USA

USA: Kongresskommission ohne Einigung über Budgetsanierung

Die Kongress-Kommission, das so genannte „Super-Committee“, die bis zum 23. November konkrete Vorschläge zur mittelfristigen Defizitreduzierung erarbeiten sollte, hat sich nicht einigen können. Deshalb soll nun, so hat es das „Budget Control Act“ von Anfang August bestimmt, eine automatische Schuldenbremse in Kraft treten, die automatische Ausgabenkürzungen in Gesamthöhe von 1200 US-Dollar für den Zeitraum bis 2021 vorsieht.

USA: Ein kleiner Hoffnungsschimmer vom Arbeitsmarkt

Die Zahl der Beschäftigten in den USA ist im Juli um 117 Tsd. angestiegen. Die niedrige Zahl vom Vormonat wurde von +18 Tsd. auf +47 Tsd. nach oben revidiert. Positiv zu bemerken ist, dass der private Sektor im Juli per Saldo immerhin 154 Tsd. neue Stellen geschaffen hat. Im Juni waren es nur rund halb so viel. Im öffentlichen Sektor gingen dagegen erneut viele Stellen (-37 Tsd.) verloren, was angesichts der Sparzwänge in Washington und bei den Einzelstaaten nicht verwundern kann. 

USA: Schuldenkompromiss in letzter Minute

Mit der Einigung zur Erhöhung der Schuldenobergrenze für die US-Regierung ist ein wichtiger Unsicherheits- und Risikofaktor vorerst aus der Welt geräumt worden, nämlich die drohende teilweise Zahlungsunfähigkeit der US-Regierung. Auch das AAA-Rating kann wohl vorerst beibehalten werden. Von daher ist am Ende das Drama im US-Kongress gut ausgegangen. Es ist sicher auch positiv zu bewerten, dass die Anhebung der Obergrenze in zwei Schritten ausreichen wird, um vor den nächsten Präsidentschafts- und Kongresswahlen im November 2012 keine erneute Entscheidung treffen zu müssen und man mit diesem Thema damit erst einmal „Ruhe“ hat. Auch dies sollte einen beruhigenden Effekt für die Märkte haben.

Rückschlag am US-Arbeitsmarkt

Nach den deutlich besser als erwarteten Arbeitsmarktzahlen der Jobvermittungsfirma ADP, die für Juni 157 Tsd. neue Beschäftigungsverhältnisse im Privaten Sektor meldete, waren die Erwartungen auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht der USA hoch gespannt. Vielerorts wurde sogar schon die langersehnte „Wende“ am US-Arbeitsmarkt prophezeit, mit diesmal deutlich mehr als 100 Tsd. neuen Stellen. Die nun veröffentlichten offiziellen Juni-Zahlen haben die hohen Erwartungen nicht erfüllen können, ja müssen sogar als „garstige“ Negativ-Überraschung gelten: Nur +18 Tsd. neue Non-Farm Payrolls! Zwar gab es 57 Tsd. neue Stellen im Privaten Sektor, aber auch weiteren Arbeitsplatzabbau im Bausektor und, besonders gravierend, beim Staat, der zuletzt immerhin 39 Tsd. Bedienstete freisetzte.

Portugal rückt in den Fokus

Die Erleichterung über den Zeitgewinn für Griechenland und mit ihr das Kursplus im Euro schwinden dahin. Statt Griechenland erhält jetzt Portugal Prügel und verhagelt dem Euro die Stimmung, was sowohl zum Dollar als auch zum Franken besonders auffällt. Die Euphorie der vergangenen Woche über die Verabschiedung des griechischen Sparpaketes erweist sich als trügerisch, haben die Märkte doch mit tatkräftiger Beihilfe der Ratingagenturen längst Portugal als das nächste Opfer ausgemacht.

Industrievertrauen fast überall auf dem Rückzug

Die Weltkonjunktur geht derzeit durch eine Phase schwächeren Wachstums, das zeigen auch die Stimmungsindikatoren aus dem Industriesektor. Die neuesten Umfragen unter den Einkaufsmanagern im verarbeitenden Gewerbe lieferten in den großen Wirtschaftsregionen ein gemischtes Bild. So ist im Industriesektor des Euro-Raumes eine gewisse Ernüchterung eingetreten. Dank der wachstumsstärkeren großen Mitgliedsländer Deutschland und Frankreich weist der EWU-Einkaufsmanagerindex für die gesamte Währungsunion zwar noch auf ein moderates Wachstum hin. Die weiterhin schlechte Stimmung bei den Industrieunternehmen in den Peripherieländern bestätigt aber das Bild der dort anhaltenden Rezession.

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