USA

Industrievertrauen fast überall auf dem Rückzug

Die Weltkonjunktur geht derzeit durch eine Phase schwächeren Wachstums, das zeigen auch die Stimmungsindikatoren aus dem Industriesektor. Die neuesten Umfragen unter den Einkaufsmanagern im verarbeitenden Gewerbe lieferten in den großen Wirtschaftsregionen ein gemischtes Bild. So ist im Industriesektor des Euro-Raumes eine gewisse Ernüchterung eingetreten. Dank der wachstumsstärkeren großen Mitgliedsländer Deutschland und Frankreich weist der EWU-Einkaufsmanagerindex für die gesamte Währungsunion zwar noch auf ein moderates Wachstum hin. Die weiterhin schlechte Stimmung bei den Industrieunternehmen in den Peripherieländern bestätigt aber das Bild der dort anhaltenden Rezession.

US-Konjunkturdaten enttäuschen die Märkte

Die abgelaufene Woche stand an den Märkten vor allem im Zeichen enttäuschender Daten zur US-Konjunktur: So sind die Hauspreise in den Vereinigten Staaten im ersten Quartal 2011 noch unter das Krisenniveau von 2009 gesunken. Die Messzahl für das Verbrauchervertrauen ist nach zwischenzeitlicher Erholung im Mai wieder auf das Niveau vom letzten Herbst abgesackt und für den Industriesektor weist der wichtige ISM-Klimaindikator ebenfalls auf ein Ende der Hochstimmung hin.

USA: Gegenläufige Signale vom Arbeitsmarkt – Wirtschaft lebt vor allem vom schwachen Dollar

Teile der US-Wirtschaft äußern derzeit einen Optimismus, der uns überzogen scheint. Zwar ist Optimismus nichts Schlimmes, aber im Hinblick auf die US-Konjunktur wäre etwas mehr Nüchternheit durchaus angebracht. Denn teures Öl macht der Wirtschaft zu schaffen, der Mittelstand leidet unter Absatzproblemen. Dennoch sind vor allem die großen Industriefirmen, die vom schwachen Dollar profitieren, derzeit geradezu überschwänglich. Der Stimmungsindex der Einkaufsmanager in diesem Sektor ging im April nur leicht von 61,2 auf 60,4 Punkte zurück, blieb also über der Marke von 60, die „Euphorie“ anzeigt.

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