USA

Trendwende am US-Immobilienmarkt?

Der gerade veröffentlichte landesweite US-Hauspreisindex der „Federal Housing Finance Agency“ ist im Mai um 0,8 Prozent gestiegen. Damit weist der so genannte „Purchase-only-Index“ im vierten aufeinanderfolgenden Monat einen Preisanstieg auf und liegt damit fast vier Prozent über dem Vorjahreswert. Ist das nun die Trendwende nach einer gut fünf Jahre währenden Korrekturphase am US-Immobilienmarkt? Schließlich lag auch der Case-Shiller-Index, in dessen Berechnung zusätzlich das Subprime-Segment eingeht, in den vergangenen Monaten im Plus. Der Abwärtstrend bei den Preisen dürfte zumindest ausgelaufen sein. Denn das mit monatlich rund 200.000 Zwangsversteigerungen immer noch hohe Niveau abgewickelter Hypotheken kann den Markt offenbar nicht mehr nach unten drücken. Die dahinter stehende, anziehende Nachfrage, die in steigenden Verkaufszahlen für neue und bestehende Häuser, einem anziehenden „Pending-Home-Sales-Index“ und einem fallenden Bestand zum Verkauf stehender Objekte zum Ausdruck kommt, hat mehrere Ursachen. Das gefallene Preisniveau macht den Immobilienkauf in Kombination mit den ausgesprochenen niedrigen Zinsen attraktiv. So weisen die…

USA: Privater Konsum verliert an Schwung

Die privaten Haushalte in den USA haben in den letzten Monaten deutlich an Konsumlust verloren. So sind die persönlichen Ausgaben im April und Mai nur noch etwa halb so stark gewachsen wie noch im recht guten ersten Quartal. Die Einzelhandelsumsätze haben in den letzten Monaten erkennbar an Dynamik eingebüßt, die Sparquote ist zuletzt gestiegen. Ein kompletter Stillstand der Konsumdynamik ist zwar nicht zu erwarten, aber das Umfeld für weiter gute Konsumzuwächse ist sehr viel schwieriger geworden als noch zu Jahresbeginn. Zum Teil hängen die schwächeren Umsätze im Einzelhandel damit zusammen, dass die Sonderkonjunktur in der Autoindustrie vorbei ist. Die US-Autohändler hatten im letzten Jahr wegen gestörter internationaler Zulieferketten ja zeitweise nur ein sehr eingeschränktes Fahrzeugangebot, was dann später zu umfangreichen Nachholkäufen und zweistelligen Zuwachsraten beim PKW-Absatz geführt hatte. Dieser Nachholbedarf scheint nun gedeckt. Gravierend für die Konsumperspektiven sind aber nun auch andere Faktoren. Vor allem die in den letzten Monaten…

USA: Obamas Gesundheitsreform wird Wahlkampfthema

Mit 5 : 4 Stimmen hat der US Supreme Court Obamas Gesundheitsreform gebilligt. Damit ist es also verfassungskonform, dass die Regierung auch jene Bürger dazu anhält, eine Krankenversicherung abzuschließen, die diese gar nicht wollen. Wer dies ablehne, muss künftig eine Strafprämie zahlen. Das entscheidende Argument: Die Strafprämie funktioniere wie eine Steuer, und Steuern zu erheben gestehe die Verfassung dem Kongress ja explizit zu. Laut Umfragen sind bis zu rund die Hälfte der US-Bürger gegen Obamas Pflichtversicherung, weshalb das Thema auch im angelaufenen US-Wahlkampf eine so große Rolle spielt. Tatsächlich betroffen vom neuen Kontraktionszwang werden aber deutlich weniger Bürger sein. In den nächsten Jahren sollten etwa 30 Mill. Amerikaner, also weniger als 10 Prozent der Bevölkerung, erstmalig eine Police abschließen. Dies sollte die grundsätzlichen Einwände der Reformgegner relativieren. Mit Obamacare erhalten viele US-Bürger erstmals Versicherungsschutz, die ihn haben wollen, ihn sich aber bisher nicht leisten können. Ist die Reform nun gut…

USA: Schwacher Arbeitsmarkt im Mai

Das US-Beschäftigungswachstum ist im Mai enttäuschend schwach ausgefallen: Per Saldo nur noch +69 Tsd. neue Stellen wurden geschaffen. Im Privatsektor waren es 82 Tsd., beim Staat wurden 13 Tsd. Stellen gestrichen. Erschwerend für die Arbeitsmarkterholung kommt hinzu, dass von den Job-Gewinnen der beiden Vormonate nun 49 Tsd. Stellen durch Abwärtsrevisionen wegfallen. Damit wurden seit März im Durchschnitt weniger als 100 Tsd. Jobs pro Monat geschaffen. Zum Vergleich: Von Dezember bis Februar gab es über 250 Tsd. neue Jobs pro Monat. Die Arbeitslosenquote ist im Mai erstmals seit Juni 2011 wieder gestiegen, von 8,1 auf 8,2 Prozent. Seit vier Monaten schwächt sich das Tempo des Stellenaufbaus also ab, es reicht inzwischen nicht mehr aus, um den US-Arbeitsmarkt in den nächsten zwei oder drei Jahren – geschweige denn vor den Präsidentschaftswahlen im November – aus den Schlagzeilen herauszubringen. Offenbar hat eine immer größere Zahl von kleinen und mittelgroßen Betrieben derzeit keine Neigung,…

US-Konjunktur schwächt sich zu Jahresbeginn leicht ab

Das BIP-Wachstum der USA hat sich im ersten Quartal des Jahres von 3,0% auf nurmehr 2,2% verlangsamt. Diese Abschwächung der US-Konjunktur kommt aus unserer Sicht nicht überraschend. Denn erstens beruhte das recht hohe Wachstum im Endquartal 2011 zu einem Gutteil auf Sondereffekten wie etwa einem starken Lageraufbau und Nachholverkäufen in der Automobilindustrie. Zweitens hat sich, wie die letzten beiden Monate gezeigt haben, die gute Beschäftigungsdynamik inzwischen deutlich verlangsamt. Vor allem der nur noch moderate Zuwachs von 120 Tsd. neuen Jobs im März – gegenüber 240 Tsd. neuen Stellen noch im Vormonat – signalisiert, dass die Unternehmen durchaus vorsichtig geworden sind im Hinblick auf weitere Kapazitätsausweitungen. Vielmehr versuchen sie im aktuellen Umfeld, die Produktivitätsfortschritte aus dem bisherigen Zyklus abzusichern. Stagnierende Nachfrage, unter der vor allem die klein- und mittelständischen US-Unternehmen leiden, ist kein Umfeld für weiter dynamische Aufstockung der Belegschaften. Zudem erhöht der teure Ölpreis nicht nur die Kosten der laufenden…

Internationale Häusermärkte haben Krise noch nicht überwunden

Mit dem Ausbruch der „Subprime-Krise“ am US-amerikanischen Hypothekenmarkt wurde 2007 das Ende der Preisrallye an den Häusermärkten in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Spanien und Irland eingeläutet. Trotz Preiskorrekturen von knapp 20 Prozent in Spanien und Großbritannien, über 30 Prozent in den USA und fast 50 Prozent in Irland ist an keinem dieser Märkte bislang eine nachhaltige Trendwende zu beobachten.

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