Jahr 2015 (!) gesehen. Auch Bundesanleihen sind unter die Räder gekommen. Die transatlantische 90-Tage-Korrelation zeigt an, dass der Gleichlauf der Bund- und der US-Treasury-Renditen in den vergangenen…

US-Notenbank legt Fahrplan für den Ausstieg vor

Wie allgemein erwartet ließ der geldpolitische Ausschuss der Fed den Leitzins weiterhin in der Spanne zwischen 0 und 0,25%. Der Tenor der jüngsten FOMC-Sitzung und der anschließenden Pressekonferenz deutet jedoch ein Ende der Anleihekäufe an, sofern sich die Konjunktur wie erwartet weiter verbessert. Insgesamt schätzt die Fed die Abwärtsrisiken sowohl für die konjunkturelle Entwicklung als auch für die Entwicklung am Arbeitsmarkt als verringert ein. Setzt sich diese Entwicklung fort, wird laut Bernanke das Ende der Anleihekäufe Mitte 2014 erreicht sein. Die Renditen der zehnjährigen US-Treasuries haben in Reaktion auf diese Aussagen erneut nach oben tendiert, während die Aktienindizes Verluste verzeichnet haben und der US-Dollar an Wert gewonnen hat. Im Großen und Ganzen hat die Notenbank unsere Meinung bestätigt, dass die Fed ihre Anleihekäufe im Herbst schrittweise zurückfahren wird. Wir gehen davon aus, dass die Notenbank mit Veröffentlichung der neuen Projektionen im September den „Einstieg in den Ausstieg“ bekannt geben wird….

Richtungswechsel in der US-Geldpolitik zeichnet sich ab – doch wann?

Die Vereinigten Staaten scheinen langsam, aber sicher dem Gröbsten der seit 2007 grassierenden Dauerkrise zu entkommen. Eine anziehende gesamtwirtschaftliche Nachfrage, gekoppelt an stärkere Zahlen vom Arbeitsmarkt, hat jüngst bei den US-Treasuries für einen spürbaren Renditeauftrieb gesorgt, der auch für eine gleichgerichtete Entwicklung hierzulande Mitverantwortung trägt. Die durchaus positiven Nachrichten aus Übersee scheinen die Marktteilnehmer nervös zu machen. Offensichtlich wird eine positive Datenlage mit einem schnelleren Rückzug der Federal Reserve aus ihrer ultralockeren Geldpolitik gleichgesetzt. Gute Zahlen sind demnach schlechte Nachrichten, schlechte Zahlen gute Nachrichten: verkehrte Welt. Der US-Notenbankrat kommt in dieser Woche zu einer weiteren turnusmäßigen Sitzung zusammen. Der Leitzins in Höhe von 0% bis 0,25% dürfte kaum zur Debatte stehen und voraussichtlich bis Ende 2014 unverändert bleiben. Kontroverser wird wohl die Diskussion um die Anleihenankaufpolitik innerhalb des geldpolitischen Ausschusses (FOMC) verlaufen. Die Fed bereitet sich immer stärker auf einen Richtungswechsel vor; unseres Erachtens besteht allein hinsichtlich des Zeitpunktes, wann…

Marktpositionierung: US-Dollar als DER Liebling der Märkte

Während der Euro sich in den letzten Tagen wieder leicht erholen kann, sprechen die jüngsten Daten zur Markt-Positionierung eine andere Sprache. Die IMM-Daten zur spekulativen Marktpositionierung zeigen einen massiven Aufbau von EUR-USD-Short-Positionen (80.949 Kontrakte nach 46.921 in der Vorwoche). Im Einklang damit sind auch die aggregierten USD-Positionen (also diejenigen versus EUR, GBP, JPY, AUD, CHF und CAD) abermals angestiegen. Ihr Wert liegt mit 40,96 Mrd. USD jetzt so hoch wie nie zuvor, hat also sogar die extreme Positionierung vom Sommer 2012 (bisheriges Hoch: 39,58 Mrd. USD) überholt.

USD-Index nähert sich höchstem Stand seit Juli 2012

Während der Euro gegenüber dem US-Dollar derzeit kräftig Federn lässt, konnte die US-Devise auf handelsgewichteter Basis in dieser Woche im Hoch bis auf 84,09 Punkte klettern. Damit war der Dollar so gefragt wie zuletzt im Juli 2012. Seit Anfang des Jahres gewann er ca. 7,7% an Wert. Zerlegt man den Währungskorb und betrachtet die Entwicklungen der darin enthaltenen Währungen seit Jahresbeginn, wird deutlich, dass die US-Devise gegenüber allen im Korb enthaltenen Währungen (EUR, JPY, GBP, CAD, SEK, CHF) zulegen konnte. Auffallend ist, dass sie gegenüber dem Euro, mit 57,6% das Schwergewicht im Korb, nur um rund 2,5% aufgewertet hat. Das bedeutet, dass andere im Korb enthaltene Währungen mit einem geringeren Gewicht überproportional gegenüber der US-Devise in die Defensive geraten sein müssen. Hier sticht besonders der Yen ins Auge, verlor dieser doch seit Jahresbeginn rund 18% an Wert. Auf Platz zwei folgt das Pfund mit einem Minus von etwa 6,5%. Daran…

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